<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845</id><updated>2011-11-16T11:25:01.809+01:00</updated><category term='Hassen für Fortgeschrittene'/><category term='Selbstjustiz'/><category term='Fundbüro'/><category term='Himmel und Hölle'/><category term='Verbalakrobatik'/><category term='Spießer'/><category term='Sex and the City'/><category term='Weltschmerz'/><category term='Liebes Tagebuch'/><category term='Mutterkind'/><category term='Lynchen'/><category term='Alltag'/><category term='True Blood'/><category term='Couching'/><category term='Prof. Dr. K.'/><category term='Traumpartner'/><category term='Brainfuck'/><category term='Naturgeilheiten'/><category term='Blümchenwiese'/><category term='Herzeleid'/><category term='Failed'/><category term='Menstruationslyrik'/><category term='Schweinskram'/><category term='Nonsens und Konsens'/><category term='Prêt-à-porter'/><category term='Helden'/><title type='text'>Heidis Welt.</title><subtitle type='html'>Der ganz normale Wahnsinn.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>76</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-620251466460722670</id><published>2011-06-27T20:24:00.000+02:00</published><updated>2011-07-01T16:30:16.003+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mutterkind'/><title type='text'>Lass uns ein Spiel spielen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;35 Grad im Schatten.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gefühlte 2 Liter Schweiß rinnen meine Hüften herab, schlängeln sich am Gerüst meiner Luxussonnenliege tiefer nach unten, runter auf die siffigen Fliesen meines Balkons, der noch kein Wasser dieses Jahr gesehen hat, zumindest keines aus einem Putzeimer, und den ich mit einer unglaublichen Hartnäckigkeit gekonnt ignoriere.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Verstohlen werfe ich alle zehn Minuten einen Blick auf die Uhr. Zwei Stunden Bratzeit können ganz schön lange sein, wenn man selbst in der Sonne liegt und sich braten lässt. Draußen zwitschern die Vögel, der Himmel ist blau, ich in Kürze karibikbraun, reihenweise Männer werden ob meines &lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;gebräunten Körpers in Ohnmacht fallen, soviel ist klar. Ich will gerade diesen äußerst erheiternden Gedanken weiterverfolgen, als...&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Mama, lass uns ein Spiel spielen!"&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mir schwant Böses.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Ich hab ein tolles Spiel, dafür musst du gar nix machen!&lt;i&gt;" &lt;/i&gt;(Kinder sind schon clevere Biester, wissen ganz genau, wie sie einen kaufen können!) "Du kannst dich ganz normal weiter sonnen und musst nur mit mir reden!"&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;(Die gute Nachricht: 'Ich sehe was, was du nicht siehst' ist es schon mal nicht. Die Schlechte ist: Da das weggefallen ist, kann es jetzt quasi alles sein!)&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Wir spielen Stadt, Land, Fluss - nur ohne Stadt, Land und Fluss und ohne Papier!"&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Genial! Dass ich solche Einfälle mit stolzen 10 Jahren nicht hatte, ist fast schon besorgniserregend...&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Also, wir nehmen Namen, Tier und Beruf. Ok, Mama? Man muss immer eines davon finden, was mit dem letzten Buchstaben des Wortes beginnt, was der Andere davor genannt hat."&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Also gut. Nur reden. Und bissi denken. Sollte zu schaffen sein.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;15 Minuten später. Nachdem die As, Ms und Ss (fühl mich gerade politisch inkorrekt) durch sind, drehen wir uns ständig um die Es, Rs, Is und anderes Gesocks. Eine Stilblüte nach der anderen verlassen seinen Mund.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Tier auf R, Rindschwein. Geht nicht. Gut, dann halt Beruf auf R: Renaultverkäufer! Und kennt ihr schon den Nashornzüchter? Oma ist übrigens ein Beruf. Und da wir Erich schon hatten, nimmt Sohn einfach Ehrlich. Ehrlich geht natürlich nicht, "ok, dann eben Ehrli... ne, Ehrlin!"&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich nenne als Beruf Ingenieur, Sohn muss auf R was finden und nennt Jojo. Als ich ihn frage, mit welchem Buchstaben Ingenieur aufhört, kommt: H! Kurze Zeit später ist wieder das R dran, Sohn gehen offensichtlich die Namen aus, daher nennt er Ratti. In der Schule gibt es einen Jungen, der nämlich so heißt. Bestimmt. Als ich ihn entlarve, will er einen anderen Buchstaben. Er wählt das N und nennt Nulli. Nulli? "Ja, Nulli wie Schnulli, Mensch Mama, du kennst ja gar keine echten Namen!"&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Er steht kurz vor der Disqualifizierung und bekommt als letzte Chance das T und die Aufgabe einen passenden Namen zu finden. Stille. Zwei Falten bilden sich auf seiner Stirn. Seine Lippen formen Worte, ich sehe förmlich, wie er alle ihm bekannten Namen im Geist abklappert. Nach einer gefühlten Ewigkeit dann mit erhellender Mine: Tubert!&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-620251466460722670?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/620251466460722670/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2011/07/lass-uns-ein-spiel-spielen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/620251466460722670'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/620251466460722670'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2011/07/lass-uns-ein-spiel-spielen.html' title='Lass uns ein Spiel spielen'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-6219217215827704019</id><published>2010-07-27T01:46:00.015+02:00</published><updated>2011-07-01T16:29:01.462+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltschmerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbalakrobatik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herzeleid'/><title type='text'>Generation der Verdammten</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ich war etwa 17, als ich Janek in einem dieser Modeschuppen kennenlernte, in welche man geht um sehen und selbst gesehen zu werden. Meine Freundin und ich waren weder auf das Eine noch auf das Andere aus. Doch wir waren viel zu jung um zu wissen, worauf wir uns an jenem Nachmittag einließen, als wir seine Einladung auf einen Kaffee annahmen und uns an seinen Tisch setzten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Janek war gute 16 Jahre älter als wir und obwohl uns damals sein Alter nahezu biblisch vor kam, waren wir nicht mutig genug seine Einladung auszuschlagen. Wir hatten es mit einem erwachsenen Menschen zu tun, dessen Alltag aus Arbeit und Verpflichtungen bestand, während sich unser Lebensmittelpunkt hauptsächlich um die große Liebe und den dazugehörigen Liebeskummer drehte. Zeitweise rückte auch das bevorstehende Abitur in den Vordergrund, insbesondere vor den Klassenarbeiten im letzten Halbjahr, so dass wir uns wieder auf das besannen, was vermeintlich wichtig war. Wie unwichtig vieles davon tatsächlich war, sollten wir erst Monate später erfahren, als der Krieg ausbrach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie zogen erst die Berufssoldaten ein sowie jene, die sich freiwillig zur Verfügung stellten.&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Die Hälfte von ihnen kam Jahre später, als der Krieg zu Ende, war nicht mehr zurück. Und auch jene, die das Pech hatten, den Anfang des Krieges beim Bund zu erleben, mussten schließlich irgendwann daran glauben und zogen an die Front. Andere hofften, die 12 Monate Wehrpflicht durchstehen zu können, ohne von ihrer Waffe je Gebrauch machen zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass Menschen tagtäglich starben war uns bewusst. Die Medien waren voll davon. Schon längst war das herkömmliche Fernsehprogramm eingestellt worden und bestand mehr oder weniger nur noch aus Nachrichten und Berichterstattungen diverser Korrespondenten an der Front. Wie bitter die Lage jedoch tatsächlich war, erfuhren wir erst als das große Verschwinden begann. Menschen, die Jahrzehnte nebenan wohnten, waren eines Tages einfach nicht mehr da. Sie wurden deportiert oder flohen freiwillig. Andere, die sich weigerten ihre Häuser zu verlassen, wurden ermordet. In die verlassen Häuser zogen jene ein, die sich auf Grund ihrer Nationalität selbst als rechtmäßige Eigentümer einschätzten. Die Mieter fluktuierten. Je nach aktueller Kriegslage konnte es durchaus vorkommen, dass schon nach wenigen Monaten die vermeintlichen Eigentümer selbst fliehen und Anderen Platz machen mussten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fühlten uns trotz der Umstände sicher. Wenngleich vorerst nur strategisch wichtige, als auch militärische Ziele beschossen wurden und wir selbst davon eines in Form einer Kaserne in unserer Stadt hatten, hatten wir keine Angst. Die Kaserne kannte jeder von uns, viele waren sogar im Rahmen des Unterrichts dort zu Besuch und durften Schießübungen beiwohnen oder gar daran teilnehmen. Ich selbst hatte dort das erste Mal ein Gewehr in der Hand, welches ich zuvor nach Anleitung zusammen gebaut hatte. In allen höheren Schulen wurde damals noch Verteidigung und Schutz unterrichtet, so dass der Kasernenbesuch zum Schulalltag gehörte. Die Jungs in diesem grauen, hässlichen Bunker hatten in unseren Augen ohnehin den ganzen Tag nichts zu tun. Und warum wir uns mit einem Fach wie Verteidigung und Schutz herumschlagen mussten, konnten wir uns bis Kriegsbeginn nie so richtig erklären. Wir waren jung und voller Träume. Wir wollten Abitur machen, studieren und in die große weite Welt ziehen um Karriere zu machen. Dass es kaum einer von uns weiter als bis zur nächsten Ortschaft schaffen sollte, konnten wir damals noch nicht ahnen. Erst als einige Monate später die Sperrstunden jeden Abend um 20:00 Uhr einsetzten und Panzer durch unsere Straßen rollten, brach die bittere Realität über uns ein. Wir waren die Generation der Verdammten, diejenigen, die einfach das Pech hatten, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, deren Zukunft mit Waffen und Schüssen besiegelt wurde, noch bevor sie begonnen hatte. Und einige von uns, sollten nie die Gelegenheit haben herauszufinden, was ihnen ihre Zukunft gebracht hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer Kontakte im Ausland hatte, zog sämtliche Register um Möglichkeiten zu finden das Land zu verlassen, was auf Grund der Sanktionen allerdings nicht einfach war. Sämtliche Botschaften waren mit Ausbruch des Krieges überfüllt und je länger der Krieg anhielt, umso mehr Menschen standen vor den Botschaften an. Sie wurden wie Tiere zusammengepfercht und genauso behandelt. Wer das Glück hatte noch am selben Tag die Botschaft zumindest betreten zu können, konnte nicht auch noch darauf hoffen, verrichteter Dinge wieder gehen zu können. Die Anforderungen für ein Touristenvisum waren exorbitant. Junge Leute wie wir,&amp;nbsp; ohne feste Arbeitsstelle und ohne Perspektive waren dabei die schlechtesten Kandidaten überhaupt. Diejenigen, die Familie oder Arbeit hatten bzw. in irgendeiner Form gebunden waren, hatten da schon bessere Chancen. Von denen konnten sich die Behörden zumindest eine Rückkehr in ihr Heimatland erhoffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer das nötige Kleingeld hatte, konnte sich sein Visum auch einfach erkaufen. Natürlich nur unter der Hand. Korruption war ein Wort, was man sich nur denken, aber nie laut aussprechen konnte. Jene, die vom Krieg profitierten waren namentlich in der Stadt bekannt und hatten über Nacht wichtige Positionen eingenommen. Den Vorgängern  wurde Hab und Gut genommen. Sie konnten sich glücklich schätzen, wenn sie im Anschluss noch ein Dach über dem Kopf hatten und am Leben waren. Das Gleiche passierte mit allen anderen wichtigen gesellschaftlichen, politischen und staatlichen Positionen bzw. Funktionen. Wer in der falschen Partei war, hatte darüber hinaus besonders schlechte Karten und konnte nur darauf hoffen, nicht in die Schusslinie zu geraten und mit dem Leben davon zu kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als der Strom abgestellt wurde und wir nur noch stundenweise Wasser hatten, stieg auch unsere Frustration eklatant an. Mit jedem Tag wurde uns bewusster, dass wir nichts hatten, worauf wir hoffen konnten. Statt abends auszugehen, saßen wir mit unseren Familien bei Kerzenlicht im Dunklen und konnten froh sein, wenn ein Transistorradio mit den neuesten Nachrichten wenigstens halbwegs die tödliche Stille überbrücken konnte. Vor allem die langen Nächte im Winter waren ohne Strom nahezu unerträglich. Wir organisierten uns soweit wie wir es konnten. Die Stadt war in unterschiedliche Sektoren, die für jeweils 6-8 Stunden täglich ohne Strom waren, aufteilt. Wer das Glück hatte, jemanden in einem anderen Sektor zu kennen, konnte zumindest dorthin fahren, um so wenigstens ab und an der Dunkelheit, Stille und Kälte zu entkommen. Über Monate hinweg wuschen und kochten wir mit Wasser aus Kanistern, Flaschen, Töpfen und anderen Gegenständen, die wir in weiser Voraussicht dann mit Wasser auffüllten, wenn die Leitungen wieder welches hergaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf Grund des Embargos brach die Wirtschaft nahezu vollständig ein. Grundnahrungsmittel wurden nur noch gegen Bons verteilt, wobei jede Familie auf eine beschränkte Menge Anspruch hatte. Milch bekamen nur diejenigen, die kleine Kinder hatten. Pro Haushalt standen außerdem 20 Liter Sprit zur Verfügung, welchen man jedoch nie zu Gesicht bekam, weil die Tankstellen über Monate hinweg keinen Sprit hatten. Der Schwarzmarkt und der damit verbundene Devisenmarkt boomten. Nahezu alles konnte man unter der Hand erwerben – wenn man denn das nötige Kleingeld dafür hatte. Die Inflation fraß nicht selten ein Monatsgehalt binnen Stunden auf und manchmal konnte man sich davon am Ende des Tages gerade noch eine Schachtel Zigaretten kaufen. Um sich halbwegs abzusichern, hoben die Menschen noch am Zahltag ihr Geld ab und liefen damit zum nächsten Devisendealer, um es in eine stabile Währung umzutauschen. Geld war nichts mehr wert. Binnen Monaten wurde es mehrfach neu gedruckt, zeitweise gab es sogar einen 2-Millionen-Schein, von dem man nicht einmal ein Kilo Brot kaufen konnte. Die Regale in den Supermärkten waren leer oder reihenweise mit ein- und demselben Produkt aufgefüllt. Sie hatten schlichtweg nichts zu verkaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie Janek sich in diesen miserablen Kriegszuständen eine halbwegs vernünftige Wohnung und ein Auto leisten konnte, weiß ich bis heute nicht. Nicht selten lebten Erwachsene mit Ihren Eltern bis zu deren Tod unter dem gleichen Dach. Janek lebte alleine und das nicht einmal so schlecht. Und auch über ausbleibendes Geschäft konnte er sich nicht beklagen. Die kleine Boutique, die er nahe dem Zentrum führte und die vor allem für italienische Mode und Angora-Pullover bekannt war, lief recht gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während anderswo Menschen starben, fuhr er mich in seinem Audi nach der Schule nach Hause. Nicht selten versteckte ich mich dabei, indem ich die Lehne vollständig runterließ. Die Stadt hatte überall Augen und Ohren. Ich konnte es mir nicht leisten, dass andere Mensch oder gar meine Eltern Wind von der Sache bekamen.  Sie hätten es ohnehin nicht verstanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Janek  hatte, vielleicht aus einer Vorahnung heraus, schon früh dafür gesorgt, dass ihm auch außerhalb des Landes Möglichkeiten offen stehen. Für gut 15.000 DM hatte er eine Freundin mit einem Schweizer verheiratet und wartete nun geduldig auf den Moment, da sie sich scheiden lassen und er sie heiraten konnte. Auf diese Weise wollte er seinen Weg außer Landes finden. In regelmäßigen Abständen fuhr er, soweit es die Sanktionen erlaubten, nach Ungarn, Italien und manchmal auch in die Schweiz und beschaffte dort die Ware für seine Boutique. Auch wenn er mich irgendwann als seine Freundin betrachtete, konnte ich nie mit ihm auf Reisen gehen. Wir machten nur ein einziges Mal sogenannten Urlaub, als er mich für ein verlängertes Wochenende mit nach Ungarn nahm. Mehr war ohne Visum ohnehin nicht möglich. Für mich war dieser Ausflug, als käme ich vom Regen in die Traufe. Ungarn war damals bei Weitem kein wirtschaftlich starkes Land, aber für mich war es das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Da ihn seine Reise&amp;nbsp; weiter führte und ich nicht mitkommen konnte, blieb ich den Tag über in einem kleinen Hotel und vertrieb mir die Zeit mit Shoppen. Er hatte mir ein kleines Taschengeld überlassen, was umgerechnet zweifelsohne mehr war, als so manch ein Monatsgehalt zu Hause. Ich hatte es binnen weniger Stunden ausgegeben. In erster Linie für süße Stückchen, aber auch für Kosmetika und Unterwäsche. Die Diskussionen, die ich anschließend mit ihm hatte, habe ich bis heute nicht vergessen, trugen sie sich doch zum Teil auf der leergefegten Autobahn auf dem Weg nach Hause zu. Er war so wütend über meine Maßlosigkeit, dass er mich kurzerhand auf der Autobahn aussetzte, nur um mich wenige Minuten später wieder einzusammeln. Ich habe Jahre lang nicht verstanden, warum ausgerechnet er sich über das Geld aufgeregt hatte. Ihm ging es schließlich besser als den meisten von uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Monate nach unserem Kennerlernen gaben wir das Versteckspiel auf. Ich zeigte mich von da ab offen in seiner Gesellschaft. Mir war nie bewusst, wie viel das zu meinem Schutz beigetragen hatte. Denn auch er war in der Stadt bekannt wie ein bunter Hund und jeder wusste, dass ich mit ihm zusammen war. Was die Menschen in meinem Umfeld darüber dachten, habe ich nie erfahren. Aber es war sicherlich nichts Gutes, schon auf Grund des hohen Altersunterschiedes.  Wahrscheinlich dachten sie, ich wäre mit ihm nur wegen des Geldes zusammen, doch Geld hat für mich nie eine Rolle gespielt. Er symbolisierte Normalität in all diesem Wahnsinn. Er stand für ein Leben, welches meine Generation und ich nicht führen konnten und auch nicht führen sollten. Er hellte die tristesten und düstersten Momente meines Lebens auf und bot Hoffnung, wenn meine Familie und ich im dunklen, kalten Keller saßen, während draußen der Luftalarm tobte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mein Studium begann, keimte erneut die Hoffnung in mir auf. Viele meiner Klassenkameraden zogen gemeinsam mit mir von zu Hause aus. Wir fühlten uns nicht nur erwachsen, wir waren es auch, schließlich waren wir auf uns selbst gestellt. Wir konnten nicht jedes Wochenende nach Hause fahren, da die Fahrkarten viel zu teuer waren. Wie unsere Eltern unser Studium finanzierten, wussten wir nicht. Und wie sie die Miete für unsere Unterkunft – welche umgerechnet 100 – 150 DM betrug, bezahlten, auch nicht. Statt uns gesund und ausgewogen zu ernähren oder das eine oder andere Unimaterial zu besorgen, gingen wir lieber bis morgens um 5 aus. Wir holten alles nach, was uns vorher verwehrt blieb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem anfänglichen Traum, mit Janek zusammen zu ziehen, wurde nichts. Er konnte die Stadt nicht verlassen, also sahen wir uns an den Wochenenden, manchmal auch unter der Woche, wenn ich an der Uni blau machte. Als wir etwa 2 Jahre zusammen waren, heiratete er die Freundin, die er damals gegen Geld mit einem Schweizer verkuppelt hatte. Wann immer sie zu Besuch war, war ich Tabu. Wenn sie weg war, führten wir unsere Beziehung  ganz normal fort. Die Phasen ihres Besuches waren die schlimmsten Momente unserer Beziehung. Ich fühlte mich hintergangen und betrogen, obwohl er mich nie in dieser Hinsicht belogen hat. In den Ferien oder wenn er auf Reisen war, kümmerte ich mich ein wenig um seinen Laden, was makaber war, da unter seinen Angestellten auch die Schwester der Frau war, die er geheiratet hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mich in das vierte Semester einschrieb, war der Krieg zu Ende und das Land schöpfte neue Hoffnung. Es war klar, dass wir noch Jahrzehnte mit den Nachwirkungen des Krieges zu kämpfen haben sollten, doch darüber wollte niemand so wirklich sprechen. Jeder wollte, dass es einfach mal voran geht – egal in welcher Hinsicht und wie sehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Janek war mit Ende des Krieges nicht mehr so häufig auf Reisen, vieles konnte abgewickelt werden, ohne dass er persönlich vor Ort sein musste. Auch wenn der Krieg zu Ende war, bot er mir weiterhin einen Zufluchtsort, wo ich Ruhe und Geborgenheit finden konnte. Ich hatte nie die Hoffnung aufgegeben, dass wir vielleicht doch eines Tages ein ganz normales Paar sein würden, doch im Nachhinein denke ich, dass das schlichtweg nicht unser Schicksal war. Ich hatte den Krieg überlebt, während andere ihr Leben dafür lassen musste und ich hatte meine große Liebe gefunden. Das war mehr als ich mir damals erträumt hatte, mehr als viele andere hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da sich die wirtschaftliche als auch politische Lage ein wenig gebessert hatte, wollte auch ich frühzeitig mein Glück in Sachen Ausland versuchen und vielleicht sogar nach meinem Studium auswandern. Also stand ich für ein Visum an und hoffte aufs Beste. Die Menschenschlangen hatten zwar etwas nachgelassen, aber man musste nach wie vor morgens um vier oder fünf vor der Botschaft sein, wenn man darauf spekulierte, noch am gleichen Tag seine Unterlagen abgeben zu können. Wochen später kam das Einladungsschreiben der Botschaft, in welchem man mir mitteilte, welche Dokumente ich für ein Visum vorzulegen hatte und wann ich erscheinen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem kalten, verschneiten Dezemberabend  verließ ich in Lederjacke und Jeans und mit meinem Rucksack als Gepäck Janek und meine Heimat und kehrte erst viele, viele Jahre später das erste Mal zurück. Bis heute war ich noch einige weitere Male zu Hause, allerdings immer nur zu Besuch. Während dieser Zeit traf ich Janek genau ein einziges Mal. Wir taten beide so, als ob wir uns nicht kennen und starrten uns lediglich mit stummer Mine an. Die weit aufgerissenen Augen und der entsetzte, schmerzerfüllte Blick ließen vielleicht erahnen, dass uns einst etwas Wunderbares und Außergewöhnliches verbunden hatte.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-6219217215827704019?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/6219217215827704019/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/07/die-generation-der-verdammten.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6219217215827704019'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6219217215827704019'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/07/die-generation-der-verdammten.html' title='Generation der Verdammten'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-2864187489608225967</id><published>2010-07-15T23:39:00.003+02:00</published><updated>2010-07-15T23:43:17.299+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebes Tagebuch'/><title type='text'>Schein und Sein</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Warum wird man ausgerechnet dann mit diversen Dingen konfrontiert, wenn man sie am wenigsten erwartet?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind seltsame Zeiten angebrochen. Abgründe tun sich auf, Bekenntnisse noch und nöcher und zwar von allen Seiten. Und auch wenn ich jetzt schon weiß, dass diesen Blog wieder nur ein paar wenige Leute verstehen werden und das Thema im Prinzip stinklangweilig für jeden Anderen ist, kann ich es irgendwie nicht sein lassen und muss trotzdem darüber schreiben. Das ist nun einmal meine Art mich mit Themen auseinander zu setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die wichtigste Frage überhaupt "Wo stehe ich eigentlich?" habe ich natürlich nicht vergessen. Sie fällt mir mindestens einmal die Woche ein. Eigentlich hat die Frage gar nichts mit philosophischen Dingen zu tun, sie wurde vor einigen Jahren geboren, als ich meine unaufhaltsame Karriere als &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Pokerstar angefangen und mich dann doch für andere Herausforderungen entschieden habe. Mein damaliger Mentor betonte jedoch stets, dass beim Pokerspiel die wichtigste Frage überhaupt die Frage "Wo stehe ich eigentlich?" sei. Ich gab ihm Recht und wandte ab da die Frage auf alle Situationen des Lebens an. Manchmal mit einer Antwort darauf und manchmal auch ohne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sehr sich Fremd- und Eigenbild voneinander entscheiden, musste ich erst letztens wieder erfahren. Darauf fällt mir eigentlich nur folgendes ein: Es ist nicht alles Gold was glänzt. Ich bin kein Pessimist, oh nein, ich versuche nur realistisch zu sein. Denn auch ich koche nur mit Wasser. Nur lasse ich manchmal das Wasser etwas bunter erscheinen als Andere. Aber in Wirklichkeit ist es genauso farblos wie der Roman, in dem die Protagonistin vorkommt, von der ich letztens erst in einem anderem philophischen und im Grunde genommenen überflüssigen Blog schrieb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schreibhemmungen werden von Jahr zu Jahr fieser. Es sind keine Blockaden, Material gäbe es genug, es wird nur immer schwieriger das Material so zu verpacken, dass es nachvollziehbar aber dennoch unerkannt bleibt. Ich habe vor einiger Zeit beschlossen unterzutauchen, in der Hoffnung unerkannt Klartext schreiben zu können, aber leider ist das gar nicht so einfach. Vor allem nicht dann, wenn man Blogs schreibt. Einige Leute meinten erst in jüngster Zeit wieder, ich solle ein Buch schreiben. Ich finde die Idee so unglaublich lachhaft. Ich wüsste gar nicht, wovon ich darin schreiben soll. Und wer würde das lesen wollen? Jeder Text, der länger als 10 Zeilen ist, ist schon abgeschrieben, weil sich heutzutage kaum noch jemand die Mühe macht, etwas Längeres zu lesen. Menschen sind lesefaul. Am Ende des Tages schreibt man längere Texte immer nur für sich selbst und ein Buch für mich selbst zu schreiben, grenzt schon etwas an Idiotie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztens kam ja wieder der ultimative Satz: Ich will dich. (Ich weiß, dass du weißt, dass ich gerade dich meine und ich weiß auch, dass du irgendwie davon erfahren wirst, dass ich über dich schreibe). An sich ist der Satz ja schon total geil. Wenn man ihn denn irgendwo einordnen kann. Ihm eine konkrete Bedeutung zuweisen kann. Ich konnte es nicht. Die 5%-Regel hatte mich fest im Griff (95% meines Verstandes sagten: Ich glaube dir. Und dann meldeten sich die anderen 5 % mit: Obwohl ... ) Unterschätze niemals 5%. Eine weitere Weisheit, die ich vor über 15 Jahren gelernt habe. So wahr wie das Amen in der Kirche und auf so vieles übertragbar wie die wichtigste Frage überhaupt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mache es dieses Mal etwas kürzer, es muss ja nicht jedes Mal eine neue Bibel sein: Manche werden vielleicht in den Genuss meines Wassers kommen. Aber die meisten wohl eher nicht. Es ist doch nur Wasser.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-2864187489608225967?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/2864187489608225967/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/07/schein-und-sein.html#comment-form' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/2864187489608225967'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/2864187489608225967'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/07/schein-und-sein.html' title='Schein und Sein'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-3876237151345690233</id><published>2010-06-13T01:12:00.010+02:00</published><updated>2010-07-25T14:36:29.419+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbalakrobatik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Himmel und Hölle'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selbstjustiz'/><title type='text'>Der Tag an dem ich Gott umbrachte - Part IV</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Kairo war eine Stadt, welche sich als eines der weltweit größten Zentren für Kriminalität herausstellte. Vom Hobbydieb bis hin zum professionellen Auftragskiller konnte man hier alles finden. Ich war nicht mal überrascht, dass man unter der Ladentheke Annoncenblätter kaufen konnte, welche sich ausschließlich dem kriminellen Markt widmeten. Mit Interesse erwarb ich eines dieser Exemplare, welches den Titel "Gangstas Paradise" trug, und kam mir dabei seltsam verrucht vor. Ich war angenehm überrascht, als ich im Hotelzimmer einen ersten Blick hinein warf und feststellte, dass es nicht nur auf Englisch war, sondern dass das Anzeigenangebot sehr vielfältig war. "10 kg C2-Sprengstoff wegen Inhaftierung in gute Hände abzugeben" stand genauso auf der &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Tagesordnung wie "Scharfschütze sucht neuen Wirkungskreis auf 400 £E Basis" oder "Kugelsichere Weste wegen Todesfall zu verkaufen. Nur einmal benutzt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier war ich zweifelsohne an der richtigen Adresse, dachte ich zufrieden und klopfte mir in Gedanken auf die Schulter. Schon Morgen würde ich selbst ein Inserat aufgeben und nach Satans Anhängern und seinem Stellvertreter suchen. Der Erfolg würde auf meiner Seite sein. Dessen war ich mir sicher. Ich fragte mich jedoch, ob es sinnvoll wäre, auch noch anderweitig die Aufmerksamkeit von Satans Stellvertreter auf sich zu ziehen. Ein Plan B war schließlich nie schlecht, daher inspizierte ich am nächsten Abend sämtliche Friedhöfe, in der Hoffnung, dort auf Sekten ähnlich denen in Deutschland anzutreffen. Nachdem ich jedoch auch in der dritten Nacht keinerlei verdächtige Aktivitäten feststellen konnte, gab ich die nächtlichen Patrouillen auf. Erst am nächsten Morgen ging mir beim Frühstück ein Licht auf. Ich hatte meine Suche nach den Satanisten völlig falsch begonnen! Was für uns in Deutschland der Friedhof war, war hier in Kairo die Pyramide. Wie hatte ich das nur vergessen können? In meiner Euphorie meldete ich mich auf der Stelle für eine Sightseeing-Tour der Pyramiden von Gizeh an. Als Tourist konnte ich mich vorerst heimlich vor Ort begeben und dann in der Nacht die Lage näher erkunden. Mit Schlapphut, Sonnenbrille und Safarihemd ausgerüstet, bestieg ich kurze Zeit später das Kamel was mir zugeteilt wurde und ritt meinem Verderben entgegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Führung durch die Pyramiden war zwar recht nett, ging aber für meinen Geschmack zu wenig ins Detail. Mich interessierte vor allem welche Kammern für die Satanisten von Interesse sein würden, doch darüber verlor der Touristenführer kein Wort. Auf der anderen Seite war die Luft mehr schlecht als recht und ich hatte schon sichtliche Schwierigkeiten in den schmalen Gängen überhaupt noch zu Atem zu kommen. Den anderen Touristen ging es offenbar ähnlich. Wir hatten gerade die Cheops-Pyramide betreten und zwängten uns durch den schmalen Korridor zum Inneren des Grabmals, als eine ältere Frau vor mir über Atemnot klagte und kurze Zeit später ohnmächtig wurde. Da der Gang schmal war, war ein Fallen zur Seite ausgeschlossen. Und so fiel sie üblicherweise nach hinten, mit ihr ihr Hintermann und mit diesem auch dessen Hintermann. Ich versuchte meinem Schicksal auszuweichen und zwängte mich an die Wand links von mir. Dabei muss ich wohl eine Art Schalter betätigt haben, denn urplötzlich gab die Wand nach und ich fiel in die Tiefe, landete unsanft und verlor schließlich das Bewusstsein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich später wieder zu mir kam, versuchte ich das Geschehene zu begreifen. Entweder hatte der Touristenführer keine Ahnung von diesem geheimen Schalter oder aber er verschwieg ihn bewusst und verbarg somit etwas. Die zweite Variante erschien mir logischer. Ich hatte leider keine Taschenlampe dabei und hatte somit ernsthafte Schwierigkeiten zu erkennen wo ich mich überhaupt befand und vor allem wie ich diesen Ort wieder verlassen konnte. Ich konnte die Touristengruppe darüber hinaus nicht hören, was entweder daran lag, dass ich zu weit von ihr entfernt war oder sie schon längst die Pyramide verlassen hatte. Wer weiß, wie lange ich hier gelegen hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich rappelte mich auf und war gottfroh, dass ich noch alle Gliedmaßen bewegen konnte. Im Dunklen tastete ich nach meinem Schlapphut, der mir vielleicht doch noch irgendwann gute Dienste leisten konnte, als ich etwas zwischen meine Finger bekam, was sich ganz und gar nicht wie ein Hut anfühlte. Im Gegenteil, es war etwas aus Metall, ein Anhänger vielleicht, mit einer Kette daran. Ich wollte den Gegenstand aufheben, aber etwas hinderte mich daran. Etwas Schweres. Ich gab nicht nach und zog mit aller Kraft an dem Gegenstand. Es knackste einmal kräftig in der Dunkelheit und dann landete ich auf meinem Hosenboden. Mit beiden Händen tastete ich den Anhänger ab, den ich soeben von irgendetwas befreit hatte. Ich hatte Recht mit meiner Vermutung. Es war eine Kette, wenn auch eine recht kurze, vermutlich ein Armband. In ihr hatte sich offenbar irgendein Stock verheddert, den ich nun von der Kette löste und achtlos zur Seite warf. Der Anhänger war klein, meinem Tastsinn nach handelte es sich um ein Kreuz, was mich zugegebenermaßen erstaunte. Wie kam ein Kreuzanhänger an einem Armband in die Cheops-Pyramide? Und warum wuchsen hier Bäume? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo Bäume sind, muss auch Leben sein, dachte ich und begab mich blind auf die Suche nach einem Ausgang. Recht schnell verfluchte ich mein Schuhwerk, welches nun einmal nicht für Geröll und holprige Wege geeignet war. Nach einer gefühlten halben Ewigkeit ging plötzlich das Licht an. Zuerst dachte ich, es wäre die Sonne - doch seit wann schien in Pyramiden die Sonne? Ich hatte Schwierigkeiten mich an die Helligkeit zu gewöhnen, doch als ich endlich klar sehen konnte, wurde mir bewusst, dass es Elektrizität war, die den Raum erhellt hatte. Ich staunte nicht schlecht. Die alten Ägypter wussten mehr über Strom als uns je bekannt war! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Schritte von mir entfernt entdeckte ich meinen Schlapphut, was mir doch etwas seltsam vorkam. Ich war eine ganze Weile unterwegs gewesen und entdecke dann meinen Hut quasi neben mir? Nichtsdestotrotz freute ich mich ihn wieder gefunden zu haben. Ich wollte ihn gerade aufheben, als mein Blick auf den Stock fiel, in dem die Kette festhing, die ich vorhin gefunden hatte.&amp;nbsp; Der Stock sah gar nicht aus wie ein Stock, doch was konnte man von Bäumen erwarten, die hier in dieser unwirklichen Gegend wuchsen und auch überlebten? Als ich meinen Hut aufgesetzt hatte, machte ich mich mit meiner Umgebung vertraut und schaute mich etwas um. Die Wände des Raumes waren hauptsächlich kahl, hier und dort hingen irgendwelche Apparaturen, die ich nicht kannte. Möglicherweise handelte es sich hierbei um irgendwelche geheimen Erfindungen der alten Ägypter. Der Raum hatte eine leicht rundliche Form, was wiederum erklärte, warum ich meinen Hut fast an der Stelle fand, von der ich losgezogen war. Ich war die ganze Zeit im Kreis gelaufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der Decke des Raumes hing ein kitschiger Kronleuchter, der mir seit ein paar Minuten Licht beschwerte. Wann und wie hier Stromleitungen verlegt wurden, würde ich wohl nie erfahren. Der Boden war voll mit Steinen und Stöcken - wenngleich von den Bäumen noch immer jede Spur fehlte. Mir fiel die Kette wieder ein, die ich noch immer in der Hand hielt. Etwas war in den Anhänger eingraviert worden, doch ich konnte es nicht entziffern. Vermutlich handelte sich um ein männliches Armband, den ein Armband für eine Frau wäre wohl wesentlich filigraner verarbeitet worden. Ich steckte das Armband in meine Hosentasche und beschloss mich später darum zu kümmern. Zuerst musste ich erfahren, wo ich war und wer das Licht eingeschaltet hatte. Und vor allem wollte ich endlich den Ausgang finden und diesen Raum verlassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wollte mich gerade auf die Socken machen, als sich eine der Wände plötzlich wie von selbst teilte und der Touristenführer erschien. Ich war sichtlich erleichtert ihn zu sehen, wenngleich seine Führung wirklich miserabel war. Aber seit meinem Sturz war er das erste Lebewesen, was mir begegnete, also wollte ich es nicht gleich vermasseln. Ich lächelte ihn an und wollte mich für die Rettung bedanken, doch er war schneller. Seine Lippen verzogen sich zu einem gehässigen Grinsen, ein Goldzahn blitzte in seinem schäbigen Gesicht auf und plötzlich kam mir der Gedanke, dass er irgendwie wusste, warum ich mich da befand, wo ich mich nun einmal befand. Das alles konnte kein Zufall sein! Vielleicht war er der Mann, den ich gesucht hatte? Vielleicht hielt er Satans Stellung, solange dieser im Gefängnis saß? Der Mann sagte etwas auf Arabisch und wie aus dem Nichts tauchten ein paar andere Männer in schwarzen Roben und mit Turbanen auf. Die Satanisten! Ich hatte sie tatsächlich gefunden! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erleichtert, dass meine Suche nach Satans Anhängern nun beendet war, wollte ich schon ein Loblied anstimmen, als sich plötzlich die Männer zu meiner Linken und Rechten aufbauten und meine Hände fesselten. Ich wollte protestieren, doch kurze Zeit später wurde ich auch noch geknebelt und somit mundtot gemacht. Sie zerrten mich unsanft zu einer der Apparaturen, die hier und dort an den Wänden des Raumes hingen. Plötzlich dämmerte mir, was das für Gerätschaften waren. Ich blickte ängstlich um mich und erkannte, dass das gar keine Steine und Stöcke waren, die auf dem Boden des Raumes verteilt lagen, sondern menschliche Knochen. Offenbar gingen die Ägypter einen Schritt weiter und hielten sich mit Kleinigkeiten wie der Opferung eines Kalbes erst gar nicht auf. Stattdessen opferten sie für Satan lebende Menschen und bei Gott, ich sollte das nächste Opfer sein!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a class="art-button" href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/04/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-iii.html"&gt;Zurück&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-3876237151345690233?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/3876237151345690233/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/06/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-iv.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/3876237151345690233'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/3876237151345690233'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/06/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-iv.html' title='Der Tag an dem ich Gott umbrachte - Part IV'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-3641003212986855740</id><published>2010-06-10T18:24:00.002+02:00</published><updated>2010-07-11T00:08:38.916+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mutterkind'/><title type='text'>Berechenbar</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Sohn geht in den Keller um sich aus der Gefriertruhe ein Eis zu holen. Völlig unerwartet holt er auch gleich die Wäsche aus der Waschmaschine und bringt sie mit hoch.&amp;lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ich:&lt;/strong&gt; »Wow! Du hast die Wäsche mit hochgebracht?! Das ist aber lieb von dir! Die hätte ich glatt vergessen. Ich glaube, damit hast du dir ein weiteres Eis verdient!«&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sohn:&lt;/strong&gt; »Ja. Deswegen habe ich auch gleich zwei mitgebracht.«&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-3641003212986855740?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/3641003212986855740/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/06/berechenbar.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/3641003212986855740'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/3641003212986855740'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/06/berechenbar.html' title='Berechenbar'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-4861409286701966916</id><published>2010-06-10T17:36:00.004+02:00</published><updated>2010-07-11T00:10:24.468+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hassen für Fortgeschrittene'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Spießer'/><title type='text'>Der ganz normale Wahnsinn</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Seit letzten Donnerstag versuche ich erfolglos die Kinderärztin meines Sohnes aufzusuchen. Letzte Woche war sie auf Fortbildung, da konnte ich sie nicht erreichen, aber sie wollte ab Montag wieder da sein. Sagte zumindest die Sprechstunde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab Montag habe ich es dann partout nicht geschafft, ein einziges Mal ein Freizeichen zu bekommen. Ich wollte ja vorher anrufen, denn das Ausstellen der Rezepte dauert bei dieser Ärztin mindestens eine halbe Stunde. (25 Minuten braucht alleine die Sprechstunde um das Formular auszufüllen. &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Warum hat die überhaupt noch einen Job? Die wäre bei mir schon längst gefeuert, weil sie unfähig ist. Das Dumme ist, bei jedem Besuch sitzt eine andere unfähige Sprechstunde hinter der Theke. Die Fluktuation scheint enorm zu sein.) Ich hab 30 Mal angerufen, habe früher Feierabend gemacht, um noch innerhalb der Sprechzeiten auftauchen zu können und stand am Ende trotzdem wieder vor verschlossener Tür. Und das gleich zweimal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;SO ein Hals!! Als ob ich nichts anderes zu tun hätte, als bei brennender Hitze blöd durch die Gegend zu fahren. Ihre Praxis ist schließlich nicht direkt vor meiner Haustür. Seit vorhin hat sie zum Glück wieder ein Freizeichen, ...allerdings kommt dann ein unverständliches Gemurmel, mit dem Hinweis auf Vertretungsärzte, was ich partout nicht verstehen konnte. Weder die Namen noch die Telefonnummern. Vorher werde ich freundlich darauf hingewiesen, dass ich außerhalb der Sprechzeiten anrufe. Ah ja. Und warum steht dann an der Praxistür, dass genau zum Zeitpunkt meines Anrufes die besagte Sprechzeit ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die haben sich übrigens im April geändert. Die Frau arbeitet jetzt nur noch an zwei Nachmittagen und zwar Montags und Donnersags, wobei ja donnerstags offenbar nicht stimmen kann. Sonst hätte ich heute wohl kaum die Tür abgeknutscht. Mo - Do hat sie von 8-11 und Freitags von 8-10 Sprechstunde. Ich glaube, ich spinne! Was sind denn DAS bitte für Sprechzeiten? Und wem genau sagen die zu? Den arbeitenden Eltern? Den Schulkindern? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich mittlerweile schon den 8. Tag ohne Rezept für meinen Sohn bin, kotze ich Knochen. Morgen muss ich also erneut zur Ärztin fahren, später ins Büro kommen, in der Hoffnung dass ich endlich das besagte Rezept erhalte bzw. die gute Frau vor allem mal die Praxis aufmacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar war auch der Anruf, der gestern Abend einging, vom Klassenlehrer, der um ein Gespräch gleich nächste Woche bat, weil mein Sohn wieder zweimal aus dem Matheunterricht geflogen ist und unerträglich war. Ob er denn noch seine Tabletten nehmen würde. Der nächste dicke Hals! Was glauben die eigentlich alle? Das Kind schluckt ein paar Pillen und funktioniert dann wie ein Roboter? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Gedanke, dass ich den Kinderarzt wechseln muss, kommt mir nicht zum ersten Mal. Aber bei jedem Mal fällt mir ein, dass die Alternativen bei uns im Ort eher mickrig sind. Gibt ja einen, soll sogar sehr gut und auf ADHS spezialisiert sein, aber der nimmt entweder keine neuen Patienten auf (Stand 2008) oder nur Patienten, die im selben Stadteil wohnen (Stand 2009). Was soll denn die verfickte Scheiße? Nur weil ich im Stadteil 5 km weiter weg wohne, hat mein Sohn kein Anrecht auf ärztliche Hilfe? Dass ich in eben jenem Stadteil aber arbeite und mein Sohn dort auch zur Schule geht, interessiert ihn wiederum kein Stück. Stattdessen werde ich auf Ärzte verwiesen, die 15-20 km weiter zu finden sind. Hallo? Ich sehe es überhaupt nicht ein, abends nach Feierabend jeden Monat eine halbe Weltreise zu unternehmen, um irgendwo irgendwelche Rezepte abzuholen, die er genauso ausstellen könnte. Wie unverschämt ist das eigentlich!? Mir kommt jedes Mal die Galle hoch, wenn ich an die Telefonate mit der Sprechstunde denke.&amp;nbsp; Aber ich habe dieses Jahr noch nicht angerufen, mal schauen, warum mein Sohn dieses Mal nicht aufgenommen werden kann. Ich glaube, ich rufe Morgen mal an.&amp;nbsp; Schon wegen der Warteschleife: "Drücken Sie die 1, wenn..." *kopfschüttel*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin im falschen Film.&amp;nbsp; Ganz großes Kino! Servicewüste Deutschland - gilt auch und vor allem im medizinischen Bereich. Ich glaube, ich lasse mir bald auch ein paar Pillen verschreiben. Lange halten das meine Nerven nicht mehr aus.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-4861409286701966916?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/4861409286701966916/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/10/der-ganz-normale-wahnsinn-oder-being.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4861409286701966916'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4861409286701966916'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/10/der-ganz-normale-wahnsinn-oder-being.html' title='Der ganz normale Wahnsinn'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-6281071305725663862</id><published>2010-06-08T22:40:00.011+02:00</published><updated>2010-07-10T01:00:09.041+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='True Blood'/><title type='text'>Hmpf</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;object height="340" width="560"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/12xKVQdooPg&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1?rel=0&amp;amp;color1=0xcc2550&amp;amp;color2=0xe87a9f"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/12xKVQdooPg&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1?rel=0&amp;amp;color1=0xcc2550&amp;amp;color2=0xe87a9f" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Und es wird doch eine Diskussion geben. &lt;a href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/05/warten-auf-godot-part-i.html" target="_blank"&gt;Frau K. gegen den Rest der Welt&lt;/a&gt;. *seufz*&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-6281071305725663862?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/6281071305725663862/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/06/httpwww.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6281071305725663862'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6281071305725663862'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/06/httpwww.html' title='Hmpf'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-3360842106282664733</id><published>2010-06-04T13:38:00.008+02:00</published><updated>2010-07-11T00:11:25.601+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fundbüro'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mutterkind'/><title type='text'>Mutter und Sohn</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://26.media.tumblr.com/tumblr_l4480j5nyL1qcst0qo1_400.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="161" src="http://26.media.tumblr.com/tumblr_l4480j5nyL1qcst0qo1_400.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;(Das mit der Kippe in der linken Hand sieht mir total ähnlich.)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.faceyourmanga.com/faceyourmanga.php?lang=ita"&gt;Und wie siehst du aus? &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-3360842106282664733?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/3360842106282664733/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/06/mutter-und-sohn.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/3360842106282664733'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/3360842106282664733'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/06/mutter-und-sohn.html' title='Mutter und Sohn'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-2163477660506722832</id><published>2010-05-29T12:31:00.014+02:00</published><updated>2010-07-11T00:23:03.986+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herzeleid'/><title type='text'>Krieg und Frieden</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;strong&gt;I&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Neulich, aber in Wirklichkeit erst vorhin, habe ich begriffen, dass ich nimmer malen kann. So wie früher. Du weißt schon, ich habe dir davon erzählt, aber ob du mir je geglaubt hast, weiß ich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein seltsamer Abend und ich bin mir nicht sicher, warum ich ausgerechnet dich anspreche. Vielleicht weil ich es schon lange nicht mehr getan habe. Vielleicht vermisse ich es einfach. Ja, bestimmt. Die schöne heile Welt von früher, die mindestens genauso schmerzhaft war wie die heutige. Damals war Gott noch Schuld, heute finde ich keinen Schuldigen mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß, warum ich nicht malen kann. Ich habe das über die Jahre&amp;nbsp;mitverfolgt. Schuld ist &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;er und Schuld sind auch die anderen. Alle anderen, die irgendwann mal in mein Leben traten. Ich kann entweder malen oder mein Leben teilen. Aber beides zusammen geht nicht. Sie stehlen mir die Muse und meine Farben. Ich verbrachte nicht nur einen Abend mit ausdruckslosem Gesicht vor einem leeren Blatt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;II&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich war übrigens zu Hause, als du letztens da warst, wenn auch im Bett. Ja, ich meine gerade dich. Du kannst nicht einfach vorbei kommen, nach so langer Zeit, mein Territorium betreten wollen als wäre nichts passiert. Denn es ist viel passiert. Da wäre eine neutrale Zone angebracht gewesen. Aber mir war irgendwie klar, dass du das nicht so sehen würdest. Das sind die kleinen Dinge, in denen wir verschieden waren, die aber so viel ausgemacht haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;III&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Manchmal hilft Musik. Heute nicht. Liegt vielleicht auch den stechenden Kopfschmerzen, die mich seit ein paar Stunden plagen. Und trotzdem ist der Drang da. Und die Fragen. Aber keine Antworten. Ich bin aus der Übung, weißt du. Und vielleicht will ich auch gar nicht mehr in Übung sein. Ich habe es satt, so satt. Ich denke, ich muss mich einfach damit abfinden, dass meine Blütezeit vorbei ist. Damals, ja, damals war ich in Bestform. Du hast sie mitbekommen. Heute kommen nur noch Nachwehen. Und immer farblosere Bilder mit Farben, die schneller verblassen als sie aufgetragen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob ich glücklicher bin, wenn ich male? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich fühle mich vollständiger. Es ist ein Teil von mir, den ich die letzten Jahre ungewollt vernachlässigt habe. Und jetzt, da ich wieder malen könnte, rein theoretisch zumindest, kann ich es trotzdem nicht. Ich bin blind und stumm. Aber nicht taub. Ich nehme alles auf. Verarbeite die Informationen. Sie enthalten alle die gleiche Botschaft. Ich werde von Acryl auf Öl wechseln. Meine Bilder haben Wiederkennungswert. An sich eine gute Sache, aber mir gefällt sie nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;IV&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das Lied läuft in Endlosschleife. Ohne Erfolg. Heute wird kein kleines Kunstwerk entstehen, worüber ich mir in ein paar Jahren den Kopf zerbrechen müsste. Letztens habe ich mir meine alten Bilder angeschaut. Glaubst du, dass es einige gibt, die ich selbst nicht mehr deuten kann? Das tut weh. Dabei war ich mir sicher, dass ich sie so gemalt habe, dass ich auch nach Jahren wissen würde, was sie beinhalten. Ich habe den Inhalt so gut getarnt, dass ich ihn selbst nicht mehr entschlüsseln kann. Meine Erinnerungen so gut versteckt, dass ich sie nicht mehr finden kann. Ja, es tut weh. Sehr weh. Zum Glück nicht immer. Ein paar Fragmente sind nach wie vor da. Die schönsten. Und die schmerzhaftesten. Ich wollte irgendwann mal mit dir darüber reden. Es hat sich nie die Gelegenheit dafür ergeben. Jetzt ist es leider zu spät.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-2163477660506722832?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/2163477660506722832/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/05/krieg-und-frieden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/2163477660506722832'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/2163477660506722832'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/05/krieg-und-frieden.html' title='Krieg und Frieden'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-8492192875236763727</id><published>2010-05-02T01:35:00.009+02:00</published><updated>2010-07-11T02:28:13.352+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltschmerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prof. Dr. K.'/><title type='text'>Warten auf Godot - Part II</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/05/warten-auf-godot-part-i.html"&gt;» Part I&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neulich telefonierte ich mit meinem Freitag-Abend-Kumpel (der traurigerweise schon seit Jahren nicht mehr freitags bei mir war) und stellte fest, dass es ihm genauso geht, zumindest zeitweise, obwohl wir zwei völlig unterschiedliche Leben führen und uns auch in vielen Dingen überhaupt nicht ähneln. Uns war klar: Wir sind in der Midlife-Krise! Ich schon seit Jahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Traurige ist, man hat im Alltag viel zu wenig Zeit um darüber nachzudenken. Ich hatte in den letzten Tagen sehr viel Zeit und nutzte diese für all die Dinge aus, für ich im Alltag keine Zeit habe. Muss man sich mal geben. Ich war sechs (!) Jahre nicht mehr beim Zahnarzt. Zumindest laut meinem Bonusheft. Neulich war es ich. Ich hab es endlich geschafft,&amp;nbsp; zum Zahnarzt zu gehen und dort&amp;nbsp; zu kollabieren. Je länger man nicht geht, umso mehr Angst hat man. Ich war erstaunt, dass mein &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Zahnarzt keine Notwendigkeit sah, den Bohrer in die Hand zu nehmen, aber ich weiche vom Thema ab …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist erschreckend. Man arbeitet von morgens bis abends, kommt heim, erledigt die Dinge, die man erledigen muss, geht seinen Verpflichtungen nach, die ja nicht mit dem Feierabend aufhören und ehe man sich versieht, fällt man todmüde ins Bett und weiß am Ende des Tages nicht mal genau, was man eigentlich den ganzen Tag gemacht hat, außer zu arbeiten – in jeglicher Hinsicht. Ich kam nicht drum rum um mich zu fragen: Ist es das? Ist das der Höhepunkt des Lebens? Ist das die Art und Weise wie ich bis zu meiner Rente leben werde, falls ich es bis dahin überhaupt lebend schaffe? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hätte ich kein Kind, wäre ein Teil der "Arbeit", die auf mich auch nach Feierabend wartet nicht da. Aber was wäre dann da? Was machen Leute ohne Kinder? Fort gehen? Sich 'nen Hund kaufen? Länger arbeiten? Und dann widerfährt ihnen was? Was passiert dann? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich begriff, ich bin der Held in irgendeinem farblosen Roman einer Autorin, die in der Ich-Perspektive von ihrer Protagonistin erzählt, mit dem Unterschied, dass es hier keine blonden und dunkelbraunen Vampire und keine Massen von Männern gab, die in Ohnmacht fielen.&amp;nbsp; Hier gab es nur das echte Leben mitsamt seiner Tragik, die mal absolut gar nichts Romantisches an sich hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sowas will natürlich kein Schwein lesen, daher schreiben Autoren Bücher und erzählen darin von Dingen, die wesentlich interessanter und spannender sind als das Leben selbst. Weibliche Autoren schreiben darüber hinaus auch von der ganz großen Liebe, die von einer noch größeren Liebe übertönt wird und von DEM Mann aller Männer, der sein ganzes Leben lang auf die Protagonistin wartet und zu ihr passt wie ein maßgeschneiderter Anzug. Autoren schreiben über Dinge, die es nicht gibt. Sie schreiben Fantasy-Romane, selbst wenn sie der Meinung ist, sie hätten sich einem ganz anderen Genre zugewandt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und damit wir uns mit solchen Gedanken nicht länger als nötig beschäftigen und am Schluss auch noch erhängen, hat das Leben dafür gesorgt, dass wir viel zu wenig Zeit haben und den Großteil unseres Lebens mit Arbeit und Verpflichtungen verbringen. Denn jemand, der beschäftigt und abgelenkt ist, der hat keine Zeit seinen Geist zu entfalten. Seelig sind die geistig armen. Je mehr man beschäftigt ist und je länger man in dieser Maschinerie gefangen gehalten wird, umso weniger Zeit und Lust hat man auf andere Dinge, weil diese Dinge irgendwann Verpflichtung bedeuten könnten und man froh ist über jede freie und ruhige Minute, in der man sich nicht um irgendetwas oder irgendjemanden scheren muss. Das ist auch der Grund, warum abends um 9 die Bürgersteige hochgeklappt werden und manche Leute noch nie ihre Nachbarn gesehen haben. Sowas geht nur so lange gut, bis man eines Morgens aufwacht und fest stellt, dass die Batterie alle ist und man aussteigen muss, bevor man völlig durchdreht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich absurd, dass es Wellness-Programme, ja ganze Einrichtungen gibt, die sich mit dem Thema Erholung und Entspannung beschäftigen. Als ob wir verlernt hätten zu entspannen. Haben wir nicht. Wir haben nur keine Zeit dafür, weil wir viel zu sehr damit beschäftigt sind das Geld fürs Überleben zu sichern. Manche leben um zu arbeiten und gehen darin richtig auf. Imho gehen sie nur deswegen darin auf, weil sie wissen, dass sie sonst in nichts anderem aufgehen würden. Nicht weniger tragisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was passiert, während man sich entspannt und erholt? Man putzt die Wohnung, schaut sich Vampirserien an oder geht zum Zahnarzt. Man geht den Verpflichtungen nach, für die man im Alltag keine Zeit hat, tut Dinge, die man schon lange mal tun wollte und ärgert sich über die Dummheit und Ignoranz anderer Menschen.&amp;nbsp; Man erholt und entspannt sich damit man dann, wenn die Zeit der Erholung und Entspannung vorüber ist, wieder volle Kraft für die täglich wiederkehrenden Verpflichtungen aufbringen kann und keine Zeit hat um nachzudenken, über Sinn und Sinnlosigkeit, die Bedeutung und den Inhalt des Lebens, über den Stellenwert der eigenen Existenz in eben diesem Leben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-8492192875236763727?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/8492192875236763727/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/05/warten-auf-godot-part-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8492192875236763727'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8492192875236763727'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/05/warten-auf-godot-part-ii.html' title='Warten auf Godot - Part II'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-2292810069574670571</id><published>2010-05-02T01:31:00.007+02:00</published><updated>2010-07-11T02:27:03.014+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltschmerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nonsens und Konsens'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='True Blood'/><title type='text'>Warten auf Godot - Part I</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Neulich hörte ich "Wonderful Life" von Black im Radio.  Auch nach so vielen Jahren finde ich das Lied einfach nur genial. Es ist simpel, typisch 80er eben, aber hey, genau solche Lieder machen irgendwie glücklich und erinnern an die gute alte Zeit. Welche auch immer. Ich wollte ihn heiraten. Black natürlich. Ich habe sogar meine Mutter gefragt, ob sie damit einverstanden wäre, wenn ich so einen Mann heiraten würde. Was konnte sie schon dagegen sagen? So wie er im Musikivdeo zu sehen war, war er ein junger Gott. Elegant und geschmackvoll gekleidet, gut aussehend, charismatisch und  singen kann er auch noch. Das sind richtige Männer. Dachte ich damals.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Jahre sind seitdem vergangen. Ich habe nicht einmal ansatzweise so einen Mann kennen &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;gelernt, geschweige denn ihn geheiratet. Liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht eine Frau bin, die von so einem Mann geheiratet wird. Und außerdem weiß ich auch gar nicht, wo sich solche Männer herumtreiben. Und selbst wenn ich es wüsste, würde ich einen davon wirklich heiraten, nur weil ich vor 20 Jahren dachte, dass ich einen an meiner Seite haben will?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schaue seit Neustem Vampirserien. In einer meiner Lieblingsserien gehören gleich zwei männliche Vampire zu den Protagonisten. Sie sind quasi Gut und Böse. Dunkelhaarig und Blond. Alle Welt steht auf den Blonden, wie ich zwischenzeitlich mitbekommen habe, weil er ja "sooooo sexy" ist (Hä?) und so unglaublich gut aussehend ist. Mag ja sein. Naja, er sieht wirklich gut aus, ist auch in meinem Alter und so. Aber er ist langweilig! Der andere... he is the man! Versteh gar nicht, warum die Millionen an weiblichen Zuschauern das nicht erkennen!?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hat eine Weile gedauert, bis ich kapiert habe, warum das so ist. Sie lasen die Bücher. Zur Serie. Und in den Büchern, wird der dunkelhaarige Vampir offenbar richtig mies. Er betrügt und belügt die Protagonistin – vieles davon passiert eher zufällig als er nicht er selbst war. Was der Andere getan hat, wird dabei meistens geflissentlich unter den Teppich gekehrt, weil der Andere, der Blonde, nämlich im Buch irgendwann die Frau bekommt. Nachdem sie sich von dem dunkelhaarigen und  plötzlich mies gewordenem Vampir trennt. (Langweilige Story, ich weiß. Interessiert keine Sau). Ich bin ja eigentlich jemand, der sich nicht über Serien und Filme aufregt (meistens jedenfalls, aber als Robocop an einem Samstag Abend starb und kurze Zeit später auch noch Spock über den Jordan ging, hatte ich echt einen meiner miesesten TV-Abende), aber hier habe ich mich wirklich aufgeregt. Es ist nicht mehr möglich, auch nur ein Video, einen Kommentar, einen Forumsbeitrag oder ähnliches zu lesen, wo nicht alle lechzend den neuen Liebhaber in den Himmel loben, weil er ja sooo gut und soooo sexy ist. Ich fing an die Bücher zu lesen, man will ja schließlich wissen, was der Andere so Böses getan hat, dass die Protagonistin sich von ihm getrennt hat. Ich kam bis Band 4. Von ingesamt 9 Bänden. Danach habe ich aufgehört die Bücher zu lesen. Ich will das ganze Zeug eigentlich nicht wissen und stellte fest, dass ich ernsthafte Probleme bekam. Die Serie im TV hat bislang erst das 1. und 2. Buch ausgestrahlt. Glücklicherweise sind viele Dinge in der Serie anders als im Buch. Gott sei Dank. Und wo wir schon bei Gott sind: Ich hoffe, die Serie verfolgt die Bücher nicht allzu streng.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mir dieser Gedanken bewusst war, war mir plötzlich klar: Ich bin ein Junkie! Ich bin die Freaks in den Foren, bei den Kommentaren in Youtube und in diversen Blogs. Nur gehöre ich der Minderheit an, die den falschen Vampir toll findet. Verdammt. An der Haarfarbe konnte es natürlich schon liegen, aber ich denke, es liegt viel mehr daran, dass der charismatische Dunkelhaarige, der früher gut war und böse wird, mehr Ecken und Kanten hat als der Blonde, der böse war, sexy aussieht und dann plötzlich gut wird. Durch eine Amnesie. Ich meine Hallo? Amnesie!? Kommt schon Leute, was ist das für eine erbärmliche Scheiße?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich beim Lesen der Bücher so aufgeregt, dass ich es wirklich nicht geschafft habe, weiter zu lesen. Nicht nur, dass die Bücher im Vergleich zur Serie sowas von platt geschrieben sind, ausdruckslos, farblos, nein, sie erzählen auch aus der Ich-Perspektive (ist das der Grund, warum romantische Geschichten von Autorinnen immer nur weibliche Leser anziehen? Träumen die Autorinnen davon selbst die Protagonistin zu sein? Wie in Herrgotts Namen kann aus der Ich-Perspektive heraus auch nur ansatzweise ein anderer Charakter porträtiert werden, ohne dass telepatische Fähigkeiten und Hellseherei ins Spiel kommen?). Das schlimmste ist: Jeder, absolut jeder männliche Charakter im Buch ist der Protagonistin verfallen. Unnötig zu erwähnen, dass alle (!) weiblichen Fans der Serie die Bücher klasse, ja sogar besser als die Serie selbst finden. Ich nicht. Aber ich wollte ja auch Black heiraten, während meine Freundinnen damals von ganz anderen Kalibern geträumt haben.  Nur mein mangelnder Wortschatz bezüglich der englischen Sprache hielt mich davon ab, mich auf der Stelle beim offiziellen Forum der Serie anzumelden und einen Streit vom Zaun zu brechen. Frau K. gegen den Rest der Welt. Frau K. gegen amerikanische Couchpotatos mit rosaroten Brillen, die auf blonde, durch Gedächtnisverlust geschlagene, von Böse zu Gut mutierte sexy Vampire stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich beschloss weiterhin englische Bücher zu lesen (die besagte Buchreihe ist ebenfalls auf Englisch) um mich auf künftige englischsprachige Diskussionen vorzubereiten und verschwand im Bad um wenigstens etwas Sinnvolles zu tun. Ich putzte mein Bad. So richtig. Mit Fliesen, unter den Badezimmerschrank kriechen, Ecken auswischen, Duschkabine schrubben. Ich hasse Putzen. Aber Putzen ist das Beste, wenn man sich aufregt. Es sei denn, man putzt die Duschkabine. Das hasse ich noch mehr als Putzen selbst. Fluchend und schimpfend zog ich meine Hose und meine Socken aus und stieg in Sweatshirt, Unterhose und blauen Gummihandschuhen bewaffnet mit Putzmittel und Schwamm in meine Dusche, um die verdammte Kabine von Kalk zu befreien in der Hoffnung, ich würde die Dämpfe von Antikal und Co. in einem 1x1 Raum überleben.  Beim Putzen hat man viel Zeit zum Denken. Ich dachte über Blond und Dunkelbraun nach, über Gut und Böse und darüber ob ich Lücken in meinen Unterlagen hatte und die Serie erneut schauen sollte. Vielleicht war mir ein wichtiges Detail entgangen? Vielleicht wollte der Regisseur, dass ich den Dunkelhaarigen besser als den Blonden finde, damit mich dann der Betrug und sein Abgrund, der sich – laut den Büchern - in der bald kommenden dritten Staffel auftun würde, besser aus den Socken haut? Wie viel Ehrlichkeit kann man von einem Schauspieler erwarten? Und was nutzt einem Menschenkenntnis bei einem fiktiven Charakter, der vom besagten Schauspieler dargestellt wird? Der bekommt Geld dafür, dass ich den Fernseher einschalte um die Serie zu verfolgen und dass ich mich in den englischen Foren mit allen anlegen will, die gegen seinen Charakter wettern. (Zum Glück hat er die Frau trotzdem. Er mag sie vielleicht in der Serie verlieren, aber im echten Leben ist er mit ihr verlobt. Sie wusste schon, warum sie ihn nahm und nicht den Blonden. *nick*)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo ich schon so gut in Fahrt war, putzte ich meine  Wohnung weiter. Jedes Zimmer, gründlich, so gründlich wie man eigentlich sonst nur im Urlaub Zeit hat. Mit Fenster putzen, Gardinen waschen, Möbel vorschieben und dahinter saugen und wischen und dem ganzen anderen verdammten Kram der dazu gehört. Irgendwann endet sowas immer bei meinem PC. Und meinem Schreibtisch bzw. dem Saustall darauf. Ach, wenn ich schon dabei bin, kann ich ja auch gleich hier und dort ein wenig rumschrauben … Sieben Tage lang lagen Staubsauger, Wischmopp, Lappen und diverse Putzmittel in meiner Wohnung im Flur, bis ich endlich fertig war. Mit der Wohnung und mit mir selbst. Zwischendrin ärgerte ich mich weiterhin über Blond und Dunkelbraun, über die Schrauben an einem der PC-Lüfter, die eine gewisse Person viel zu fest angezogen hatte, so dass ich sie nicht mehr aufdrehen konnte, und ich mit Zange und allen weiteren Werkzeugen, deren Verwendung mir teilweise nicht einmal bekannt war mit Gewalt das Ding aus dem PC-Gehäuse gerissen habe. Ich ärgerte mich auch über die Werkzeugsammlung in meinem Schlafzimmer, die ich am liebsten kurzerhand einfach aus dem Fenster geworfen hätte und über viele andere Dinge. Kurz gesagt: Ich ärgerte mich über alles und jeden und putzte meine Wut aus mir heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Liebe Männer: Falls eure bessere Hälfte überdurchschnittlich viel Zeit mit dem Putzen verbringt, solltet ihr euch ernsthafte Gedanken um sie und vor allem um euch selbst machen! Das ist kein gutes Zeichen! Nein, ist es nicht.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischen meinen Putzorgien, in meinen Raucherpausen, verfolgte ich diverse (Stamm)Foren mit, auch einige englischsprachige und regte mich erneut auf, nur um diesen Ärger bei der nächsten Putzwelle aus mir heraus zu lassen. Irgendwann fragte ich mich, ob es möglich war, dass ich in allem eine andere Meinung hatte, als die vermeintliche Mehrheit, die sich in diesen besagten Foren herum trieb, somit die pauschale Mehrheit in dieser kleinen Welt und möglicherweise auch in der großen, richtigen. Ja, es war möglich. Sind sie die Freaks oder bin ich es? Ich fand keine Antwort auf meine Frage, also putzte ich weiter.  Und doch beschäftigte mich dieses Thema. Und da fiel mir wieder die wichtigste Frage überhaupt ein: Wo stehe ich eigentlich? Seltsamerweise könnte ich diese Frage mit vielen Antworten beantworten. Mit guten, mit schlechten, mit neutralen. Aber welche Antwort die wahre ist, das kann ich nicht sagen. Vielleicht sind sie allesamt wahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/05/warten-auf-godot-part-ii.html"&gt;» Part II&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-2292810069574670571?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/2292810069574670571/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/05/warten-auf-godot-part-i.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/2292810069574670571'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/2292810069574670571'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/05/warten-auf-godot-part-i.html' title='Warten auf Godot - Part I'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-6744931820121187507</id><published>2009-04-09T23:50:00.016+02:00</published><updated>2010-07-11T00:21:51.534+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herzeleid'/><title type='text'>BlackSun</title><content type='html'>&lt;img alt="(c) kzartworld.net" height="250" src="http://ug4.kwick.de/ug/0000/8835/72732055_full,r,470x470.jpg" style="border: 0px; float: left; margin-right: 10px;" title="[c] kzartworld.net" width="224" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify; margin-top: -30px"&gt;Der Rasen musste wirklich mal wieder gemäht werden. Wann war nochmal der Elternabend? Menschen, bei denen ich es nie für möglich gehalten habe, haben geheiratet und Kinder bekommen. Die Welt ist böse, Menschen töten und sterben jeden Tag. Die Oper ist ausverkauft. Oh, schade, das ist ja gar nicht mein Rasen. Wohnen die schon länger hier, hab’ die noch nie gesehen. Der Lattenzaun verdient mal wieder einen Anstrich. Die Kinder spielen draußen im Garten mit dem Ball. Kann ich dir mein Gehirn für eine Weile ausleihen? Ich freue mich schon riesig und kritzel Metal forever auf ein Stück Papier. Zum Glück genießen die Leute das schöne Wetter. Lass uns soziale Kontakte knüpfen! Elternbeitrag ist etwas tolles. Ich will alles. Spießer sind langweilig. Oh Gott, die Nachrichten kommen, ich mach lieber mal das Radio leiser. Du bei dir zu Hause und ich bei mir. Ich lass die Tür offen, für den Fall dass was passiert. Wann geht der Flug nochmal, ich bin da nämlich verhindert. Es kotzt mich trotzdem an. Oh ja, ich habe wirklich viel für intelligente Themen übrig. Dieses Jahr sehen die Eier besonders schön aus. Lass uns seriös sein! Ach draußen scheint die Sonne? Sonntags gibt es richtiges Sonntagsessen. Lass mich die Welt bereisen! Ich werde die nächsten Tage einfach nur zocken. Schenk vertrauen, es wird schon nichts passieren. Es ist gar nicht mein Lattenzaun. Ich fahr’ schon mal zum Mäc. Lass uns ein gemeinsames Hobby haben. Ich schmeiss gleich mal den Rechner an. Aber ohne Verantwortung. Was hat sich verändert? Mir doch egal.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-6744931820121187507?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/6744931820121187507/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2009/04/blacksun.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6744931820121187507'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6744931820121187507'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2009/04/blacksun.html' title='BlackSun'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-590773203120268635</id><published>2008-06-23T22:12:00.001+02:00</published><updated>2010-07-11T00:23:58.908+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltschmerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Couching'/><title type='text'>Der zweite Frühling</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ich bin neun und höre mir stundenlange Predigten meiner Mutter an, die meine Karriere als Dieb im Keim ersticken will. Vor mir liegt der Beweis meiner Schandtat, ein rotes Doppeldecker-Mäppchen, was Monate zuvor das Objekt meiner Begierde war. Nur leider reichte mein Taschengeld nicht für alle Ausgaben von Lucky Luke und das Mäppchen, also musste ich einen Kompromiss schießen. Es war wohl nicht der beste Kompromiss, den ich hätte schließen können. Jetzt, wo ich das Gesicht meiner Mutter sehe, bin ich mir sogar ganz sicher, dass es einen anderen, besseren Kompromiss gegeben hätte. Sie kommt auf Tuchfühlung. Ich schließe meine Augen, um mir ihr wutentbranntes Gesicht nicht aus allernächster Nähe ansehen zu&amp;nbsp; müssen, doch sie lässt sich keinen Strich &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;durch die Rechnung machen. "Schau mich an, wenn ich mit dir rede!" keift sie, also öffne ich widerwillig meine Augen und starre sie an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die steile Falte zwischen ihren Brauen hat exorbitante Formen angenommen. Vor mir offenbart sich ein Wunder der Natur. Ich sehe einen Menschen, der in der Lage ist, einen Krater auf der Stirn zu bilden und dabei gleichzeitig die Augen weit aufzureißen. Spontan versuche ich diese Falte auch auf meiner Stirn zu reproduzieren und ziehe ein Gesicht. Welch ein Fehler! "Nein, ich mache mich nicht über dich lustig, Mama. Ja, ich weiß, dass du die halbe Nacht auf warst und auf mich gewartet hast. Ja, ich weiß, dass ich versprochen hatte, pünktlich zu sein." Die Sorgen habe ich vergessen zu erwähnen. Die Sorgen! Wegen mir und weil sie dachte, mir sei etwas passiert. Deswegen ist sie auch die ganze Nacht aufgeblieben und hat kein Auge zugedrückt. Dabei bin ich doch gar nicht die ganze Nacht zu spät gekommen. Nur fünf Minuten. Gut, vielleicht war es auch eine halbe Stunde. Aber mehr als eine Stunde habe ich mich bestimmt nicht verspätet. Und selbst wenn: Ich bin 15 und mit 15 hat man so langsam einen Plan vom Leben und kann es selbst managen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso ist eigentlich nie jemand da, wenn man ihn braucht? Muss man denn alles selbst machen? Und warum kommt niemand vorbei und fragt, wie es einem geht oder ob man Hilfe braucht? Ich habe nie gesagt, dass ich erwachsen werden will. Ich war es plötzlich ganz einfach und es gab nichts was ich tun konnte, um diesen Prozess aufzuhalten. Woher kennen eigentlich die Anderen den Weg? Und warum kenne ich ihn nicht? Oder tun die nur so, als ob sie ihn kennen würden und haben in Wirklichkeit gar keinen Plan davon? Die Welt lügt und ich bin die Einzige, die das erkannt hat. Das Dumme ist nur, es glaubt mir niemand. Egal. Irgendwann wird es schon jemanden geben, der mir Gehör schenkt. Irgendwann kommt jemand, der mir glauben wird. Der alles glaubt, was ich sage. Und auch das was ich nicht sage. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis dahin werde ich einfach Predigten halten. Die tiefe Falte zwischen den Brauen habe ich mittlerweile fast bis zur Perfektion drauf. Sie ist ein Teil meines Gesichts, was ich mir ohne sie nicht mehr vorstellen kann. Ich bin mir nicht einmal mehr sicher, ob ich je ohne sie war. Sie ist immer da, morgens, mittags, abends. Sie ist die lästige Eigenschaft, die man nicht abstellen kann. Die Sorgen, die man nicht vergessen kann. Die Sorgen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder ist das Produkt seiner Eltern. Ich bin das Produkt meines selbst im Zusammenspiel mit der Umwelt. Meiner Mutter geht es gut, auch wenn die Falte nach wie vor tief ist. Gerne würde ich sie um Rat fragen, einfach so. Einfach um jemanden um Rat zu fragen, der auch antworten kann. Sie kann hellsehen. Sie konnte es schon immer und manchmal träume ich davon, wie ich sie anrufe und frage, ob sie für mich sehen kann. Ob sie mir den Weg zeigen kann. Denn sie kennt den Weg. Sie hat ihn schon immer gekannt und bis heute erfolgreich bestritten. Sie ist bereits da, wo ich erst noch ankommen muss. Falls ich ankomme. Wer wird für mich sehen, wenn sie nicht mehr ist? Kannst du es tun? Nein. Nein, du kannst es nicht und wir wissen beide, dass es so ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin neun und bekritzele mein Lucky Luke-Heft mit den Stiften aus meinem neuen roten Doppeldecker-Mäppchen. Ich bin 15 und die ganze Nacht auf Achse, während meine Mutter ruhig schläft. Ich bin erwachsen und studiere die Karte. Zu viele Wege führen ins Nirgendwo. Zu viele überall und nirgendwohin. Welcher ist der Richtige? Und wo ist der rote Punkt, der meinen jetzigen Standort kennzeichnet?&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-590773203120268635?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/590773203120268635/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2008/06/der-zweite-fruhling.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/590773203120268635'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/590773203120268635'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2008/06/der-zweite-fruhling.html' title='Der zweite Frühling'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-1640613963373498094</id><published>2007-08-27T22:56:00.001+02:00</published><updated>2010-07-11T00:26:08.332+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltschmerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Spießer'/><title type='text'>Wenn ich groß bin, will ich auch ein Spießer werden!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Nein, ich werde nicht schon wieder über meine Nachbarn schreiben, die seit Stunden unverschämterweise wieder einmal eine Grillsession auf ihrer Mörderterrasse abhalten. Aber wo wir schon dabei bin: Sollte es so weitergehen, werde ich demnächst völlig wahnsinnig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Worüber ich eigentlich schreiben wollte weiß ich gar nicht so genau. Ich weiß allerdings, dass ich überhaupt nicht vor hatte irgendetwas zu schreiben, denn heute im Büro habe ich so viel getippt, wie die letzten drei Wochen nicht mehr. Der erste Tag nach dem Urlaub ist schon was Feines. *brumm*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie gehen mir meine Nachbarn dennoch nicht aus dem Kopf. Spießer wie aus dem &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Bilderbuch, sag ich euch! Wohnen in einem schicken neugebauten Haus. Ganz alleine! Das Einzige, worum ich sie beneide, sind die dicken Sitzkissen für ihre Gartenstühle, ihre große Terrasse, das fette Windlicht und noch ein paar andere Dinge. Sie gehört imho zur Brigitte-Fraktion. Was das ist, habe ich irgendwo weiter hinten in meinem Blog beschrieben. Was er macht weiß ich nicht so genau. Eigentlich weiß ich auch nicht, was sie macht. Ob sie wohl arbeitet? Einer ihrer Söhne ist sechs und kommt vermutlich dieses oder nächstes Jahr in die Schule. Der andere ist älter, schätzungsweise schon acht oder neun Jahre. Arbeiten kann man mit Kindern in diesem Alter durchaus. Aber wer so eine Terrasse besitzt (mit angrenzendem Garten), braucht nicht arbeiten. Zumindest nicht als Frau. (Die Preisfrage wäre jetzt: Wieso habe ich nicht so eine Terrasse? Ach so, stimmt, weil ich nie ein Haus wollte. Jetzt weiß ich es wieder!) &amp;nbsp; &amp;nbsp;Wer will schon eine Terrasse? Die muss man ständig fegen, im Winter Schnee schippen und weil sie im Erdgeschoss ist, hat man ständig eklige Viecher in der Hütte. Und so oft ist es auch nicht schön, als dass man eine Terrasse haben müsste. Und wenn ich jetzt noch ein Weilchen länger darüber nachdenke, fallen mir bestimmt viele weitere Gründe gegen diese verdammte Terrasse ein. Sonnen kann man sich da auch nicht, schließlich gibt es nervige Nachbarn um einen herum, die ablästern und fiese Blogs darüber schreiben könnten. Kurzum: Terrassen sind doof. Braucht keine Sau. Ich auch nicht. Und dennoch finde ich ihr Sonntagsfrühstück, was ich bislang nur ein- oder zweimal sah und wo die ganze Familie daran teilgenommen hat, irgendwie reizvoll. Muss am Frühstück gelegen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ne, mal im Ernst, welche Gründe könnte es sonst dafür geben? Nur weil ich über 30 bin (und das nicht erst seit gestern), kann ich doch nicht meine Meinung über Häuser, Terrassen, Hunde, Lattenzäune, Garten, Kochen und Haushalt geändert haben. Oder etwa doch!? Immerhin habe ich schon Google nach Rezepten für einen idiotensicheren Bierteig befragt, wenn auch mit kläglichem Erfolg. Drei Mal habe ich versucht selbst einen zu produzieren, drei Mal ähnelte er einem Bierteig und drei Mal sah das Frittierte hinterher wie eine abgelutschte Schuhsohle aus. Bierteig ist nichts für mich, also versuchte ich es mit Guacamole. (Man spricht es übrigens nicht so aus, wie man es liest. Für die korrekte Aussprache bitte Mister … äh die persona non grata befragen). Zehn verschiedene Rezepte sind mir untergekommen, aber keiner meiner Versuche schmeckte so wie beim Mexikaner. Und selbst das gekaufte Exemplar schmeckte nicht so. Beim ersten Selbstversuch wusste ich übrigens nicht einmal, warum meine Avocado steinhart war, bis mir irgendwann die Idee kam, dass die Frucht noch grün sein musste... Immerhin wusste ich, wie eine Avocado aussieht und musste nicht die Verkäuferin befragen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztens wollte ich mal wieder Schnitzel panieren und dabei fiel mir ein, dass ich nicht mehr die Reihenfolge bei der Zubereitung wusste. Erst Ei und dann Mehl oder erst Mehl und dann Ei? Muss wohl lange her sein, dass ich das letzte Mal etwas paniert habe, bestimmt über acht oder zehn Jahre. Warum ich damals Schnitzel paniert habe und dann nie wieder, ist mir schleierhaft. Aber warum ich sie jetzt, nach so langer Zeit, wieder panieren wollte, ist ein noch größeres Rätsel. Und wenn man dann, nach allen Fehlgriffen und peinlichen Experimenten ein "Deine Mama kocht gut" zu hören kriegt, will man sich am liebsten selbst für tot erklären. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, um solche Worte in meiner Gegenwart auszusprechen? Niemand weiß es. &amp;nbsp; &amp;nbsp;Es ist ja nicht so, dass ich überhaupt nichts kochen kann. Ich bin der absolute Crêpes-Gott, der Master of Crêpes! Ne, echt jetzt, die kann ich wirklich gut. Aber das liegt auch nur daran, dass mein Vater die Kunst des Crêpes-Backens beherrscht und ich nach ihm komme. Dies hat leider einige negative Begleiterscheinungen, wie ich irgendwann begriffen habe, von denen ich aber an dieser Stelle nicht berichten werde. Ich bin jetzt schon stigmatisiert und komme Jahrzehnte lang nicht mehr vom Kreuz runter, auf welches ich mich seit dem ich diesen Blogeintrag schreibe, selbst nagele. Auf diese Weise weiß man wenigstens, dass es vernünftig gemacht wird. Man kann sich ja heutzutage auf niemanden mehr verlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin der Überzeugung, dass jede Frau ein oder mehrere Wandlungen in ihrem Leben durchmacht (Männer sind von Anfang an Affen und bleiben es bis zu ihrem Tod. Sie lernen lediglich mit der Keule umzugehen.). Und ich glaube, dass Männer nicht ganz unbeteiligt sind an diesem Prozess. Kaum hat man sie öfters um sich herum, beginnt man – wenn man nicht vorher schon einen Schaden hat – irrsinnigerweise am Herd zu stehen und sich etwas vorzumachen. Wo man vorher aus Faulheit nicht einmal eine TK-Pizza für sich in den Ofen geschoben hat, bastelt man nun stundenlang an einem popligen Salat oder ähnlichem Kleinkruscht. Von größeren Dingen ganz zu schweigen! Momentan warte ich eigentlich darauf, dass ich ein Sonntagsessen koche oder noch besser, meine Schwiegereltern in spe sonntags zum Essen einlade, mich vor meiner Halb-Schwiegermutter und begnadeter Köchin blamiere und dann selig vom Balkon ab auf die doofe Terrasse meines Nachbarn werfe. Vorteil: Die Grillsessions wären für einige Zeit passé. Nachteil: Ich habe nichts mehr davon. Nun ja, irgendwas ist immer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz so blöd bin ich ja nicht, daher wettete ich vor geraumer Zeit mit der persona non grata um ein Essen. Ein selbstgekochtes Essen wohlgemerkt, einfach um zu sehen wie er kocht. Natürlich verlor er die Wette – wie hätte es anders auch sein können? – aber obwohl der D-Day irgendwann Ende Mai war, habe ich mein Essen noch immer nicht bekommen. Und dabei wollte er nackt kochen! Der Traum einer jeder Frau. Also ihn nackt zu sehen, meine ich natürlich. Jaja, die Konkurrenz ist hart und schläft nie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich vermute, dass Frauen im Beisein von Männern eben zu dem mutieren, was sie eigentlich sind: Frauen. Natürlich passiert das nicht in allen Bereichen, soviel Glück haben die Herrschaften doch gar nicht verdient, aber eben in einigen. Und vielleicht ist es das, was mich an meinen Nachbarn so stört oder soll ich lieber sagen fasziniert? Sie stellen ein "perfektes" Ehepaar dar (er sogar mit Halbglatze!), entsprechen der Gesellschaft, haben ihre bürgerliche Pflicht erfüllt, zwei Nachkommen in die Welt gesetzt, haben ein spießiges Heim und sind brave Steuerzahler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich zahle übrigens auch Steuern. Vor allem an die Tabakindustrie. Jemand muss nun einmal die Wirtschaft ankurbeln und gestorben wird sowieso, ob mit oder ohne Kraut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Tod: Neulich träumte ich, ich wäre tot. Ich weiß nicht mehr, warum und wieso ich tot war (ich meine aber, dass ich an einer Naturkatastrophe starb), aber ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass mir meine Mutter die Organe entnahm, die ja "sowieso nur verwesen würden". Der Tod an sich war nicht so beunruhigend. Vielmehr plagte mich die Frage, ob ich noch Sex haben würde. Denn: Wer will schon Sex mit einer Toten? Mister Unbekannt will ja einiges, davon bin ich überzeugt, aber ich glaube trotz seines Vollvogels geht auch er nicht über Leichen. (Was für ein nettes Wortspiel!) Andererseits wäre das ein schöner Liebesbeweis. Alles andere kann schließlich jeder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dem auch sei, kommen wir zum Ende dieses hirnlosen, jämmerlichen Geplänkels. (So was darf übrigens nur ich sagen, für alle anderen sind das außergewöhnliche Texte einer hochbegabten Literarin). Außer Spesen nix gewesen und selbst mit 31 kann man noch sein blaues Wunder erleben und sieht sich nicht mehr auf der Überholspur wie noch vor einiger Zeit, sondern im Hexenhäuschen mit Lattenzaun und bösem drei-käse-hoch Bello im Garten. Grauenhaft? Find ich auch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dennoch habe ich die Befürchtung, dass ich unausweichlich diesen Kurs ansteuere. Demnächst heirate ich noch und setze weitere Monsterkinder in die Welt, die die Gesellschaft verunsichern. Als würde mir eines nicht schon reichen …*schauder* Und dann werde ich Hausfrau und Mutter, die mit 40 für vier Stunden zurück in den Beruf geht und in einem kleinen mittelständischen Betrieb vormittags die Tippse macht und nachmittags neue Rezepte ausprobiert, um den noch immer neuwertigen Herd endlich so richtig fit zu machen. Es folgen "Gala" und "Bild der Frau", Sauerkrautdiäten, herbstliche Ideen für das Treppenhaus, Stricken, Walking mit der Nachbarin, Dauerwellen und Fönfrisuren, Sonntagsbraten, Talkshows, Miederhöschen, Elternbeirat und Werbung für Vanish Oxi Action Powerweiß. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Evolution nennt man wohl so was. &lt;br /&gt;Und Gott stehe mir bei, an mir statuiert sie gerade ein Exempel!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-1640613963373498094?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/1640613963373498094/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2007/08/wenn-ich-gro-bin-will-ich-auch-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/1640613963373498094'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/1640613963373498094'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2007/08/wenn-ich-gro-bin-will-ich-auch-ein.html' title='Wenn ich groß bin, will ich auch ein Spießer werden!'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-1651814338529528581</id><published>2007-08-25T23:31:00.004+02:00</published><updated>2010-07-11T00:27:24.251+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alltag'/><title type='text'>Die Jugend von heute</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ha! &lt;br /&gt;Kaum lob' ich mich selbst in den Himmel, schon schwirren dutzende Lobesmails in mein Postfach, in denen mir der Respekt für meinen Blog ausgesprochen wird. *freu* Besonders möchte ich dabei Nettiwa danken, dir mir ja fast schon Schamesröte ins Gesicht mit ihrem Lob getrieben hat! Vielen Dank! *verneig*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sonst?&lt;br /&gt;Nun ja, gestern ist mein Urlaub offiziell zu Ende gegangen und ich mag gar nicht daran denken, dass ich Montag wieder ran muss. Nichtsdestotrotz habe ich heute noch einmal richtig gechillt, im &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Freibad versteht sich, denn bei diesen Temperaturen wäre alles andere Wahnsinn. Ich habe mir noch überlegt, ob ich meinen oberknackigen, aber käsigen Hintern nicht im String präsentieren soll, einfach nur deswegen weil Mister Unbekannt (ach, er ist mit dieser Bezeichnung übrigens nicht einverstanden und möchte lieber als persona non grata betitelt werden *hehe*) nicht anwesend war und mir gerne unterstellt, ich würde mich immer dann, wenn er nicht anwesend wäre, besonders schick machen. Hast du richtig erkannt, Schatz, ich hock' ja auch derzeit mit High Heels (rot, mit einem 10 cm Absatz, die überall, außer im Puff, uncool kommen UND unbequem sind) und Strapsen vorm Bildschirm. Was sonst?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine nackigen vier Buchstaben habe ich dann aber doch nicht im Freibad präsentiert, es war zuviel junges Gemüse anwesend, was ich nicht irritieren wollte, stattdessen wurde ich unfreiwillig Zeugin eines "Gesprächs" dreier junger "Männer". Meine Güte, die Jugend zeigt sich nicht nur beknackt, sie IST beknackt und ich hoffe, die "Mimi" um die es da ging, lässt sich morgen im Auto nicht flachlegen, wie es ihr Datingpartner im Freibad noch angestrebt hat. Vorher will er aber mit ihr grillen, am Aichstrut (diese Idee hatte sein Kumpel) und wenn er schlau ist, fährt er morgen nicht zur Tanke, sondern hat heute noch das Fleisch im Supermarkt gekauft (das dann hoffentlich kein Schweinehals ist, wie er es vor hatte, bevor ich ihn darüber aufgeklärt habe, dass Schweinehals uncool bei jungen Mädels ist, die a) immer auf Diät sind und b) sowas meistens nicht mögen). Wie seine vorherigen Ex-Freundinnen hießen, habe ich nebenbei auch erfahren (sie hatten den gleichen Vornamen) und auch seine Sorge, er würde die nächste Frau während des *piep* versehentlich mit dem gleichen Namen ansprechen hat er uns mitgeteilt. Der Kumpel schien mir übrigens grundsätzlich vernünftiger. Der hat mir sogar "Tschüss" gesagt, als wir - völlig zufällig - zeitgleich das Freibad verließen. Sehr löblich! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie die zwei nach Hause gekommen sind, ist mir völlig schleierhaft, zumal beide einige alkoholische Getränke mit Schaum eingenommen haben und der "Coole" noch Witzle darüber gerissen hat. (Er machte sich über eine Wespe lustig, die ihn gestochen hatte und danach sicherlich besoffen war)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor hier ein falsches Bild entsteht: Ich habe natürlich nicht nur fremden Gesprächen gelauscht (mei, es war nicht zu vermeiden,&amp;nbsp; die saßen ja nur 'nen Meter von mir entfernt), sondern auch gelesen und mich natürlich gesonnt. Dies ist ohnehin der einzige Grund für mich ein Freibad aufzusuchen. Und wie es das Schicksal will, bin ich prompt etwas rot geworden. Am Bauch. Wohl hatte ich mich eingecremt, überall nur nicht am Bauch, und das gleich zwei Mal - bitte fragt mich nicht nach dem Grund. Ich habe mir eingebildet, dass ich diesen Bereich nicht mehr eincremen muss, weil er das bräunste Körperteil an mir ist. Morgen bin ich hoffentlich schlauer, denn dann werde ich wohl erneut das Freibad aufsuchen, solange das gute Wetter anhält. Farbe muss sein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis bald, &lt;br /&gt;Hardsonning Frau K.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Mimi, bevor ich es vergesse: Die zwei vorherigen Ex-Freundinnen deines Dates hießen Jenny - dies nur zur Info, falls er dir morgen Abend im Auto beim *piep* versehentlich diesen Namen ins Ohr stöhnen sollte...&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-1651814338529528581?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/1651814338529528581/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2007/08/die-jugend-von-heute.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/1651814338529528581'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/1651814338529528581'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2007/08/die-jugend-von-heute.html' title='Die Jugend von heute'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-5036372893026496496</id><published>2007-08-18T12:08:00.005+02:00</published><updated>2010-07-11T00:32:35.966+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Naturgeilheiten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Brainfuck'/><title type='text'>Von Ritzenflitzern und Highheels</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Gibt ja Leute, die nix erleben und somit auch nicht bloggen können. Gibt aber auch Leute, die was erleben und dennoch nix bloggen. Und dann gibt's noch Leute, die nix erleben und trotzdem was bloggen. Ich gehöre zu dieser Gruppe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Leben ist eine einzige Katastrophe, geschwängert von pathologischer Lethargie und Schwermut. Aber da ich mich selbst gerne reden höre und das abends, alleine in der Wohnung, etwas uncool kommt, schreibe ich einfach Blogs. Klasse, was? Klar fragt sich nun der Eine oder Andere, was ich denn da so blogge. Och, das ist ganz unterschiedlich und hängt einzig und alleine von meiner Fantasie ab. Denn: Wer nix zu erzählen hat, erfindet einfach was!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eben habe ich mal wieder meine alten Blogs gelesen, zumindest einige, denn für alle bräuchte &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;ich - bei den fantastischen Erlebnissen - schließlich Jahrzehnte, und stellte fest, dass ich wirklich tolle Blogs habe. Ne, echt jetzt, ohne Witz! Kennt doch jeder: Man hockt Freitag abends in ausgebeulter Jogginghose und mit Sturmfrisur am Rechner, unterhält sich mit anderen gescheiterten Existenzen, sucht nach 2-Euro-Schnäppchen bei Ebay, liest nebenbei so seine Blogs und denkt sich irgendwann einfach: Mensch, bist du klasse!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugegeben: Ich habe 31 Jahre gebraucht um das festzustellen, aber mal im Ernst: Besser spät als nie! Klar fragen sich jetzt einige Haarspalter warum ich 31 Jahre dafür gebraucht habe, die Antwort ist ganz einfach, ihr Komiker: Weil ich nun einmal erst 31 bin und somit keine 50 Jahre dafür brauchen kann!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entgegen aller 2-Euro-Schnäppchen bei Ebay (bei Porto von nur 6,95) habe ich heute ein Regal bei WASA gekauft. Das Besondere an diesem Regal ist, dass es Bücher beinhalten kann. Aber noch besonderer ist, dass ich seit Jahren kein Bücherregal hatte ("Klar, weil du auch keine Bücher hattest"... witzig!). Nun, da es aufgebaut ist und ich meine Bücher (nein, ich habe vorher keine Bücherüberraschungssammlung für nur 10 € ersteigert!) eingeordnet habe, habe ich mich auch gleich schlauer gefühlt. Ich habe mich so schlau gefühlt, dass ich gedacht habe: Mensch, diesen Moment musst du zu Papier bringen. Du musst der Nachwelt davon erzählen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so sitze ich also hier und erzähle von diesem monumentalen Augenblick. Nicht dass es keine anderen monumentalen Augenblicke gäbe - Gott bewahre - aber man kann ja nicht von allem erzählen, sonst würde man ja nix anderes mehr für den Rest seines Lebens tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beruhigend ist, dass neben diversen Sexratgebern auch noch richtig wichtige Bücher in meinem Regal stehen. Bücher, die Geschichte geschrieben haben! Hehe. Jo, wir leben im Land der Denker und Dichter (erst gestern hatte ich es übrigens mit Mister Unbekannt davon) und so dachte ich vor ein paar Jährchen, ich könnte mir einfach eine Scheibe davon abschneiden. Neben Wallenstein, Faust, Maria Stuart, Götz von Berlichingen, den Wahlverwandtschaften, Nathan dem Weisen (übrigens niemandem zu empfehlen, außer Leuten, die man nicht leiden kann), Münchhausen und anderem ultrakulturellen Zeugs, gibt es doch tatsächlich auch ganz normale Belletristik. Aber man stellt ja immer das zur Schau, was besonders cool kommt. Nur für den Fall, dass man völlig unerwartet Besuch bekommt und sich gut verkaufen muss. Dass so was stündlich, wenn nicht sogar minütlich passieren kann, wissen wir schließlich alle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herrje, jetzt habe ich schon 3500 Zeichen verbraucht, ohne überhaupt zum Punkt gekommen zu sein. Ich werde immer besser!... Äh, wo war ich stehen geblieben? Ach ja, ich wollte von meinem unglaublich tollen Leben erzählen. In meiner neuen Wohnung. (Seht ihr, ist ja nicht so, dass es gar nix Neues bei mir gibt! Gibt es nämlich, die neue Wohnung. Ha!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe ja den Verdacht, dass ich zum Spießer werde (Igitt). Jetzt, wo das Bücherregal steht, geht es definitiv bergab mit mir. Als ob es nicht schon reichen würde, dass mir der Nachbar rechts auf die Nerven geht und ich seine Terrassensessions (Gibt es eigentlich ein Gesetz, was die Größe einer Terrasse beschränkt?) mit Skepsis betrachte, nein, jetzt denke ich auch noch, dass ich seine 15 cm hohen Sitzkissen für nur 25 € das Stück (und er hat davon mindestens sechs!) gar nicht mal so übel finde. Meine haben nur einen Euro gekostet. (Gibt übrigens 'nen tollen Ein-Euro-Shop in Waiblingen!) Und weil es keine vier Gleichen gab, habe ich jetzt zwei verschiedene Muster. Mister Unbekannt würde jetzt bestimmt sagen: Sieht ja eh keiner. Stimmt! Mehr als zwei Personen halten sich ohnehin nie in meiner Wohnung, geschweige denn auf meinem Balkon, auf. Und selbst wenn es mal genau zwei Personen sind - wie neulich, als mein Freitagabend-Kumpel da war - dann benötige ich keine zwei Sitzkissen, weil er lieber auf dem Schuhabtreter neben der Balkontür Platz nimmt. (Er hat die wichtigste Frage überhaupt, "Wo steh' ich eigentlich?", zu ernst genommen *vermut*)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe ja Mister Unbekannt vor Monaten versprochen, einen Blog für ihn zu schreiben. Aber was schreibt man über einen Menschen, dessen Lieblingssatz "Sieht ja keiner" ist? Er hat gut reden, er brauchte ja keine Sitzkissen für seinen Balkon! Er hat ja nicht einmal einen Balkon! Wozu auch? Schließlich habe ich einen. Praktisches Denken nennt man so was wohl. Und Frauen denken seiner Meinung nach bestimmt nicht praktisch genug. Außer mir vielleicht. Aber da ich praktisch denke, denke ich nicht schön. Dies behauptet zumindest Mister Unbekannt. Ein Beispiel gefällig? Also gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie bringt man Männern bei, dass rote High Heels im Büro etwas uncool kommen? Wie bringt man Männern überhaupt bei, dass rote High Heels überall, außer im Puff, uncool kommen? Doch es geht weiter! Wie bringt man Männern bei, dass rote High Heels mit einem 10 cm Absatz überall, außer im Puff, uncool kommen? Und abschließend die Frage: Wie bringt man Männern bei, dass rote High Heels mit einem 10 cm Absatz überall, außer im Puff, uncool kommen UND unbequem sind, ohne darauf folgende Antwort zu ernten: "Ich kenne Frauen, die in so was tanzen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Preisfrage: Was sind das für Frauen? (Wer die Antwort errät, gewinnt rote High Heels mit einem 10 cm Absatz, die überall, außer im Puff, uncool kommen UND unbequem sind.) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ja alles, aber kein Unmensch, also versuchte ich in säuselndem Tonfall mit liebreizenden Worten ("Hast du 'nen Vollvogel? Trag' den Scheiß selber!") auf den Tragekomfort einzugehen (die Optik konnte ich ihm keinesfalls schlecht reden, soviel war klar, aber die Gesundheit meines Fußes musste ihm, als Fußfetischisten, doch etwas bedeuten?). Ich nahm mich dieser schweren Aufgabe also an und versuchte ihm zu erklären, dass ich in roten High Heels mit einem 10 cm Absatz, die überall, außer im Puff, uncool aussehen UND unbequem sind, nicht laufen kann und Schuhwerk mit einem kleineren Absatz bevorzugen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Prompt kam mir ein "Du hast ja keine Ahnung" gepaart mit "Du hast keine Ahnung was Männer wollen" und "Ja, lauf' ruhig weiterhin in deinen Birkenstock rum" entgegen. Klogriff. Wo ist das Verständnis, was man von Männern erwartet, wenn man ihnen versucht zu erklären, warum man manche Dinge einfach nicht tragen kann? Wie argumentiert man unbequeme Ritzenflitzer, wenn der Angebetete selbst diese mit Begeisterung trägt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher war einfach alles besser. Damals, als Männer noch Boxershorts oder zumindest Unterwäsche, die den Hintern bedeckt, trugen und Frauen in schwarzer Spitze bereits Erektionen jenseits von Gut und Böse hervorriefen. Heute muss man als Frau mit Männern um den knappsten String und knackigsten Hintern konkurrieren, obwohl man rein biologisch schon auf Grund von Feind Nr. 1 namens Zellulite benachteiligt ist. Und hat man dann als Versöhnungspaket einen Tanga an, kriegt man lediglich Kommentare wie "Sind 2-Mann-Zelte gerade im Angebot?" zu hören. Scheißwelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und überhaupt, was heißt da "2-Mann-Zelte"? Spricht er da von der Größe meines Hinterns? War dies ein Wink mit dem Zaunpfahl, den ich auf den ersten Blick nicht richtig interpretiert hatte? Letztens habe ich mich schon über "Alle Größen ein Preis" aufgeregt. Was heißt denn bitte das? Früher waren große Größen Ulla Popken, heute sind alle Größen ein Preis. Mister Unbekannt hat das ja ganz elegant versucht zu erklären: Man findet quasi einen Mittelpreis, denn während kleine Größen weniger Stoff verbrauchen, verbrauchen große Größen mehr. Also bildet man einen Preis, der auf dem Durchschnitt beruht. Aber eigentlich zahlen die kleinen Größen für die Großen mit. Ah ja, wieder was gelernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Doofe ist, mir ist erst im Nachhinein ein gutes Argument für Tangas bzw. gegen Strings, eingefallen: "Schatz, wieso sollte ich für wenig Stoff so viel bezahlen, wenn ich doch fürs gleiche Geld mehr haben kann?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bin mal gespannt, wie er beim nächsten Mal darauf reagiert!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-5036372893026496496?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/5036372893026496496/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2007/08/von-ritzenflitzern-und-highheels.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5036372893026496496'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5036372893026496496'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2007/08/von-ritzenflitzern-und-highheels.html' title='Von Ritzenflitzern und Highheels'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-5821192819371504202</id><published>2007-07-12T12:21:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T00:34:12.579+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alltag'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prof. Dr. K.'/><title type='text'>Sauf' dich schlank!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Bevor ich 32 werde und/oder wieder in den unendlichen Weiten des Internets äh ... (Wie lautet eigentlich das Präsenz von verschollen? Ich verscholle?) ... , möchte ich noch mein Pensum an sinnvollen Blogs für dieses Jahr erfüllen. Klarer Fall, hierbei konnte es sich nur um einen Diätblog handeln, denn alles andere interessiert eh keine Sau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles fing damit an, dass ich vor ein paar Monaten dachte: Mensch, du solltest mehr auf dein Gewicht achten, nicht dass du noch auseinander gehst wie ein Hefekuchen. Wochen später dachte ich: Mensch, du hast nicht aufgepasst, denn du bist auseinander gegangen, allerdings nicht wie ein Hefekuchen. Aber bevor es soweit ist, solltest du echt was unternehmen. Tage später dachte ich: &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Mensch, kauf dir doch mal 'ne Waage, damit du dein Gewicht kontrollieren kannst. Du solltest nun &lt;em&gt;wirklich&lt;/em&gt; etwas unternehmen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gesagt - getan. Allerdings erst vor einigen Tagen. Ich stapfte also zum Mediamarkt und kaufte mir eine Waage. Zu Testzwecken probierte ich ein paar Geräte aus, stellte aber recht schnell fest, dass ich mich nie und nimmer im angezogenen Zustand wiegen kann, ohne einen Herzkasper zu bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungefähr zum gleichen Zeitpunkt, allerdings ein paar Stunden später, kam ich dann auf die glorreiche Idee zu Fasten. Allerdings entschied ich mich hier nicht für eine so genannte Nulldiät (Totales Fasten), bei der nur getrunken aber nichts gegessen wird und sämtliche Vitamin- und Mineralstoffe in Form von diversen Präparaten zu sich genommen werden, sondern für das modifizierte Fasten. Das bedeutet, man isst wie bei der Nulldiät nichts, nimmt aber noch eiweißspezifische Produkte in Form von Präparaten oder Molke zu sich, um dem Gehirn den notwendigen Traubenzucker bereitzustellen, aber auch um dem Abbau von Muskelmasse so gut es geht vorzubeugen. Denn beim Fasten greift der Körper auf die körpereigenen Eiweißreserven zurück - vorzugsweise erstmal da, wo sie am meisten verbraucht werden, den Muskeln. Was nutzt ein schlanker Körper, wenn nachher kein Hintern in der Hose ist? Der Vorteil vom modifizierten Fasten ist außerdem, dass man fast alle Nährstoffe erhält, die man benötigt und zusätzlich kaum weiteres Zeugs zu sich nehmen muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meinem Fall handelt es sich hierbei um ein Präparat namens Almased (liebevoll auch Alma genannt!), was in Wasser oder fettarme Milchprodukte eingerührt wird und 3x am Tag getrunken wird. Nebenbei sollte natürlich auch andere Flüssigkeit zugeführt werden, z. B. Wasser, kalorienarme Getränke, Gemüsebrühe, Saftschorle etc. Da Alma den Bedarf an ungesättigten Fettsäuren nicht decken kann, muss hier noch pro "Mahlzeit" ein Teelöffel Sonnenblumen- oder Rapsöl hinzugefügt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Insiderkreisen ist Alma unlängst bekannt und ein beliebtes "Diätmittel". Insbesondere die Turbo-Diät (auch bekannt als Markert-Diät), bei der man 14 Tage lang ausschließlich Alma zu sich nimmt, soll viel versprechend sein. Ich weiß das, weil ich mich ausgiebig über Alma informiert habe. Aber viel wichtiger ist der geniale Salto, den ich soeben vom Fasten zur Diät vollzogen habe. Ich bin schon toll *find*.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar, Fans denken nun: Frau K. sieht doch Hammer aus, warum will die denn bitte abnehmen? Ihr habt natürlich Recht, liebe Freunde und Feinde, aber, man wird ja nicht jünger und die Haut leider auch nicht straffer und wie schon weiter oben erwähnt, habe ich im Laufe der letzten Monate einige Kilos zugelegt. Verdammte Büroarbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entschlacken + Fasten + nebenher ein paar Kilos abnehmen schien mir somit die beste Methode, um mehrere Fliegen mit einer Klatsche zu schlagen. Und außerdem rege ich mich jeden Tag über meine Kollegin auf, die mit ihrem Fliegengewicht durch die Flure hechtet, ständig auf Trab, als würde sie jemand verfolgen. Sie wiegt vermutlich höchstens 50 kg, ich verwette jedoch meinen Allerwertesten, dass es noch weniger sind. Und dabei ist sie fast genauso so groß ich. Schön, dass ich nur knapp 15 kg mehr wiege als sie! *freu wie blöd*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon mies, wenn man mit der Frau im Besprechungsraum hockt … sie mit schmaler Hüfthose und kurzem Oberteil, der Bauch guckt raus, jeder normale Mensch erwartet nun etwas, was sich über den Hosenbund schiebt und siehe da … ihr Bauch wölbt sich mit viel Fantasie gerade mal einen Zentimeter nach vorne. Gleichmäßig wohlgemerkt. Von Speck ist da nicht einmal aus Versehen die Rede. Ich hingegen sehe meinen Bauch ohne überhaupt hinzugucken. Verdammte Speckschwarten. Aaaaber, man darf ja nicht vergessen, dass ich ein Kind habe und sie nicht. *schönred* Keine Schwangerschaft geht spurlos am Körper vorbei. Jawohl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist übrigens meine erste Fastendiät, falls man das so nennen kann. Ich hatte in meinem früheren Leben jedoch eine halbe Diät und zwar nach meiner Entbindung, als ich den Schaden, den Sohn hinterlassen hat, korrigieren musste. Mein lieber Schwan, damals habe ich über 20 Kilo zugenommen. Vorher habe ich übrigens weitere 5-6 Kilo zugenommen, weil ich in weiser Voraussicht mit dem Rauchen aufgehört habe. Witzigerweise kam mein Startgewicht, also das, was ich vor dem Aufhören mit dem Rauchen hatte, erst dann wieder, als ich mit dem selbigen wieder begonnen hatte. Soll noch mal einer sagen, Rauchen wäre schädlich. Nun ja, einen Tod muss man sterben (*wegbrech*), aber an dieser Stelle schloss sich immerhin ein Kreis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Laufe der Jahre wollte ich ja immer wieder mit dem Rauchen aufhören, aber wenn man trotz Rauchen zunimmt, wie sieht es erst dann aus, wenn man mit dem Rauchen aufhört? Ich weiß, saublödes Geschwätz, was ich da von mir lasse und spätestens seit dem Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden wäre es einen Versuch wert. Aber ich warte lieber auf die nächste fiese Fieberwelle (wenn es mir richtig dreckig geht, kann ich nämlich nicht rauchen) oder darauf, dass mir meine Frauenärztin nicht einmal mehr östrogenfreie Verhütungspräparate verschreibt, weil ich über 30 und Raucherin bin. Rauchen oder Pille - entscheiden Sie selbst … ich höre die Frage bereits jetzt schon in den Ohren und ahne, was ich antworten werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genug geschwafelt, zurück zum Thema. &lt;br /&gt;Äh, was war eigentlich das Thema? Ach ja, genau. Der Speck. Jetzt fällt es mir wieder ein. Reden wir also über den Speck und meine grandiosen Abnehmerfolge!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß gerade gar nicht wo ich anfangen soll, schließlich gibt es sooo viel zu erzählen! Vielleicht könnte ich meinen Ernährungsplan posten? Ist eigentlich 'ne Supi-Idee. Also, mein Ernährungsplan sah bislang so aus: 1. Tag 3x Alma, 2. Tag 3x Alma, 3. Tag 3x Alma, 4. Tag 3x Al … ok, lassen wir das. Ich glaube, so wichtig ist der Ernährungsplan nun auch wieder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe nicht einmal nach Plan angefangen … normalerweise wird das Fasten nämlich mit Hilfe von natürlich Abführmitteln eingeleitet, auf die ich einfach mal verzichtet habe. Kurz darauf, quasi zeitgleich, kam ja schon mein erster Fastentag. Es ging mir dabei richtig gut! Ich soff Alma und freute mich darüber, dass ich als notorischer Wenigtrinker endlich die Gelegenheit hatte herauszufinden, wie viel Wasser ich in mich reinkippen kann, bevor ich mich übergebe. Nebenbei verspürte ich auf Grund von akutem Hunger leichte aggressive Tendenzen und erörterte die besten Methoden zum Entvölkern ganzer Landstriche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alma sollte mit kalorien- bzw. fettarmen Getränken angerührt werden, ich nahm einfach 3,5%ige Milch, da ich davon noch etwa 10 Liter im Schrank hatte. (Wer konnte schon ahnen, dass ich plötzlich auf die glorreiche Idee kommen würde zu fasten?) Und: Jetzt, da Lebensmittel, insbesondere Milch, teurer geworden sind, kann man nicht einfach neue Milch kaufen und die alte vergammeln lassen, auch wenn Gammelmilch sicherlich eine nette Alternative zum Gammeldöner wäre. Und außerdem haben Kinder in Afrika nichts zu essen! Ich sollte froh sein, dass ich überhaupt etwas habe, auch wenn das nur 3,5%ige Milch ist!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach so, den Teelöffel Öl habe ich weggelassen … Öl hin oder her, das macht den Kohl nicht fett. Meine Waage hatte ich ja jetzt auch und probierte sie gleich mal aus. Hätte ich die früher gehabt, jahaaa, ich wäre nie in Teufelsküche gekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war positiv überrascht, als mein Wasserpegel laut Waage mehr als 50% betrug, hatte ich doch schon den Verdacht, in Kürze auf Grund von chronischem Wassermangel umzufallen. Und auch der Muskelwert überraschte mich, da er sich im grünen bereich bewegte, obwohl ich nur alle Schaltjahre Sport treibe. Jetzt, wo mir diese zwei Werte bekannt waren, konnte eigentlich nichts mehr schief gehen - dachte ich zumindest - und wartete auf die Anzeige des Körperfetts. Diese erschien auch sogleich und da, wo der Smiley bei Wasser und Muskeln stand, erschien nur der Hinweis "schlecht".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was heißt denn da bitte schlecht? Verdammt, ich hatte sicherlich einen falschen Standort fürs Wiegen gewählt und verlagerte die Waage vom Bad ins Wohnzimmer. Voller Zuversicht stieg ich erneut auf die Waage, als … Das kann ja wohl nicht wahr sein! Kaum gekauft und schon ist das Ding im Eimer. Ich war drauf und dran die Waage bei Ebay zu verkaufen, rief mich jedoch in letzter Minute zur Vernunft. Was konnte sie denn dafür, dass ich mittlerweile einen fast nahtlosen Übergang von Hüfte zur Taille habe?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas Gutes hatte das Wiegen allerdings schon an sich: Ich begann nämlich noch am selben Tag mit dem Fasten.&lt;br /&gt;Der zweite Tag ging eigentlich recht gemütlich vorüber. Ich wog bereits ein paar Gramm weniger (obwohl Wasser und Muskeln gleich geblieben sind), somit war klar, dass es ab jetzt nur noch bergab gehen konnte! Der Hunger war natürlich noch immer da, doch jetzt wollte ich meine Mitmenschen nicht mehr töten. Eher foltern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich begann nun auch den empfohlenen Teelöffel Öl in Alma zu werfen und war beruhigt, dass das ihren Geschmack in keinster Weise beeinflusst hatte. Mir schmeckt Alma nämlich außerordentlich gut, was das Wichtigste überhaupt an diesem Projekt ist. Gegen Mittag des zweiten Tages stellte sich ein elendes Geblubber im Bauch ein, was bis heute anhält. Am Abend verdrängte ich sogar den Fernseher von seiner Pool Position und unterhalte meine Mutter und meinen Freund mit Bauchgrummeln. Wir versuchen Melodien herauszuhören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am dritten Tag mache ich mir bereits Gedanken um meine Arbeit. Wie erkläre ich meinen Kollegen dass ich faste? Mama hat in der Zwischenzeit Gefallen an meinen Bauchgeräuschen gefunden und will nun selbst mit dem Fasten beginnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Büroalltag bringt genau das, was ich erwartet hatte. Bereits am Morgen nörgelt mein Kollege über den Geruch meiner Brühe, der sich im Büro ausbreitet. Ich versuche es mit Wasser und scheitere kläglich. Verständnislose Blicke und Fragen kommen mir von anderen Kollegen entgegen, aber dafür habe ich es gegen Nachmittag geschafft, auch meinen Kollegen von meiner Bauchmusik zu begeistert. Mittlerweile beschlagnahme ich übrigens die Toilette ganz für mich alleine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Brühe hängt mir irgendwie zum Hals heraus. In einem Anflug von Wahnsinn kaufe ich in der Mittagspause einen Bio-Gemüsesaft bestehend aus Tomaten-, Karotten-, Sauerkraut-, Sellerie-, Rote Beete- und Zwiebel(!)saft. Meine Kollegen erklären mich endgültig für verrückt. Niemand will an dem Saft riechen, geschweige denn ihn probieren. Ich finde ihn seltsamerweise ziemlich lecker und am Abend belohnt mich meine Waage dafür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute schreibe ich meinen fünften Fastentag und kann voller Stolz berichten, dass ich mein Hungergefühl besiegt habe. Mittlerweile verstehen wir uns ganz gut, die Alma und ich, wenngleich die heutige Mittagspause ziemlich fies war. Meine Abteilung beschloss kollektiv zum Mittagessen zu gehen, doch anstatt dem üblichen Supermarktbesuch oder der heißen Theke, entschloss man sich den Döner nebenan zu besuchen. Bei Pide und Lahmacun hört der Spaß auf, daher konzentrierte ich mich auf Gammeldöner - mit Erfolg! Mittlerweile habe ich 3 Kilo weniger auf der Hüfte und fühle mich außerordentlich wohl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist davon auszugehen, dass der Erfolg weiterhin auf meiner Seite bleibt. Ich weiß noch nicht so genau, wie lange ich fastendiäten werde, vermutlich aber eben so lange, wie ich mich wohl fühle und die 16-18 Euros für 500 Gramm Alma aufbringen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab Montag will übrigens eine Kollegin in mein Projekt einsteigen. Hat sie heute zumindest so gesagt. Eine Andere bekundete feierlich, dass sie ihre Diät bereits abgeschlossen und zehn Kilo abgenommen hat. Zur Stunde frage ich mich allerdings noch immer wo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Word mag "Supi-Idee" nicht und schlägt an dieser Stelle "Susi-Idee" vor. Guter Tipp eigentlich, darauf wäre ich von alleine nie gekommen! Mein nächster Blog wird von der Rechtschreibung in Word handeln. Warum? Na, weil ich Word einfach susi finde! Ihr etwa nicht?&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-5821192819371504202?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/5821192819371504202/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2007/07/sauf-dich-schlank.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5821192819371504202'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5821192819371504202'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2007/07/sauf-dich-schlank.html' title='Sauf&apos; dich schlank!'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-6725403268948695690</id><published>2006-11-24T22:35:00.003+01:00</published><updated>2010-07-11T00:35:44.036+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebes Tagebuch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alltag'/><title type='text'>358 Tage nach 30</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Mir fiel eben auf, dass ich schon lange nicht mehr über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens geschrieben habe. Ich weiß zwar im Moment nicht, welche das sein könnten, aber sobald sie mir einfallen, werde ich sie an dieser Stelle mitteilen - soll ja niemand dumm sterben müssen. Nichtsdestotrotz brauche ich keinen Grund, um über 358 Tage nach 30 zu schreiben. Ja, liebe Freunde und Feinde, heute in einer Woche ist es soweit: Ich werde erwachsen. Dieses Mal endgültig und unaufhaltsam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die wichtige Frage ist nun: Wie geht man mit dieser Erkenntnis eigentlich um? Oder andersrum: Was hat sich in den letzten 358 Tagen verändert? Das ist doch eigentlich supi einfach, denn in dieser Zeit hat sich wirklich etwas getan:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Ich stopfe nicht mehr. Seitdem mir diverse Bösewichte einen Strich durch die Rechnung gemacht und meine Sticks abgeschafft haben, bin ich auf Zigarillos (wie dekadent!) umgestiegen. Muss man &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;sich mal reinziehen. Im Büro werde ich selten dämlich angeguckt und mit "Was für ein Kraut rauchst du denn?" bemitleidet. Alles Pappnasen. Die haben doch gar keine Ahnung was Qualität ist! Vor allem haben sie keine Ahnung, wie man gut und günstig rauchen kann. Der Vorteil von Zigarillos liegt auf der Hand: Wenn man vergisst an ihnen zu ziehen, gehen sie aus - ähnlich wie Zigarren. Auch der Preis weiß zu begeistern. Für 17 Stück muss man 1,40 € hinlegen, was in etwa dem Preis von Sticks samt Hülsen nahe kommt. Wer jetzt meint, man müsse Stopftabak rauchen, dem will ich sagen, dass ich dieses Theater satte 4 Tage mitgemacht habe und schier Amok gelaufen bin. Mal abgesehen von der Tatsache, dass der Tabak überall nur nicht in der Hülse war, hat man mit Stopftabak schnell einen neuen Lebensinhalt, weil man für andere Dinge gar keine Zeit mehr hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Ich arbeite Vollzeit. Jaha, das sind sensationelle Neuigkeiten, ich weiß! Ich hab es selbst nicht geglaubt, weiß aber jetzt, warum ich seit gut drei Monaten am Stock gehe. Geplagt von einer Jenseitsmüdigkeit, die so tief in den Knochen sitzt, dass sie nicht einmal durch mehr Schlaf reduziert werden kann, geistere ich tagtäglich durch die Gegend in der Hoffnung, die Zeit bekämpfen zu können. Um 6.15 Uhr klingelt der Wecker, der schon längst Schrott wäre, wenn es nicht mein Handy wäre, was mich morgens weckt. Ich quäle mich also aus dem Bett, ärgere mich jeden Morgen darüber, dass ich keinen Kran im Schlafzimmer habe, der mich aus dem Bett hievt und auf die Beine stellt, bettele Sohn 20 Minuten an, dass er endlich mal aufsteht, überstehe das erste morgendliche Theater in Form seines Sirenengeheuls, weil er zu müde ist und verlasse wie immer 5 Minuten zu spät das Haus. Manchmal hat sich die Welt richtig mich verschworen, nämlich dann, wenn ich noch kratzen muss, weil es wieder einmal klar und affenkalt zugleich war. Und manchmal versuche ich die Welt zu überlisten, in dem ich denke "nicht mit mir" und in weiser Voraussicht meine Iso-Folie auf die Windschutzscheibe lege, nur damit ich am nächsten Morgen feststelle, dass es dieses Mal nicht gefroren, sondern in Strömen geregnet hat. Um 7.10 sitzen wir endlich im Auto, kurz darauf liefere ich Sohn im Kindergarten ab und heize im Wahnsinnstempo ins Büro, weil ich ja trotz Gleitzeit nicht gleiten kann, auf Grund der beschränkten Öffnungszeiten des Kindergartens. Ein paar Stunden später, nämlich spätestens um 16.25 Uhr heize ich genauso wahnsinnig wieder zurück, weil der Kindergarten nämlich um 17 Uhr zu macht und die Erzieherinnen sehr bissig reagieren, wenn man erst um 17.01 Uhr auftaucht. Zwischendrin versuche ich produktiv zu sein - jemand muss schließlich die Wirtschaft ankurbeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer nun glaubt, mein Tag würde um 17 Uhr zu Ende sein, dem will ich sagen, dass er sich täuscht. Ab 17 Uhr steppt hier nämlich erst richtig der Bär. Sechsjährige haben kein Verständnis dafür, dass ihre Mama todmüde ist, nein, sie wollen unterhalten werden, quengeln dass alles zu spät ist, machen Unsinn, leiten den nächsten Weltuntergang ein und viele andere lustige Dinge. Dies hält in etwa 3,5 Stunden an, weil Sohn früher nicht ins Bett will, trotz meines O-Tons und der Prophezeihung, dass er am nächsten Morgen müde sein wird. Und wenn er dann endlich mal im Bett ist, schaffe ich es vor lauter Gähnen nicht einmal mehr zu einem aufrechten Gang, sondern krieche bald auf allen Vieren durch die Wohnung, in der Hoffnung meine Müdigkeit doch irgendwie in die Knie zu zwingen zu können (Was ein Wortspiel!). Einen Vorteil hat Vollzeitarbeit: Abends ist alles so, wie man es morgens im Eifer des Gefechts stehen gelassen hat. Das Ganze kann sogar tagelang gehen, was im Übrigen auch die Wäsche auf der Wäscheleine erklärt, welche von Samstag bis Samstag trocknet, bis sie schließlich nur noch an der Wand aufgebaut werden muss, weil sie von selbst steht und somit anziehbereit ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Männer! Mama sagt ja mir ja mindestens 2x im Jahr, dass ich immer nur Flachzangen an meiner Seite habe, die mir nicht das Wasser reichen können. Sie war und ist der festen Überzeugung, dass man an Orten wie Büro bzw. Arbeitsplatz "gescheite" Männer kennen lernen kann und ich bislang eben nur in den falschen Kreisen war. Ich war gottfroh, dass ich Mama nach 7 Tagen Vollzeit mitteilen konnte, dass ich endlich gescheite Männer kennen gelernt habe und sie babysitten darf, weil mich einer davon bekochen möchte. Irrsinnigerweise reagierte sie gar nicht so erhellt, wie ich mir das erhofft hatte, denn prompt kamen die ersten Zweifel auf: Ob ich mir denn im Klaren wäre, dass Beziehungen am Arbeitsplatz uncool sind (möchte mal wissen, wie sie auf Beziehung gekommen ist?), weil sie eine Menge Ärger bedeuten können und unvorteilhaft vor allem für Frauen sind. Offenbar hält sie nichts von Hochschlafen - davon mal abgesehen war der besagte Kollege nicht einmal ranghöher, insofern hätte sich die ganze Sache eh nicht gelohnt. Aber, never fuck the company kommt ja nicht von ungefähr, also habe ich mich bestens gerüstet und den Satz ein wenig modifiziert in "Think twice before you fuck the company". Wenn sie wüsste, dass ich nicht nur 2x sondern mehrfach nachgedacht habe und jetzt auch noch auf - äh - mit dem Kollegen reite, würde ihr garantiert die Kinnlade runterklappen. Gott sei Dank bin ich gerade so an der Volljährigkeit vorbei gerauscht und ihr somit keine Rechenschaft mehr schuldig. Nochmal Glück gehabt. (An alle Verbalakrobaten: Das mit dem Reiten war ernst gemeint! Und selbstverständlich spreche ich von Pferden! Was ihr schon wieder denkt …) (Aber wo wir schon dabei sind: Wusstet ihr eigentlich, dass reitende Männer lockerer in der Hüfte sind *debilgrins*… und nein, meine Müdigkeit hat rein gar nichts damit zu tun!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Auto. Seit drei Jahren habe ich ein- und denselben Parkplatz, seit drei Jahren gibt es eine Stange zum Aufschließen, die mich von Fremdparkern schützen soll und ca. 30x im Jahr macht sich jemand den Spaß, die Stange aufzustellen und somit meinen Parkplatz unbefahrbar zu machen. Letztens komme ich wieder einmal nach Hause geheizt, fahre im 3. Gang wie immer mit einer gekonnten Leichtigkeit auf meinen Parkplatz, setze noch mein schönstes Siegerlächeln auf, als plötzlich ein ekliges, haareaufstellendes Geräusch unterhalb meines Autos ertönt und mir klar wurde, dass irgendwas, irgendwo da unten, jetzt einen Schaden hat. Ich spähe aus dem Auto, danke einem höheren Wesen eurer Wahl, dass sich keine schwarze Lache ausgebreitet hat und stelle dann mit Entsetzen fest, dass mein Auspuff eine seltsame Krümmung bekommen hat. Für einen Moment beschließe ich, meinem elenden Dasein einfach ein Ende zu bereiten und mich kurzerhand zu erschießen, doch wie immer scheitert solch ein Plan am Fehlen der entsprechenden Waffe, also bleibt mir gar nichts anderes übrig, als mein Auto nochmal anzuschmeißen um zu überprüfen, wie groß der Schaden ist. Drei Sekunden lang läuft der Motor, ich sitze mit regungsloser Mine im Auto, steige dann seelenruhig aus und laufe nach Hause um dort in Ruhe brüllen zu können, ohne viel Aufsehen zu erregen. Mein kleiner Clio klang wie ein großer - nein, nicht wie ein großer, sondern wie der Größte! Wüsste ich es nicht besser, hätte ich gedacht, dass Panzer durch die Straßen fahren. Und da kommt jetzt wieder die Sache mit den Männern ins Spiel. Gut, dass ich meinen Kollegen mittlerweile in- und auswendig kenne, denn ihm habe ich es zu verdanken, dass mein Auto innerhalb von drei Tagen mit einem neuen Auspuff ausgestattet wurde, weil der Alte nicht einmal mehr geschweißt werden konnte. Das sagt doch wieder nur eins! Genau. "Gescheite" Männer braucht die Welt. (Er ist wirklich gescheit! Echt jetzt!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Schwindelgefühl. Die letzten zwei Wochen verbrachte ich im Delirium. Kreislaufprobleme noch und nöcher plagten mich und ich fragte mich allen Ernstes, ob irgendwas mit mir nicht stimmt oder ob die Müdigkeit überhand genommen hat und ich deswegen planlos durch die Gegend gondele. Eine erschreckende Benommenheit hatte mich erfasst, machte mich unfähig produktiv zu arbeiten und gab mir das Gefühl ständig auf Speed zu sein. Ich stand von morgens bis abends kurz vor der Ohnmacht, war permanent neben mir und befürchtete schon das Schlimmste. Ich wäre nicht ich, wenn ich meinen Freund Google nicht befragt hätte, jedoch mit mickrigen Ergebnissen. Parallel dazu hatte ich bestialische Zahnschmerzen, eigentlich waren es gar keine Zahnschmerzen, der Weisheitszahn unten rechts hatte lediglich den Wunsch weiter in meine Mundhöhle vorzudringen. Ich habe keine Ahnung, warum ich diese beiden Geschichten in Verbindung gebracht habe, jedenfalls befragte ich erneut Google und siehe da, ich bekam seitenweise Resultate angezeigt und las von Betroffenen, die von enormen Schwindelanfällen berichteten, auf Grund von Zahn- und Kieferproblemen. Das schien mir einleuchtend, schließlich tat mein ganzer rechter Unterkiefer weh und rein anatomisch befinden sich die Gleichgewichtsorgane nicht sonderlich weit davon entfernt. So war das also. Den Gang zum Zahnarzt konnte ich dennoch nicht wagen, ich hoffte stattdessen, dass sich die Probleme wie von selbst in Luft auflösen würden. Heute kann ich sagen, dass ich nicht mehr ganz so beknackt durch die Gegend laufe und sogar wieder das Gefühl habe, geschäftsfähig und bei vollem Bewusstsein zu sein. Wenn das kein Erfolg auf ganzer Ebene ist, was dann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicherlich gab es noch viele viele andere Dinge, die sich in den letzten 358 Tagen ergeben haben, aber es würde jeglichen Rahmen sprengen diese aufzuzählen. Und letzten Endes spielen sie auch gar keine Rolle. Ich werde übrigens meinen Geburtstag nicht feiern, auch wenn ich es eigentlich vorhatte, weil ich in den vergangenen Jahren immer gefeiert habe. Dieses Jahr ist es einfach so, dass mir das gänzlich enfallen ist, weil ich gar keine Zeit für eine anständige Planung hatte! Und so wird der Weltaidstag bzw. mein Geburtstag über die Bühne gehen, als wäre es ein Tag wie jeder andere. Der einzige Unterschied wird vielleicht der sein, dass ich nur den halben Tag arbeiten und den Rest des Tages auf einem Pferderücken irgendwo auf einer Wiese verbringen werde. Idealerweise mit geröteten Wangen, einem breiten Grinsen und wehendem Haar.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-6725403268948695690?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/6725403268948695690/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/11/358-tage-nach-30.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6725403268948695690'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6725403268948695690'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/11/358-tage-nach-30.html' title='358 Tage nach 30'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-4441643935396782146</id><published>2006-10-28T16:50:00.006+02:00</published><updated>2010-07-11T00:41:10.644+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mutterkind'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Helden'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prof. Dr. K.'/><title type='text'>Basteln für Dummies. Heute: Die Laterne</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Alle Jahre wieder immer das Selbe: Ich ahne nichts böses, will Sohn vom Kindergarten abholen und habe in dem kleinen Holzfach mit dem roten Apfel, welches Sohn gehört, was zu sehen: Ein herbstlicher Zettel mit genauso herbstlichem Text, welcher mir deutlich zu verstehen gibt, dass sich der nächste Elternabend in rasanter Geschwindigkeit anbahnt. Und wie auch schon letztes Jahr und die Jahre davor, habe ich es mal wieder mit einem Motto-Elternabend zu tun: Das anstehende Laternenfest und das damit verbundene Basteln einer Laterne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch dieses Jahr war ich schlicht und ergreifend nicht in der Lage am Elternabend teilzunehmen, also durfte ich freundlicherweise die Laterne in meinen heimischen vier Wänden basteln und hatte  &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;sage und schreibe satte zwei Wochen dafür Zeit. Gut wie ich bin, schaffte ich das sogar in einer Woche. Ich weiß, dass sich jetzt, in diesem Augenblick, Millionen Menschen fragen, wie ich das bewerktstelligt habe. Ich zeig's euch, denn jemand muss es schließlich tun. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vorbereitung:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Idealerweise habt ihr jemanden, der euch einen Vordruck liefert bzw. das Motiv auf Papier aufmalt. Da ich sämtliche Utensilien vom Kindergarten bekommen habe, habe ich mir das Abpausen des Motivs sparen können. Außerdem braucht ihr natürlich Transparentpapier o. ä. und zwei "Käseschalen", die den Boden der Laterne bilden und den Kranz:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/120063452_full,r,470x470.jpg"&gt;&lt;img alt="120063452_full,r,470x470.jpg" height="300" src="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/120063452_full,r,470x470.jpg" title="Usergrafik" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Käseschalen! (z. B. Rotkäppchen *grins*)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879643_full,r,470x470.jpg"&gt;&lt;img alt="119879643_full,r,470x470.jpg" height="300" src="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879643_full,r,470x470.jpg" title="Usergrafik" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Vordruck samt buntem Papier, was natürlich halbwegs transparent sein sollte. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne Werkzeug funktioniert das Ganze natürlich nicht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879645_full,r,470x470.jpg"&gt;&lt;img alt="119879645_full,r,470x470.jpg" height="300" src="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879645_full,r,470x470.jpg" title="Usergrafik" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Uhu, Bastelschere und ganz wichtig die Nagelschere für die schwer zugänglichen Stellen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das Basteln:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ok. Nachdem nun Material und Werkzeug bereit stehen, kann es los gehen. Erstmal das Motiv ausschneiden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879647_full,r,470x470.jpg"&gt;&lt;img alt="119879647_full,r,470x470.jpg" height="300" src="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879647_full,r,470x470.jpg" title="Usergrafik" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Supi einfach. Schafft man sogar mit links!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Ausschneiden fallen natürlich Papierschnipsel an. Damit die nicht überall in der Wohnung rumfliegen, räumen wir sie gleich weg und werfen sie in den nahegelegenen Aschenbecher (Wer keinen hat, kann auch einen anderen Behälter nehmen!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879651_full,r,470x470.jpg"&gt;&lt;img alt="119879651_full,r,470x470.jpg" height="300" src="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879651_full,r,470x470.jpg" title="Usergrafik" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Aschenbecher - eine der genialsten Erfindungen seit es Papierschnipsel gibt... &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wichtig: Sobald Schnipsel im Aschenbecher liegen, sollte man auf keinen Fall mit brennbaren Gegenständen in die Nähe kommen. Das Tonpapier fackelt nämlich dann vor sich hin und macht Qualm ohne Ende. Gut bedient ist jetzt der, der noch einen zweiten Aschenbecher hat. Keinen Zweiten zur Hand? Gibt's aktuell beim Marktkauf für knapp 2 €. Hammer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879655_full,r,470x470.jpg"&gt;&lt;img alt="119879655_full,r,470x470.jpg" height="300" src="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879655_full,r,470x470.jpg" title="Usergrafik" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Qualmendes Tonpapier braucht niemand. Daher: Don't work and smoke!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann hat man dann hoffentlich das Motiv ausgeschnitten, ohne wichtige Teile abzusägen. Wenn man fertig ist, sieht das dann in etwa so aus:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/120063460_full,r,470x470.jpg"&gt;&lt;img alt="120063460_full,r,470x470.jpg" height="300" src="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/120063460_full,r,470x470.jpg" title="Usergrafik" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eine düstere Landschaft, irgendwo da draußen... &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt geht's an Eingemachte, denn die Fenster müssen ja noch ausgeschnitten werden. Hier hat sich die Nagelschere besonders gut bewährt. Achtung, Verletzungsgefähr!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879665_full,r,470x470.jpg"&gt;&lt;img alt="119879665_full,r,470x470.jpg" height="300" src="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879665_full,r,470x470.jpg" title="Usergrafik" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Endlich geschafft. So langsam sieht es nach etwas aus!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dieser anstrengenden Arbeit hat jeder Laternenbastler erstmal eine ordentliche Pause verdient...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879667_full,r,470x470.jpg"&gt;&lt;img alt="119879667_full,r,470x470.jpg" height="300" src="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879667_full,r,470x470.jpg" title="Usergrafik" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;(Aschenbecher vorher geleert?)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht's mit unserer Laterne, die ja noch nicht einmal nach einer Laterne aussieht. Das ausgeschnittene Motiv muss auf das Transparentpapier geklebt werden. Dafür benutzen wir den guten alten Uhu:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879673_full,r,470x470.jpg"&gt;&lt;img alt="119879673_full,r,470x470.jpg" height="300" src="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879673_full,r,470x470.jpg" title="Usergrafik" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eine unrealistische Landschaft, irgendwo da draußen... &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem das Motiv auf dem Transparentpapier befestigt wurde, müssen wir das Transparentpapier nur noch um die beiden Käseschalen kleben, damit unsere Laterne einen Boden hat und an der Öffnung etwas mehr Stabilität bekommt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879675_full,r,470x470.jpg"&gt;&lt;img alt="119879675_full,r,470x470.jpg" height="400" src="http://ug4.kw.cx/ug/0000/8835/119879675_full,r,470x470.jpg" title="Usergrafik" width="300" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eine Laterne, irgendwo da draußen... &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was jetzt noch fehlt ist ein Draht, womit man das gute Ding an einem Holzstäbchen befestigen kann. Und natürlich benötigen wir außerdem noch eine Kerze, schließlich ist Laternelaufen ohne Kerze ziemlich uncool (Tipp: Kerze nicht in der Hand halten, sondern in die Laterne stellen. Bitte unbedingt darauf achten, dass diese beim Laternelaufen auch brennt! Kein Feuerzeug dabei? Einfach den freundlichen Raucher  nebenan fragen!). Da ich weder das eine, noch das andere gerade zur Hand  habe bzw. die Erzieherinnen des Kindergarten diesen Part übernehmen,  ist hier meine Arbeit beendet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wichtig: Unbedingt noch ein  Laternenlied unter der Dusche einstudieren. Die Konkurrenz ist groß und  nur die Harten kommen in den Garten. Nach dieser Glanzleistung darf man  sich nicht durch peinliches Falschsingen blamieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wäre  nicht ich, wenn ich nicht dafür sorgen würde, dass man auch hier mit  einem Siegerlächeln davon kommt und von sämtlichen Laternenläufern  dieser Welt beneidet wird, daher gibt's nachfolgend noch das ultimative  Laternenlied für alle Laternengötter und solche, die es werden wollen: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.heiliger-martin.de/lieder/bilder/noten/geh_mit_meiner_lat.gif"&gt;&lt;img alt="geh_mit_meiner_lat.gif" height="500" src="http://www.heiliger-martin.de/lieder/bilder/noten/geh_mit_meiner_lat.gif" title="Usergrafik" width="378" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spaß beim Basteln und  Singen wünscht&lt;br /&gt;Bastelfrau K.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-4441643935396782146?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/4441643935396782146/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/10/basteln-fur-dummies-heute-die-laterne.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4441643935396782146'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4441643935396782146'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/10/basteln-fur-dummies-heute-die-laterne.html' title='Basteln für Dummies. Heute: Die Laterne'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-6788006746252774903</id><published>2006-09-28T01:44:00.002+02:00</published><updated>2010-07-11T00:41:52.150+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fundbüro'/><title type='text'>Fiese Scheitel</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Selten so einen Käse im Netz gelesen und selten so gelacht wie hier. Die Seite ist ein wahres Unikat!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie der Homepagetitel schon andeutet, hat es der Besucher mit einer verdammt haarigen Sache zu tun. Das klingt jetzt auf den ersten "Blick" langweilig, ist es aber gar nicht, denn das wahre Highlight sind nicht - wie vermutet - Bilder von diversen Haarschnitten (oben wie unten! *anmerk* CDU/CSU-Mitglieder bitte weiter klicken!), sondern die genialen Kommentare, die es zu den pics zu lesen gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eins vorne weg: Der Homepage-Betreiber hat sich nicht die Mühe gemacht, die Seite optisch wie grammatikalisch auf Vordermann zu bringen, aber das kann man ihm locker verzeihen. Hier gibt es &lt;em&gt;so&lt;/em&gt; viele Bilder und &lt;em&gt;so&lt;/em&gt; viele Kommentare dazu, dass sowas einfach zu viel verlangt wäre. Daher präsentiert sich die Seite in einem leicht chaotischen Zustand. Ich empfehle dem Besucher, sie mit System zu durchforsten, damit er nichts übersieht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Existenz hat die Seite einem gewissen John Kincade zu verdanken. Niemand weiß so genau wer dieser Mensch ist, außer irgendwelchen Spießern, die gerade googlen. Und mal ehrlich: Es ist völlig bums, wer das ist! Wichtig ist doch, dass er ein hervorragendes Vorbild wurde, schließlich würde es diese Wahnsinnseite ohne ihn nie geben! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Lesenwerte Scheitellinks:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Besonders interessant ist imho der "Neckermann Katalog" aus dem Jahre 1975, das Glossar und natürlich die Fotogalerie (hier unbedingt die Schamhaarfrisuren anklicken! Wer danach noch immer nichts von Intimrasur hält, hat einen Orden verdient!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hingehen, schlapplachen!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-6788006746252774903?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/6788006746252774903/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/09/fiese-scheitel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6788006746252774903'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6788006746252774903'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/09/fiese-scheitel.html' title='Fiese Scheitel'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-8024405847959845104</id><published>2006-09-26T23:20:00.005+02:00</published><updated>2010-07-25T17:24:20.924+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbalakrobatik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Brainfuck'/><title type='text'>Das Abschiedsgeschenk</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Es muss irgendwann im Juni 1987 gewesen sein, als ich Pjotr am Bahngleis 1, dem einzigen Gleis, was der Bahnhof von Žaclér (Tschechische Republik) vorzuweisen hatte, begegnete. Unser erster Kontakt war genauso unspektakulär wie die anschließende Freundschaft (um diesem seltsamen zwischenmenschlichen Konstrukt einen Namen zu geben), die wir nach unserer ersten Begegnung ein gutes Jahrzehnt lang pflegten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unweit vom Žaclér Bahnhof gab es eine kleine Absteige, in der Pjotr täglich zur Mittagszeit anzutreffen war. Mir wird heute noch ganz anders, wenn ich an diese Klitsche denke. Noch nie zuvor hatte ich solch eine lausige Kneipe gesehen, geschweige denn betreten. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass es in Žaclér weit und breit keine öffentliche Toilette gab, war der Schuppen das &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Beste, was mir passieren konnte. Früher gab der Laden sicherlich einiges her, aber über die Jahre hinweg fraß ihn sichtlich der Verfall auf. Die gute Eiche, aus der die Inneneinrichtung bestand und die schon lange ihren Glanz und ihre Leuchtkraft verloren hatte, moderte vor sich hin, seitdem den damaligen Besitzer das Zeitliche gesegnet hatte und seine Witwe das Geschäft übernahm. Der Gute hatte sich eines Nachts an einem Balken über der Theke erhängt. Tragischerweise war er nie lange genug nüchtern gewesen, um ein Testament aufsetzen zu können, so dass seine Frau all seine Habseligkeiten erbte, von denen es ohnehin nicht allzu viele gab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den Stammgästen gehörte neben Pjotr auch ein armer alter Schlucker, dessen Frau in einer Nacht und Nebel-Aktion Žaclér mitsamt den beiden Kindern verließ und nie wieder zurückkehrte. Das ist mittlerweile 30 Jahre her, aber überwunden hatte er sie nie und erneut geheiratet auch nicht. Ich glaube tatsächlich, dass ihn dieses Ereignis tief geprägt hatte, denn ich habe ihn niemals lachen oder mit jemandem reden gehört. Ich zweifele sogar, dass er Verwandtschaft oder Freunde hatte und selbst wenn, so wollten diese sicherlich nichts mit ihm zu tun haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Pjotr in dieser Absteige zu suchen hatte, ist mir bis heute nicht klar. Wann immer ich ihn danach fragte, antwortete er in gebrochenem Deutsch mit russischem Akzent, dass ihm die Frage zu persönlich sei. Überhaupt war ihm alles irgendwie zu persönlich, was wohl auch erklärt, warum ich nichts über ihn weiß. Makaber, nicht wahr? Da ist man 10 Jahre lang mit jemandem befreundet, dessen richtiges Alter man nicht einmal kennt! Ich denke, er wird heute um die 35 sein, aber wer weiß das schon so genau. Diese russischen Auswanderer sehen schließlich alle gleich aus. Und selbst Sergej, ein alter Bekannter von Pjotr, hatte erstaunliche Ähnlichkeiten mit ihm. Ich fragte ihn sogar einmal, ob er nicht in Wirklichkeit Pjotrs Bruder war und erntete daraufhin lediglich ein seltsames breites Grinsen, was ein derart umfassendes Bild von Zahnverfall präsentierte, wie ich es seither nie wieder sah. Die heutigen Zahnärzte hätten sich zweifelsohne um ihn gerissen und ihm sogar kostenlose Behandlungen angeboten, wenn er nur endlich diese Ruinen aus seinem Mund entfernen und somit seine Umwelt nicht weiter schocken würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, Pjotr hatte nie eine Schulausbildung genossen, doch das ist nicht weiter verwunderlich. Kaum jemand in Žaclér hatte mehr als vier Schulklassen hinter sich, eben so viel, wie viel die Grundschulen damals hergaben. Es herrschten ähnliche Zustände wie zur Nachkriegszeit und mich würde es nicht wundern, wenn sich bis heute nichts daran geändert hat. Zigaretten wurden stückweise verkauft, eine ganze Schachtel konnte sich dort eh niemand leisten. Und wenn man Grundnahrungsmittel wie Milch und Brot kaufen wollte, musste man morgens um vier vor dem kleinen Gemischtwarenladen anstehen - dem einzigen, den es in Žaclér gab - und auf genügend Glück hoffen. Glück war überhaupt das einzige, worauf es sich zu hoffen lohnte. Die Zustände waren so miserabel, dass nicht nur die Wirtschaft darunter litt, sondern auch die Lebensfreude. Die Zahl der Selbstmordopfer stieg von Jahr zu Jahr und die Armut der Hinterbliebenen war so eklatant, dass es nicht einmal ein anständiges Begräbnis gab. Die Toten wurden in anonymen Massengräbern bestattet und erhielten nie einen Grabstein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In all diesem Elend schaffte es Pjotr aber, sich irgendwie über Wasser zu halten, sich sogar ein halbwegs vernünftiges Mittagessen bestehend aus fettigen Bratkartoffeln und Speck leisten zu können. Ich weiß bis heute nicht, wie er das bewerkstelligen konnte. Ich weiß ja noch nicht einmal, wie er ein paar Jahre später einen alten klapprigen Renault organisieren konnte, der uns in unser Glück fahren sollte. Sprit war Mangelware, nahezu unbezahlbar und wurde auf dem Schwarzmarkt in Kanistern, verdünnt mit Wasser, verkauft. Wer das Glück hatte, ein Auto unterhalten zu können, brauchte noch mehr Glück um es mit diesem Gemisch fahrtauglich zu halten. Die Winter in Žaclér waren mehr als eisig, drastische Minusgrade waren da keine Seltenheit und gefrorener Sprit erst recht nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie schaffte es Pjotr dennoch all diese Hürden zu überwinden und so fuhren wir 1991 an einem Herbstabend voller Vorfreude und Erwartungen dem Westen entgegen. Der Westen war in diesem Fall nicht etwa ein Land wie Deutschland, nein, der Westen war schlicht und ergreifend alles, was irgendwie westlich lag. Unser Ziel war vorerst Ungarn, Budapest um genauer zu sein. Pjotr hatte dort angeblich einen alten Schulfreund, was ich ihm allerdings nie geglaubt habe. Aber wer auch immer diese Person war, die uns damals empfing, aus irgendeinem Grund kannte sie Pjotr und nahm uns bereitwillig in ihrer kleinen heruntergekommenen Wohnung auf. Wohl hatten wir es nun besser als damals in Žaclér, schließlich gab es hier fließend Wasser und eine funktionierende Toilette anstatt Plumpsklos, aber das Chaos in dem Pjotrs Bekannter wohnte war wirklich eine filmreife Leistung. Darius, der Bekannte, gehörte zu den Typen, die man nur ungern zu seinen Freunden zählen möchte. Er war ein alternativ angehauchter schräger Vogel, der grundsätzlich erstmal gegen alles war, vorzugsweise aber gegen alles, was mit der Gesellschaft und dem System in Verbindung gebracht werden konnte. Die Hackerszene in Budapest stand Anfang der 90er noch auf wackeligen Beinen, aber Darius war bereits mittendrin statt nur dabei. Seine Wohnung war vollgestopft mit irgendwelchem Computerkram, und ließ nur unschwer erkennen, dass er ein Freak war. Wohin man auch blickte, entdeckte man Computer, Fachliteratur, Scherzartikel und alles andere, was die Computerbranche so hergab. Entsprechend seinem Lebensstil und der Inneneinrichtung seiner Wohnung, fiel auch Darius' Äußeres aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es muss Jahre her gewesen sein, dass er einen Frisörsalon von innen gesehen hatte, denn seine Haare hingen unordentlich und zersaust bis über die Schultern in Strähnen herab und deuteten außerdem auf einen eklatanten Mangel an Haarpflegeprodukten wie Kamm oder Bürste hin. Was einst möglicherweise einen 3-Tage-Bart darstellen sollte, war mittlerweile zu einem Gesichtsurwald mutiert, aus dessen Reihen sich lediglich der immer länger werdende Ziegenbart abhob, an dem Darius gerne spielte, wenn er sich auf etwas konzentrierte. Die Brille, die er beim Arbeiten – wie er seine dubiosen Aktivitäten nannte – trug, verstärkte das Bild eines zerstreuten Programmierers, der, um seinen Nachschub an Kaffee gewährleisten zu können, in die Küche geht und bereits auf dem Weg dorthin vergisst, was er da überhaupt wollte. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich mit dem Zusammenschrauben von Pokalen, aber seine wahre Leidenschaft galt dem Programmieren. Nahezu jede freie Minute widmete er sich seinen Computern, entwickelte seltsame Programme, die ihm und seinesgleichen angeblich das Leben erleichtern sollten und schlug so eine Minute nach der anderen tot. Es gab nichts anderes, was seine Neugier und sein Interesse derart wecken konnten wie das Programmieren - nichts, bis auf Pornofilme. Darius hatte meiner Meinung nach ein doch recht ausgeprägtes Faible für Filmmaterial dieser Art. Manchmal schloss er sich stundenlang in seinem Schlafzimmer ein um diesem Hobby zu frönen. Was und ob er dabei tat, entzog sich meiner Kenntnis und um ehrlich zu sein, bin ich darüber nicht einmal enttäuscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwa zwei Monate nach unserer Ankunft in Budapest, beschloss Pjotr irgendwelche Verwandten in Szeged zu besuchen. Natürlich habe ich ihm auch diese Geschichte nicht geglaubt, zweifelte ich doch, dass er überhaupt Verwandte dort hatte, aber ich nahm seine Entscheidung dennoch hin. Er wollte nicht lange fort bleiben, also wohnte ich bis auf weiteres bei Darius, der sich über meine Gesellschaft ausgesprochen freute. Ich weiß nicht so genau, was in den nachfolgenden Tagen passiert war. Darius schien nur darauf gewartet zu haben, mit mir alleine in der Wohnung zu sein, denn plötzlich machte er mir Avancen. Noch weniger konnte ich mir allerdings meine Reaktion auf seine Annäherungsversuche erklären. Zwar fasste ich sie mit gemischten Gefühlen auf, aber ich lehnte sie auch nicht ab. Im Gegenteil. Recht schnell entwickelte sich eine Romanze zwischen uns, deren Ausgang keiner vorhersagen konnte. War ich nach unserem Einzug in Darius' Wohnung der Meinung, den unordentlichsten und unzuverlässigsten Menschen auf Gottes Boden kennen gelernt zu haben, so bestätigte sich nun dieser Eindruck noch mehr. Aber ich erkannte auch ganz andere Seiten an ihm. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen, Darius sei sentimentaler, als es immer den Anschein hatte. Immer wieder überraschte er mich mit kleinen Aufmerksamkeiten, mit denen ich nie und nimmer gerechnet hatte. Er konnte ausgesprochen gut kochen, womit ich nun gar nicht rechnete, und hatte sogar Spaß daran. Auch wenn er selbst seit Jahren aus ethischen Gründen kein Gemüse mehr aß, bereitete er es gerne für mich zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile waren einige Wochen vergangen, seitdem Pjotr uns verlassen hatte und ich fragte mich ernsthaft ob er überhaupt zurückkehren würde. Interessanterweise hatte Darius eine ähnliche Auffassung von persönlichen Dingen wie Pjotr. Wonach ich ihn auch fragte, alles war außerordentlich persönlich und dennoch verriet er mir ein Geheimnis nach dem anderen, was mich zugegebenermaßen freute. Er schloss sich auch weiterhin oft im Schlafzimmer ein, aber ich bildete mir ein, dass das bei weitem nicht mehr so oft der Fall war, wie zu Beginn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Knapp ein Jahr nachdem Pjotr und ich in Budapest ankamen, setzten wir unsere Reise gen Westen fort. Aus den zwei Wochen Verwandtschaftsbesuch wurden 10 Monate und ich weiß bis heute nicht, wo Pjotr wirklich war und was er dort tat. Fakt ist allerdings, dass er den klapprigen Renault gegen einen alten Opel Ascona eingetauscht hatte, seinen Kleidungsstil verändert hatte und ein völlig neuer Mensch wurde. Darius hatte nicht vor mit uns zu gehen und ich konnte mich nicht wirklich an ein Leben in Budapest gewöhnen. Der Abschied von ihm fiel mir dennoch erstaunlich schwer. Wir versprachen den Kontakt zwischen uns weiterhin aufrecht zu erhalten, doch keiner von uns hielt sich daran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe ihn seit jenem verregneten Montagvormittag, als Pjotr und ich uns auf den Weg machten und er uns mit stummer Mine vom Wohnzimmerfenster aus verabschiedete, nie wieder gesehen, aber als wir die österreichische Grenze passierten, fand ich in meinem Reisepass einen kleinen Zettel auf dem ich Darius' krakelige Handschrift erkannte. "Ich wollte dir etwas ganz persönliches mit auf den Weg geben" stand da in blauen Lettern, "ich hoffe, es gefällt dir. Es ist wirklich sehr persönlich!" Ich faltete gespannt den Zettel auseinander und fand ein Foto darin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4aat3Y7vP1qc1rrr.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich musste mir das Bild schon sehr genau anschauen und es dauerte eine Weile, bis ich begriff, was das Foto darstellte, denn Darius hatte es ein wenig präpariert, um mich nicht allzu sehr zu schocken. Doch dann wurde mir plötzlich klar, was Darius u. a. in all den vielen Stunden im Schlafzimmer trieb und mich übermannte solch eine Trauer, dass sie mir schier das Herz zerbrach. Ich begriff, dass ich erst jetzt, nachdem ich bereits viele viele Kilometer von ihm entfernt war, wusste, wer er wirklich war. Diese erschreckende Erkenntnis schlug auf mich zuerst wie eine Bombe ein, doch dann empfand ich nur noch eins: Unendliche Dankbarkeit.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-8024405847959845104?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/8024405847959845104/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/09/das-abschiedsgeschenk.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8024405847959845104'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8024405847959845104'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/09/das-abschiedsgeschenk.html' title='Das Abschiedsgeschenk'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-4196999543856251124</id><published>2006-08-24T03:02:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T00:46:16.559+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Failed'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hassen für Fortgeschrittene'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Brainfuck'/><title type='text'>Salatwörter</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Bla …blabbla … blubb. $$$$$$$$. Motherfucker. Fuck. Mother. Bbla. I'm immune.Hoch. Runter. Raus. Nein … Alles nur blabla. Booooiiinnng. Boiiiiiiing. Ihng. Grütze. Kill'em all. Oh my God. Gummizelle. Uaaaaaaargh. Srrrrrrrrrrrm. Drdrdruummm. No hate. Da hat einer den Titel geklaut. Sauerei. MH forever. Yey! Hmpffffffff… Breath in – breath out. Ui toll. Grütze. Schon wieder leere Seite. Oberhass. Ich find den Scheißlink nimmer. Ich will keinen Leerstuhl für Semantik, ich will nur den Scheiß Link. (Scheißlink oder scheiß Link?). Öööööörrrrrrrrrrrrrrrrrrh. Was zum Teufel ist forensische Linguistik und wie schlecht ist das Lied eigentlich? Blllaaaaaaa. Such mal nach Sehnsucht und du kriegst Pilger. Verschwindet. Ich glaub nicht an Gott und ich bin nicht katholisch. Ade. &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Adieu. Good bye. Arrivederci. Fuck! (Die Decke brennt nicht). Bulls on parade. Ah! Geht doch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wort: Grütze &lt;br /&gt;Anzahl: 209&lt;br /&gt;Häufigkeitsklasse: 16 (d.h. der ist ca. 2^16 mal häufiger als dasgesuchte Wort)&lt;br /&gt;Beschreibung: &lt;br /&gt;breiartiges Gericht&lt;br /&gt;Sachgebiet: &lt;br /&gt;Nahrung&lt;br /&gt;Morphologie: &lt;br /&gt;grütz|e&lt;br /&gt;Grammatikangaben: &lt;br /&gt;Wortart: Substantiv&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geschlecht: weiblich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Flexion: die Grütze, der Grütze, der Grütze, die Grütze&lt;br /&gt;die Grützen, der Grützen, den Grützen, die Grützen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.degruyter.de/rs/bookSingle.cfm?isbn=3-11-009822-9&amp;amp;fg=SK&amp;amp;L=D"&gt;Dornseiff&lt;/a&gt;-Bedeutungsgruppen:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;7.59 Breiig: &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=9671388"&gt;Aspik&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=987921"&gt;Eiweiß&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=6201266"&gt;Gelee&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=6012798"&gt;Grütze&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=937465"&gt;Honig&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=9661159"&gt;Kompott&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=2303593"&gt;Marmelade&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=3702952"&gt;Molke&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=6468280"&gt;Mus&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=10952186"&gt;Püree&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=4960748"&gt;Rahm&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=904075"&gt;Saft&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=1470380"&gt;Sahne&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=6070462"&gt;Schlagsahne&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=5332967"&gt;Sirup&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=2086929"&gt;Soße&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=733044"&gt;Suppe&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=7660568"&gt;Sülze&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/cgi-portal/de/wort_www?site=208&amp;amp;Wort_id=2036897"&gt;Teig&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Scheiße? Ljiljsscht. Ich werde einfach meine Wände damit tapezieren…Burn my eyes. Omg. Ich glaub, ich rauch erstmal eine. Wie krank sind die Typen eigentlich? Fuckin' whore... Ja klar. Frauen, die Ausgeburt der Hölle, Abschaum dieser und aller anderen Welten. Willkommen in deinem Körper. Nein, einen Schwanz gibt's gerade nicht zum Verschenken. Mal dir einfach einen Wand. Kommt besser als das Zeug an den Tapeten. Plong! Zzzzzzzzzzzz. Irgendwie klingen die genauso wie die anderen davor. Sind das die gleichen? Ne, sind sie nicht. Eben nachgeguckt. Aber sind bestimmt genauso auf Speed. Ich werde jetzt einfach die Wände hochlaufen. Jkasöd@ü?sdfj!d§²sjl. Röar. Geht angeln, ihr habt es nicht drauf. The Blood, The Sweat... Genau. Schon viel besser. Ich brauche unbedingt einen Nasenring. Einen richtig fetten durch die Nasenscheidewand. Bullennasenring. Oh yeah, i like it very much! Next please. Wer ist Helmet? Tristan! I'm your God now. Ja, das bist du in der Tat. Verbeug' dich vor dir selbst und bau dir ein Denkmal. Kann ich mir deine Stimme leihen? Nur für einen Tag? Blaaaaaa. Suck! Gut, meinetwegen auch Fuck. Lass uns gemeinsam den Frieden teilen. Ist genug für jeden da. Wir müssen vorher nur ein bisschen um ihn kämpfen. Ich hab biochemische Waffen. Biohazard, joar. Attention please. Hau ab! Moll. Gimme Moll! Ich liebe Moll. Gibt auch Naturmoll, hab ich gehört. Hat aber nichts mit Naturgeilheit zu tun. Hätte mich auch gewundert. Naturgeilheit steht ja nicht mal im Duden und Google findet es nur 814 Mal. Arme Welt. Ich kann mir keine Meinung über Nirvana bilden, aber ich mag Cobains Stimme. $$$. You're not my destiny. Ich setz einfach meinPokerface auf. Darin bin ich so fuckin' good. Argh! This pain is killing me. Hab ich nicht noch irgendwo Dolormin oder oder irgendein anderes Gift rumfliegen? Blabla. Ich krieg meinen Arsch nicht hoch. Oh Gott. Ich werde jetzt einfach sterben. Wie kommt eigentlich jemand auf die kranke Idee Enter Sandman zu covern? Hat denn heute niemand mehr Respekt? Der Opa ist mittlerweile bestimmt tot. Blaaaaa bla bla. Ich zieh mir jetzt einfach kurz das Original als Entschädigung rein. Soviel Armut muss verarbeitet werden. Ätsch-bätsch. Jau, ich streck gerade meine Zunge raus und ziehe eine fiese Grimasse dabei. In meinem nächsten Leben werde ich Lars Ulrich und James Hetfield in einem und rasier mir die Schläfen kahl. Something's wrong. Mist, ich hab einiges in meinem nächsten Leben vor. Ob die Zeit für alles reichen wird? Grütze! Rotz? Take my hand … Didedelidum. Hähä! Niemand macht so gut Background wie du, Junge. Morgen könnte ich schon anders darüber denken. Die Welt ist nicht genug. Ööörrrrrrgh. Boaaaaaaaaar. Scheiße, drummen muss ich auch noch lernen. RRRROOOOOOOOAR! Pour the salt in den the Wound. Schzzzzzzsst. Das Beste ist, wenn man beides kann. Ohne Witz jetzt. Er kann es und das ist gut so. War klar, dass es ein er sein würde und keine sie. Immer dieselbe Scheiße. Blabla. Für fehlende Lücken zwischen den Wörtern bin ich nicht verantwortlich und wenn jetzt die Blogs nicht gehen, werde ich irre. My spirit you cannot break. And I won't lose. Blabla...blaa...bl.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-4196999543856251124?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/4196999543856251124/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/08/salatworter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4196999543856251124'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4196999543856251124'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/08/salatworter.html' title='Salatwörter'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-8040743598274581467</id><published>2006-07-31T15:50:00.004+02:00</published><updated>2010-07-11T00:48:45.530+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schweinskram'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Naturgeilheiten'/><title type='text'>Von Mördern und Latten</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Festplatten sind toll. Man findet allerlei Kram, den man einmal im Zustand der geistigen Umnachtung geschrieben hat. Ich weiß, dass es viele Fans meiner geistigen Umnachtung gibt, daher möchte ich natürlich niemandem den nachfolgenden Text von äußerst wichtigem Inhalt vorenthalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zensurliebhaber, CDU/CSU-Mitglieder und Jesusfreaks gehen jetzt bitte woanders hin. Danke. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;--&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erste Mal wurde ich mit einem männlichen Geschlechtsorgan in den 70er Jahren konfrontiert, als ca. die Hälfte meiner Gene aus dem selbigen katapultiert wurde und sich bei meiner Mutter &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;einnistete. Damals war mir die Größe noch scheißegal. Eigentlich war mir alles egal, ich muss jedoch zugeben, dass ich äußerst dankbar war, dass ich dieses Spektakel nicht als Außenstehender betrachten musste. Der elterliche Sex gehört noch immer zu den Dingen, die ich nicht erleben muss und auch nicht will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Jahre vergingen, ohne dass mir der Penis auch nur ansatzweise in die Quere kam - sowohl als auch. Ich glaube, ich war 10 als ich das erste Mal so ein Ding real sehen durfte. Naja, real nur eingeschränkt. Per Zufall bekam ich nämlich Karten in die Hand, welche Männer und Frauen in komischen Konstellationen abbildeten. Auffällig war, dass die Frauen dabei häufig das männliche Geschlechtsorgan im Mund hatten, was ich mir damals überhaupt nicht erklären konnte. "Was zum Henker tun die da?" war die einzige Reaktion, gepaart mit einer unbeschreiblichen Übelkeit, zu der ich fähig war. Einige Stunden später wusste ich zumindest, dass es nichts Anständiges ist, denn als ich vom Nachmittagsunterricht nach Hause kam und vor der Wohnungstür stand, fiel mir ein, dass ich im Eifer des Gefechts vergessen hatte, die Spielkarten wegzuräumen. Hausarrest, ein äußerst unangenehmes Gespräch mit meiner Mutter gepaart mit Wetten-Dass-Verbot war die Konsequenz meines kindlichen Leichtsinns. Immerhin blieben meine Erinnerungen und in denen war ausnahmslos jedes auf den Karten abgebildete Geschlechtsorgan groß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit 14 hatte ich dann mein erstes Schlüsselerlebnis, während eines Versteckenspiels. Ich wählte schlauerweise den Müllraum aus, wo mich einige Minuten später mein damaliger Schwarm entdecke, als er sich plötzlich von hinten an mich presste. Die Tatsache, dass mein Versteck so schnell aufgedeckt wurde, ärgerte mich nur bis zu den Zeitpunkt, als ich zwischen meinen Hinterbacken Körperpartien wahrnahm, die auf keinen Fall mir gehören konnten und deren Existenz ich seit dem 10. Lebensjahr verdrängt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch es sollte noch besser kommen. Kein Jahr später bekam ich es mit einem echten Ständer aus Fleisch und Blut zu tun. Er war damals satte drei Jahre älter ich. Der Träger, nicht der Ständer. Aristokratisch schön, temperamentvoll und ein begnadeter Tanzkursteilnehmer. Er war die Nr. 1 des ganzen Viertels und ich hatte die Ehre nach einem Tritt ins Schienbein, mit dem Rücken an einem grünen und ungemütlichen Heizkörper zu stehen, während er meine Hände festhielt und mich bedrohte. Im Doppelpack. Die Angst raubte mir die Luft zum Atmen. Ich wollte sterben, zum einen weil ich hoffte, er würde mich jetzt küssen und zum anderen, weil ich hoffte, er würde es nicht tun. Und als ob das nicht schon genug war, irritierte mich die komische Beule, die ich zwischen seinen Beinen spürte und mit der er sich auf unglaublich unverschämte Weise an meinem Körper rieb. Gott, wohl hatte ich bis dato noch immer keinen echten Penis gesehen, aber seiner musste gigantisch sein. Dessen war ich mir sicher. Für einen kurzen Moment fragte ich mich tatsächlich, wo er das gute Stück bis dato verstaut hatte, wenn es mir nie aufgefallen war. Noch mehr interessierte mich, wie denn nun so ein Ständer zu Stande kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, die meisten Frauen denken in diesem Alter, dass das Ding von jetzt auf gleich steht. Ich dachte es auch. Erst viele Monate später sollte ich eines Besseren belehrt werden, als ich begriff, dass ein Ständer mit dem Blut gefüllt wird, welches sich vorher im männlichen Gehirn befand und so langsam erst zu dem wird, was er ist: Ein knallharter Fickprügel (ich liebe dieses Wort).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute, da ich vor meinem Rechner sitze und über Schwänze schreibe, kann ich sagen, dass mir die eine oder andere Erfahrung mit dem männlichen Geschlechtsorgan nicht erspart blieb (und vermutlich auch nicht erspart werden sollte). Aber wie ist das denn jetzt eigentlich mit der Größe?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde es euch sagen, denn jemand muss es schließlich tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meinen Erfahrungen zufolge, ist das durchschnittliche männliche Glied zwischen 16 und 17,5 cm lang. Im ausgefahrenen Zustand natürlich. Der Durchmesser dürfte sich an der dicksten Stelle auf ca. 3,5 - 4,5 cm beschränken. Das wäre also der typische Allerweltspenis. Jaja, ich weiß, dass profamilia da ganz andere Werte hat, aber wenn ich ein Kerl wäre und meine Latte für profamilia auspacken müsste, würde ich auch nur auf jämmerliche 13 - 14 cm kommen. Und außerdem ist es erwiesen, dass Männer bei Ihren Messungen mehr herausbekommen, als wenn andere messen, was ja nur zeigt, dass jeder bis auf den Träger mal null Ahnung von Wahrscheinlichkeitsrechnung, Kombinatorik und Potenzrechnungen (*g*) hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere Kategorie ist das "Würschtle im Hausflur", wobei ich darauf hinweisen möchte, dass nicht der Hausflur riesig erscheint und das Würstchen deswegen ein Würstchen ist - nur um Gegenargumenten einiger Verbalakrobaten vorzubeugen. Wir wissen ja alle, dass Männer äußerst emotional reagieren, wenn es um ihren besten Freund geht. Und natürlich sind wir Frauen äußerst fürsorglich und sparen uns überflüssige Kommentare über die Länge, der sich der Träger ja bereits bewusst sein dürfte, spätestens seit seinem ersten Besuch eines öffentlichen Pissoirs, welches zweifelsohne als Tatort für Schwanzvergleiche gilt. Was soll Frau also noch sagen, wenn es endlich soweit ist, dass man sich bei "mir" oder "dir" daheim trifft und sie gerade beim Auspacken ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;i&gt;"Oh, der ist aber goldig!"&lt;/i&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;(Spätestens nach diesem Kommentar, dürfte er goldig gewesen sein...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frauen sind ja alles, aber keine Unmenschen, also verkneifen wir uns jeden Kommentar und denken wehleidig, dass es ruhig etwas mehr hätte sein können, während wir darauf hoffen, dass die Actionnummer, die er gerade abzieht um die Kürze der Länge zu kompensieren, bald ein Ende findet. Ein weiterer Fall im Übrigen, wo Frauen Orgasmen vortäuschen könnten. Ich stelle gerade fest, dass wir eigentlich immer Grund dafür hätten, doch das ist eine andere Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Männliche Emanzen schreien nun zweifelsohne empört auf und sagen: Es kommt nicht auf die Länge an, die Technik ist wichtig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jo. Sagen auch immer nur die, die einen Kleinen haben. Und wenn wir schon dabei sind: Welche Techniken außer rein und raus gibt es noch? Geschüttelt aber nicht gerührt? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut meinen jahrelangen Feldstudien und wissenschaftlichen Analysen, können sich etwa 15% aller Männer mit einem größeren männlichen Geschlechtsorgan glücklich schätzen. Als groß bezeichne ich dabei einen Penis, der im steifen Zustand über 18 cm lang ist. Ich erinnere mich auch noch sehr gut an meine erste Begegnung mit einem "Großen". Mein Leuchten in den Augen hielt nämlich nur solange an, bis mir klar wurde, dass der Träger die Absicht hat, das Ding zwischen seinen Beinen in meinem Körper zu verstauen. Herr im Himmel! Wo ich bis dato glaubte alles über Atemnot zu wissen, so wurde mir nun klar, dass ich mich gewaltig geirrt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sex mit einem großen Penis wird in folgende Bereiche unterteilt: Vorspiel, Eindringen in die Vagina und der eigentliche Geschlechtsverkehr. Das Eindringen benötigt in der Tat seine Zeit und wie "er" vorankam, so ging mir die Puste aus. Ich fühlte mich wie ein Schlauchboot, welches nach einem erfolgreichen Freibadaufenthalt fein säuberlich zusammen gefaltet wird, während man konsequent die Luft aus ihm heraus presst. Es muss sich wohl eine Art Vakuum gebildet haben *überleg*, was glücklicherweise nicht mit einem PLOPP endete, als er sich später aus meinem Körper zurückzog. Jedenfalls wusste ich nun, wie sich Völlegefühl anfühlt und was es bedeutet ausgefüllt zu sein. Da war wirklich kein Platz mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage ist jedoch, welche Auswirkungen hat ein großer Penis auf die Psyche? Es ist nicht zu bestreiten, dass er imposant auf uns Frauen wirkt. Er ist eben wesentlich schöner anzuschauen als ein Normaler. Fälschlicherweise wird ein großer Schwanz gerne mit Potenz und Männlichkeit gleichgesetzt, doch da muss ich definitiv widersprechen. Ich habe schon große Penise (Penisse?) an mindestens genauso großen Luschen gesehen. Auch ist ein großer Schwanz natürlich keine Garantie für abartig guten Sex. Denn auch hier ist es so, dass a) immer zwei dazu gehören und b) wenn der Typ nichts auf dem Kasten hat, dann nutzt ihm sein Willy beim besten Willen rein gar nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außer Frage steht jedoch, dass die Mörderlatte (geiles Wort, was?), sofern sie auch den entsprechenden Umfang mitbringt, Gefühle hervorrufen kann, die ein normaler Penis vielleicht nicht kann. Ich habe jedenfalls begriffen, dass der Umfang weitaus wichtiger ist, als die Länge, welche u. U. sogar schmerzhaft sein kann, wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche Frau ca. 10 - 13 cm tief sein soll. Wo wird also der Materialüberschuss verstaut? Richtig - am Gebärmuttermund und das ist alles andere als angenehm, sondern kann zu einer schmerzhaften Angelegenheit werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man liest ja immer wieder von Vor- und Nachteilen eines großen Geschlechtsorgans beim Oralverkehr. Nun, Deep Throat sollten wirklich nur diejenigen praktizieren, die dafür ein Faible haben. Alle anderen könnten ja mal bei der Eichel anfangen, welche selbst bei "Überlänge" eine akzeptable Größe haben dürfte. Außerdem dürfte jede Frau, die mindestens einmal in ihrem Leben einen Big Mac gegessen hat, den Mund auf die erforderliche Weite aufsperren können. Und im Übrigen: Stellt euch nicht so an!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend möchte ich  Menschen- und Männerfreunden sagen, dass es natürlich auf die inneren  Werte ankommt und dass Intelligenz, Humor, Vertrauen, Respekt,  Zuneigung, Toleranz, Liebe (*stundenspäter* usw.) eine weitaus größere  Rolle spielen als die Länge des besten Stückes. Und dennoch: Auch wenn  niemand von uns seinen Partner anhand äußerlicher Kriterien auswählt, so  läuft keiner von uns blind durch die Gegend. Für Männer spielt das eine  oder andere weibliche Attribut die gleiche Rolle wie für uns Frauen die  Penislänge. Nämlich gar keine :D&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Sinne&lt;br /&gt;In Liebe Frau K.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Es lebe der Zentimeter!&lt;br /&gt;PPS:  http://www.schwanzvergleich.de/&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Epilog:&lt;br /&gt;Dieser Blog ist einem sehr guten  katholischen Freund gewidmet! *handkuss*&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-8040743598274581467?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/8040743598274581467/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/07/von-mordern-und-latten.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8040743598274581467'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8040743598274581467'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/07/von-mordern-und-latten.html' title='Von Mördern und Latten'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-4342813546935365176</id><published>2006-07-23T22:18:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T00:50:15.971+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menstruationslyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herzeleid'/><title type='text'>Bonjour Tristesse</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Liebster,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;du würdest vermutlich herzhaft lachen, wenn du wissen würdest, was ich gerade tue. Und vermutlich würdest du noch nicht einmal glauben, dass ich es wirklich für dich tue. Aber für wen denn sonst, Liebster, wenn nicht für dich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieviele Worte habe ich in den letzten Jahren in mühevoller Kleinarbeit zu Papier gebracht? Wie oft saß ich stundenlang vor einem leeren Blatt, weil ich mich unfähig sah, meine Gefühle und Gedanken niederzuschreiben? Wieviele Nächte vergingen, in denen ich nach den passenden Worten gesucht habe und doch nur minderwertigen Ersatz fand? So viele Worte und doch so wenig gesagt. Sie kamen aus meinem tiefsten Inneren und haben doch nur an der Oberfläche kratzen können. Ich bin ein Maler, der nur eine Farbe kennt und doch kann ich farbenfrohe Bilder mit bloßen Worten malen. Aber diese Worte werden nur in meinen Gedanken gemalt, denn ich bin nicht im Stande sie &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;zu Papier zu bringen oder gar auszusprechen. Du bist meine Schreibblockade, Liebster, und du machst mich stumm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sollte es auch anders sein? Nur ein Narr würde glauben, dass er die Farbe deiner Augen beschreiben könnte, ohne ihnen Unrecht zu tun. Die Wahrheit ist, deine Augen lassen sich nicht beschreiben, weil es keine Bezeichung für ihre Farbe gibt. Wie könnte ich mir da anmaßen sie zu definieren? Ich würde ja doch nur scheitern, wie alle anderen vor mir auch, also versuche ich es erst gar nicht und genieße lieber meinen Untergang in ihnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach … unzählige Male habe ich mich in ihnen verloren, unzählige Male dachte ich, dass ich mich nicht noch mehr verlieren könnte und unzählige Male wurde ich eines Besseren belehrt. Deine Augen sind kühle Seen von nie dagewesener endloser Tiefe, die jeden in ihren Bann ziehen, der in sie hineinblickt und doch lodert eine Flamme in Ihnen, an der man sich mühelos verbrennen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dein Duft, Liebster, ist ein ebenso großes Mysterium wie deine Augen. In all den Jahren hast du nie anders geduftet. Es ist ein Geruch, der sich tief in das Gedächtnis brennt und den man einmal aufgenommen nie wieder vergisst. Unter hundert verschiedenen Gerüchen, würde ich deinen im Halbschlaf wieder erkennen, denn du riechst nach Sommer, Sonne und ganz viel du.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre ich Bildhauerin, wärst du das einzige Motiv, welches ich in Stein hauen wollen würde. Du wärst mein Lebenswerk, die einzige Skulptur, die ich je erschaffen würde, weil es ein ganzes Leben dauern würde, aus einem Steinklotz deinen Körper in all seiner Perfektion zu formen. Alleine dein Gesicht würde ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen und am Ende wäre ich doch unzufrieden, weil meine Unzulänglichkeit siegen würde und ich deine markanten Gesichtszüge niemals realitätsnah bis in alle Ewigkeiten festhalten könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh Liebster, es ist dir bestimmt nicht entgangen wie ich die Form deiner Brauen, deiner Nase und deiner Lippen nachgemalt habe. Vor allem die obere Gesichtspartie hat es mir angetan. Ich wüsste keine schönere Beschäftigung, als diesen Bereich stundenlang zärtlich mit den Fingern zu berühren und dabei zu vergehen. Und obwohl ich nicht sagen kann, was ich an dir am meisten liebe, so ist es glaube ich doch dein Lachen, was mich am meisten betört hat. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass deine Augen beim Lachen eine Spur dunkler werden und gefährlich blitzen oder ob es daran liegt, dass zwischen deinen herrlichen Lippen 32 strahlend weiße, perfekt gemeißelte Zähne zum Vorschein kommen. Alleine über die verschiedenen Arten deines Lachens könnte ich ein Buch schreiben. Ich kenne alle Formen und ich liebe sie alle. Ich kenne das zaghafte Schmunzeln, das freundliche Lächeln, das verwegene und spitzbübische Grinsen und auch das herzhafte Lachen, was dir Tränen in die Augen treibt. Glaube mir Liebster, eins ist schöner als das andere ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe ein einziges Mal versucht meinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf zu lassen. Ich wollte dir wenigstens einmal sagen, wie es tief in mir aussieht, damals, als ich dir gestand, dass die Sonne einzig und alleine wegen dir aufgeht und sie ohne dich Liebster keinen Grund hat zu scheinen. Ich werde nie dieses peinlich berührte Lächeln auf deinem Gesicht vergessen, denn es war etwas gänzlich Unerwartetes und Neues für mich. Nie wieder habe ich in diesen Dimensionen von meinen Gefühlen gesprochen, auch wenn ich die berühmten drei Worte zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt aussprechen sollte. Doch wir beide wissen, dass das nur reine Formalität war. Die eigentliche Gewalt und Symbolik dieser Worte hatte ich bereits vorher, an einem perfekten Morgen gänzlich wortlos verdeutlicht. Ich werde diesen Morgen nie vergessen und ich bin mir sicher, du auch nicht. Ich erinnere mich an keinen anderen Moment, wo so wenig gesprochen und doch so viel gesagt wurde. Nie waren wir uns näher als damals. Hat das alles wirklich statt gefunden? Es erscheint mir unwahr, als ob seitdem Jahre vergangen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach Liebster, ich bin mir sicher, du wärst stolz auf mich wenn du diesen Text lesen würdest. Nicht weil er für dich ist, das waren andere auch, sondern weil er anders ist. Und vielleicht auch deswegen, weil es keinen zweiten dieser Art geben wird. Manche Dinge passieren eben nur einmal und jedes weitere Mal wäre überflüssig oder würde den Moment zerstören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß, dass du diesen Brief nicht lesen wirst. Du hast so vieles von mir nicht gelesen, entweder weil du keine Zeit oder keine Motivation hattest - ich habe nie nach dem Grund gefragt, aber geschmerzt hat es immer. Nicht, dass ich mir etwas auf die Qualität meiner Texte einbilden würde, aber das Nichtlesen derselbiger habe ich heimlich mit Weghören bei einem Gespräch unter vier Augen gleichgesetzt …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du meine Güte! Es ist schon spät, sehr spät und ich habe wieder viel zu viel geraucht und noch mehr nachgedacht. Im Hintergrund läuft übrigens ein ganz bestimmtes Lied - du würdest jetzt wissen welches es ist, wenn ich dir das Stichwort Freiheit nennen würde …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde jetzt mit dem Schreiben aufhören. Ich sollte noch etwas schlafen, bevor der Morgen anbricht. Die Nacht ist schon jetzt nicht mehr ganz so schwarz wie vor ein paar Stunden und morgen komme ich bestimmt nicht aus dem Bett. Es wird übrigens ein schöner Tag, das kann man bereits erkennen. Der Himmel ist klar und hinter den Dächern der Nachbarshäuser räkelt sich langsam die Sonne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Wie geht es dir eigentlich? Ich hoffe, es ist alles im Lot? Wie läuft es mit deiner neuen Errungenschaft?&lt;br /&gt;PPS: Deine Augen sind übrigens blau-grün.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-4342813546935365176?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/4342813546935365176/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/07/bonjour-tristesse.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4342813546935365176'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4342813546935365176'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/07/bonjour-tristesse.html' title='Bonjour Tristesse'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-4279354106550026961</id><published>2006-06-09T13:51:00.004+02:00</published><updated>2010-07-11T00:52:02.174+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Helden'/><title type='text'>Helden wie ich</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;1. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Schon seit zwei oder drei Wochen ziert das Rasenmäher-Schild die rechte Wand neben meiner Haustür. Ich schaute weg, ich verband mir die Augen, ich hing das Schild jemandem anderen an die Tür, ich versuchte es zu vernichten... ich gab wirklich alles und doch war es der Nachbar unter mir, der mir mit einem freundlichen Hinweis mitteilte, dass der Rasen bald zu hoch für den Rasenmäher sein würde und ich ran müsste.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin mit Abstand die Frau mit den meisten männlichen Bekannten auf diesem Planeten. Diese zahlreichen Bekanntschaften führten auch dazu, dass ich seitdem ich in dieser Wohnung wohne, &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;noch nie selbst den Rasen mähen musste. Drei Sommer vergingen, jedes Jahr kam ein anderer netter Herr vorbei, der diesen Rasen für mich gemäht hat. Dieses Jahr sollte alles anders werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorgestern begannen die Tage des Hasses. Ich habe zwei Stunden lang den verfluchten Rasen gemäht. Nicht ohne männliche Hilfe, da ich den Rasenmäher nicht einmal selbst anbekommen habe. Der Nachbar von schräg unten links hat mir glücklicherweise geholfen. Wirklich hilfsbereit wäre er jedoch erst dann gewesen, wenn er gleich den Rasen gemäht hätte. Hat er natürlich nicht.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hasse Rasen, Rasenmäher, Gärten, Gras und alles was dazu gehört. Bei meinem nächsten Umzug werde ich darauf achten, dass zum Haus nicht mehr als 2m² Grünfläche gehören oder ich jemanden lebenslang unter Vertrag fürs Rasenmähen habe. Doch mit dem Mähen des Rasens war es nicht getan. Der Rasen musste auch zusammen gerecht werden. Ich hab nicht mal einen Rechen. Gut, dass der Nachbar unter mir einen hat und so freundlich war ihn mir auszuleihen. Und sich dann wieder dünn zu machen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde einfach in ein freundlicheres Bundesland umziehen. In eins, wo die Gentlemen noch nicht ausgestorben sind. Ich habe nie behauptet, dass ich überall gleichberechtigt und emanzipiert sein will. Beim Rasenmähen will ich es definitiv nicht. Ein Fünftel hab ich zusammen gerecht. Dann hatte ich die Schnauze voll und wollte entweder das ganze Viertel vernichten oder den Rechen kurz und klein hacken.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;2. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen fühle ich mich wie ein Halbinvalide. Ich brauche einen Kran der mich aus dem Bett hebt. Ich beschließe den ganzen Tag sitzend oder liegend zu verbringen und sonst nichts zu machen. Leider hab ich nicht mit Papa gerechnet, der spontanerweise zu Besuch kam. Er kommt nie zu Besuch. Er nötigt mich, mein Radlager zu reparieren. Ich wusste nicht einmal, dass ich noch eins habe. Denn da, wo normalerweise vorne links ein Radlager ist, habe ich eine enorme Geräuschquelle. Bei jeder Fahrt erkenne ich neue Baustellenfahrzeuge, die aus dieser Ecke brummen. Kaputte Radlager sind lecker. Und eine Herausforderung. Wenn man nur lange genug mit der Reparatur wartet, hört man sich nämlich selbst nicht mehr reden. Ich höre mich schon lange nicht mehr. Ich muss sogar das Radio auf Lautstärke 40 stellen (von insgesamt 67) um das Brummen halbwegs zu übertönen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin doch nicht so faul, wie ich dachte. Brav kaufe ich das Radlager für nur 50 € ein. Cool, dass sie das auf Vorrat hatten. Dann besuche ich den Kfz-Mechaniker meines Vertrauens und will einen Termin mit ihm ausmachen. Oh, er hat glücklicherweise eh gerade Zeit. Ich erkläre ihm, dass er bitte das linke Radlager austauschen soll. Abgemacht. In drei Stunden darf ich das Auto wieder abholen. Wie schlägt man drei Stunden mit Kind tot, wenn man weder in einer Großstadt wohnt, noch zentrumsnah ist und erst recht keine Uhr dabei hat? Genau. Man läuft zu Fuß zum Zentrum. Und trinkt einen Saft eine Stunde lang. Dann besucht man noch den Frisör, weil Kind wie ein Terrorist aussieht. Dann fährt man zwei Haltestellen und läuft nochmal eine Ewigkeit an der B10 entlang zum Mäc. Dann läuft man vom Mäc wieder an der B10 eine halbe Stunde zur Werkstatt. Zwischendrin fragt man zehn Leute nach der Uhrzeit. Kind meckert, nörgelt, nervt, hat keinen Bock mehr zu laufen, hat Durst, Hunger, muss aufs Klo, ist müde und vieles mehr. Wir sind doch bald zu Hause, sage ich frohen Mutes. Wir holen jetzt eben nur noch das Auto und fahren dann... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich die Werkstatt betrete, habe ich was zu sehen. Auto auf der Hebebühne. Ohne Vorderrad. Ohne beide Vorderräder. Ich erfahre, dass das rechte Radlager nicht weniger im Sack ist als das linke. Komisch. Das habe ich gar nicht rausgehört. Hat das linke etwa so laut gebrummt, dass ich das Brummen des rechten nicht mehr hören konnte? Was bedeutet das jetzt eigentlich? Wir haben 19 Uhr, mein Auto schwebt ohne Vorderräder in der Luft, der Kfz-Typ hat schon Feierabend und ich will heim.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen einen kleinen Spaziergang zum Zentrum habe ich natürlich nichts einzuwenden. Drei Stunden Rumlaufen waren eh zu wenig. Eine weitere halbe Stunde wird mich nicht umbringen. Oder etwa doch? Cool, dass um halb acht nur noch stündlich Busse fahren. Ich hätte eh nichts anderes vor gehabt. Um halb neun bin ich endlich daheim. Meine Hasslaune hat den einsamen Höhepunkt erreicht. Ich bin jetzt bereit zum Morden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich rufe den Kfz-Typ an, weil ich jetzt auch wieder ein Telefon/Handy zur Hand habe und will wissen, was da los ist. Bla. Rechtes Radlager ist genauso eine Zumutung wie das linke. Ich kann damit nicht mehr fahren. (Der hat doch gar keine Ahnung _wie_ ich fahren kann) Ach und übrigens: Die Bremsen sind abgelutscht. Als ich auflege, bin ich in Gedanken bei der Sparkasse, hecke einen Plan für einen nächtlichen Überfall aus und denke über die Konsequenzen nach. Mein Kind wird in ein Heim kommen, soviel ist klar. Kinder werden nicht mit ihren Müttern einlocht.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Papa könnte mich jetzt vielleicht retten. Ich bin erst 30 und da ist es durchaus normal, dass man finanzielle Unterstützung von seinen Eltern erhält. Doof, dass Papa übermorgen in den Urlaub fährt und dafür selbst Asche braucht. Man kann sich eben auf niemanden verlassen und ist sich selbst der Nächste. Na warte, das war der letzte Kaffee, den du bei mir getrunken hast.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute morgen rufe ich den Kfz-Typen ein weiteres Mal an. Ich will ihm sagen, dass er nur das linke Radlager wie geplant austauschen soll, weil ich für den Rest keine Kohle habe. Oh. Er hat schon ein weiteres Radlager besorgt und bereits eingebaut. Die Bremsen hat er so belassen wie sie waren. Ich überlege, ob er vertragswidrig gehandelt hat. Für das rechte Radlager hatte er keinen Auftrag. Aber bezahlen muss ich es trotzdem, wenn ich es behalte. Immerhin hat er das Radlager billiger bekommen als ich. Daher wird er es mir auch billiger berechnen. Er will jetzt für die Reparatur beider Radlager und für das Ersatzteil nur 130 €. Noch mal Glück gehabt. Gerade diese 130 € hatte ich über und wusste nicht, was ich damit machen soll, nachdem ich mir einen Wohnzimmerschrank gekauft, einen neuen Teppich verlegt, meinen eigenen Chef-Rasenmäher besorgt und mir ein komplettes Sortiment an Rechen zugelegt habe. Ich freue mich, dass ich mein Geld sinnvoll einsetzen kann. Auf Nahrung wird eh zuviel Wert gelegt.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut war auch, dass ich wieder zusehen musste, wie ich zur Werkstatt komme. Ach was, denke ich noch, morgens fahren häufiger Busse. Ja. Aber nur an Schultagen. Sind jetzt eigentlich gerade irgendwelche Ferien oder warum kam der Bus um 10.50 Uhr nicht? Um 12 macht der Kindergarten zu. Das packst du locker. 5km sind es bis zur Werkstatt. Ob ich wohl per Anhalter fahren soll? Mit 13 hatte ich den Mut dazu. Heute denke ich an Verbrecher, die mich in irgendeinen Wald verschleppen und ermorden könnten. Also laufe ich zu Fuß. Ich bewege mich eh viel zu selten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man schafft 5 km in nur 50 Minuten, wenn man schnell läuft und auf Schweiß steht. So ein Spaziergang an der B10 hat außerdem was. Ich ziehe mein Kwickhemd an und nutze die Gunst der Stunde für ein wenig Werbung. Um viertel vor 12 stehe ich in der Werkstatt. Am linken Zeh bildet sich eine Blase. Morgen werde ich spezielle Schuhe für lange Strecken kaufen. Ich habe beschlossen jeden Tag 5 - 10 km zu laufen. An der B10. Gerade jetzt, wo ich jeden Stock und jeden Stein dort kenne, sollte ich diese zarten Verbindungen nicht unterbrechen. Voller Freude lege ich die 130 € auf den Tisch. Der Kfz-Typ schwafelt noch was von den Bremsen. Ich habe keine Zeit für Bremsen. Und auch keine Zeit für eine kleine Testfahrt um den Block. Wer seit über 2 Jahren mit kaputten Radlagern fährt (erst das rechte, dann das linke und dann beide) merkt sofort, wenn das Auto die gewohnten Geräusche nicht mehr macht.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenigstens ist es im Auto nicht warm, weil es in der Halle stand. Ich stelle den KM-Zähler auf 0, da ich es genau wissen will. Dann fahre ich los. Einige Meter später bleibe ich stehen, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich wirklich gefahren bin. Angst und Panik! Ich höre mein Auto nicht mehr! Sicherheitshalber mache ich das Radio aus und schließe die Fenster, als ich wieder los fahre und meine Ohren spitze. Stille. Nichts als Stille. Ich denke an den Tag als ich mein Auto gekauft habe. So muss das Fahrgefühl gewesen sein - damals, als alles noch funktionierte. Die Erkenntnis schlägt ein wie eine Bombe. Mein Auto ist leise! Und ich bin arm! Aber verdammt, ich glaube, das war es wert.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Es sind nur 4,8 km.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-4279354106550026961?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/4279354106550026961/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/06/helden-wie-ich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4279354106550026961'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4279354106550026961'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/06/helden-wie-ich.html' title='Helden wie ich'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-3839870363903834902</id><published>2006-05-28T18:38:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T00:53:32.080+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selbstjustiz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menstruationslyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herzeleid'/><title type='text'>Kabale und Liebe</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;strong&gt;I &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sommer, Sonne, Leichtsinn. Ich werde von den Geschehnissen wachgeküsst, wie Dornröschen aus ihrem Schlaf. Ich bin Alice im Wunderland. Der Baum brennt und ich habe es viel zu spät bemerkt. Hör auf, darüber zu nachzudenken. Du bist vielleicht nur blind. Und ein hoffnungsloser Idealist. Warum muss ich unbedingt herausfinden, ob die Puzzlestücke zusammen passen? Es war ein wunderbarer Kuss. Vielleicht sogar der Beste.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;II &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Anderer Sommer, anderes Märchen. Ich bin Schneewittchen und tanze mit den sieben Zwergen &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;im Garten Eden. Den Garten bilde ich mir nur ein. In Wirklichkeit gibt es gar keinen Garten, aber Utopia scheint zum Greifen nahe zu sein. Ich muss nur noch meine Hand ausstrecken, es an mich reißen und schon könnte ich in eine Welt entschwinden, die meine Vorstellungskraft gänzlich sprengt. Ich habe keine Hand.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber dafür habe ich Augen. Ich will blind sein, um die Schönheit, die mich auffrisst nicht mehr sehen zu müssen. Unglaubliche Schmerzen legen sich wie ein Schleier um meinen Körper. Sie schmecken süßer als alles was ich bislang gekostet habe und raffen mich langsam dahin. Ich lache.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich. Ja, eigentlich. Eigentlich sollte alles anders sein. Nein. Eigentlich müsste alles anders sein. Ich habe mir zuviel vom Teufel versprochen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vorstellung beginnt. Der Vorhang hebt sich und präsentiert die grell beleuchtete Bühne, auf der ich stehe. Ich bin Statist in einem drittklassigen Theaterstück und gleichzeitig der einzige Zuschauer im Saal.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;III &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gott gewährt mir eine Audienz. Ich bin bewaffnet bis zu den Zähnen, als ich ihm am Morgen gegenüber trete und zu einem Duell herausfordere. Er weigert sich seine Sekundanten zu bestimmen. Die Ordnung gerät ins Wanken. Ich kann auf diese Weise nicht mit ihm spielen. Es ist ein Spiel ohne Spielregeln. Und es ist ein Spiel welches ich nicht gewinnen kann, weil es nie meine Bestimmung war zu gewinnen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zorn übermannt mich. Die eisige Stille wird lediglich durch mein wutentbranntes Keuchen unterbrochen. Die Aula ist voll. Sie sind alle da. Ich entdecke Judas, wie er mir mit einem zynischen Schmunzeln zuzwinkert. Lautes hämisches Gelächter ertönt und begräbt mich unter sich. Gott reckt sich, verschränkt die Arme hinter dem Nacken und schenkt mir ein überhebliches breites Grinsen. Ich hasse ihn für dieses Grinsen. Dieser Scheißkerl muss bluten. Er muss von seinem Thron gestürtzt werden und ich werde diejenige sein, die ihn stürzen wird. Geh auf die Knie damit ich dich ficken kann, so wie du mich die letzten Jahre gefickt hast. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwo singt ein Vogel sein letztes Lied. Der Morgen offenbart sich in all seiner Pracht. Es ist ein Morgen ohne Sonne. Ich bestaune diesen strahlend blauen aber sonnenlosen Himmel und hoffe ihn nie wieder sehen zu müssen. Er macht mir Angst, obwohl er so unschuldig wirkt. Zu unschuldig. Wie die Ruhe vor dem Sturm. Aber es wird keinen Sturm geben. Nur Resignation. Meine Waffen fallen laut klirrend auf die aalglatten aufpolierten Fliesen der Aula. Das Gelächter stirbt und plötzlich sind alle Augen auf mich gerichtet. Ich werde keine Träne vergießen, auch wenn ich am liebsten wie ein kleines Kind heulen würde. Die letzten Kräfte werden mobilisiert. Sei stolz. Heb den Kopf, streck die Brust raus und sei stolz. Trag es mit Würde. Und mit Fassung. Diese Schlacht ist geschlagen, noch bevor sie angefangen hat.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wortlos verlasse ich den Ort des Geschehens. Ich habe eine Aufgabe zu erledigen, wenn ich überleben möchte. Und ich muss die Fragen in meinem Kopf, die nach Antworten schreien zum Schweigen bringen. Es gibt keine Antworten. Und es darf auch keine Fragen mehr geben. Ich versuche mich zu erinnern, wo ich die letzten Jahre war. Es ist wie die Suche nach dem verlorenen Schlüssel - man sucht all die Orte auf, wo man ihn vielleicht verloren haben könnte. Irgendwo auf meinem Weg werden mir auch die verloren gegangenen Scherben begegnen. Ich werde sie zusammensetzen. So wie ich schon immer alle Scherben zusammengesetzt habe. Eine Suche endet erst dann, wenn man das gefunden hat, wonach man gesucht hat.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;IV &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Hinter einem alten Baum begegne ich dem Teufel wieder. Er lockt mit einem verführerischen Lächeln, dem ich kaum widerstehen kann. Er muss meine Verwundbarkeit gespürt haben, denn er lässt nicht locker und füllt meinen Kopf mit Worten. Dann hält er plötzlich inne und starrt mich verwundert an. Ich lächele kalt. Früher hättest du mehr Glück gehabt, alter Freund. Aber wie soll ich jetzt alles glauben was du sagst, wenn ich gar keinen Glauben mehr habe? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich unterschätze seine Macht und seinen Einfluss auf mich. Wieder einmal. Ich hätte einfach an ihm vorbei laufen müssen und mich nicht mehr umdrehen dürfen. Ich hätte ihn einfach vergessen müssen. Schwäche ist das größte Laster des Menschen. Ich warte bis er mich eingeholt hat, dann setzen wir gemeinsam den Weg fort. Es ist ein Weg, der ins bekannte Unbekannte führt und den wir schon oft gemeinsam gegangen sind. Für einen Moment keimt in mir der Wunsch auf, nach seiner Hand zu greifen und sie festzuhalten. Ich unterdrücke diesen Wunsch. Ich habe keine Hand.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir reden nicht. Es gibt in diesem Moment nichts zu sagen. Jeder ist in seinen Gedanken versunken, denn eine lange und beschwerliche Suche hat begonnen. Die Suche nach meinem Glauben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-3839870363903834902?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/3839870363903834902/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/05/kabale-und-liebe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/3839870363903834902'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/3839870363903834902'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/05/kabale-und-liebe.html' title='Kabale und Liebe'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-8154156043546571993</id><published>2006-05-05T00:19:00.004+02:00</published><updated>2010-07-11T00:55:57.061+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menstruationslyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herzeleid'/><title type='text'>...</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Stell dir vor, es ist Frieden und du kämpfst noch immer auf verlorenem Posten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich könnte dir sagen, was sich hinter dem Horizont befindet, weil ich schon einmal dort war. Dort, an jener Stelle, wo alles anfängt und gleichzeitig aufhört, wo Zeit keine Macht hat und perfekte Momente eine Ewigkeit dauern. Es ist der schönste Ort, den man je zu Gesicht bekommen kann und gleichzeitig ist es ein Ort, den nur wenige zu sehen bekommen. Nicht, weil sie es nicht verdient hätten, sondern weil sie nicht die Tür benutzen. Der Weg führt aber durch die Tür. Warum nimmt niemand diesen Weg? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1996 bekam ich zum Geburtstag von einer guten Freundin ein Buch geschenkt. Es handelt von einem Menschen, der auf dem Höhepunkt seines Daseins, seiner Karriere und all dem, was er schon immer erreichen wollte, aussteigt. Im Laufe der Jahre habe ich dieses Buch viele Male gelesen und jedes Mal stockt mein Atem an ein, zwei bestimmten Stellen. Eine davon ist eine sehr seltsame Stelle, weil &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;sie auf den ersten Blick nichts mit der Handlung im Allgemeinen zu tun hat. Und doch tut sie das. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hast du einmal versucht zu gehen? Einfach nur zu gehen? Hast du je 10,20 oder 30 Minuten deiner Zeit geopfert und dabei nichts anderes getan als zu gehen? Wenn du das mal tun solltest, wird dir nach einigen Minuten auffallen, dass du dich auf das Gehen konzentrierst. Und je mehr du dich darauf konzentrierst, desto verunsicherter wirst du. Nach einer Weile wirst du dich fragen, ob du richtig gehst. Und nach einer weiteren Weile wird dir klar sein, dass so kein Mensch geht. Wenn du an diesen Punkt gelangst, wäre es gut möglich, dass du dich fragst, was du eigentlich erreicht hast, wenn du nicht einmal das Grundlegendste erreicht hast. Du ertappst dich dabei, wie du das, was du eigentlich seit deinem ersten Lebensjahr kannst, in Wirklichkeit erst jetzt erlernst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letztens hat Sohn einen Regebogen gemalt. Voller Stolz präsentierte er mir sein Bild und zeigte mir diesen Regenbogen, der nur aus 2 oder 3 farbigen Kurven bestand. Ich wollte ihm erklären, dass so kein Regenbogen aussieht, bis mir auffiel, dass ich selbst nicht mal mehr weiß, wie ein Regenbogen aussieht. Warum? Weil ich seit Ewigkeiten keinen mehr gesehen habe oder weil ich in Wirklichkeit noch nie einen sah? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was würde ein Blinder sehen, wenn er zum ersten Mal sehen könnte? Und was entgeht uns, obwohl wir mit zwei funktionierenden Augen durchs Leben laufen? Könnte es sein, dass die Gebrauchsanweisung fürs Leben vor uns liegt und wir einfach nicht im Stande sind sie zu lesen? Wie viele von uns schlagen wild um sich herum, in der Hoffnungen sie könnten sich so über Wasser halten. Warum lernen wir stattdessen nicht einfach zu schwimmen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hast du je Augen gesehen, die ihren magischen Glanz verloren haben? Hast du jemals in Augen geschaut, bei denen dich direkt nach der Iris eine Wand erwartet hat? Und hast du jemals jemandem in die Augen geschaut und dich darin verloren? Weißt du, wie sich das anfühlt? Hast du je diesen Sog gespürt, die Gewissheit dass du jetzt, genau in diesem Augenblick, verloren bist und nie wieder so sein wirst, wie du es vorher warst? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stell dir vor, alles wäre so einfach wie ein unbeschwerliches Lachen an einem warmen Sommertag.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann an den Fingern einer Hand die Momente abzählen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass ich – wenn ich an Ort und Stelle sterben würde – nichts verpassen würde. Die meisten dieser Momente sind schon Jahre alt. Unglaublich, wie lange man sich von Erinnerung ernähren kann. Was wären wir nur ohne sie? Dabei sind es nur Fragmente, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Ein paar Augen, ein Lachen, ein Geruch, glatte warme Haut unter meinen Fingern … es ist so, wie du es einmal sagtest. Damals, als du mich gefragt hast, was Glück ist. Und doch ist es nicht so. Und zwar aus dem Grund, weil mir in diesen Momenten bewusst war, dass ich glücklich bin, und nicht erst im Nachhinein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn alles anders wäre, würde ich sagen: "Komm, lass uns zusammen gehen. Ich werde deine Hand halten, damit du nicht fällst." Aber es ist nicht anders und weil es nicht anders ist, werde ich das nie sagen. Und ich werde auch nie da sein um tröstend meine Hand auf deine Stirn zu legen oder deine vergossenen Tränen aufzufangen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß, was du jetzt denkst und ich habe keine Antworten auf deine Fragen. Ich habe auf viele Fragen keine Antworten. Ich tue gerne so, als ob ich alles wissen würde, aber im Grunde genommen weiß ich noch weniger als du. Aber eins weiß ich immerhin mit Sicherheit. Ich weiß wie Wolken schmecken.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-8154156043546571993?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/8154156043546571993/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/05/blog-post.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8154156043546571993'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8154156043546571993'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/05/blog-post.html' title='...'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-6750226134243047863</id><published>2006-02-22T13:09:00.002+01:00</published><updated>2010-07-11T00:57:31.773+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hassen für Fortgeschrittene'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prof. Dr. K.'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herzeleid'/><title type='text'>Du und Ich</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;Du und ich&lt;br /&gt;zwei Magnete&lt;br /&gt;kommen sich näher&lt;br /&gt;und näher&lt;br /&gt;die Minuspole&lt;br /&gt;einander zugewandt&lt;br /&gt;Dreh dich nicht um!&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dieses Gedicht fand ich bei einem meiner Streifzüge durchs Internet. Achtzehn Wörter, die alles sagen, wenn man sie nur lässt und dabei genau zuhört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hassliebe. Jeder von uns kennt dieses Wort, aber nicht jeder hat es auch schon gefühlt. Es sei ihm an dieser Stelle gesagt, dass er nichts verpasst hat. Hassliebe ist mit Abstand die schmerzhafteste &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Erfahrung ist, die man machen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wiki sagt zur Hassliebe folgendes: &lt;em&gt;Als &lt;strong&gt;Hassliebe&lt;/strong&gt; bezeichnet man eine zwiespältige Einstellung gegenüber einer Person, einer Sache oder einer Tätigkeit, die gleichzeitig mit Gefühlen der Zuneigung (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liebe" title="Liebe"&gt;Liebe&lt;/a&gt;) und Abneigung (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hass" title="Hass"&gt;Hass&lt;/a&gt;) verbunden ist. Die Nähe zum Objekt der Hassliebe wird gesucht, obwohl gleichzeitig auch der Wunsch besteht, eine Distanz zu schaffen. Gründe hierfür sind beispielsweise die Gewöhnung an das Objekt oder die Hoffnung auf eine Besserung der zur negativen Bewertung führenden Umstände.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich finde, das trifft es genau auf den Punkt. Bei Hassliebe handelt es sich eigentlich nicht um Liebe, die sich irgendwann in Hass verwandelt. So tragisch das zwar auch ist, so sehr bedeutet es jedoch auch eine Art Fortschritt. Das wovon ich spreche ist Ambivalenz. Es ist also kein „früher das und heute das“. Es ist ein „sowohl als auch“. Das gleichzeitige Empfinden von Hass und Liebe, gepaart mit der inneren Zerrissenheit. Der Zwiespalt der Gefühle. Die gute Mine zum bösen Spiel. Und die böse Mine zum guten Spiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hassliebe braucht Zeit zum Reifen. Ich denke, dass das durchaus logisch ist, denn Liebe braucht auch ihre Zeit. Aber wie sieht es mit Hass aus? Sind wir in der Lage schneller Hass als Liebe zu empfinden, oder schleicht er sich auch langsam und heimtückisch heran und stellt uns irgendwann vor vollendete Tatsachen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ist das eigentlich, wenn Liebe die Luft zum Atmen raubt? Wenn Respekt so stark ist, dass er wie eine Last empfunden wird? Wenn die Grenzen zwischen Liebe und blindem Fanatismus zu schwinden drohen? Was ist Hingabe und wo fängt Selbstaufgabe an? Aber vor allen Dingen: Ist es besorgniserregend, wenn man den fatalen Zustand als selbstverständlich betrachtet, als etwas, was schon so lange Teil des Lebens ist, dass man es gar nicht mehr anders kennt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe nicht vor aus dem Nähkästchen zu plaudern, noch bin ich an autobiografischen Einlagen an dieser Stelle sonderlich interessiert. Dem Leser dürfte ohnehin klar sein, dass ich nicht ohne Grund darüber schreibe. Nichts geschieht ohne Grund. Davon bin ich überzeugt. Die Gründe für Hassliebe habe ich weiter oben wissenschaftlich mit Hilfe von Wiki dargelegt. Andere Gründe mögen mir beim besten Willen nicht einfallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nicht alles, was sich erklären lässt, ist auch verständlich. Es reicht nicht, dass der gesunde Verstand erkennt, dass er sich in einer fatalen und zugleich perversen Lage befindet, aus der es scheinbar keinen Ausweg gibt. Zumindest keinen der nicht weniger schmerzhaft als die aktuelle Lage wäre. Resignieren und ertragen oder doch lieber aussteigen und verbluten? Was ist das kleinere Übel?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn der Leidensdruck nur groß genug ist, denkt auch der friedliebendste Mensch über Maßnahmen jenseits von Gut und Böse nach. Rache ist eine dieser Maßnahmen und ein wunderbares, wenn auch nicht ethisch vertretbares Mittel. Man verspürt den Wunsch, es dem Objekt der Hassliebe heim zu zahlen. Es soll leiden, genauso wie man selbst leiden muss. Rache bringt in vielen Situationen zumindest eine temporäre Befriedigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Streicht den Absatz über die autobiografischen Einlagen aus dem Protokoll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;„Jetzt genau ist es nur noch Schmerz. Ich hoffe, du hast damit alles erreicht.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Satz der Erlösung! Der Freude! Des Glücks! Was kann man jetzt noch tun außer Feiern? Gibt es andere Möglichkeiten seiner Zufriedenheit Ausdruck zu verleihen? Kann es jetzt noch besser werden? Ist es nicht das, was man schon immer hören wollte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, ist es nicht. Und doch ist es das. Das heimtückische an Hassliebe ist, dass selbst Rache ihre Wirkung verliert. Rache ist in diesem Fall der Dolch, den man dem Anderen ins Herz rammt und dann selbst daran verblutet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wenn ich dich lachen höre, wünschte ich, du würdest nie wieder lachen.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Wenn ich dich anschaue, wünschte ich, meine Blicke würden dich töten.&lt;br /&gt;Wenn es dir gut geht, wünschte ich, du würdest leiden.&amp;nbsp; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Doch wenn du leidest, will ich dich in meinen Armen wiegen und mit dir weinen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre nur Hass im Spiel, würde Rache sicherlich das bringen, was sie bringen soll. Zufriedenheit. Doch leider ist da noch die Liebe. Und wie das nun mal mit der Liebe so ist, greift sie ausnahmslos spätestens dann, wenn das geliebte Objekt in Gefahr ist, Schmerzen erleidet und unglücklich ist. In diesem Moment verfliegt all der Hass und übrig bleibt nur noch diese sagenhafte Liebe, die an den Anderen bindet, ob man das nun will oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, Hassliebe ist eine einseitige Geschichte. Meistens zumindest. Oder vielleicht auch fast immer. Das bedeutet, dass fast immer nur einer der beiden Beteiligten hasst und gleichzeitig liebt, während der andere entweder das eine, das andere oder gar nichts tut. Doch was ist, wenn es dem Anderen genauso geht? Was ist, wenn sich zwei Menschen in einem Teufelskreis aus tiefster Zuneigung und gleichzeitiger Abneigung befinden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne ins Lächerliche zu verfallen: Aber man muss sich das mal vorstellen! Da könnte an einem Tag Liebe auf Hass treffen, Hass auf Liebe, Hass auf Hass oder im idealsten Fall Liebe auf Liebe. Man weiß nie, was der nächste Tag bringt, denn es ist nicht immer der Fall, dass gleichzeitig bei beiden Beteiligten die Pole auf + oder – umschlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Erkenntnis, dass man nicht alleine der Hassliebe verfallen ist, sondern dass es dem Anderen ebenso geht, ist wie ein harter Schlag ins Gesicht. Man fühlt sich zwar einerseits verstanden und versteht auch gleichzeitig den Anderen, und doch kann man die Schwere und Komplexität der Situation nicht verdrängen. Probleme tun sich auf, die unüberwindbar erscheinen. Und wo man eben noch verstanden hat, versteht man jetzt gar nichts mehr. Weder warum es so ist, wie es ist, noch warum man ein Protagonist in einem unsagbar schlechten Liebesfilm ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch gleichzeitig tun sich Fragen und Gedanken auf. Man kommt nicht umhin sich zu fragen, ob das Ganze nicht eine tiefere Bedeutung hat, die sich einem eben noch nicht erschlossen hat. Es muss zweifelsohne etwas Besonderes sein. Das ist es auch, keine Frage. Aber es war nie die Rede davon, dass besondere Dinge ausschließlich guter Natur sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gründe für den Hass müssen im Übrigen auch nicht dieselben sein. Jeder hasst den Anderen aus verschiedenen Gründen, die eigentlich auch gar nicht so wichtig sind. Man hasst, weil man liebt. Und man liebt etwas, was man eigentlich gar nicht lieben will. Ist es wirklich so einfach, wie es aussieht? Steht man sich einfach nur selbst im Weg? Sollte man sich dem Schicksal fügen und das Beste draus machen? Sollte man nicht froh sein, dass die Liebe auf Gegenseitigkeit beruht? Eine Liebe, deren Intensität beneidenswert ist? Ist DAS der passende Deckel für den Topf?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Menschen, die nichts von langweiligen Liebesgeschichten halten, sind mit der Hassliebe bestens beraten. Denn hier ist immer etwas los. Von Friede, Freude Eierkuchen kann nämlich nicht die Rede sein. An einem Tag brennt es lichterloh und am anderen gibt es Mord und Totschlag. Beides natürlich mit Herzblut und vollem Körpereinsatz. Doch irgendwann wird es selbst demjenigen zuviel, der auf Abwechslung schwört. Hassliebe macht schwach. Krank. Und kaputt. Sie zehrt an den Kräften wie ein bösartiger Parasit. Das Resultat ist, dass man sich immer wieder fragt, ob es das wert ist. Man stellt sich Ultimaten, bei denen man von vornherein weiß, dass man sie nicht einhalten kann. Man wird zum falschen Prinzipienreiter, zur Inkonsequenz in Person. Man ist der, dem jeder raten wird auszusteigen. Auszusteigen, bevor es zu spät ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja. Aussteigen ist eine gute Idee. Vielleicht sogar die Beste.&lt;br /&gt;Wenn da nicht die Hoffnung wäre …&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-6750226134243047863?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/6750226134243047863/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/07/du-und-ich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6750226134243047863'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6750226134243047863'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/07/du-und-ich.html' title='Du und Ich'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-8319650618027635723</id><published>2006-02-14T14:42:00.006+01:00</published><updated>2010-07-11T01:04:58.696+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hassen für Fortgeschrittene'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herzeleid'/><title type='text'>Für Dich</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Frag mich nicht, warum ich das tue. Ich weiß es selbst nicht. &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich mag deine Stimme und ich mag dein Lachen. Aber ich hasse es, wenn du singst.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Irgendwas ist passiert, denn die Dinge haben sich geändert. Ich versuche gerade herauszufinden, ob zum Positiven oder Negativen.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich hoffe wirklich, dass du Erfolg haben wirst. Ehrlich. Ich wünschte nur, ich hätte auch Erfolg.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ja, ich hätte dir damals bei dieser Aussage in die Weichteile treten sollen.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich verstehe dich nicht. Wir sprechen nicht mehr dieselbe Sprache.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Hast du dich je gefragt, wer ich wirklich bin?&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Worin besteht der Unterschied zwischen Hingabe und Selbstaufgabe?&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ist deine Liebe wirklich so rein, wie du sagst? Und bist du dir sicher, dass deine Antwort der Wahrheit entspricht?&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich will gar nicht wissen, wie enttäuscht du in mich bist. Ich bin es auch.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Irgendwann wird alles besser. Ich verspreche es dir.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich kenne niemandem, dem ich mehr Schmerzen zufügen möchte als dir. Und ich kenne niemanden, den ich mehr hasse als dich.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Du verdienst keine Sekunde meiner Zeit. Unglücklicherweise halte ich nichts davon, dass man sich die Aufmerksamkeit anderer verdienen muss.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Irgendwann ist das Fass voll.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Du bist der undankbarste Mensch, den ich kenne. Und ich will gar nicht wissen, ob ich mich darin täusche oder nicht.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich glaube, eines Tages werden sich unsere Wege trennen und es wird mir sehr Leid tun.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;So sehr ich dein Lachen liebe, so sehr hasse ich es manchmal. Es ist unglaublich, wie böse es in bestimmten Momenten klingt.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Sei ehrlich zu dir, verdammt. Wenigstens einmal!&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich bin nicht nachtragend. Ich vergesse nur nicht.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Du vernachlässigst mich manchmal und das verletzt mich. Ich würde es nur nie zugeben.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich kenne niemanden, dem ein Gürtel um die Hüfte besser steht als dir. Wow!&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich liebe dich.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Manchmal verstehe ich, was uns mal verbunden hat. Doch meistens tue ich es nicht.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Du widerst mich an.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Was bedeutet „Ich stehe auf dich“? Intellektuell? Sexuell? Heute? Überhaupt?&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich werde es schaffen. Du wirst sehen.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ruf mich nicht mehr an, um mir Vorwürfe zu machen.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich gebe zu, ich wüsste gerne, wie es wäre. Aber das herrauszufinden wäre politisch inkorrekt.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Deine Worte sind meistens Schall und Rauch.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich hoffe, es wird dir irgendwann Leid tun. Nein, ich wünsche es dir!&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wirst du je stolz auf mich sein?&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich danke dir für die Dinge, die du mich gelehrt hast. Und ich verfluche dich deswegen.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Möglicherweise klingt das übertrieben, aber niemand wird sich so sehr um dich kümmern, wie ich es tue. Schade, dass du das nicht erkennst.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich kotze Knochen, wenn du dich hinlegst, während du Besuch hast.&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Hasst du mich oder liebst du mich?&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Respekt ist nicht genug.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-8319650618027635723?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/8319650618027635723/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/02/fur-dich-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8319650618027635723'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8319650618027635723'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/02/fur-dich-ii.html' title='Für Dich'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-7241146437035155670</id><published>2006-01-24T23:49:00.002+01:00</published><updated>2010-07-11T01:05:42.319+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltschmerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Couching'/><title type='text'>Utopia</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Nachts, wenn ich durch das Fenster schaue, sehe ich nicht die Häuser in meiner Nachbarschaft, die zugefrorenen Scheiben der Autos oder das schwache Licht der Straßenlaternen. Ich sehe eine saftige Wiese, die so grün ist, dass sie die Vorstellungskraft sprengt. Ich sehe eine Sonne, deren Strahlen wie Spinnweben über den noch vom Tau benetzten Gräsern hängen, sich in der Feuchtigkeit in Regenbogenfarben brechen und sie anschließend verdampfen lassen. Ich höre einen Wildbach plätschern, dessen kühles Wasser das reinste ist, was ich je zu Gesicht bekommen werde. Ich atme unbeschwerte Luft ein, tanke meine Lungen auf und spüre, wie sich mein Körper von seinen Lasten befreit und reinigt. Es ist ein Ort der Vollkommenheit und des Friedens. Ein Ort, wo der Mensch im Einklang mit sich selbst leben kann, seine Schmerzen vergessen und seine Wunden heilen kann. Dort, jenseits jeglicher Zivilisation, Moral, Tradition und Gesellschaft herrscht nur das Gesetz der Natur. Sie ist selbstlos, denn sie gibt, fordert aber nicht. Sie schenkt Glück. Und Frieden. Ganz viel Frieden. Und sie lässt vergessen. Sie lässt alles vergessen, was sich tief im Innersten wie ein Parasit eingenistet hat, an den Kräften zehrt und quält. Stunde um Stunde. Tag für Tag. Sie beantwortet alle Warum und Weshalb, sie lässt kein Vielleicht zu und doch schränkt sie nicht ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich laufe barfuss über die grünste aller Wiesen. Das Gras kitzelt an meinen Beinen, irgendwo singt ein Vogel. Ich lache. Es ist ein befreiendes und klärendes Lachen. Ein zufriedenes und glückliches Lachen. Ein niemals enden wollendes Lachen. Und während ich lache, verwelken alle, die meinen Weg gekreuzt und die ich nun hinter mir gelassen habe: Diejenigen, die waren; diejenigen, die sind - und die, die nie sein werden. Sie verblassen immer mehr, werden zu Schatten, die sich nur noch erahnen lassen, bis sie schließlich vollständig verschwunden sind, als ob sie nie existiert und ihre Spuren hinterlassen haben und am Ende nur noch ich übrig bleibe.&lt;br /&gt;Dort, an diesem Fleckchen Erde, wohnt die Freiheit.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-7241146437035155670?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/7241146437035155670/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/06/utopia.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/7241146437035155670'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/7241146437035155670'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2006/06/utopia.html' title='Utopia'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-2696326907231478355</id><published>2005-12-12T18:15:00.002+01:00</published><updated>2010-07-11T01:07:11.447+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mutterkind'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alltag'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Brainfuck'/><title type='text'>A wie Alter</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ich muss ein erstes Fazit abgeben. Heute, nach 13 Tagen 30.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzten sieben Tage waren ein Fall für sich. Ich hätte nicht gedacht, dass 30 so aufregend sein kann. Zwei Tage lang hatte ich Probleme mit den Tagen und Zeiten. Zwei Tage lang wunderte ich mich, dass Sohn am 7.12. Nikolaus hat. Dann meine Erklärung dafür: Gibt bestimmt einen einzigen Deppen, der den Nikolaus für alle hiesigen Kindergärten macht. Und der schafft es eben nicht mehr am 6. beim Kindergarten meines Sohnes vorbei zu schauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dienstag Abend wartete ich auf einen Film, der erst am Mittwoch laufen sollte. Ich bin ja nicht auf der Brotsuppe daher geschwommen - denk ich noch - also guck ich mal eben in den Videotext, es muss eine spontane Programmänderung gegeben haben. Huch, im Videotext steht gar nichts von meinem Film. Ich guck nochmal in die TV Movie, die ich als Tool auf meiner Festplatte habe, sauge &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;zuversichtlich noch ein Update und ärgere mich weiterhin, dass der Film angeblich ausgestrahlt wird. Doch etwas Gutes hatte das Update: Es kam die Meldung, dass die Datums- und Uhrzeiteinstellungen an meinem PC nicht stimmen. Ich denke noch: Verfluchtes Monsterkind, Sohn muss rumgespielt haben und stelle zuversichtlich das Datum einen Tag vor. Allerdings war ich etwas verwundert, dass in meinem Online-Programm Sex and the City gleich zweimal laufen sollte - zeitgleich mit "Alles außer Sex", einer Serie, die den Sendeplatz von Charmed einnimmt. Charmed lief immer mittwochs. Komische Sache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann, am 7.12. ist Nikolaus im Kindergarten, so glaubte ich, doch leider deckt sich das mit einem Termin um 10 Uhr für Sohn bei einer Ärztin. Was hat die auch an Nikolaus einen Termin mit ihm vereinbart? Irgendwann checke ich endlich ich, dass etwas nicht stimmt. Ich weiß bloß nicht was. Outlook, mein Kalender, Videotext - sie alle zeigen unterschiedliche Daten an. Gut, dass der 1.12. ein Donnerstag war und ich an den Fingern abzählen konnte, welches Datum nun der Dienstag oder eben der Mittwoch trägt. Dann die bittere Erkenntnis: Der Videotext stimmt. TV Movie stimmt. Das Datum an meinem PC stimmt nicht. Also stelle ich es wieder einen Tag zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie beknackt muss man eigentlich sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern war ich beim Frisör. Das erste Mal seit 7 oder mehr Jahren. Die Frisöse fragt mich freundlich ob ich einen Schnitt in meinen Haaren hätte. Blöde Frage: Wäre ich denn beim Frisör, wenn ich einen Schnitt hätte? Jetzt habe ich jedenfalls einen. Ich sehe nun wie eine Frau mit 30 aus. Aber mein biologisches Alter muss um die 22 sein - anders kann es nicht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um eine Bestätigung für meine Vermutung einzuholen, mache ich noch den Test bei Focus Online, der das biologische Alter ausrechnet. Die ersten drei von 16 Fragen bestehe ich mit Bravur. Dann "Wie oft essen Sie Obst und Gemüse?" Was ist dann denn bitte für eine Scheißfrage? Ich klicke auf "selten oder nie" - "wann immer ich Lust habe" gab es als Antwort nicht. Frage 8 (Rauchen Sie?) nehme ich zähneknirschend hin. Dann folgt die Alkoholfrage. Jetzt kann es nur besser werden. Ich klicke mit einem breiten Grinsen auf "selten oder nie". Stimmt ja auch. Diese Frage war sicherlich entscheidend für mein junges biologisches Alter, denke ich noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, war sie nicht - denn irgendwann kommt Frage 11 auf den Tisch "Wie oft treiben Sie Sport?". Ich habe große Lust mir den Scheißtest sonst wohin zu stecken, ärgere mich (wie das eben bei Tests so üblich ist) über Antworten, mit denen der normale Mensch nichts anfangen kann. Ist Treppensteigen auch Sport? Nach 2 Minuten und einer halben Zigarette bin ich mir sicher. Nein, es ist kein Sport. Nicht im herkömmlichen Sinne. Wieso gibt es hier kein "Selten" zur Auswahl, sondern nur gar nicht? Gar nicht heißt eben gar nicht. Niemals. Never Ever. Frage 12 ist nicht weniger bekloppt: Wie leben Sie? In Scheidung, Partner ist tot, ledig, in einer Beziehung. Wo bleibt Single aus Überzeugung?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch den einsamen Höhepunkt erlebe ich bei Frage 13 - Wie zufrieden sind Sie mit ihrem Sexleben. Ich will ehrlich sein. Der Cursor landet auf "Zufrieden" (Unzufrieden wäre nur die halbe Wahrheit) und drei Fragen später warte ich gespannt auf mein biologisches Alter: 30,1! Das kann ja wohl nicht wahr sein!? Und doch stimmt es. Ich habe schon immer gewusst, dass diese Tests allesamt Müll sind. Kleiner Trost: Wenn ich bei Sport "gar nicht" und beim Sexleben "unzufrieden" anklicke, kommt 32,4!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute war ich einkaufen. Ist es besorgniserregend, wenn man 1,45 € für einen Nagellack (von sicherlich mehr als überzeugender Qualität) ausgibt und die Antifalten-Creme für 10,45 € noch mitnimmt? Mal ehrlich: Ich stand satte 45 Min vor dem Antifalten-Regal und hatte keinen blassen Dunst, was ich kaufen soll. Ich ahnte nur, dass ich etwas kaufen muss. Nun, da ich 30 bin. Es gibt Antifalten-Cremes wie Sand am Meer. Von jedem Hersteller mindestens 10 verschiedene Produkte. Ich entschied mich für eine von L'Oreal. Ich hoffe, das Ding taugt was. Ich gebe ungern 10,45 € für Müll aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich übrigens für &lt;em&gt;keine&lt;/em&gt; Anti-Ageing-Creme entschieden. Nein, das Anti-Mimikfalten-Produkt landete in meinem Einkaufskorb. Aber Mimikfalten hat ja jeder. Zumindest jeder, dem sein eigenes Leben nicht am Arsch vorbei geht und der wenigstens einmal am Tag grinst. Ich grinse viel. Manchmal auch dumm. Das Resultat sieht man auf meinem Gesicht. Nebst den immer tiefer werdenden Falten zwischen den Brauen (ich habe gestern mit Mimik-Gymnastik angefangen. Sieht saublöd aus, ist nur für Singles geeignet oder solche, die es unbedingt werden wollen, soll aber helfen), sind da noch meine Lachfalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Donnerstag gehe ich übrigens auf meine erste ü30 Party. Wieder so eine komische Sache. Kaum bin ich 30 geworden, flattern von allen Seiten Einladungen zu ü30 und / oder Afterwork Parties von 18 - 22 Uhr rein. Brauchen 30jährige mehr Schlaf als andere? Früher gingen Parties bis 5 Uhr. Man ging quasi direkt von der Fete arbeiten. Heute ist alles anders. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Schlimmste ist aber, dass Sohn (5) begriffen hat, dass seltsame Dinge mit seiner Mutter passieren. Ahne ich letztens nichts Böses, als der bitterste Dialog zwischen Mutter und Kind eintrat. Es herrschte eine leicht angespannte Atmosphäre in den heimischen vier Wänden, Sohn war überaus knatschig, ich nicht besonders gut gelaunt (warum auch immer). Die Bude sah aus wie Sau, ich versuchte das Kind erfolglos zum Aufräumen zu bewegen. Dann:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sohn &lt;/strong&gt;(jammert): "Mama, ich kann nicht reden … Mein Hals tut weh!"&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ich &lt;/strong&gt;(freundlich): "Dann rede halt nicht, Schatz."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;(Zwei Minuten später)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sohn &lt;/strong&gt;(jammernder als zuvor): "Mama, ich kann nicht laufen … Mein Bein tut weh!"&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ich &lt;/strong&gt;(leicht entnervt): "Dann lauf' halt nicht, Schatz! Setz dich auf die Couch."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;(Fünf Minuten Später)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sohn &lt;/strong&gt;(heult): "Mama, mir tut alles weh ... Ich werde gleich so alt wie du!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;?&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-2696326907231478355?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/2696326907231478355/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/12/wie-alter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/2696326907231478355'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/2696326907231478355'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/12/wie-alter.html' title='A wie Alter'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-5962521229838149329</id><published>2005-12-05T13:09:00.004+01:00</published><updated>2010-07-11T01:09:14.286+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menstruationslyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herzeleid'/><title type='text'>Wie fühlt sich die Mitte an?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Er vergräbt sein Gesicht in meinen Haaren. Seine Lippen berühren meinen Nacken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du denkst falsch über mich" sagt er. "Es ist nicht so, wie du glaubst." Mir ist im Grunde genommen völlig unklar, was ich glaube. Und noch unklarer ist mir, was er glaubt, dass ich glaube. Und trotzdem nicke ich. Gedankenverloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erdrückendes Schweigen. Sekunden und Minuten lang. Wir starren beide ins Leere. Dann, aus heiterem Himmel, schaut er mich an und sagt, dass er auf mich steht. Ich blinzele. Heute? Überhaupt? Sexuell? Intellektuell? Noch nie hat mir ein Satz solche Kopfschmerzen bereitet. Ich habe Ewigkeiten über die Bedeutung nachgedacht und kam zu keinem zufrieden stellenden Resultat. "Ich stehe auf dich" murmelt er ein weiteres Mal, als ob er sicher sein will, dass ich seine &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Worte verstanden habe. Dieses Mal nicke ich. Und frage, seit wann ihm das bewusst ist. Seit sechs Monaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe diese sechs Monate sehr gut in Erinnerung. Es waren Monate voller Ungewissheit. Monate voller Schweigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Feuerzeug klackt, als er sich eine Zigarette ansteckt. "Eigentlich", meint er nach einigen Zügen, "gehören wir zusammen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will laut auflachen. Eigentlich klang er vor einigen Monaten ganz anders. Er schaut mich an, aber in Wirklichkeit an mir vorbei. Ich kann sein Gesicht in der Dunkelheit nur erahnen, obwohl er direkt neben mir sitzt. Schulter an Schulter. Bein an Bein. Seine Augen leuchten. Wie immer. Und wie immer versinke ich in ihnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wie fühlt sich die Mitte an?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine seltsame Frage. Ich möchte sie gerne beantworten, kenne jedoch die Antwort nicht. Eine Hand berührt meine Schulter. Drückt mich an seinen Körper. Ich könnte jetzt sterben und hätte nicht den Eindruck etwas verpasst zu haben. Sein Geruch steigt mir in die Nase, betäubt mich. Es ist ein Geruch den man, einmal aufgenommen, nie wieder vergisst. Bilder rauschen plötzlich an mir vorbei. Ich schließe meine Augen, um sie nicht sehen zu müssen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich könnte einfach aufstehen und gehen. Ich könnte auch sagen, dass er zur Hölle fahren soll. Oder zumindest seine Hand wegschieben, die nun an meinem Rücken entlang fährt, runter zu meiner Hüfte und wieder nach oben. Ich könnte so vieles. Und doch kann ich es nicht. Auch dann nicht, als er federleicht meine Brust berührt, abrupt inne hält und anschließend die Hand wegzieht, als ob er sich verbrannt hätte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er lächelt mich unsicher an, murmelt, dass er jetzt gehen sollte - und tut es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Es kommt zu früh. Jahre zu früh." sagt er nachdenklich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was sind schon Jahre, wenn man genauso lange aus der Ferne geliebt hat. Still und heimlich. Ich lächele kalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du führst eine Beziehung", erinnere ich ihn.&lt;br /&gt;"Meine Beziehung ist nicht einmal existent. Ich weiß nicht was das ist, aber eine Beziehung ist es nicht."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann trenn dich. &lt;br /&gt;Ich denke es nur, spreche es aber nicht aus. Wieso eigentlich nicht? &lt;br /&gt;Wann haben wir verlernt miteinander zu reden? Wir können nicht reden. Nicht wenn "wir" im Spiel ist. Nicht wenn es um mich und ihn als uns geht. Wir können alles, nur nicht das.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später geht er doch. Vorerst zumindest. Vorher umarmt er mich. Lange und ausgiebig. Und wie immer umarmt er mich so, dass ich seinen Körper von Kopf bis Fuß an meinem spüre. Es gibt keine Zwischenräume.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er lächelt. Ich auch. Alles ist in Butter. Und doch ist es das nicht.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-5962521229838149329?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/5962521229838149329/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/12/wie-fuhlt-sich-die-mitte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5962521229838149329'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5962521229838149329'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/12/wie-fuhlt-sich-die-mitte.html' title='Wie fühlt sich die Mitte an?'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-6089482221440704729</id><published>2005-10-16T19:15:00.002+02:00</published><updated>2010-07-11T01:10:32.437+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blümchenwiese'/><title type='text'>Schneewittchen und die sieben Kerle</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Zelten läuft ja immer nach dem gleichen Prinzip ab. Entweder ist es geplant oder entspringt einer 17.30-Uhr-Spontanaktion (Was machen wir heute Abend? Wir könnten Zelten! Ok). Bei mir ist es meistens eher geplant, der Nachteil dabei ist allerdings, dass man eben mit dem Wetter keine Pläne aufstellen kann. Wer einmal bei Wind und Wetter gezeltet hat, der weiß, wie das ist. Vor zwei oder drei Jahren ist mir ähnliches passiert. Eigentlich war es das schlechteste Wetter was ich seit langem in der freien Wildbahn erlebt habe. Es war zum Kotzen, wenn auch die Stimmung sehr gut war. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Laune *g*&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spontanaktionen bezüglich Zelten sind in Wirklichkeit Mist, weil sie immer etwas hektisch und unkoordiniert ablaufen. Eigentlich wollten wir schon tags zu vor alles geregelt haben, schließlich &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;war Feiertag und Freitag hielt für alle als Brückentag her, doch irgendwie haben wir nichts auf die Reihe gebracht. Das Dumme an Zelten ist, man packt einen Haufen Klamotten, die kein Schwein braucht, um dann diesen ganzen Kram von A nach B zu fahren (wobei B eine gute Stunde von A entfernt liegt), hält unterwegs an mindestens einem Supermarkt (einige Leute halten auch bei Ikea), kauft für 50 € alles Überlebenswichtige ein, wie z. b. Alkohol, Wodka, Bier und Alkohol, stellt auf dem Parkplatz fest, dass man etwas zu Essen braucht, schlappt wieder zurück in den Supermarkt um etwas Grillbares zu kaufen, bevor die Odyssee an die nächste blaue Lagune führt, wo man sich die Stange Kippchen besorgt, die hoffentlich zwei Tage halten wird und etwas Sprit in den Tank haut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich wollte B. einen Schlafsack kaufen, ausgerechnet 35 km weiter, bei mir in der Stadt (wo doch Stuttgart die wesentlich bessere Alternative gewesen wäre), doch alles kam anders, als einige andere Kumpels der Meinung waren, man müsse &lt;em&gt;jetzt&lt;/em&gt; zum See fahren. Also hatten wir uns ins Auto gesetzt, ohne gekauften Schlafsack, unterwegs die Sache mit dem Supermarkt erledigt, einen Zwischenstopp bei ihm eingelegt, damit er noch ein paar Sachen holen kann (seine Fahrt zu mir hat sich voll gelohnt) und fuhren weiter auf dem Weg ins Wochenende. Nachdem auch die Aral abgehakt war, hatten wir es eilig. Die Bullenhitze hat kein Stück nachgelassen, aber immerhin macht das Fahren jetzt mehr Spaß. Die Musik dröhnt bis einem die Ohren abfallen, unterwegs werden noch ein paar Kumpels aufgegabelt (wer bei 8 vollbepackten Personen mehr als zwei Autos benötigt, hat es echt nicht drauf) und spätestens auf der romantischen Waldstraße mit schwindelerregenden Serpentinen wird das erste Bier aufgemacht. Der Abend hat also begonnen. Wie allerdings die Nacht überstanden werden soll, ist das erste große Problem, was am besagten Treffpunkt im Stuhlkreis ohne Stühle ausdiskutiert werden muss. Reichen zwei Schlafsäcke, zwei Isomatten und ein kleines Zelt für acht Leute? Irgendwie hat jeder im Eifer des Gefechts vergessen an weitere Übernachtungsrequisiten zu denken, jeder dachte wohl, der andere würde was mitbringen, aber immerhin haben alle an die Verpflegung gedacht. So stapeln sich drei Kisten Tannenzäpfle, vier Flaschen Wodka, zwei Ramazotti, zwei Jägermeister, eine Flasche Wein, etwas O-Saft, ein bisschen Mineralwasser und eine Flasche Sekt, die alle zusammen mit Sicherheit für zwei Tage reichen werden. Hoffentlich. Weiter links, in einer kleinen Tüte finden sich satte acht Würstchen und fünf Brötchen. Ohne Senf. Und Ohne Ketchup. Nun ja, irgendwas ist immer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Punkt 20 Uhr ist das Nachtlager aufgebaut und die Party kann losgehen. Gut, dass eine von den acht Personen an Mucke gedacht und vorher noch irgendwo ein 30€-Radio mit CD-Player besorgt hat, so dass wir die Möglichkeit haben, die vorhandenen CDs &lt;span class="description"&gt;(insgesamt drei Stück an der Zahl)&lt;/span&gt;, die keine mp3s beinhalten, so lange zu spielen, bis wir sicher sind, dass auch der letzte Besucher des Zeltplatzes alle Hits auswendig kennt und uns freiwillig sein Territorium überlässt. Zwei meiner Kumpels machen sich so lange es hell ist am Lagerfeuer zu schaffen, ohne welches nicht nur das Grillen unmöglich ist, sondern Tod durch Erfrieren drohen würde. Nächte am See können&amp;nbsp; *so* kalt werden. Glücklicherweise gibt es unweit des Zeltplatzes zwei Pferdehöfe, welche Tag und Nacht Kleinholz zum Verheizen zu einem sehr günstigen Preis anbieten. Man muss es lediglich holen, was meistens das größte Problem ist, da sich niemand freiwillig zur Verfügung stellt. Doch dieses Mal haben sich die Männer die Arbeit eingeteilt, während die einen aufgebaut haben, haben die anderen Holz geholt. Nachdem alles steht, das Feuer brennt und wir ums Feuer versammelt sitzen, beginnt der Absturz. Um halb eins ist unser Zwei-Tages-Vorrat nahezu aufgebraucht, 10 komische Dinger geraucht und die Stange Zigaretten zu einem mickrigen Überbleibsel reduziert. Entsprechend fällt auch unsere Laune aus. Wir sind sehr stolz, dass uns der kollektive Absturz dieses Mal besonders gut gelungen ist. Jeder Mensch weiß, dass Zelten selten sittlich über die Bühne läuft, es sei denn, es handelt sich dabei um irgendwelche dubiosen Vereine, die sich ausgiebig dem Naturschutz widmen und wo das jüngste Mitglied nur 39 Jahre alt ist. Doch solche Gestalten lassen sich sehr schnell erkennen, meistens am 10 x 5 großen Hauszelt, mit Vorraum und Fenster, was jedes der anwesenden Mitglieder aufgebaut hat. Als sicheres Indiz gelten jedoch die Bratwurst im Naturdarm, das selbstgebackene Brot und das vollständige Campinggeschirr. Alkohol wird man da vergebens suchen, möglicherweise findet man jedoch noch alkoholfreies Bier. Im Sixpack. Für jeden ein Glas. (Mit Glas meine ich Glas, nicht Plastikbecher, aus welchen jeder trinkt, der gerade einen mit Inhalt entdeckt hat.) Mit solchen Leuten macht Zelten besonders Spaß, vor allem, wenn sie ab 23 Uhr "Pscht" rufen und von uns ein herzhaftes und alkoholisiertes Lachen ernten. Was sollen sie auch gegen uns unternehmen? Wir sind schließlich in Überzahl, selbst wenn wir es nicht sind. Aber jeder von uns fühlt sich cool für zwei, die Klappe ist größer denn je und einem Menschen, mit besorgniserregend hohem Pegel kann man nun einmal nicht trauen, vor allem nicht dann, wenn sich in der Gruppe ein einziges weibliches Wesen befindet: Ich. Möchte mal wissen, was die von mir dachten. Eigentlich kann ich mir denken, was die dachten. Denn sie denken vermutlich alle das Gleiche: Das arme Mädel hängt mit 7 beknackten Kerlen auf einer Wiese und muss ihren Suff, ihre sexistischen Äußerungen und Drecksauwitze ertragen und dabei auch noch so tun, als ob sie daran Spaß hat. Dass einer von den 7 Kerlen ein sehr guter Freund ist, ahnen sie nicht. Auch nicht, dass die restlichen 6 mir nicht weniger nahe stehen und schon gar nicht, dass wir alle etwas Gemeinsames haben, nämlich unseren Arbeitsort. Dass ich fast jeden der Sieben schon nackig gesehen habe, dürften sie allerdings erahnen können, wenn auch in einer anderen Konstellation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit fortschreitender Stunde sinkt das Gesprächsniveau dramatisch. Haben wir erst einmal einen ordentlichen Pegel erreicht, ist es vorbei mit gepflegter Konversation, denn dann tun sich die größten Abgründe menschlichen Daseins auf. Nebst nahezu genialen Aussagen in allertiefstem Schwäbisch von H. ("Als i heud Morge uffg'stande bin un' mi im Spieg'l anguckt han, dacht' i no': Un' heud denksch mol nix!"), folgen weitere verdächtige Aussagen und Aktionen, die nicht im Geringsten darauf schließen lassen würden, dass wir es hier mit Vertretern des Homo Sapiens zu tun haben, von denen einige mehr als ein Buch vollständig gelesen und einen Universitätsabschluss in der Tasche haben. Neue Insider wurden geboren, wie das Erdbeben in Irak (Stellt euch einfach einen nackten, mit Wassergewehr ausgerüsteten Iraker vor, der über den Zeltplatz hechtet. Ich weiß, ich wollte so etwas auch nicht sehen) und lang begrabene Geheimnisse gelüftet. Natürlich blieb es dabei nicht anständig, wenn man sich gut bis sehr gut kennt und auch noch das passende Mittel hat, welches den Verstand und etwaige Hemmungen auf das Minimale reduziert, kommen so manche Dinge an die Oberfläche, die man vermutlich sonst für sich behalten hätte. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob eine Frau anwesend ist oder nicht, hatte ich ohnehin das Gefühl, dass ich der einzige Empfänger des Gesagten sein sollte, der weibliche Hahn im Korb. Immer das gleiche mit den Männern. Ich habe natürlich mit dem unnützen Pack nichts zu tun, mein Alkoholkonsum beschränkt sich auf 2x im Jahr, dann allerdings ordentlich, mit satten 4,5 Wodka-O oder alternativ doppelt so vielen Smirnoff Ice, also zehn Stück, wenn man großzügig aufrundet. Warum mir im Laufe der Nacht dennoch etwas übel wurde, kann ich allerdings nicht erklären, nicht ohne mich in realitätsfremde Aussagen zu verstricken, an die ich selbst nicht mehr so recht glaube. Was ich jedoch mit Sicherheit sagen kann, ist: Lasst euren Pavillon bitte am Ufer und nehmt ihn nicht mit den See, das kommt recht uncool, wenn man "dafür keine Genehmigung" (!) hat. Danke Herr Aufseher, nächstes Jahr sind wir schlauer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das mit Abstand Schlimmste am Zelten ist der Morgen (als Morgen bezeichne ich dabei Uhrzeiten ab 7.00 Uhr, unabhängig davon, ob man geschlafen hat oder nur so tat als ob). Man quält sich, von woher auch immer, aus irgendwelchen übertemperierten Gegenständen und Räumlichkeiten, die man zum Übernachten benutzt hat, stellt mit einem Schlag fest, dass man sich nie wieder auch nur ansatzweise auf zwei Beinen fortbewegen wird, wünscht sich zurück in Mutters Schoß und krächzt nach Scotty, der einen wegbeamt, überall hin, bloß nicht mehr zurück ins eigene Leben. Die mürrischen Gesichter sprechen für sich, jeder flucht leise vor sich hin, sucht Schlüssel, Handys und Geldbörsen, die irgendwo da, spätestens aber beim Nachbarszeltlager, rumliegen müssten und verwünscht die spießige Familie schräg links im Schatten, deren Kids schon um 6 Uhr laut brüllend über die Wiese hechten mussten. Zelten ist einfach nichts für Familien. Wieso wollen die das nicht endlich einsehen? Schlaftrunken stolpere ich über T., der irrsinnigerweise 5m weiter von unserem Hauptquartier, ohne Schlafsack, Iso oder LuMa übernachtet hat. Dass der Bursche es auch immer übertreiben muss. Immerhin finde ich zu seiner Rechten meine verschollene Zigarettenschachtel, die ich erst einmal trocken grillen muss, um den darin versteckten Inhalt an einem Stück rausholen und rauchen zu können. Das Gleiche gilt für alle anderen Gegenstände, die die Nacht unter freiem Himmel verbracht haben, Zelten am See bedeutet immer, auch im Hochsommer, klamme Nächte. Wir versuchen etwas aufzuräumen, wobei nur ich wirklich produktiv dabei bin. Die anderen sammeln das Leergut ein und fahren zur Tanke, um überteuerten Nachschub zu besorgen, da wir uns wie immer mächtig verkalkuliert hatten. Und wie immer kommt mindestens einer von ihnen mit einem Liter Milch zurück, nur für mich, und erntet mein erstes Lächeln des Tages. Kurz darauf bricht die Sonne endgültig hinter den wenigen Bäumen hervor und lässt den Morgen schlagartig weniger trist erscheinen. Das Frühstück fällt wieder einmal sehr abwechslungsreich aus: Von der Bratwurst, über Brötchen, bis hin zum Bier ist alles dabei. Ich trinke meine Milch. So wie immer (und einzig allein), wenn ich beim Zelten bin. Irgendjemand fährt später los um weitere Requisiten zu besorgen. Ein Schlauchboot, einen weiteren Pavillon (die Hitze ist bald nicht mehr zu ertragen), zwei Wasserpistolen, mehr Holz zum Grillen, Klappstühle, Sonnenmilch und -hut. Gut, dass der "Geschäfts-Vito" da ist und genügend Platz für alles Notwendige bietet. Zwei Stunden später ist das komplette Material da und eine halbe Stunde später aufgebaut. Ich ziehe zum ersten Mal seit dem gestrigen Abend meine Sachen aus, verbleibe im Bikini und mache es mir auf dem einzigen Liegestuhl bequem. Als Frau muss man eben alle Prioritäten nutzen. Irgendwann schnappe ich mir auch noch den Sonnenhut und gebe mich der Spätvormittagsruhe hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kommt nicht umhin, um von einer Idylle zu sprechen. Der Alltag liegt so weit entfernt, dass man fast nicht mehr glauben kann, er würde je wieder zurückkehren. Doch über den Alltag spricht niemand. Zwei Tage lang nicht. Es gibt weder Probleme, noch Geschäftliches, noch Familie, noch Freund / Freundin. Es gibt nur Blödsinn, Seele baumeln lassen und "Nixdenken". Ich schiele zu H., der die Sachlage offenbar richtig erkannt hat. Er liegt noch immer so, wie ich ihn Abends zuletzt sah, auf der Wiese, eingerollt in einer hässlichen alten Steppdecke, die man besser nie jemandem zeigen sollte. Irgendwann wird er wach, sieht noch immer genauso blau wie am Abend zuvor aus und als er sein erstes, aber undeutliches Wort spricht, bin ich mir sicher, dass er es in der Tat auch ist. Einige von uns grinsen, als er sich nach dem Toilettengang ein Bier schnappt und es still vor sich hin trinkt. Irgendjemand kommt auf die Idee, das Schlauchboot endlich aufzupumpen. Gute Idee, schließlich brennt die Sonne mittlerweile richtig gemein auf den Pelz. Bewaffnet mit Rudern, Sonnenbrillen und einer Flasche Wodka begeben sich 8 Personen zum eiskalten Wasser des Stausees, der an diesem Tag einem Tümpel gleicht. Doch das juckt niemanden so wirklich, also rein in das kühle Nass. Während die knallharten Kerle schon längst im Wasser sind, unterdrücke ich meine Schreikrämpfe und wünsche mir den sofortigen Tod. Sie werden mir noch wenige Minuten Zeit lassen, dann werden sie Staatsanwalt, Geschworene, Richter und Henker zu gleich sein und mich kaltblütig im eiskalten Wasser versenken, wofür ich mindestens einen von ihnen töten muss. Als ich irgendwann doch noch ohne fremde Hilfe im Wasser bin, schwimme ich zum Schlauchboot, welches schon verdächtig weit entfernt ist. Ein Blick auf die über ¾ leere Flasche zeigt mir, dass Part 2 bereits begonnen hat und ich Nachholbedarf habe. Ich hieve mich über den Rand des Bootes, stütze mich mit den Unterarmen darauf ab und will die Lage checken, als mich auch schon sechs Arme ergreifen und in das Boot zerren, wo ich quer über mindestens genauso vielen Männerbeinen lande. Ein Bewegen ist in dem überfüllten Boot schier unmöglich, wohin man langt und tritt, trifft man auf Arme, Beine, Bäuche, Badehosen und dennoch schaffe ich es irgendwann mich in eine halbwegs angenehme Sitzposition zwischen zwei behaarten Beinen zu begeben. Irgendjemand nimmt meine weiße Klammer aus dem Haar und im nächsten Moment wird es auch schon nass gespritzt, was ich eigentlich vermeiden wollte, weil es ewig zum Trocknen braucht. Eine Hand landet auf meinem Schlüsselbein und hinter mir ertönt dummes Gelächter. Ich will nicht fragen, was es da blöd zu Lachen gibt, muss ich auch gar nicht, weil es mir nach wenigen Sekunden klar wird, als ich etwas Hartes gegen meine Kreuz drücken spüre. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen, man muss mit so etwas nun einmal rechnen, wenn man sich im Bikini in eine angetrunkene Männergesellschaft begibt. Da hört auch Freundschaft auf, selbst in unserem Alter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir bleiben gut zwei Stunden im Wasser, teils im Boot, teils außerhalb (es gibt immer Affen, die meinen, dass es witzig ist, wenn man das Boot zum Kentern bringt) bis wir endlich genug haben und uns zurück zum Zeltplatz begeben. Mittlerweile ist es spät am Mittag, nach einer ausgiebigen Grillsession beginnt auch für mich der ernstere Teil des Tages. Ich greife zu einem Smirnoff, welches wir provisorisch in einem Becken voll mit kaltem Wasser nebst anderen Getränken gekühlt haben und lasse es mir gut gehen. Der eine döst vor sich hin, der andere knüpft Kontakte in der Nachbarschaft, der dritte räumt etwas auf - jeder ist mit irgendetwas beschäftigt und sammelt gleichzeitig neue Energie für den bevorstehenden Abend. Der Zeltplatz ist mittlerweile voll geworden, das Wochenende hat erst heute offiziell angefangen und gegen später erwarten wir, zumindest stundenweise, Besuch. Ich schiebe den Sonnenhut eines Kumpels tiefer ins Gesicht und räkele mich genüsslich auf der Liege. J. wechselt zum tausendsten Mal die CD und lässt einen unserer Lieblingssommerhits laufen. Er weiß, dass er lauter machen muss, jeder von uns weiß es, denn jeder tut es automatisch, wenn dieses Lied kommt. Ich fische eine meiner mittlerweile getrockneten Zigaretten aus der Schachtel, drücke sie mit den Fingern gerade und zünde sie an. Die ersten Töne verlassen das kleine Radio, was neben mir im Schatten unter dem Pavillon steht und erstaunlich lange mit einem Satz Batterien auskommt. Vom Kiosk erhallt plötzlich lautes Gelächter und irgendwo bellt ein paar Mal ein Hund. Als der Refrain des Liedes einsetzt, reihen sich wie auf Kommando sieben weitere, bekannte Männerstimmen in den Gesang ein und geben ihr Bestes. Ich lächele.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-6089482221440704729?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/6089482221440704729/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/05/schneewittchen-und-die-sieben-kerle.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6089482221440704729'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6089482221440704729'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/05/schneewittchen-und-die-sieben-kerle.html' title='Schneewittchen und die sieben Kerle'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-2249609893440543141</id><published>2005-08-25T22:08:00.002+02:00</published><updated>2010-07-11T01:11:49.227+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltschmerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herzeleid'/><title type='text'>Vom Sinn und Unsinn des Lebens</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Es muss irgendwann in der 5. Klasse gewesen sein, als ich mich das erste Mal näher mit Ägypten befasst habe und beschlossen hatte, einmal dorthin zu fahren. Mich faszinierte die Geschichte Ägyptens, die Kultur, die Religion und diese ganzen sagenhaften Mythen. Ägypten war fast schon schlimmer als die Dinosaurier, welche in der 3. Klasse mein Herz erobert hatten. Doch während die Faszination für diese irgendwann auf ein Normalmaß zurückging, blieb Ägypten und festigte von Tag zu Tag seine Position in meinem Traumkatalog. Sicherlich hätte ich in all den Jahren irgendwann Zeit und Geld gehabt, um dieses traumhafte Land zu bereisen, aber irgendwie war es nie der richtige Moment. Auch wollte ich mit jemandem dorthin, der genauso wie ich ein Faible dafür hat. Leider kamen nie alle Faktoren zusammen und so blieb die Reise ein ewiger Traum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unzählige Träume träumte ich bisher, manche waren Schall und Rauch, andere brannten auf der Seele wie ein Brandzeichen. Meine Gedanken wandern zwei Räume weiter, wo ein fünfjähriger &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Drei-Käse-Hoch gerade dabei ist, in seine Traumlandschaft zu entschwinden. Der Wunsch nach einem Kind war bei weitem nicht so erdrückend wie Ägypten, aber dafür umso schmerzhafter. Entgegen unserer biologischen Bestimmung, war eine Schwangerschaft ein Thema, welches wochenlang für dicke Luft sorgte. In anderen Ländern stellte sich die Frage nach dem Nachwuchs gar nicht, ich aber erlebte wochen- und monatelang die übelsten Diskussionen und Auseinandersetzungen, welche leider nur schwer zu lösen waren. Es gibt nun mal keinen Kompromiss, wenn man ein Kind möchte. Entweder ist man einer Meinung oder eben nicht. Wir waren es Gott sei Dank Monate später doch noch und ich werde nie dieses Glücksgefühl vergessen, als ich passenderweise an Valentinstag einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt. Ich würde Mutter werden! Eine Schwangerschaft gehört mitunter zu den Dingen, die eine Frau nie vergisst. Ich habe diese Zeit sehr genossen und bin der Überzeugung, dass ich diese Zufriedenheit mit jeder Faser meines Körpers zum Ausdruck gebracht habe. Nie werde ich das Lachen meiner Mutter vergessen, als ich ihr am Telefon mitteilte, dass sie Oma werden würde. Es war ein befreiendes, glückliches aber irgendwie auch trauriges Lachen, musste ihr wohl klar gewesen sein, dass sich ihre Tochter nun endgültig von ihr gelöst hatte und auf dem Weg war, ihre eigene Familie zu gründen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir uns anschließend Wochen später sahen, saßen wir beide im Wohnzimmer und redeten. Es war eines dieser Gespräche, welches mich schlagartig wieder in das Leben einer 15jährigen versetzte und ich fragte mich, ob es je anders sein würde. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie man sich klein und unbeholfen fühlt, wenn man mit seinen Eltern spricht. Meine Mutter erteilte mir Ratschläge über das Leben, bereitete mich auf mein Mutterdasein vor und ich hatte keine Sekunde lang das Gefühl, dass ich Mitte Zwanzig war und wusste, was ich da tat. Wo ich vorher noch selbstsicher war und mein Leben bis in das kleinste Detail geplant hatte, saß ich nun wie damals, als ich im Tante Emma Laden um die Ecke ein Lucky Luke-Heft geklaut hatte und dabei erwischt wurde, vor ihr. Ich fühlte mich unbedeutend, unreif und seltsamerweise schuldig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Papa gratulierte mir auf seine übliche, unbeholfene Art und Weise. Ob wir es je schaffen würden Vater und Tochter zu sein und nicht wie zwei Fremde reagieren, denen man gesagt hat, dass sie verwandt sind? Würden wir es je schaffen, ein warmes und vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen, welches auf Liebe und Respekt basiert? Er, der von einem hochrangingen Berufssoldaten erzogen wurde, den er solange ich denken kann siezte, stand nun stocksteif vor mir, als ob er salutierte. Was war nur passiert, dass solch eine Distanz zwischen uns herrschte, welche - so schien es - nicht mehr überwindbar war? Ich erinnere mich als ob es gestern war, wie wir sonntags in den nahe gelegenen Wald fuhren und dort spazierten. Das waren die einzigen Momente, die mein Vater und ich alleine verbrachten und sie verliefen immer nach dem gleichen Schema ab, doch das war nicht wichtig. Im Gegenteil. Vielleicht gehörten diese immer wiederkehrenden Rituale einfach dazu. Er sprach über das Leben, über Sinn und Unsinn, betonte immer wieder, wie wichtig es wäre, dass ich etwas Anständiges lerne, damit ich es später einmal leichter habe als er und Mama, was zweifelsohne auch der Grund dafür war, dass er soviel arbeitete und selten zu Hause war. Meine Eltern fingen ihr Leben in recht bescheidenen Verhältnissen an. Papa musste sich alles was er je besessen hat, selbst verdienen und meine Mutter als drittjüngstes Kind von vier, bekam das, was ihre Geschwister nicht mehr brauchten, denn für einen Neukauf war nicht genug Geld da. Beide waren bestrebt, meinen Bruder und mich vor dieser Pein zu bewahren. Im Nachhinein glaube ich, dass mein Vater an solchen Sonntagen all seine erzieherischen Defizite, die er im Alltag an den Tag legte, kompensieren wollte und mir soviel wie möglich über das Leben erzählte, in der Hoffnung, dass ich dies eines Tages beherzigen würde. Ich verstand vieles von dem was er sagte nicht wirklich, schließlich war ich damals 4 oder 5 Jahre alt und er schien das während seiner langen Monologe förmlich zu vergessen. Heute kommt es mir so vor, als ob seine Worte nicht mal mir galten, sondern sich selbst und er sich auf diese Weise gut zuredete, dass das, was er tat und wie er es tat, richtig war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere ausgiebigen Spaziergänge endeten immer mit einer anständigen Schaukelpartie auf dem Waldspielplatz. Papa stand hinter mir und schaukelte mich unermüdlich an, selbst dann, als ich es bereits selbst konnte. Es wurde ihm nie zuviel. Wir schaukelten solange, wie ich Lust hatte oder bis die Dämmerung einbrach und es Zeit wurde nach Hause zu fahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Schmunzeln huscht über mein Gesicht, wenn ich daran zurück denke. Wie befreiend und glücklich doch diese Momente für mich waren. Zweifelsohne schaukele ich auch heute noch sehr gerne und habe überhaupt keine Probleme mit meinem Sohn um die Wette zu schaukeln. Heute bin ich diejenige, die mit ihm in den Wald spazieren geht, ihn über das Leben aufklärt, von Dingen spricht, die er noch nicht versteht und dabei seine unzähligen Fragen beantwortet, deren Antworten mir jetzt schon Kopfschmerzen bereiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich beschleicht das Gefühl, dass nicht arg viel von dem, was mein Vater mir damals erzählt hat, übrig geblieben ist. Zigaretten sind Gift, sagte er immer, der seit 20 Jahren keine mehr angezündet hat. Ich bin Raucher wie aus dem Bilderbuch. Lern was Anständiges, hat er gesagt - ein Germanistikstudium war zwar sinnvoll, aber in seinen Augen nicht anständig genug. Ich hätte doch auch Architektur studieren können. Mit Bereichen, die nichts Handfestes erschaffen, konnte er noch nie etwas anfangen. Er hat zweifelsohne das Gefühl, bei meiner Erziehung auf ganzer Ebene versagt zu haben, auch wenn ich nicht kriminell, drogenabhängig oder sonst irgendwie auf den falschen Weg gekommen bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie gerne würde ich die Zeit zurückdrehen, den ein oder anderen wertvollen Moment länger auskosten und einige Dinge anders machen. Ich würde diesen einen verregneten und verhängnisvollen Donnerstag nicht in die Schule fahren und somit mein Erwachsenwerden verlangsamen. Ich würde die besagte Nacht lieber nicht schlafend verbringen, um nicht den Jahre alten, aber immer wiederkehrenden Traum zu träumen, den ich damals das erste Mal hatte und der mir auch heute noch die Luft zum Atmen raubt, weil mein Bruder darin sein Leben lässt. Ich würde fünf Minuten früher das Wohnzimmer meiner Großeltern verlassen und die Unbeschwertheit meiner Kindheit beschützen. Ich würde einmal weniger an das Telefon gehen und nicht diejenige sein, die meiner Mutter den Tod ihres Vaters mitteilt und ihren Schmerz in all seiner erschreckenden Größe ertragen muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz dazu, würde ich vielleicht doch das eine oder andere Mal mehr auf meine Eltern hören, die natürlich immer Recht hatten und deswegen von mir gehasst wurden. Ich würde noch öfters auf meinen Lieblingsbaum klettern, dem sie inzwischen die alten, mit Erinnerungen behafteten Äste, abgesägt haben. Ich würde mich mehr um meinen Bruder kümmern, den ich als Kind so oft vernachlässigt habe. Ich würde besser in Geschichte aufpassen und mich nicht von meinem unsympathischen Geschichtslehrer zur Schnecke machen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Erinnerungen liegen so weit zurück, dass sie mir manchmal unwahr erscheinen. Sie sind nicht nur zeitlich von mir entfernt, sondern auch räumlich, fanden doch viele davon in einem ganz anderen Land statt. Einem Land, wo ich zwar ein paar wenige, aber dennoch entscheidende Jahre meines Lebens verbrachte. Es ist, als ob ich meine Wurzeln dort gelassen hätte und diese nie nachgewachsen wären. Es entstand eine klaffende Lücke, die nie geschlossen werden konnte, auch wenn sie ab und an förmlich von Erinnerungen überflutet wird. Kann ein Mensch zwei Heimaten haben? Eine, die der Existenzgründung, dem Überleben und letzten Endes auch dem Verstand dient und die andere, die der Lebensfreude, der Wärme und dem Herzen gehört? Zwei Länder, die nicht unterschiedlicher sein könnten, vom wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und menschlichen Aspekt. Eins, in dem mein Leben statt findet und eins, wo viele Menschen wohnen, die mir etwas bedeuteten und mein Leben, wenn auch nur für einige Jahre, geprägt haben? Sind diese Gefühle, die ich bei dem Gedanken daran hege, das, was mein Vater als Heimatliebe bezeichnete? Jahrelang prangerte er verbittert das Fehlen derselbigen bei mir an, mit dem Hinweis, dass ich eine Schande für das Land wäre, da ich es nicht genug schätzen würde. Im Gegenteil, seiner Meinung nach schämte ich mich sogar dafür und leugnete meine Wurzeln, was ihm jedes Mal aufs Neue das Herz brach. Wie wenig ich für mein Land und meine Vorfahren empfand, kam seiner Meinung nach sehr deutlich zum Ausdruck, als sein Vater starb und ich mich mit meinen 13 Jahren nicht in der Lage sah, an den offenen Sarg heranzutreten und meinem Opa die letzte Ehre zu erweisen. Und auch als später, die am Grab stehende, riesige Menschentraube in eine Totenstille verfiel, um kurze Zeit darauf selbige von uniformierten Männern brechen zu lassen, die auf Kommando ihre Gewehre anlegten und unzählige Schüsse abfeuerten, wollte ich lieber woanders sein, als auf dem Begräbnis eines Mannes, der mir bis zu seinem Tod fremd blieb und dessen strenger Blick mich immer verängstigt hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist Heimatliebe dieses unbeschreibliche Glücksgefühl, wenn man bekannte aber doch fremde Töne hört? Ist Heimatliebe dieses Herzklopfen, wenn man alle paar Jahre die Grenze passiert und sich jeden Stock und jeden Stein anguckt, als ob er nicht von dieser Welt wäre? Ist Heimatliebe der Wunsch nach einem einfachen Leben, wo Menschen auch dann noch lachen, wenn sie eigentlich nichts mehr zu Lachen haben? Ist Heimatliebe die Freude, wenn man sich in das fremde Kulturleben eingliedert und feiert, als ob es das letzte Mal wäre? Ist es Heimatliebe, wenn man lauthals mitgröhlt, wenn es heißt "Steh auf und sing, mein Land - denn wer deinen Gesang nicht hören will, wird dein Donnergrollen hören", während das Herz wächst und wächst und am liebsten der Brust entspringen möchte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder ist Heimatliebe einfach nur dieses atemberaubende Gefühl von Wärme, ob der vielen kleinen Erinnerungen, welche sich krampfartig um das Herz legen und die Luft zum Atmen rauben? Diese vielen farbenfrohen Bilder, die vor dem inneren Auge vorbei ziehen und ein dumpfes Gefühl in der Magengegend hinterlassen, welches den Eindruck erweckt, dass man irgendwann, an einer wichtigen Kreuzung des Lebens, den falschen Weg ging und nun zwischen zwei absolut inkompatiblen Welten hin- und hergerissen ist. Und doch, wäre ich nicht diesen Weg gegangen, hätte ich eines der besten Konzerte meines Lebens verpasst. Ich hätte damals, im Sommer '93 nie meine große Liebe kennen gelernt, bei der ich herausfand, wie schmerzhaft Liebe sein kann, wie viel Leid ein Mensch ertragen kann und wie sehr man für jemanden bluten kann. Ich hätte mir die schönsten grünen Augen entgehen lassen, die ich je gesehen habe. Ich hätte nie erfahren, was es wirklich bedeutet glücklich zu sein und ich hätte genauso wenig erfahren, was echtes Leid und Not sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Gedanken und Gefühle verwirren mich und lasten auf mir, wie ein zentnerschwerer Sack. Ich kann das Empfundene nicht anders als mit Heimatliebe erklären - wenn vermutlich auf meine Art und Weise. Es wäre viel zu leicht, es mit Fernweh oder Nostalgie zu rechtfertigen, auch wenn meine Erinnerungen sicherlich das Ihre dabei taten, als sie dieses Gefühlschaos in mir zum Leben erweckt haben. Im Laufe der Zeit verblassen so viele, vor allem schlechte Erinnerungen und werden zu Schatten. Übrig bleiben die Schönen, welche oftmals idealisiert werden und wesentlich schöner und farbenfroher in Erinnerung behalten werden, als sie es eigentlich sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal macht sie ja Sinn, so eine Reise in die Vergangenheit, vor allem dann, wenn sich nebst der vielen schmerzhaften, aber schönen Erinnerungen ein positives Fazit aufdrängt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du hast nicht versagt, Papa, auch wenn vieles anders kam, als du es dir für mich gewünscht hast. Aber wenn du eins erreicht hast, dann, dass ich endlich Heimatliebe empfinde.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-2249609893440543141?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/2249609893440543141/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/08/vom-sinn-und-unsinn-des-lebens.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/2249609893440543141'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/2249609893440543141'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/08/vom-sinn-und-unsinn-des-lebens.html' title='Vom Sinn und Unsinn des Lebens'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-7365829927209770432</id><published>2005-08-11T16:36:00.006+02:00</published><updated>2010-07-25T14:34:57.081+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbalakrobatik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Himmel und Hölle'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selbstjustiz'/><title type='text'>Der Tag an dem ich Gott umbrachte - Part III</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Nachdem ich mein Treffen mit Satan mehr oder weniger vergeigt hatte, war mir klar, dass ich das nächste Mal die Sache überlegter angehen musste - sofern es überhaupt ein nächstes Mal gab. Ich flog zurück nach Deutschland, erneuerte meine Mitgliedschaft in der Bibliothek und kaufte sämtliche Bücher auf, die von Satan und Gott handelten. Meine Recherchen begannen erst im Internet, wo ich mich bei einschlägigen Seiten, Wikipedia und Google schlau machte. Überall bekam ich das gleiche zu lesen, außer bei satan-ist-tot.de, wo mir die Unwissenden doch tatsächlich klar machen wollten, dass es gar keinen Satan gab! Ignoranten. Was konnte ich von einer Seite &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;erwarten, die von teilzeitvegetarischen Jesusfreunden betrieben wurde, welche noch nicht einmal wussten, wer Maria Magdalena war und womit sie sich ihren Lebensunterhalt einst verdient hatte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch meine Stammvideothek profitierte von meinen Untersuchungen, denn von nun an waren alle Gott und / oder Satan-Filme permanent ausgeliehen. Von mir. God's Army war leider nicht allzu hilfreich. Zwar bekam ich hier einiges an Hintergrundinformationen, aber ich erfuhr nicht, wie man Satan nach einem verpatzten Date zu einem weiteren bewegen konnte. Die Neun Pforten waren da schon wesentlich hilfreicher. Ich schrieb daher einen freundlichen Brief an Johnny Depp und Roman Polanski, in dem ich die beiden um ihre Hilfe bat. Leider bekam ich nie eine Antwort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sache schien nicht einfach zu sein. Dantes Göttliche Komödie ist unbestritten ein Meisterwerk, aber da Dante leider das Zeitliche gesegnet hatte, konnte ich nicht mehr, als das was im Buch stand, erfahren und das wusste ich bereits seit geraumer Zeit. Wer nun glaubt, dass Faust die letzte Lösung war, der irrt. Faust hatte nämlich das Glück, sowohl von Gott als auch Satan die volle Aufmerksamkeit zu erhalten, was bei mir leider nicht der Fall war. Ich beauftragte einen zweifelhaften Advokaten, der mir bei der Recherche helfen sollte, wurde mir doch bewusst, dass ich hier was ganz Großes vor hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit meiner Kindheit war ich in keiner Kirche mehr gewesen, doch das änderte sich nun. Ich wurde regelmäßiger Gast sämtlicher Gottesdienste in der Stadt. Ich ging sogar so weit, dass ich Mitglied einer satanistischen Sekte wurde. Zu Beginn zweifelte ich, dass ich dort Antworten finden würde. Das Ganze war mir mehr als suspekt, konnte ich doch die ersten Tage keine satanistischen Aktivitäten feststellen. Unsere Treffen bestanden eigentlich nur aus Sauforgien, Gruppensex und der 4-wöchentlichen Opferung eines Kalbes. Wesentlich spannender waren da die Friedhofstreffen, die wir bei jedem Vollmond vollzogen, auch wenn ich mich fragte, ob die Satanisten noch wussten, dass wir Satan und nicht Dracula oder Werwölfe beschwören wollten. Die Sitzungen auf dem Friedhof unterschieden sich nicht allzu sehr von den üblichen Sitzungen. Der einzige eklatante Unterschied bestand eigentlich darin, dass irgendwann die Polizei auftauchte und wir fliehen mussten. Ansonsten wurde dort das Übliche praktiziert. Nackttanzen um das Lagerfeuer und Lesen und Propagieren satanistischer Schriften und Gedanken (welche das jüngste Gericht auf gänzlich andere Art und Weise ausgehen ließen). Das Ritual endete üblicherweise in einem Alkoholexzess und ich befürchtete, dass meine Nieren versagen würden, bevor ich meinen Plan zu Ende bringen konnte. Kurzum: Man frönte den körperlichen Gelüsten in jeder erdenklichen Form. Zweifelsohne hätte die Hälfte der satanistischen Belegschaft bei den Sexaholics ihre Daseinsberechtigung gefunden, beschlich mich doch ab und an der Verdacht, dass sie ihre Sexsucht unter dem Mantel der Teufelsbeschwörung versteckten. Ich kann jedoch nicht leugnen, dass auch ich an diesen abscheulichen Orgien teilnahm, hatte ich doch eine Mission vor mir und wollte diese auf keinen Fall gefährden. Außerdem wurde mir klar, dass man Gott provozieren wollte, in dem man alles tat, was er nicht für gut befand. Gleichzeitig hoffte man auf diese Weise die langersehnte Aufmerksamkeit Satans für sich zu gewinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wochen zogen ins Land und es schien, als ob ich nicht weiter kommen würde, bis eines Montags mein Plan ernsthaft in Gefahr geriet. Ich war gerade dabei etwas Essbares zu produzieren, während Sohn im Wohnzimmer sein Unwesen trieb und mit den Fernsehkanälen spielte. Dabei blieb er zufällig bei CNN hängen, wo berichtet wurde, dass das FBI einen langgesuchten Terroristen endlich geschnappt hatte. Er hatte in der Vergangenheit einige Anschläge in verschiedenen US-Städten verübt, zuletzt in New York, wo er der Brandstiftung beschuldigt wurde und für den Tod Jahrzehnte alter Bäume verantwortlich war. Ich wurde hellhörig und ließ alles stehen und liegen, um den Bericht weiter verfolgen zu können. Der 37jährige sei vergangene Nacht, so hieß es, gefasst worden, als er vor einer Kirche in aller Öffentlichkeit onanierte und dabei lauthals lachte. Zur Stunde sei die Staatsanwaltschaft mit der Anklage beschäftigt, man vermute aber bereits jetzt, dass dem Terroristen mindestens 5 Jahre Haft drohten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klasse! Konnte es jetzt noch schlimmer werden? Satan im Hochsicherheitstrakt eines amerikanischen Gefängnisses. Mir war überhaupt nicht klar, was er sich von der Erregung öffentlichen Ärgernisses versprochen hatte und wozu das Ganze gut gewesen sein soll, außer dass es meinem Plan schadete, von dem er allerdings noch nichts wusste. Ich flog nach New York um dem Prozess beizuwohnen, der einige Tage später ohne Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Eventuell konnte ich mit ihm irgendwie in Kontakt treten, bevor er endgültig hinter Gittern verschwand. Vielleicht hatte er aber auch Glück und die Anklage würde fallen gelassen werden? Ich hoffte, Satan würde mich wieder erkennen, aber das war leider nicht der Fall. Er sah recht mitgenommen aus, unrasiert und ungepflegt. Zweifelsohne wurde er weder gut noch respektvoll behandelt. Die Verhandlung zog sich ewig in die Länge und langweilte mich zu Tode. Als ich den Eindruck hatte, in Kürze wahnsinnig zu werden, zogen sich die Geschworenen endlich zurück, um sich zu beraten. Eine Stunde später durften wir zur Urteilsverkündung in den Gerichtssaal. 5 Jahre und 3 Monate hieß es. Der Hammer fiel und kurze Zeit später wurde Satan abgeführt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Stimmung sank auf Kellerniveau. Verbittert und enttäuscht ob der Ereignisse verließ ich den Gerichtssaal. Dahin war mein Traum von einem Deal mit Satan, wenn ich nicht vorhatte, die nächsten fünf Jahre auf seine Entlassung zu warten. Die einzige Möglichkeit, die ich jetzt noch hatte, war, eine Brieffreundschaft mit ihm zu pflegen, sofern er daran überhaupt Interesse hatte. Ich war mir sicher, dass Briefe geöffnet und / oder gelesen wurden, was natürlich nicht sonderlich von Vorteil war, vor allem, wenn man darin bekundet, dass man gerade dabei ist, Gott ein Grab zu schaufeln und um hilfreiche Tipps bittet. Verdammt! Was musste Satan auch so leichtsinnig sein und öffentlich seine Perversionen ausleben? Er hatte mir damit einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis ich eine neue Lösung gefunden und ggf. einen neuen Plan ausgearbeitet hatte, lebte und recherchierte ich weiter wie bisher. Ich musste die Zeit sinnvoll nutzen. Witzigerweise bekam ich ausgerechnet von den Satansanhängern (die bis dato noch immer nicht wussten, dass Satan mittlerweile ein Knastbruder war. Einmal mit Profis arbeiten) ein hilfreichen Tipp. Wir waren gerade mit der ersten Orgie fertig und machten große Pause, als ich einen jungen Satanisten etwas von Terry Pratchett schwafeln hörte. Natürlich! Wieso bin ich nicht selbst auf ihn gekommen? Wenn sich einer mit Satan auskannte, dann er! Ich konnte es kaum erwarten nach Hause zu kommen und mit dem Lesen der Scheibenwelt zu beginnen. Als endlich auch das letzte Mitglied der Sekte genug von Sex, Alkohol und Drogen hatte, machte ich mich so schnell wie möglich aus dem Staub. Zu Hause angekommen, kramte ich Pratchetts Bücher unterm Bett hervor und gab mir die volle Dröhnung. Es war mittlerweile einige Zeit vergangen, seitdem ich das letzte Buch von ihm las, jedoch erinnerte ich mich sehr gut daran, dass Satan - wie alle anderen Geschäftsleute auch - einen Stellvertreter hatte. Pratchetts Recherchen zu Folge handelte es sich hierbei zwar nur um einen Azubi, aber besser ein teuflischer Azubi als gar kein Anhaltspunkt. Wie Pratchett seinerzeit richtig erkannt hatte, musste nun mal jemand Satans Job übernehmen, wenn dieser aus irgendwelchen Gründen verhindert war. Ich fragte mich, wer nun, da Satan hinter schwedischen Gardinen saß, seine alltägliche Arbeit erledigte. Zweifelsohne wäre einer der Satanisten dafür bestens geeignet. Doch sicherlich würde es sich hierbei um keinen kleinen Fisch handeln. Ich musste also zusehen, dass ich an den Oberboss ran kam. Ich wusste, dass die Satanisten in Zellen arbeiteten und überall auf der ganzen Welt in diverse Machenschaften verwickelt waren. Ein diabolisches Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sachlage sah nun gar nicht mal so schlecht aus, wie ich einige Wochen zuvor noch angenommen hatte. Und wenn mich nicht alles täuschte, würde Satans Stellvertreter ebenfalls Moslem sein. Alles andere schien mir unlogisch. Ich erinnerte mich, dass er damals, als ich ihn in Hell's Kitchen antraf, ein ägyptisches Boulevardblatt las. Das war für mich Hinweis genug. Ich wusste nun, wo ich nach dem Stellvertreter zu suchen hatte und so begann ich meine Klamotten für eine weite Reise zu packen. Meine Suche führte mich nämlich nach Ägypten, in das Land der Pharaonen und Mumien ...&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a class="art-button" href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/07/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-ii.html"&gt;Zurück&lt;/a&gt; &lt;a class="art-button" href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2010/06/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-iv.html"&gt;Weiter&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-7365829927209770432?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/7365829927209770432/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/04/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-iii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/7365829927209770432'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/7365829927209770432'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/04/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-iii.html' title='Der Tag an dem ich Gott umbrachte - Part III'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-309824128956592689</id><published>2005-07-10T18:25:00.006+02:00</published><updated>2010-07-25T14:53:02.456+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schweinskram'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Brainfuck'/><title type='text'>Oh Scheiße oder Beschissener geht doch immer!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ich erkannte recht schnell, dass das Leben als Frau nicht mehr Vorzüge bot als das eines Mannes. Gut, an die Techniken der Selbstbefriedigung musste ich mich erst mal gewöhnen, so auch an die Tatsache, dass ich nun, da ich eine Frau war, nicht mehr 4-5 Mal am Tag an mir selbst rumspielen konnte, da sich das als Vertreterin dieses Geschlechts einfach nicht gehörte oder mangelnde Libido die bessere Alternative war. Die ersten Monate verbrachte ich damit, sämtliche Frauenzeitschriften, die der Markt hergab zu lesen und vor allem nach ihnen zu leben. Des Weiteren besorgte ich mir einige Großpackungen OB's Super und ärgerte mich gleichzeitig über die mickrige Größe, hatte ich doch gehofft wenigstens schwanzähnliche Kaliber vorzufinden. Wann immer ich glaubte, nun meine Tage haben zu müssen, schob ich mir eines dieser wattierten Phallussymbole in meine frisch hinoperierte Mieze und beseufzte gleichzeitig meine Nudel, die ich aus Gründen der Nostalgie in &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;einem Gurkenglas neben meinem Fernseher bis in alle Ewigkeiten aufbewahren wollte. Zu Beginn benutzte ich auch zwei oder drei Tampons gleichzeitig, jedoch ließ ich das recht schnell bleiben, da ich hinterher Schwierigkeiten mit dem Entfernen selbiger hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eurogay.de war auf Grund von Schwanzlosigkeit nun nicht mehr die richtige Anlaufstelle. Da ich seit Jahren mit Google befreundet war, fand ich bald eine Seite, auf der ich nur Lesben antraf, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob das nun die Lebensart sein sollte, die ich bevorzugte. Ich konnte nicht leugnen, dass ich noch immer ein Faible für Männer hatte, so beschloss ich erst mal bisexuell zu sein, um die Vorzüge beider Geschlechter genießen zu können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der neuen Community meines Vertrauens, mit Sitz in einem kleinen unbekannten Städtchen an der polnischen Grenze, traf ich irrsinniger Weise wieder auf Hans_Werner1. Er war nun unter einem anderen Namen unterwegs, aber sein Profilbild zeigte seine Brust mit den altbekannten Vier-Jahreszeiten-Klammern und das Tattoo seines ersten Abgangs, woran ich ihn sofort wieder erkannte. Aus Gewohnheit nahm ich Kontakt zu ihm auf. Er war mehr als überrascht mich wieder zu lesen. Der Schmerz über meine Geschlechtsumwandlung hielt ihn noch immer, doch schaffte er es recht bald diesen zu verdrängen und lieber in Erinnerung an die guten alten Zeiten zu schwelgen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hans_Werner1 war mittlerweile wesentlich tiefer in der Szene als ich vermutete. Schon wenige Wochen nach der erneuten Kontaktaufnahme lud er mich zu einer kleinen Privatparty ein, die mir zeigen sollte, wie sehr. Zu den eingeladenen Gästen gehörte ein junger Student namens Peter, der in Hans_Werner1' Nachbarschaft wohnte und dessen Anwesenheit ich mir nicht erklären konnte. In seinem Alter war dieser junge Mann wohl kaum jemand, der auch nur ansatzweise erahnen konnte, was für dreckige Dinge Hans_Werner1 in seiner Freizeit trieb, es sei denn, dieser hat ihn vorher schon instruiert, was ich bis dato allerdings noch nicht so genau wusste. Mit von der Party war auch Gertrud, eine gemeinsame Freundin, die sich mittlerweile selbstständig gemacht hatte und nun über das Internet getragene Höschen in großen Größen verkaufte und diese persönlich an den Mann brachte. Unsere kleine gesellige Gruppe wurde durch einen Mann mittleren Alters abgerundet, der mir gänzlich unbekannt war und dessen Namen ich in der Zwischenzeit vergessen habe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Abend begann mit einigen Gläsern Rotwein, etwas französischem Schimmelkäse und gepflegter Konversation. Wie sich die leeren Rotweinflaschen jedoch aufsummierten, so wurde unsere Stimmung immer lockerer, bis man sich letzten Endes wie Zuhause fühlte. Peter erzählte einen jugendlichen Schwank nach dem anderen und ich fragte mich, wann er mit dem langweiligen Gesülze endlich aufhören würde, bis das Wort Natursekt fiel, was meine Aufmerksamkeit zugegebenermaßen wieder erregte. Der junge Bursche hatte doch mehr drauf, als ich dachte. Er begann von seinen sexuellen Eskapaden zu erzählen, die sich erstaunlicherweise doch recht oft um Pinkelspielchen drehten. Nach einer missglückten Pubertät, in der er offenbar mit zu viel eindeutigem pornografischen Material konfrontiert wurde, gab es jetzt nicht mehr arg viele Dinge, die sein Interesse noch wecken konnten. Die Frauen sprangen reihenweise ab, wenn sie erfuhren, dass er nicht nur ein Faible für das Hinterstübchen hatte, sondern sich auch näher mit dessen Materie beschäftigen wollte. Spontan musste ich an Manfred und Helga denken und fragte mich, wieso mir immer mehr Menschen begegneten, die sich für Toilettenspielchen begeistern konnten. Peter machte dabei nicht mal vor seinem eigenen Körper halt, denn ab und an urinierte er in ein Glas und trank es anschließend Schluck für Schluck leer. Um seine 20 Uhr-Wichsorgien abwechslungsreicher zu gestalten, gönnte er sich außerdem sein eigenes Sperma auf einer Pizza Diavolo, welche er schließlich fingerleckend genussvoll verspeiste. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch Peter wollte nicht nur als lebende Toilette dienen, sondern mehr als das. Ihm ging förmlich das Messer in der Hose auf, wenn er sich der menschlichen Exkremente bedienen durfte, als ob es sich um ein reich gedecktes Buffet handelte. Gertrud lachte schäbig, als sie das hörte und beichtete, dass sie sich seit neuestem mit ähnlich Gesinnten abgab. Einer ihrer letzten Kunden bat sie um eine Stuhlprobe, welche sie ihm bereitwillig gab. 25 Euro leichter und mit einer kleinen C&amp;amp;A-Plastiktüte in der Hand, die wunschgemäß den heißbegehrten Inhalt ihres Darms enthielt, soll er anschließend in einem nahegelegenen Wald verschwunden sein, um sich dort von Kopf bis Fuß damit einzuschmieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die leichte Übelkeit, die ich bis dato empfand, verstärkte sich auf dramatische Weise, je länger Gertrud erzählte. Peter konnte währenddessen seinen Mund nicht halten und meinte immer wieder, wie er gerade Lust auf Facesitting mit Atemnot hatte. Er war masochistisch-devot eingestellt und schaute mich einige Male mit einem vielsagenden Lächeln an, in der Hoffnung, ich würde sein Gesicht als Sitzkissen benutzen und ihm so einige geile Abgänge ermöglichen. Zweifelsohne würde dieser Kerl alles tun, was ich von ihm verlangte und ich dachte zugegebenermaßen darüber nach, ob ich ihm nicht einige fiese Aufgaben erteilen sollte. Nebenbei erwähnte er, dass ich zum Pinkeln nicht auf die Toilette gehen bräuchte, er würde sich anbieten und direkt von der Quelle trinken, was nicht nur praktischer für mich wäre, sondern ihm natürlich auch Geilheit bis aufs Äußerste verschaffen würde. Hans_Werner1 ließ sich nur bereitwillig von Peters Worten anmachen und zauberte recht bald einen pinkfarbenen gesprenkelten Vibrator hervor, der nach unten hin immer dicker wurde. Ich staunte nicht schlecht, als er das Ding bis zum Anschlag in seinem Allerwertesten verstaute, musste das Teil doch am Ende einen Durchmesser von mindestens 6-7 cm haben. Ein selten dümmliches Grinsen überzog sein Gesicht und wurde von einem Glucksen, was sich seiner Brust entriss akustisch untermalt. Derweil hatte Gertrud, welche in weiser Voraussicht Dutzende Baumwollhöschen vom Schlecker mitgebracht hatte, sichtliche Schwierigkeiten ihre fließenden Säfte unter Kontrolle zu bringen und wechselte daher fast minütlich die Unterhosen, welche sie anschließend feinsäuberlich vakuumverpackte und für die persönliche Übergabe an ihre Kunden vorbereitete.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wehleidig dachte ich über meine Jahre als Mann nach. Wie gut und schön war doch die Welt, als das höchste der Gefühle ein Mann in Frauenklamotten war. Wie konnte es nur so weit kommen? An welcher Kreuzung meines Lebens bog ich nicht Richtung Biedermeier sondern Drecksau ab? Was war mit der Welt geschehen, dass es Menschen gab, die die Engel singen hörten, wenn es auch nur ansatzweise um Toilettenspielchen ging?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Nacht schlief ich sehr unruhig, bis ich endlich gegen Morgengrauen meinen Frieden fand. Ich träumte von einem Mann ganz in weiß und einem romantischen Schlafzimmer im Landhausstil mit Himmelbett und Rüschen. Nur bruchstückhaft erinnere ich mich, wie ich Sex in der klassischen Missionarsstellung ohne Worte vollzog. Ich lag unten, während er ohne großes Aufsehen auf mir lag und hart arbeitete. Jeder von uns stöhnte leise in sich rein und hielt die Augen geschlossen, was auf Grund der totalen Dunkelheit im Zimmer eigentlich nicht nötig war. Der Geschlechtsverkehr dauerte nicht lange. Er fand genauso sang- und klanglos ein Ende, wie er begonnen hatte. Kurz darauf drehte mein Liebhaber mir den Rücken zu und verfiel in einen tiefen aber schnarchenden Schlaf. Ein Weilchen lag ich noch wach da und seufzte zufrieden. Ein kleines Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus. Ich hatte alles, was ich wollte. In meinem Traum gab es weder Facesitting, noch Analspielchen, noch sonstige ausgefallene Sexualpraktiken, geschweige denn Klospielchen. Es gab einfach nur klassischen Sex und ich begriff, dass ich nie wieder anderen haben wollte außer diesen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebevoll zog ich die Decke über mich und meinen unbekannten Liebhaber, bevor ich mich glücklich an ihn kuschelte. Er grunzte kurz, hielt dann für einige Sekunden den Atem an, bis er anschließend professionell weiter schnarchte. Die Decke war etwas zu kurz geraten, so dass am Ende des Bettes unsere Füße rausguckten. Wir trugen beide noch unsere Socken.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a class="art-button" href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/01/alles-im-arsch-oder-beschissener-geht.html"&gt;Vorspiel&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-309824128956592689?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/309824128956592689/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/07/oh-scheie-oder-beschissener-geht-doch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/309824128956592689'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/309824128956592689'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/07/oh-scheie-oder-beschissener-geht-doch.html' title='Oh Scheiße oder Beschissener geht doch immer!'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-3916737719236946810</id><published>2005-07-08T14:50:00.011+02:00</published><updated>2010-07-25T14:38:58.959+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbalakrobatik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Himmel und Hölle'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selbstjustiz'/><title type='text'>Der Tag an dem ich Gott umbrachte - Part II</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Es war nur ein schwacher Trost, dass das Wetter in Hell's Kitchen genauso schlecht war, wie in good old Germany. Andererseits passte der Regen hervorragend zur apokalyptischen Stimmung, die sich langsam aber sicher in mir ausbreitete. Möglicherweise hatte ich das Wetter Gott zu verdanken, der u. U. ahnte, was ich im Schilde führte und darauf hoffte, mir dadurch das Umsetzen des Plans zu erschweren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hell's Kitchen war kein Deut besser als ich es in den Filmen gesehen hatte. Eigentlich hatte ich gehofft, etwas Nobleres oder zumindest Sauberes vorzufinden und es ärgerte mich, dass das Böse &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;immer im Mief und Dreck hauste, während der von oben im regenbogenfarbenen Paradies lebt. Ich wusste, dass Satan seine Erscheinungsform ändern konnte und hoffte nicht, ihn in seiner vollen Größe und Hässlichkeit anzutreffen. Daher hielt ich Ausschau nach attraktiven dunkelhaarigen Männern im Anzug. Satan war nicht auf der Brotsuppe daher geschwommen, soviel war klar. Er arbeitete hart um Verderben und Sünde aufrecht zu erhalten und weiterhin erfolgreich weiter zu verbreiten. Es war von daher logisch, dass er zumindest die weibliche Bevölkerung mit so einem Erscheinungsbild leichter beeinflussen konnte, allerdings interessierte mich, ob er Männern das Böse in Form einer reizvollen Blondine nahe bringt oder doch eher das dunkelhaarige Pendant zum Mann wählt. Ich kam zu keiner zufriedenstellenden Antwort, musste jedoch zugeben, dass sowohl Gott als auch Satan scheinbar ihre Probleme hatten. Während der eine der weltweit meistgesuchte Verbrecher war, war der andere nichts anderes als eine feuerbeschwörende Transe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war nicht wirklich schwer Satan zu erkennen, denn einige Blocks weiter erblickte ich einen attraktiven Mitdreißiger im Anzug, welcher auf einer Parkbank die Zeitung las. Das Pentagramm zu seinen Füßen, welches mit Kreide auf den Boden gekritztelt war, schien mir zwar logisch aber dennoch etwas aufdringlich. Ich hätte ihm mehr Geschick zugemutet. Nichtsdestotrotz setzte ich mich gelassen neben ihn auf die Bank und freute mich, dass mir das Höllenfeuer erspart blieb. Keiner von uns sagte etwas. Ich beschloss ihn anzusprechen als mir einfiel, dass ich gar nicht wusste, auf welcher Sprache Satan kommunizierte. Wenn man aber von der populärsten Entstehungstheorie Satans ausging, konnte man davon ausgehen, dass Gott bei seinem "Ex-Jünger" satte Vorarbeit geleistet hat und ihm alle Sprachen beigebracht hat, bevor er ihn aus dem Himmel verbannt hat. Ich fischte also eine meiner Lord 100 heraus und fragte mit einem charmanten Lächeln nach Feuer. Satan reagierte nicht sofort, aber als er endlich den Kopf hob und mich anschaute, wusste ich, dass ich an der richtigen Adresse war. Der Kerl, der neben mir saß konnte zweifelsohne nur der Fürst der Finternis himself sein, da ich keinen anderen Mann auf Gottes Boden kannte, der solch ein diabolisches Aufblitzen in den Augen aufweisen konnte. Er grinste ein Satansgrinsen und entblösste 32 perfekt gemeißelte Zähne (vielleicht waren es auch mehr, ich war geblendet von dem Weiß), ohne den Blick von mir zu lösen. Ich spürte, wie eine innere Hitze meinen Körper in Besitz nahm und meine Hände zu schwitzen begannen. Satan schwieg noch immer,&amp;nbsp; wenn auch etwas lauter als zuvor, was meine Hitzewallungen jedoch einesfalls reduzierte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Gott, ich befand mich direkt in der Hölle und sie war ganz anders, als ich sie mir ausgemalt hatte! Nervös zog ich an meiner Zigarette, welche irsinnigerweise brannte. Ich hatte keine Ahnung seit wann, doch das war nun auch nicht mehr weiter wichtig. Wichtig war jetzt nur, keinen falschen Schritt zu unternehmen. Zuerst musste ich mich von diesem hypnotisierenden Blick lösen, was sich als eine recht schwierige Aufgabe herausstellte. Ich wusste, sollte ich noch länger diesen Augen verfallen, würde es zu keinem Deal zwischen mir und Satan kommen, denn das wäre dann nicht mehr nötig. Ich würde Satan willenlos folgen, wenn erforderlich bis ans Ende der Welt, falls es eins gab. Er musste meine Gedanken erraten haben, denn er stand abrupt auf. Ich tat es ihm gleich und bereitete mich auf meinen Untergang vor, der bereits passend von Fanfaren eingeleitet wurde. Mir war allerdings überhaupt nicht klar, warum Satan wie von allen guten Geistern ein paar Meter davon rannte. Ich konnte es mir jedoch nicht leisten ihn nun, da ich ihn aufgespürt hatte, aus den Augen zu verlieren, also rannte ich ihm hinterher. Das Fanfarengeräusch wurde derweil lauter und ich meinte, auch die Engel singen zu hören. Irgendwann erkannte ich allerdings, dass das gar keine Engel waren und erst recht kein Gesang sondern menschliche Stimmen. Was in drei Teufels Namen (Satan, Luzifer und Antichrist) war da los? Die Stimmen wurden immer lauter und unterbrachen meine interaktive Meditation mit Satan. Ich drehte mich um und glaubte, meinen Augen nicht mehr trauen zu können. Hinter mir brannte der Park lichterloh und die Feuerwehr rückte bereits an. Ich staunte nicht schlecht. Alle Achtung! Ich wollte Feuer und bekam Feuer. Satan hatte ganze Arbeit geleistet! Ich pfiff anerkennend durch die Zähne und wollte ihn gerade fragen wie er das hinbekommen hat, doch er war spurlos verschwunden. An der Stelle wo ich ihn zuletzt sah, lag nur noch die halbzerknüllte Zeitung. Ich hob sie auf und war mehr als verwirrt, weil ich nichts darin lesen konnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich jedoch auf der Titelseite eine Pyramide als Logo entdeckte, ahnte ich, dass es sich hier um Arabisch handeln musste, denn die Zeitung war zweifelsohne ein ägyptisches Boulevardblatt. Diese Erkenntnis traf mich wie ein Schlag: Herr im Himmel, Satan war Moslem!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a class="art-button" href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/07/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-i.html"&gt;Zurück&lt;/a&gt; &lt;a class="art-button" href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/04/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-iii.html"&gt;Weiter&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-3916737719236946810?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/3916737719236946810/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/07/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/3916737719236946810'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/3916737719236946810'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/07/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-ii.html' title='Der Tag an dem ich Gott umbrachte - Part II'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-8896518223329177236</id><published>2005-07-02T12:07:00.005+02:00</published><updated>2010-07-25T14:40:16.107+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbalakrobatik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Himmel und Hölle'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selbstjustiz'/><title type='text'>Der Tag an dem ich Gott umbrachte - Part I</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;i&gt;- Ein Roman in vielen Teilen - &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war gerade dabei Brötchen zu holen. Vielleicht wurden sie mir auch gebracht, jedenfalls vernahm ich ihren verlockenden Duft und freute mich auf ein leckeres Frühstück. Gleichzeitig kam diese CD ins Spiel - ich weiß noch immer nicht, was mit ihr im Nachhinein passiert ist, ich schaffte es nicht mehr dies herauszufinden. Ich weiß nur, dass es eine Musik-Cd in einem gelben Cover war. Ich glaube, ich wollte sie gerade einlegen um reinzuhören, als Gott seine Boten in meine Straße und an meine Klingel schickte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sohn rannte voller Vorfreude zur Sprechanlage (er muss noch viel lernen) und fragte mit piepsiger &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Stimme, wer da ist. Stephan Trick kam es ihm entgegen, sekundenspäter auch mir, als mich Sohn über die aktuelle Sachlage informierte. Ich fragte, ob der Mann denn gesagt hätte, was er will, als Sohn schon losflitzte und den guten Mann mit Fragen quälte. Ich sah ein, dass dies der Moment war, an dem ich mein Bett verlassen musste, um die Sache zu übernehmen. Mit geschlossenen Augen (ich wolllte so gut es geht im Schlafzustand verharren und nicht wach werden) schleppte ich mich zum Tür, griff heroisch zur Sprechanlage und murmelte ein paar verschlafene Laute in den Hörer. Ein 500-Wörter-Schwall kam mir entgegen - eigentlich hätte mir hier schon klar sein müssen, was da los ist - bis am Schluss endlich die ersten konkreten Hinweise für den Besuch des Herrn Stephan Trick kamen. Er wolle einige biblischen Gedanken mit mir erörtern, tönte er. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor er weiter sprechen konnte, kam von mir Protestgegrummel. Ich klärte Herrn Trick über meinen Zustand auf, dass ich soeben dabei war zu frühstücken und jetzt wieder in mein Bett gehen würde um dort im Traum endlich damit anzufangen und betonte auch, dass ich jetzt nichts von Gott, Jesus und vorallem von biblischen Gedanken wissen wollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider Gottes (Ironie des Schicksals?) verfiel ich in keinen weiteren Schlaf, so dass ich mich 15 Minuten später qualvoll aus dem Bett hievte und die ganze gottverdammte Welt verfluchte. Eins war klar: So konnte es nicht mehr weiter gehen. Ich wusste nicht, wann Gott samstags aufstand, aber offenbar früher als ich. Hatte der Typ eigentlich nie frei?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich beschloss mir ausgiebig Zeit für einen Mordplan zu nehmen. Gott musste eliminiert werden. Klar, ich hätte jetzt auch den Herrn Stephan Trick kalt machen können, doch damit hätte ich nichts erreicht. Spätestens in einer Woche käme ein anderer Stephan Trick und der Teufelskreis würde von vorne beginnen. Ich musste die Ursache des Problems beheben und das war niemand anderes als Gott. Würde dieser fallen, wären alle Stephan Tricks dieser Welt arbeitslos. In Gedanken malte ich mir die Konsequenzen meiner Tat aus. Wenn Gott nie existiert hätte, gäbe es keinen Jesus, der den ersten Schritt zur Legalisierung der Prostitution unternahm, keinen Moses mit samt seinen zweifelhaften 10 Geboten und keine Nächstenliebe, aus der uns heute ein Strick gedreht wird. Es gäbe keinen terroristischen Noah, der mit Massenentführung durchkam und nie dafür verurteilt wurde. Es gäbe keine kirchlichen Institutionen, die selbst im Lachen eine Sünde sahen, keine Inquisitionen, keine Hexen auf dem Scheiterhaufen, keinen Religionsunterricht, keine armen Männer, die im Zölibat leben mussten und somit zweifellos zu Erfindern der männlichen Masturbation mutierten, keine Papstpredikten gegen Abtreibung und Verhütung und keine Stephan Tricks, die mit mir Bibelpassagen erörtern möchten, welche sie kürzlich entdeckt haben. (Heißt das, dass diese Passagen vorher nicht in der Bibel waren oder haben sie solange gebraucht um diese zu Ende zu lesen?) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso zum Teufel (dieser war jetzt der einzig richtige Ansprechpartner) kam nie jemand auf die Idee Gott zu vernichten, bevor ich mit Stephan Trick an einem verregneten Samstag Vormittag konfrontiert wurde?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Plan sah recht einfach aus: Ich würde eine Leiter nehmen, in den Himmel steigen und mit Gott ein paar ernsthafte Worte wechseln. Vielleicht konnte ich ihn überreden, seinen Posten freiwillig niederzulegen und auf einen anderen Planeten auszuwandern, was ihm, als Allmächtigem, sicherlich keine Probleme bereiten dürfte. Sollte er sich weigern, käme Plan B zum Einsatz. Ich gebe zu, dass ich mir im Unklaren darüber war, wie man Götter am besten eliminieren konnte. Floss Blut durch ihre Adern? Konnte man sie einfach abstechen? Konnte man sie vergiften, erwürgen oder gar erhängen? Sollte ich ihn der Guillotine oder dem Scheiterhaufen überlassen, so wie viele andere, die als Ketzer im Namen Gottes dahinscheiden mussten? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je länger ich über Gott und die Welt nachdachte, umso klarer wurde mir, dass Gott ein international gesuchter Verbrecher ist. Er ist ein Massenmörder. Ein Krimineller, der Tausende Seelen auf dem Gewissen hat und für den Tod weiterer Tausender verantwortlich ist. Gott ist ein Blender, welcher darauf bedacht ist, uns im guten Glauben zu lassen, dass wir - wenn wir nur oft und lang genug beteten und an ihn glaubten - alles wieder gut werden würde. Ich fragte mich auch, ob es Sinn machen würde, mit Satan einen Pakt zu schließen. Gemeinsam wären wir schließlich stark. Eventuell kannte er gute Tricks, wie man Gott los werden konnte. Ich zweifelte zwar daran, denn sonst hätte er sich zweifelsohne in der Vergangenheit seiner entledigt und würde nicht in der Hölle dahinschmoren. Aber vielleicht fehlte ihm einfach die Unterstützung einer verbitterten Frau? Oder er war noch mit der Beweissicherung beschäftigt und der Fall Stephan Trick war das letzte Puzzleteil, was für eine Verurteilung notwendig war?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage war jetzt: Wie tritt man mit Satan in Kontakt? Konnte ich einfach in die Hölle hinabsteigen und mit ihm reden? Würde ich überhaupt die Hitze dort überleben? Ich beschloss die hiesige Feuerwehr zu konsultieren und mir einige Schutzanzüge besorgen, bevor ich Verbrennungen jenseits von Gut und Böse davontrug. Je länger ich über meinen Plan nachdachte, umso offensichtlicher war, dass die Sache nicht einfach sein würde. In meiner Euphorie vergaß ich auch Petrus, der mich sicherlich nicht so einfach vorbei lassen würde - schon gar nicht, bewaffnet bis zu den Zähnen. Und auf der anderen Seite hatte ich es mit 9 Zyklen der Hölle und dem dazugehörigen Ungeziefer zu tun, bis ich endlich dem Fürsten der Finsternis gegenüberstehen würde, vorausgesetzt, ich überlebte Zerberus, von dem ich nicht wusste, ob er auch in dieser Hölle anzutreffen ist. Hölle hin oder her, dachte ich noch, es gab sicherlich nur eine, die in jeder Kultur und Religion anders beschrieben wurde oder andersnamige Bewohner hatte. Ähnlich dürfte es mit Zerberus sein. Daher kaufte ich in weiser Voraussicht ein 5kg-Paket Frolic - man konnte schließlich nie wissen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Blick auf die Uhr bestätigte mir, dass der Morgen noch anhielt. Satan würde sicherlich in Kürze sein Frühstück zu sich nehmen. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit befand er sich also just in diesem Moment in der Küche. Somit war klar, was zu tun war. Ich buchte schnell einen Flug nach New York und plante auf Grund der Zeitverschiebung noch am selben Morgen rechtzeitig in Hell's Kitchen zu stehen. Ich wollte nichts dem Zufall überlassen ...&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a class="art-button" href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/07/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-ii.html"&gt;Weiter&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-8896518223329177236?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/8896518223329177236/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/07/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-i.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8896518223329177236'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8896518223329177236'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/07/der-tag-dem-ich-gott-umbrachte-part-i.html' title='Der Tag an dem ich Gott umbrachte - Part I'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-703031460110172496</id><published>2005-06-23T01:38:00.010+02:00</published><updated>2010-07-25T15:17:43.830+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbalakrobatik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selbstjustiz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lynchen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Brainfuck'/><title type='text'>Selbstjustiz mal anders - Part II</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;b&gt;... NACHHER&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Wie sieht nun richtiges Lynchen aus? Ich gehe davon aus, dass sich der fleißige Leser in der Zwischenzeit überlegt hat, wen er eliminieren möchte und sich ggf. eine Liste erstellt hat. Ohne mindestens drei Personen lohnt der Einsatz gar nicht. Keine halben Sachen. An dieser Stelle sei gesagt, dass es verschiedene Methoden des Lynchens gibt. Ich werde nachfolgend eine kleine aber feine Auswahl vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Borg-Methode:&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Wieso sich etwas eigenes ausdenken, wenn sich irgendwo da draußen jemand schon hervorragende Lynchmethoden ausgedacht hat? Jeder treue und begeisterte Trekkie-Fan sollte ohnen wissen, &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;woher der ganze Kladderadatsch kommt, den er sich da jahrelang bei Enterprise reingezogen hat. Die Borg-Methode ist eine der ältesten und weitverbreitetsten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l44njkxjUD1qc1rrr.png" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Andy Borg - Urvater der gleichnamigen Species "Borg". &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ähnlichkeit zu Nino de Angelo ist nicht zu übersehen. Doch während der eine jenseits von Eden jault, versteht dieser hier keinen Spaß! Die Frage, warum die Borg fast ausschließlich kubusförmige Raumschiffe bevorzugen, dürfte imho beantwortet sein. Unklar ist allerdings, welcher Teufel 7 of 9 dazu trieb, sein Groupie zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Widerstand ist zweckslos. In der Tat. Kommt man einmal zum unverhofften Genuss seine Lieder zu hören, ist man zu keiner Reaktion mehr fähig, außer dass man sich den Tod als allmächtige Erlösung wünscht. Doch die Borg entwickelten eine Methode, die es dem Opfer unmöglich machten sich gegen sie zu wehren. Sie assimilierten komplette Rentnerwelten, ganze Hausfrauengalaxien wurden dem Erdboden gleich gemacht und ihr zerstörerischer Drang scheint nicht nachzulassen. Die einzige Herausforderung besteht darin, wenigens 1 of 1 zu sein, denn auch hier gilt: Wieso unter ferner liefen, wenn man doch auch an der Spitze stehen kann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;u&gt;Tipp&lt;/u&gt;&lt;/i&gt;&lt;b&gt;: &lt;/b&gt;Lästigen Feinden systematisch zu Weihnachten, Geburtstag, Valentinstag und jeder anderen sich bietenden Gelegenheit eine Platte von Andy Borg schenken. Öfters mal Fahrgemeinschaften mit dem Feind bilden und ihn konsequent mit Andy-Borg-Mucke im Auto konfrontieren. Vor Verwandten und Bekannten nebenbei die verblüffende Ähnlichkeit zu Andy Borg bekunden. Spätestens nach 6 Wochen, wird der Feind um Gnade winseln!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Dalai Lama-Methode:&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Diese Methode ist wirklich nur für Leute geeignet, denen so ziemlich alles Latte ist, die vorher eine ordentliche Tüte geraucht haben, oder 5x hintereinander die bösartigsten Achterbahnen fahren können, ohne mit der Wimper zu zucken. Gut kommt auch, wenn man in fernöstlicher Kultur gewandt ist, Buddhist ist oder seinen Zweitwohnsitz in Tibet hat. Worin besteht nun die Kunst dieser Methode? Ganz einfach: Man bringt den Feind zum Ausflippen in dem man gar nichts tut. Diese Vorgehensweise macht allerdings nur dann Sinn, wenn man den Feind schon mal zum Hassen bringen konnte. Idealerweise ist er gerade dabei an die Decke zu gehen, brüllt was das Zeug hält und durchlebt einen (zweiten) Stimmbruch. Wenn man dann dabei ruhig und gelassen ist, eventuell eine Tasse Tee anbietet und ein paar Yogaübungen ausführt, sollte sich recht bald der Erfolg einstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;u&gt;Tipp&lt;/u&gt;&lt;/i&gt;&lt;b&gt;: &lt;/b&gt;Keinesfalls in Diskussionen einlassen! Schweigen ist Gold. Und: Vorher ein selten dämliches und leicht bemitleidendes Lächeln einstudieren - bringt wahre Wunder!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Freud-Methode:&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Diese Methode ist mit Abstand diejenige, die am schwierigsten umzusetzen ist und setzt daher gewisse Kenntnisse voraus. Unabdingbar für den Einsatz dieser Methode sind nicht nur ausreichend Menschenkenntnisse, sondern auch die Fähigkeit psychologische Zusammenhänge zu erkennen. Desweiteren ist ein gehöriger Wortschatz nicht zu verachten, sowie eine stilische Ausdruckweise und ein antrainierter sachlicher Tonfall. Das Ziel ist, den Feind systematisch verbal auseinander zu nehmen, ohne dabei ausfallend oder gar beleidigend zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;u&gt;Tipp&lt;/u&gt;&lt;/i&gt;&lt;b&gt;: &lt;/b&gt;Diese Methode rentiert sich vorallem dann, wenn man den Feind schon länger kennt und somit seine Schwachstellen bekannt sind. Unter Umständen muss man damit rechnen, dass man ihn vollständig zerstört, insbesondere dann, wenn man sein Ego scheibchenweise auseinander nimmt. Nerven aus Stahl und Durchhaltevermögen sind besonders nützlich, denn diese Methode ist weder moralisch vertretbar noch sozial. Aber mal ehrlich: Wer zum Lynch als letzte Herausforderung greift, hat eh bewiesen, dass er nicht gesellschaftstauglich ist und nicht mehr an der hiesigen schnöden Welt hängt, noch weiteres Interesse daran hat, ein anständiger Mitbürger zu sein. Ergo: Ein Hoch auf die Skrupellosigkeit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Dolly Buster-Methode:&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Speziell voluminöse Frauen / Männer, die Frauenkleider zur Tarnung benutzen / Frauen, die Frauenkleider zur Identifikation benötigen / Shemales müssen an dieser Stelle nicht verzweifeln. Schließlich besitzen sie zwei schlagfertige Argumente, die sie auch einsetzen sollten, in der Hoffnung, dem Feind möge Hören und Sehen vergehen. Bitte vorher die sexuelle Einstellung des Feindes einholen, sonst geht der Schuss ggf. in die Hose - im wahrsten Sinne des Wortes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;u&gt;Tipp&lt;/u&gt;&lt;/i&gt;&lt;b&gt;: &lt;/b&gt;Unbedingt darauf achten, dass der Feind nach begangener Tat nicht mehr weiß, was los war. Ansonsten droht eine Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Um Zeugen und Erregung öffentlichen Ärgernisses zu vermeiden, die Handlung in geschlossenen Räumen vollziehen. Wahre Profis bringen ihr Opfer auf Amöbenlevel. Insbesondere in geistiger Hinsicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Murphy-Methode:&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Auch Sprachgewandte müssen an dieser Stelle nicht verzweifeln. Ich habe für jeden Typ etwas parat. Wer weder das strahlende Lachen noch die Schießkünste von Eddy Murphy an den Tag legen kann, aber sonst verblüffende Ähnlichkeit mit ihm oder seinem Sprachorgan hat, der sollte es unbedingt mit dieser Methode versuchen. Der Erfolg wird garantiert sein! Einfach viel und ununterbrochen reden und dem Feind keine Möglichkeit geben sich zu äußern. Dabei bewähren sich insbesondere bodenlose Unterstellungen, laue Argumente sowie eine Stimmlage von mindestens Tenor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;u&gt;Tipp&lt;/u&gt;&lt;/i&gt;&lt;b&gt;: &lt;/b&gt;Besonders cool ist es, wenn man dabei durch Einfallsreichtum glänzt und eventuell verschiedene Geräusche imitieren kann, wie z. B. das Hochgehen einer Atombombe oder einen Luftangriff amerikanischer Kampfjets.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Die Hard-Methode:&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Bruce Willis machte es in zahlreichen Filmen vor. Was der kann, können wir auch. Spätestens jetzt lohnt die jahrelange Mitgliedschaft im Schützenverein. Einmal vollladen und dann einfach alles was sich bewegt übern Haufen schießen. Wichtig: Die obligatorische Kippe am Zahn vor, während oder nach der Tat versteht sich von selbst. Desweiteren kommt es recht cool, wenn männliche Täter vorher einen 3-Tage-Bart heranzüchten und Alkoholprobleme haben oder von ihrer Freundin / Frau verlassen worden sind. Insbesondere Letzteres dürfte aber für jemanden, der mal ordentlich mit der Welt aufräumen will, kein Problem darstellen, oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;u&gt;Tipp&lt;/u&gt;&lt;/i&gt;&lt;b&gt;: &lt;/b&gt;Nach begangener Tat unverzüglich nach Mexiko abseilen. Gut wenn die gefälschten Papiere dann bereit stehen und nicht erst noch beim Dealer des Vertrauens beantragt werden müssen. Unterwegs keinesfalls in abgelegenen Rockbars names Titty Twister rasten! Wir wissen doch alle, dass nicht nur die dunkelhaarige Schlangentänzerin im Bikini aka Selma Hayek ein Vampir ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wünsche allen potentiellen Tätern viel Erfolg bei ihrem Vorhaben. Haltet die Ohren steif und Asta la vista. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;EPILOG&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ihr lest euch echt jeden Scheiß durch, was?&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a class="art-button" href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/06/lynchen-aber-richtig.html"&gt;Zurück&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-703031460110172496?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/703031460110172496/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/06/lynchen-aber-richtig-ii.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/703031460110172496'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/703031460110172496'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/06/lynchen-aber-richtig-ii.html' title='Selbstjustiz mal anders - Part II'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-8218414615846561546</id><published>2005-06-21T18:08:00.005+02:00</published><updated>2010-07-25T14:42:02.682+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Verbalakrobatik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selbstjustiz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lynchen'/><title type='text'>Selbstjustiz mal anders - Part I</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;b&gt;PROLOG&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Insiderwissen wird benötigt. Die coolsten Filme aller Zeiten sowie Star Trek sind ein Muss! Wer den Text nicht kapiert ist doof.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;EINFÜHRUNG&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;In der heutigen Zeit ist es gar nicht mehr einfach ein anständiger Bürger zu sein. Man fühlt sich von allen Seiten belogen und betrogen. Die Politiker beschwören ein Gesetz nach dem anderen herauf und keines davon nimmt Rücksicht auf den Otto-Normal-Verbraucher. Die Spritkosten werden von Tag zu Tag höher, blasenfrei zapfen ist da nur ein schwacher Trost. An diversen Tankstellen ist man selbst als Linkshänder gearscht, weil die Zapfpistolen nicht für Linkshänder ausgelegt sind &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;und das schwarze dicke Kabel, welches entlang der Pistole führt, sich bestialisch gegen die Handfläche drückt, erschwert die Sache noch mehr. Klar könnte man jetzt die automatische Tankfunktion wählen - entweder durch die Auswahl des entsprechenden Geldbetrags oder durch die Feststelltaste - aber sparsame Tanker, die nur für 5 oder 10 Euro tanken möchten, sind hier ganz klar die Verlierer. Und als ob das nicht schon reichen würde, wird es irrsinnigerweise immer schwieriger für genau 10 Euro zu tanken. Jeder von uns kennt sicherlich den Frust, wenn das Tacho an der Zapfsäule 10,02 € anzeigt und man laut fluchend zur Kasse schlappt, während nebenan an der 5 der solariumsgebräunte Snob mit Butterfrisur seinen vollausgestatteten 7er BMW seit Stunden volltankt und dabei mit einem vielsagenden Lächeln (welches nur noch einen Gedanken zulässt: Immer mitten in die Fresse rein!) imaginäre Fussel von seinem Armani-Anzug wegpustet und dabei peinlichst darauf achtet, dass sie nicht auf seine sauber geleckten, aus Italien importierten Schuhe fallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind die kleinen Dinge im Leben, die es beschissen machen. Der Niederlagen an der Aral sind dabei noch das harmlosere Übel. Einkaufen gehört seit langem zu den wahren Herausforderungen im Leben. Wenn man nicht gerade arbeitslos, Rentner oder steinreich ist und nicht zwischen 8 Uhr morgens und 12 Uhr mittags einkaufen gehen kann, dann erwischt man die ganze gottverdammte Welt beim Einkaufen. Oftmals trifft man dann auch Gesichter, die man bewusst verdrängt hat oder zumindest jetzt nicht sehen möchte. Wen wundert es, dass man dann, wenn man nur eben zum Supermarkt springen wollte um einige Kleinigkeiten zu kaufen, den Exexex frisch gegelt und auf Stoß gebügelt mit einem 32er-Blend-a-med-Lächeln voller Mitleid trifft, während man selbst wie ein begossener Pudel da steht und sich fragt, ob es wirklich ratsam war, in der ausgebeulten Jogginghose mit Loch im Schritt und Sturmfrisur einkaufen zu fahren. Man versucht sich mit irgendwelchen Ausreden zu befreien, entweder durch ein plötzliches Loch im Boden oder den sofortigen Tod, schwafelt was von wegen lange Nacht und eben aufgestanden und geht mit einem dümmlichen Grinsen an die Kasse, während der Beschluss, künftig woanders einzukaufen immer stärker wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ob das nicht langen würde, bahnt sich das nächste Unheil in Form eines händchenhaltenden, birkenstocktragenden, 70 Jahre alten Pärchens an, welches hinterhältig mit einen zerbrechlichen Blick auf die Nächstenliebe und Moral appeliert, in der Hoffnung man möge es vor lassen. Natürlich lässt man es vor - um Gottes Willen, man ist ja kein Unmensch. Eigentlich hätte man da schon wissen müssen, dass die probiotische Milch und das Obst (oder Gemüse?), welches an eine Kreuzung aus Banane, Rosenkohl und einer sauer eingelegten Rinderzunge erinnert und welches die beiden nun sorgfältig auf das Band befördern und zu einem gleichschenkligen Dreieck aufbauen, keinen Preis tragen. Die Kassiererin, schon erfahren mit solchen Situationen, langt zuversichtlich zu dem Telefon, welches leider aus unerfindlichen Gründen nicht funktioniert, so dass sie den Ort des Geschehens verlassen muss und gelassen zur Obst- und Gemüseabteilung am anderen Ende des Supermarkts watschelt. Spätestens hier beginnt man die Länge der anderen Schlangen an der Kasse zu kalkulieren. Ein geschulter Blick in die Einkaufswägen zeigt jedoch, dass diese für mindestens 80 € Waren enthalten und somit ihre Zeit benötigen werden. Außerdem sitzt an einer der Kassen eine Azubine, welche nicht in der Lage ist, mit ihren frisch manikürten Fingernägeln das Kleingeld vom transparenten Pult vor der Kasse aufzuheben und somit mehr als langsam arbeitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu allem Überfluss taucht der Exexex wieder auf - dieses Mal mit seiner aus der Vogue entsprungenen Flamme, welche man vorhin im Eifer des Gefechts nicht gesehen hat - oder nicht sehen wollte. Die Chancen stehen 1:4, dass er sich genau in diese Schlange mit ihr einreihen wird. Er wird sicherlich eine andere Kasse wählen, denkt man noch... nein, tut er nicht. Gott sei Dank ist die Kassierin wieder da und so geht es endlich wieder voran. 12,39 tönt sie und hält ihre ausgestreckte Hand entgegen. Lass mich jetzt bitte 12,39 im Geldbeutel haben, wäre hier natürlich der logischste Gedanke, aber mal ehrlich: Wozu gibt es die gute EC-Karte? Gerade bei kleinen Beträgen gibt es doch nichts Schöneres! Die anderen Kunden denken vermutlich ohnehin, dass man nur einen 200 € - Schein in der Tasche hat, den ja der Supermarkt aus Sicherheitsgründen nicht akzeptiert, wie der mit Rotschrift beschriftete Zettel, welcher seitlich an der Kasse klebt, deutlich klar macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht es zum Bäcker, wo gerade glücklicherweise nur 2 Kunden warten. Natürlich hatten 10 weitere den selben genialen Einfall. Und natürlich fährt ausgerechnet jetzt eine Mutti mit ihrem Teutonia Kinderwagen vor, versperrt unsanft den Weg, lässt den Wagen stehen und geht zurück um ihren schreienden 3jährigen Sohn vom Fußboden aufzulesen. Eben wäre man quasi sofort an der Reihe gewesen und jetzt ist man der 13. Kunde von 13. Aber glücklicherweise gibt es noch schwarz-weiße Amerikaner, welche ohnehin selten im Angebot sind. Doch hat man leider Kundin Nr. 12, eine Mutter mit drei Kindern, unterschätzt, welche in ihrer grenzenlosen Naivität den kompletten Restbestand aufkauft, da der Jüngste morgen Geburtstag hat und seine Mitschüler bewirten möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage "Kann es jetzt noch beschissener werden?" ist berechtigt und muss leider mit JA beantwortet werden. Es kann immer beschissener werden. Doch spätestens jetzt sollte man sich überlegen, wie man künftig vorgehen möchte. Denn es ist ja offensichtlich, dass es so nimmer weiter gehen kann! Klar, man könnte wieder zur Tanke fahren, ein Kippchen rauchen und den ganzen verdammten Laden in die Luft jagen, aber was hätte man davon? Richtig! Man hätte einen längeren Weg zur nächsten Tankstelle und täte sich selbst nichts Gutes damit. Lynchen - aber richtig, lautet die Devise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider Gottes bedeutet das auch, dass man sich für jede auftretende Situationen einen neuen Plan erstellen muss. Es ist offensichtlich, dass das Kippchenrauchen bei der neuen Flamme des Schwarms nicht wirklich was bringt. Unter Umständen entwickelt sie noch Sympathie, was nicht wirklich förderlich ist, wenn man gerade dabei ist, ihr Grab zu schaufeln. Ähnlich verhält es sich mit der Kassiererin im Supermarkt. Sätze wie "Und, wie findest du die Intimrasur, die ich deinem Freund verpasst habe? Keine Sorge, sein Stehvermögen ist dadurch nicht beeinträchtigt. Ich hab es gestern noch getestet, als er dir gesagt hat, dass er leider keine Zeit hat dich zu treffen, weil er den Keller aufräumen muss!" kommen recht uncool, vorallem dann, wenn sie mit verstörten Blick erklärt, dass sie lesbisch ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man lyncht, dann muss man richtig lynchen und vorallem einen ordentlichen Plan ausarbeiten. Versager gibt es wie Sand am Meer, nur die Harten kommen in den Garten. Und wie das geht, werde ich nachher erklären. Jetzt werde ich erstmal das kurze Schwarze für 49,90 anziehen und Einkaufen fahren ... &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a class="art-button" href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/06/lynchen-aber-richtig-ii.html"&gt;Weiter&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-8218414615846561546?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/8218414615846561546/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/06/lynchen-aber-richtig.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8218414615846561546'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8218414615846561546'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/06/lynchen-aber-richtig.html' title='Selbstjustiz mal anders - Part I'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-5125263053055286965</id><published>2005-06-06T17:35:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T01:28:37.800+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hassen für Fortgeschrittene'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herzeleid'/><title type='text'>Leiden, aber richtig! - Part II</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Montag morgens um halb acht in Deutschland. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stehe in weißer, sauberer Arbeitskleidung im Bad, eine Hand bedeckt von einem blauen Handschuh, mit der anderen Hand die blaue Klobürste haltend und starre in mein seit drei Tagen verstopftes Klo, als ein Pappbecherdeckel meine Wege kreuzt. Ich grinse. Dann grinse ich etwas breiter. Und Schließlich grinse ich dumm und breit. Ich fische mit der behandschuhten Hand die kleine Frisbeescheibe heraus, welche zweifellos der Übeltäter war und mir solche Strapazen verschafft hat. Dann spüle ich. Lange und ausgiebig, und gedenke Google und den Tipps, die ich dort las. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;--&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist nur eine Anekdote. Eine von vielen. Es sind so viele, wirklich viele - sie alle niederzuschreiben &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;wäre eine Lebensaufgabe. Und diesen Satz habe ich eigentlich auch nur deswegen geschrieben, weil ich verzweifelt nach einem sensationsverdächtigen Übergang zum nächsten Thema suchte, welches der eigentliche Grund für diesen Blog war. Und dieses Thema ist sogar richtig ernst. (Nicht dass die Klogeschichte weniger ernst wäre - ich habe gelitten wie ein Hund!) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus mir unerklärlichen Gründen verspürte ich den Wunsch, einer ganz bestimmten Person zu sagen, wie wichtig sie mir ist. Ich bringe nur äußerst selten den Mut auf, Klartext im Bezug auf meine Gefühle zu reden und deswegen war es notwendig, einen guten Plan auszuarbeiten, bevor ich mich Hals über Kopf in Affären stürze, aus denen ich vielleicht als Loser hervorgehen konnte. Und so entschied ich, den indirekten Weg in Form einer SMS zu wählen und verschickte mitten in der Nacht meine verschlüsselte Botschaft. Sie bedeutete soviel wie *sterb* *hechel* *herzklopf* *schmelz* *im schritt kratz* - natürlich etwas poetischer ausgedrückt, sofern man das überhaupt von einer verschlüsselten Botschaft behaupten kann, welche zugegeben Zeit für die Entschlüsselung benötigen würde oder alternativ viel gesunden Menschenverstand und eine überdurchschnittliche Intelligenz gepaart mit Interesse an kniffligen Rätseln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Botschaft beinhaltete nämlich nicht alle Buchstaben der Wörter, die ich benutzt hatte, sondern nur einige bestimmte. Was dann geschah, war unglaublich. Ich rechnete weder mit einer Antwort, noch mit einer anständigen Antwort, sondern wenn überhaupt dann eher mit Fragezeichen, ging aber davon aus, dass meine SMS zur späten Stunde entweder nicht gelesen oder überhört wird. Keines von all dem traf zu, denn keine Minute später kam die Antwort rein: &lt;em&gt;Ich liebe dich auch&lt;/em&gt;, stand da schwarz auf weiß auf dem Display meines Handys. Ich weiß nicht mehr so genau, was in den nächsten zehn Minuten passiert ist, denn in diesen zehn Minuten war ich weder bei vollem Bewusstsein, noch zurechnungsfähig oder einem intelligenten Wesen auch nur ansatzweise ähnlich. Ich sprang wie von Sinnen von meinem Stuhl auf und rannte hektisch durch die Wohnung, den kalten Schweiß im Rücken, der mich plötzlich befallen hatte und las mit zittrigen Fingern immer wieder die Antwort, die mich völlig überrumpelt hatte. Ich war fassungslos. Ich war mehr als fassungslos, ich war so erstaunt, überrascht und perplex, dass ich nicht mehr klar denken konnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tränen schossen mir in die Augen, weil ich damit nie und nimmer gerechnet hätte und weil ich kaum noch Luft zum Atmen hatte. Ich war noch nie in meinem Leben so hilflos, so überrascht, so überfordert wie zu diesem Zeitpunkt. Streckenweise war mir sogar schlecht, weil mein Magen kurzerhand rebellierte und den Stress nicht verarbeiten konnte. Ich fragte mich, was dafür verantwortlich war, dass die Person, die meine Botschaft empfangen hat, diese einfach so verstand. Ich schrieb, nachdem ich mich wieder gesammelt hatte, meine Verwunderung nieder und fragte noch, ob das, was ich eben las wirklich ernst gemeint war. "Oh Gott, nicht alles so nehmen wie es scheint" kam nach einigen Sekunden zurück. Damit war die Sache für mich sonnenklar. Die Person hatte meine Botschaft nicht verstanden. Sie hatte wohl eher drei Fragezeichen über dem Kopf und dachte "Ja, du mich auch" schrieb aber unglücklicherweise "Ich liebe dich auch" was beinahe einen Herzstillstand bei mir hervorgerufen hätte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand auf eine verschlüsselte "Liebesbotschaft" mit so einer Antwort reagiert? 1:100000? Die richtige Antwort von der richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt - jedoch aus einer völlig anderen Intention heraus. Das nennt man Ironie des Schicksals. Das sind Schicksalsschläge, die nur in meiner Welt passieren und sonst nirgends. Unnötig zu erwähnen, dass meine Laune anschließend auf den Nullpunkt sank und ich wieder einmal mit Frustration zu kämpfen hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Nachhinein verstand ich zwar die Zusammenhänge, fühlte mich jedoch trotz allem wie ein Versager und total verarscht. Ich entschied, dass ich wohl einen guten Grund für mein Verhalten in der Vergangenheit hatte und beschloss weitere liebesähnliche Erklärungen zu vermeiden, da es einfach nicht sein soll oder ich es offensichtlich nicht drauf habe. Und so endete ein weiteres Märchen in meiner Welt und das Böse gewann wieder einmal, in dem es mir Glück schenkte, um es sekundenspäter wieder zu stehlen. Wie unfair ist das eigentlich? Ich habe ja manchmal den Verdacht, dass jeder von uns insgeheim für irgendwelche Dinge büßt. So auch ich. Vielleicht passieren mir diese ganzen komischen Dinge mit guten Grund? Vielleicht habe ich an einer Stelle einmal zuviel schadenfroh gelacht? Vielleicht werde ich bestraft, weil ich zu Grundschulzeiten auf dem Schulweg immer Äpfel geklaut habe und meine Clique Anzeige gegen Unbekannt erstatten wollte, da wir uns eingebildet haben, den Besitzer der Apfelplantage psycholike mit einem Messer vor dem Fenster zu sehen? Vielleicht sollte ich doch eine Art Schicksalstagebuch führen? Writ of Fate wäre doch ein cooler Name!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-5125263053055286965?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/5125263053055286965/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/06/leiden-aber-richtig-part-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5125263053055286965'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5125263053055286965'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/06/leiden-aber-richtig-part-ii.html' title='Leiden, aber richtig! - Part II'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-4879989540931527767</id><published>2005-06-04T16:45:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T01:30:26.883+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lynchen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hassen für Fortgeschrittene'/><title type='text'>Leiden, aber richtig! - Part I</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;blockquote&gt;"Und eine Stimme sprach zu mir: Freue dich, denn es könnte schlimmer kommen. Ich freute mich und es kam schlimmer."&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Der Satz ist so wahr, wie das Amen in der Kirche. Jeder, der einmal eine endlose Pechsträhne spüren durfte, wird mir das bestätigen. Früher als Teenie, glaubte ich, dass auf jedes gute Geschehen, ein schlechtes folgen würde, bis ich erkannte, dass das Böse schummelt, weil es öfters dran kam, als das Gute. Leider hat sich seit damals nichts verändert. Glückliche Momente sind selten, dafür kommen Momente, die jenseits von Gut und Böse sind, öfters als uns lieb ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einst führte ich Tagebuch über das Schicksal, bis ich erkannte, dass es nicht wirklich Sinn macht, da ich mir das Teil ohnehin nie durchlesen würde, aus Angst hinterher in böse chronische Depressionen zu verfallen. Leider vergisst man Schicksalsschläge auch nicht so einfach. Z. B. war es kürzlich so, dass mein Abfluss im Bad zum x-ten Mal verstopft war, von jetzt auf gleich blieb &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;das Wasser stehen. Es stand einfach. Und nach einer Ewigkeit floss es dann endlich mal ab. Doch das bedeutete auch, dass ich meine Zähne an der Badewanne putzen musste, um die Verstopfung nicht zu verschlimmern. Schon vor zwei Jahren beschloss ich ein Drahtseil zu kaufen, was Fachleute bei Rohrverstopfungen einsetzen. Ich sah ein, dass die Investition bei mir mehr Sinn machte, als bei jedem anderen und trennte mich gerne von dem benötigten Kleingeld, um das gute Eisenstück in meinen Besitz zu bringen. Seit diesem Tag kommt es mindestens 4x im Jahr zum Einsatz. Im Bad. Im Waschbecken. Niemand weiß so genau, warum dieser Abfluss immer wieder verstopft ist. Ich stopfe da weder Dinge rein, noch schmeiße ich Haare in den Abfluss und Sohn traut sich seit dem überletzten Mal auch nicht wirklich diverse Zahnpastadeckel im Abfluss zu versenken. Und doch muss ich mehrmals im Jahr den Abfluss entstopfen. Und leider bringen mir diverse Abflussreiniger, die der Markt hergibt, überhaupt nichts, weil es bei mir in der Tat eine Rohrverstopfung und kein verstopfter Abfluss ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, nachdem mein privater Fachmann eine halbe Stunde rumgewerkelt hat, war das Rohr wieder frei und ich glücklich. Zumindest bis zum nächsten Morgen, als ich ahnungslos auf die Toilette ging und beim Spülen feststellte, dass das Wasser steht. Und mit Stehen meine ich Stehen. Stille. Zehn Sekunden gehen vorbei. Ich bin in Gedanken beim 250 € - Rohrdienst statt Radlager und Zahnriemen für mein Auto, stelle mir meinen zufälligen Unglückssturz aus dem Wohnzimmerfenster vor und schreibe mein Testament. Dann setzen die Qualen ein. Ich fluche auf sämtlichen Sprachen und benutze dabei alle Wörter, die ich kenne. Ich fluche immer lauter, bis ich am Schluss einfach nur noch lauthals rumbrülle und meinem Frust Luft mache. Die ersten Pläne für einen Umzug werden geschmiedet, gleichzeitig gehe ich meinen Kontoauszug in Gedanken durch und vergesse einfach, dass ich ein Fahrzeug besitze, an dem ein bis viele Teile erneuert werden sollten und dass der Tüv nächsten Monat ansteht. Ich vergesse auch, dass ich kinderlos bin und jeden Tag Party machen könnte, wenn mein verficktes Klo nicht verstopft wäre und ich keinen Plan hätte warum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir wird klar, dass ich etwas unternehmen muss. Sämtliche Toilettengänge sind undenkbar, solange das Wasser nicht abläuft. In meiner Naivität kippe ich den restlichen Abflussreiniger in die Schüssel und wünsche mir ätzende Mittel, die einfach alles wegfressen, was im Abfluss liegt und dort nicht hingehört. Der Abflussreiniger bringt natürlich überhaupt nichts und schon stelle ich mir einen guten Menschen vor, der in meinem Klo Dinge tut und Dinge findet, die nie gefunden werden sollten. Mir wird schlecht. Ich will gucken wie die Lage ist und stelle mich mit genügend Sicherheitsabstand vor die Toilette und glotze angestrengt in die Schüssel, sehe aber nichts verdächtiges. Eigentlich sehe ich gar nichts, nur Wasser. Mir fällt ein, dass ich ein Drahtseil habe, eigens für solche Zwecke gekauft. Nach einer halben Stunde Überwindung versuche ich mein Glück, wissend, dass ich heute eventuell sterben werde. Der Draht passt keine 15 cm rein. Er scheitert schon an dem U im Abfluss, welches er einfach nicht bewältigen kann, obwohl er flexibel ist. Oh Gott, denke ich, ich werde mit der Hand rumwühlen müssen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich ausgiebig mein Problem ergoogelt habe, zwei Zigaretten geraucht habe und einem Schweißbad genossen habe, ziehe ich meine blauen Gummihandschuhe auf und verfluche mich, mein Leben, mein Geschlecht, den Erfinder von Kloschüsseln und alle Männer auf dieser Erde. Dann lange ich in das Rohr und rede mir gleichzeitig gut zu, in dem ich laut betone, dass das nur Wasser ist - wie jedes andere auch. Ich finde auf meiner Entdeckungsreise überhaupt nichts. Nichts. Aber irrsinnigerweise läuft das Wasser wesentlich besser ab als vorher. Ich habe den Verdacht, dass der Draht irgendwas "zur Seite geschoben" hat und somit das Wasser wieder ungehindert fließen kann. Ich nutze die Gunst der Stunde und fahre zum Supermarkt und kaufe alle Produkte, auf denen WC, 00, Toilette oder Abfluss drauf steht und kippe anschließend selbige nacheinander in die Schüssel. Dann verdränge ich das Thema und fahre Zelten, wo ich meinen Frust in Alkohol, Sex und Nahrung kaltblütige ermorde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich das erste Mal nach meinem Kurzurlaub die Toilette benutzen möchte, fällt mir das ganze Desaster wieder ein. Ich versuche zu spülen, die Chemikalien versperren mir die Sicht zum Grund aller Gründe als... Was ist das denn? Wie in Zeitlupe schwimmt mir ein MCDonalds-Pappbecherdeckel entgegen, den ich nun, da ich ihn sehe, nach meinem letzten MCDrive-Besuch in der Tat vermisst habe. Er kommt förmlich aus dem Nichts, kriecht aus dem U des Abflusses hervor und bleibt anschließend im sichtbaren Teil der Schüssel liegen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-4879989540931527767?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/4879989540931527767/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/06/leiden-aber-richtig.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4879989540931527767'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4879989540931527767'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/06/leiden-aber-richtig.html' title='Leiden, aber richtig! - Part I'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-2888885279695246624</id><published>2005-05-27T03:57:00.002+02:00</published><updated>2010-07-11T01:31:00.971+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltschmerz'/><title type='text'>Der Spiegel</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ich kaufte eines Tages einen Spiegel. Es war ein einfacher Spiegel, ohne großartige Verzierungen im Rahmen. Ein einfacher Spiegel in einem einfachen Rahmen. Aber er war groß. Größer als alle Spiegel, die ich bis dato gesehen habe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach reiflicher Überlegung und nachdem schon eine gewisse Zeit vergangen war, hängte ich ihn vor meinem Herzen auf. Der Spiegel hing immer dort. Ich kam nie auf die Idee, ihn woanders aufzuhängen, denn ich fand den Platz sehr passend. Alle paar Tage entstaubte ich ihn und putze das Glas. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn ich den Spiegel nicht jeden Tag benutzte, so gab es für mich keinen anderen Spiegel. Immer nur diesen einen. Er reflektierte das, was ich fühlte, was irgendwie dazu führte, dass eine Beziehung zwischen uns entstand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit der Zeit wurde sie intensiver. Inniger. Vertrauter. Und komplizierter, denn der Spiegel ließ sich bereitwillig von anderen benutzen. Irgendwann sah ich nicht mehr mich selbst in diesem Spiegel, sondern viele andere Personen. Ich war nur noch ein Schatten in ihm, welcher ab und an zwar in den Vordergrund rückte, aber sonst eben ein Schatten blieb. Ich bemerkte, dass der Spiegel nicht mehr meine Gefühle reflektierte, sondern die von anderen Menschen. Enttäuscht und verletzt, zerstörte ich den Spiegel und wandte mich von ihm ab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später klebte ich die Scherben zusammen, denn es war trotzallem mein Lieblingsspiegel. Er hängt nun wieder an seinem gewohnten Platz. Doch seit jenem Tag zeigt er nicht mehr ein unverfälschtes, reines und klares Bild sondern Narben. In meinem Herzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Spiegel ist irreparabel beschädigt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-2888885279695246624?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/2888885279695246624/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/05/der-spiegel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/2888885279695246624'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/2888885279695246624'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/05/der-spiegel.html' title='Der Spiegel'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-861264719861706902</id><published>2005-05-07T02:30:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T01:31:59.613+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltschmerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Couching'/><title type='text'>Mortality hurts II</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Der Satz "Denk nicht so viel nach" hat in der Tat etwas Wahres an sich, jedoch auch etwas Paradoxes. Wer kann schon seine Gedanken abstellen? Jeder, der es einmal versucht hat, wird feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Vor einigen Tagen hatte ich das Gefühl, ich müsse jetzt mit dem Denken aufhören. Natürlich scheiterte auch ich zu Beginn kläglich, gehöre ich doch zu der Spezies bei der das Denken stark ausgeprägt ist. Doch muss ich zugeben, dass ich einen Weg fand, wie ich das Problem in den Griff bekommen konnte. Natürlich stellt sich die Frage, warum man mit dem Denken aufhören will. Nun, dafür gibt es verschiedene Gründe. Meine sind u. a. die, dass ich zuviel, zu abstrakt, zu extrem und zu dunkel denke. Klar denke auch ich über Kleinkram nach, über Dinge, die mich gerade beschäftigen und vieles mehr. Doch das ist "Standarddenken". Denken ist erst dann fatal, wenn man sich mit seinen tiefsten Abgründen auseinander setzt. Hut ab, wer da &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;hart bleibt und sich nicht lieber für den Strick entscheidet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage ist doch: Wer sind wir, was tun wir hier und warum? Wodurch wird unsere Denkrichtung geprägt? Die einen denken in einfachen Zügen, überdenken nur das Nötigste und sind vermutlich einfach glücklich mit dem was sie tun. Die anderen - dazu gehöre eher ich - denken so abstrakt, dass sie bald selbst ihre Gedanken nicht mehr in Worte fassen können und letztendlich auch ihre eigene Person nicht mehr erklären können. Erst kürzlich beschäftigte ich mich ansatzweise mit dieser Thematik, doch sie ließ mich nicht los. Aufgrund der Tatsache, dass ich in letzter Zeit viel Zeit hatte, bedeutete das auch automatisch, dass ich mehr Denken würde. Wenn ich intensiv denke, kommt dabei nur Morbides raus. Dies ist nicht wirklich förderlich, da es sich auf die allgemeine Verfassung niederschlagen kann. Es gibt in der Tat auch Lieder, die das Gleiche hervorrufen. So kenne ich einige - sogar ganze Alben - die ich mir nicht anhören darf, weil ich dafür einen hohen Preis zahlen würde. Es ist wie das Spiel mit dem Feuer. Es sind ausnahmslos Stücke mit Tiefe, die unter die Haut gehen, erobern und platt machen. Ich weiß das. Deswegen will ich sie meiden. Doch ich gebe zu, dass ich mich innerlich nach diesem Schmerz sehne, welchen mir das Anhören dieser Lieder beschert. Und so kämpfe ich mit mir selbst: Anhören und freiwillig ins Grab legen und sterben oder doch hart bleiben? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wusste, sollte ich meine frei verfügbare Zeit mit diesen Liedern verbringen, würde das den Denkprozess fördern, weil sie einfach zum Nachdenken anregen. Und das würde auch bedeuten, dass ich wieder einmal in die Untiefen meines Selbst hinabsteigen würde, um dort im Sumpf meiner Gedanken und Gefühle nach Antworten zu suchen. Will ich überhaupt alle Antworten wissen? Muss man Angst vor sich selbst haben, um sich seiner Existenz richtig bewusst zu werden? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gebe zu, dass ich dieses Mal nicht bereit war, nach Antworten zu suchen. Also blieb die Musik aus. Für Stunden und Tage. Um nicht unnötig mit Gedanken konfrontiert zu werden, vermied ich außerdem jeglichen Kontakt zu Leuten. Ich rief weder jemanden an, noch traf ich jemanden oder sonst was. Ich war alleine. Ich suchte die völlige Einsamkeit und wollte von nichts und niemandem wissen. Dies ist am hilfreichsten, wenn ich meine Batterien aufladen möchte. Doch musste ich auch dafür sorgen, dass ich nicht genug Zeit für das Denken aufbringen konnte, die ich ja nun, da ich zu niemandem Kontakte gepflegt habe und auch noch Urlaub hatte, mehr als ausreichend zur Verfügung hatte. Ich entschied zu spielen. Also ging ich in den Keller und kramte mein Lieblingsspiel aus, welches weder verliehen noch verschenkt / verkauft wird, und begab mich in die Welt der Fantasie, Monster und Helden. Langsam aber sicher berieselten und belullten mich die Bilder, bis ich an nichts mehr denken konnte, selbst wenn ich es gewollt hätte. Ich tat während dieser Tage nur das Nötigste, kümmerte mich um Sohn, aß, schlief und zockte. Ich muss sagen, es hat sehr gut funktioniert. Man verliert jegliches Gefühl für Zeit um Raum und kommt sich seltsam einfach gestrickt vor. Man begreift, dass man irgendeine Existenz in diesem Universum ist, eine von so vielen, unbedeutsam und klein. Für jemanden wie mich, dessen Seele bzw. Bewusstsein am besten unsterblich sein sollte, ist das zugegeben ein harter Schlag ins Gesicht. Wenn ich könnte, wäre ich eine Mischung aus Pferd, Panther und Vogel oder alternativ körperlos. Ich wäre auf jeden Fall frei, freier als das Wort Freiheit überhaupt vermitteln kann. Und möglicherweise wäre ich ohne Gehirn und somit ohne Denkvermögen. Oder ich hätte zumindest eine Ausschaltknopf, den ich sicherlich oft benutzen würde. Ich würde mir keine Gedanken machen, warum ich bei manchen Musikstücken einfach so heulen könnte, ich würde mich nicht mit existenziellen Fragen beschäftigen, ich würde mich nicht fragen, warum ich so bin, wie ich bin und ich würde mich auch nicht fragen, ob mich jemand, der mit diesem Gedankengut konfrontiert wird, sofort in die Klapse verfrachten würde. Ich hätte meinen inneren Frieden gefunden, die Dämonen und die Biester, die irgendwo tief in meinem Innersten hausen wären Geschichte und ich wäre sorglos glücklich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schaffte über 70 Level in 7 Tagen. Ich schlug mich mit Untoten rum, ich bekämpfte den größten Abschaum Erathias, ich erschlug die mächtigsten Drachen, ich ging Allianzen ein, ich wurde vom Nekromanten zum Lich und somit ein wahrer Großmeister der Schattenmagie und nun, da ich mich dem Ende meines Abenteuers nähere, hat mich die Lust verlassen. Ich kenne das Ende, schließlich habe ich das Spiel bereits viele Male gespielt. Und dennoch muss ich es mindestens einmal im Jahr aus dem Keller holen um mich wiederholt in die sagenhafte Welt der Magie und Fantasie zu begeben, wo Fliegen möglich ist, wo man sich von einem Ort an den anderen teleportieren kann, wo die Apokalypse nur einen Klick entfernt ist und wo Ruhm und Ehre groß geschrieben werden. Es ist eine raue Welt - ich oder der Feind und doch ist sie seltsamerweise schlicht und ergreifend in Ordnung. Man tötet um an Geld zu gelangen, man geht in Tavernen um Nahrung zu sich zu nehmen und man zieht in die nächste Schlacht um die Welt vom Ungeziefer und Bösen zu befreien. Man hat Aufgaben zu erledigen, die für einen bestimmt sind und welche sonst niemand erfüllen kann, man trifft die größten und mächtigsten Helden des Landes, welche nach diversen Aufträgen oder wenn man erfahren genug ist, ihre Dienste anbieten und sich mit ins Abenteuer stürzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich vermisste während dieser letzten paar Tage nichts. Ich war einfach ein Mensch, irgendwo an einem kleinen Fleck unseres Planeten und lebte so vor mich hin. Selig sind die geistig Armen. Ja, dem kann ich voll und ganz zustimmen. Je weniger man weiß, je weniger man denkt, desto einfacher gelangt man zum Bossmob, den es am Ende dieses Spiels zu besiegen gilt. Der Sieg wird unmöglich sein, der Tod holt jeden von uns, doch darum muss man sich jetzt noch nicht kümmern, am Sterbetag hat man dafür schließlich noch genug Zeit. Und bis dahin ist es am einfachsten eine Schachbrettfigur zu sein und seine Rolle zu spielen, welche auch immer das sein mag. Glücklich sind die, die dieses Schicksal einfach so akzeptieren können. Die anderen, wenigen Außenseiter werden wie ich auch weiterhin auf der Suche sein, ihre körperliche Hülle verfluchen, die sie an das irdische Dasein bindet und jeden Tag an ihre Sterblichkeit und Winzigkeit erinnert.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-861264719861706902?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/861264719861706902/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/05/mortality-hurts-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/861264719861706902'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/861264719861706902'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/05/mortality-hurts-ii.html' title='Mortality hurts II'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-4298064325687859908</id><published>2005-04-30T18:39:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T01:32:56.285+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Weltschmerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Couching'/><title type='text'>Mortality hurts I</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Die Sonne brennt auf mich nieder. Gnadenlos jagt sie ihre Strahlen wie Dolche in meinen Körper. Ich suche verzweifelt nach Schutz, habe aber keine Möglichkeit mich ihr zu entziehen. Die Hitze laugt mich aus, macht mich müde. Und doch renne ich weiter. Unter meinen nackten Füßen bricht der Boden auseinander. Mosaikförmig reißt er auf, bildet riesige Krater, die mich in sich aufnehmen wollen. Ich laufe um Leben und Tod. Ich sehe kein Ziel vor meinen Augen. Mein Weg führt durch eine gewaltige Schlucht. Gefahren lauern hinter jedem Stein. Ich bekomme nicht genug Luft. Schatten verfolgen mich. Mein eigener Schatten verfolgt mich. Schweiß rinnt mir die Stirn runter. Mein Mund ist völlig ausgetrocknet. Ich habe Durst. Entsetzlichen Durst. Und Hunger. Hunger. Hunger. Hunger... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schlucht verschluckt mich beinahe. Ich bin ein einfaches, unbedeutendes Sandkorn. Ich bin ein &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Nichts. Und doch bin ich. Bilder ziehen an mir vorbei. Erinnerungsfetzen, Fragmente meines Lebens. Personen, die mir begegneten. Sie stehen vor mir, lachen und winken mir zu. Ich laufe durch sie hindurch, als ob sie nie existierten. Ich strecke hilfesuchend eine Hand nach ihnen aus, doch sie verschwinden. Ich bin alleine. Niemand ist hier. Nur ich und die Schlucht. Links und rechts von ihr ziehen dunkle, bedrohliche Wolken auf. Sie bedecken langsam den blauen Himmel. Monströs starren sie von oben auf mich herab und bedrohen mich. Dunkle schwarze schattige Arme greifen nach mir. Ich versuche zu entkommen und renne schneller. Meine Haare kleben nass auf meiner Stirn. Meine Füße bluten von den spitzigen Steinen, über die ich laufe. Es herrscht Totenstille. Kein Vogel zwitschert. Kein Wind weht. Es scheint, als ob die Schlucht kein Ende findet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je weiter ich voran komme, desto schmaler wird sie, desto enger rücken die gewaltigen Gebirgsstränge zusammen. Sie erdrücken mich. Ich laufe noch schneller. Ich laufe der Hitze engegen, welche mich zermürbt. Meine Lunge schmerzt. Jede Faser meines Körpers schmerzt, ich habe keine Kraft mehr. Eine tosende Ohnmacht ergreift mich, doch ich gebe nicht auf. Die Hoffnung hält mich am Leben. Endlich sehe ich ein Ende. Dort, zum Greifen nahe hört die Schlucht auf und Freiheit wartet auf mich. Ein Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus und ich mobilisiere meine letzten Kräften. Doch als ich das Ende der Schlucht erreiche, ist das gleichzeitig auch der Anfang derselbigen. Meine Augen weiten sich vor Entsetzen. Blanke Angst steht mir im Gesicht geschrieben. Sie übermannt mich in Sekundenschnelle und zwingt mich zu Boden. Dann hat sie vollends Besitz von mir genommen. Ich bin die Angst. Die mächtigen Gebirgsmassen bewegen sich weiterhin auf mich zu. Die Sonne strahlt mich voller Hohn von ihrem Thron an, bevor sie den Wolken Platz macht. Schwarz. Ich sehe nur noch das Schwarz der Wolken, welche sich düster über mir ausbreiten. Der letzte Sonnenstrahl verschwindet und dann umgibt mich die totale Dunkelheit. Das Lächeln weicht von meinem Gesicht. Eine einsame Träne rinnt meine Wange herab. Ich habe verloren.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-4298064325687859908?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/4298064325687859908/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/04/mortality-hurts.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4298064325687859908'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4298064325687859908'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/04/mortality-hurts.html' title='Mortality hurts I'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-1445321398265377404</id><published>2005-04-20T22:35:00.004+02:00</published><updated>2010-07-11T01:37:17.316+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alltag'/><title type='text'>Studienobjekt 'K-Blog'</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Da ahnt man nichts böses, spült Geschirr ab, räumt die Bude auf und tut anderes unnützes Zeug, während andere aus Langeweile Google missbrauchen und nach meinem Namen suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leute, das glaubt mir keiner! Es gibt doch tatsächlich Menschen, die - ACHTUNG! - &lt;b&gt;über meinen Blog eine Diplomarbeit in Sozialwissenschaften schreiben!!??!!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss sich das unbedingt auf der Zunge zergehen lassen und in sich gehen: Frau K.s Blog ist Teil einer Studienarbeit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist das nicht völlig abgefahren? Ist das nicht der helle Wahnsinn? Ist das nicht völlig irre? Ich fass es nicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein gewisser Lars aus Wuppertal studiert Sozialwissenschaften und bereitet seine Diplomarbeit unter dem Titel "Body in Blog: Hegemoniale Besetzungen des Körpers im Internet" vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fragen tun sich auf:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;a) Wer ist Lars aus Wuppertal?&lt;br /&gt;b) Wie kommt Lars an meinen Blog?&lt;br /&gt;c) Warum schreibt Lars ausgerechnet über meinen Blog?&lt;br /&gt;e) Wieso erfahre ich davon erst Monate später?&lt;br /&gt;f) Warum googeln Menschen nach meinem Nick?&lt;br /&gt;h) Hätte ich je Wind davon bekommen, wenn man nicht danach googeln hätte? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unglaublich. Ich bin baff. Total. Da hat sich doch tatsächlich jemand die Mühe gemacht und hat meine Blogs gelesen um sie als Studienarbeit zu nutzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;WOW! :)&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-1445321398265377404?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/1445321398265377404/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/04/studienobjekt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/1445321398265377404'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/1445321398265377404'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/04/studienobjekt.html' title='Studienobjekt &amp;#39;K-Blog&amp;#39;'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-7631893658588218254</id><published>2005-04-14T13:29:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T01:38:23.269+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex and the City'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prof. Dr. K.'/><title type='text'>Singles - eine beneidenswerte Spezies</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Wohl jeder Single hat sich schon einmal gefragt, warum er eigentlich Single ist. Die Antworten kennen wir alle: Frischfleich auf dem Singlemarkt ist entweder rar oder das Haltbarkeitsdatum ist schon längst abgelaufen. Die ein bis vielen Ansprüche nehmen mit jedem Jahr exorbitantere Ausmaße an und erleichtern nicht wirklich die Suche nach dem richtigen Partner, mal abgesehen davon, dass natürlich keiner der Singles ernsthaft auf der Suche ist. Unsinn! Wer braucht schon den morgendlichen Stress wegen der Zahnpasta, welche ohnehin eines Tages für den Bruch der Beziehung verantwortlich sein wird? Wer hat schon Lust seine muffelnden Socken aus dem Mülleimer zu fischen, nur weil sie im Aufräumwahn alles wegschmeißen muss, was nicht an seinem &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Platz steht? Die ewigen Diskussionen nach dem morgendlichen Toilettengang (Wieso dauert das so lange? Kannst du nicht einfach mal auf's Klo gehen ohne die Zeitung zu lesen?) gehen auch tierisch auf den Sack, ihre Kochkünste sind bei weitem nicht so berauschend wie sie immer glaubt und der Freitagabendsex war auch schon mal besser. Er hat es einfach satt den Packesel beim Einkaufen zu spielen und sie kotzt seine mangelnde Beteiligung im Haushalt an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nene, diesen Stress braucht keiner von uns. Als Single lebt man heutzutage einfach sicherer und gewaltfreier. Nicht umsonst heißt es, dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren - schnell landet aus Versehen ein Messer dort wo es nicht landen soll, schnell werden Hausschuhe und Geschirr zum tödlichen Geschoss. Wie sehr sowas in die Hose gehen kann hat man ja bei Peter gesehen, der nun als Gebrauchsgegenstand sein Dasein neben einem Hausdrachen fristet. Wo er früher Tag und Nacht auf der Piste war, ist heute der Geburtstag vom Schwiegervater in spe weitaus wichtiger. Früher ging er noch mit den Kumpels Zelten, heute fährt er in den Schwarzwald. Früher waren lässige Outfits und Butterfrisur in - heute kommt er auf Stoß gebügelt und gestärkt aus dem Schlafzimmer. Gesprächsthemen finden sich leider auch immer weniger, man hat sich mit den Monaten oder gar Jahren einfach auseinander gelebt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während so also meine Freundinnen und Freunde in ihren Doppelhaushälften und Eigentumswohnungen abends fernsehen, lümmel ich in meiner gemieteten 56m² Bruchbude rum oder gebe mir in diversen Rockschuppen die volle Dröhnung und reiße Typen auf, welche natürlich so wie ich Singles aus Überzeugung sind. So sehr ich es meiner besten Freundin gegönnt habe als sie liiert war - als sie wieder Single wurde bekamen die Wochenenden ganz andere Dimensionen. Jemand muss nun mal die Stellung bei den Rockbitches halten und gemeinsam sind wir stark. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Regel funzt dieses Verhaltensmuster recht gut. Klar gibt es immer wieder Momente, wo wir Singlefrauen uns nach der lang ausbleibenden Zweisamkeit sehnen welche Liierte haben. Dafür haben wir allerdings besseren und vorallem abwechslungsreicheren Sex - zumindest behaupten wir das ganz gerne. Und dennoch haben weder meine Freundin noch ich Lust eines Tages wie frustrierte Mittdreißigerinnen aus Sex and the City zu enden (mit der Rolle von Carry Bradshaw könnten wir uns allerdings sehr gut anfreunden, vorausgesetzt Mr. Big ist auch dabei), also beschloss ich wieder mehr in die Offensive zu gehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als erstes mussten die Ansprüche runtergeschraubt werden. Irgendwann muss eben jeder Singlefrau klar sein, dass es nun mal wirklich keine gutaussehenden UND intelligenten Männer gibt! Entweder gepflegte Konversation oder Prêt-a-porter! Das wäre ja noch das kleinere Übel, aber wo in Gottes Namen wird der wilde Hengst eingeordnet? Ich meine, Männer, seht es ein: Wir Frauen sind bei weitem nicht so anspruchslos im Bett, wie ihr das vielleicht glaubt. Die gemütliche Couchnummer während der Sportschau ist schon längst passé und bringen wirklich nur noch die allergrößten Reallive-Versager. Andererseits, das Kamasutra mag ja toll sein, aber bei dem fliegenden Buttermesser hört unsere Gelenkigkeit nun mal auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem mir irgendwann klar wurde, dass ich die Sache mit den Ansprüchen jemandem anderen überlassen sollte, der darin hoffentlich etwas kompetenter und vorallem konsequenter ist, beschloss ich mein Leben wie gehabt weiter zu leben und zog in die Nacht. Ich hatte ein halbes Date mit einer recht neuen Bekanntschaft. (Wir waren beide mit unserem Freundeskreis da und nicht unter vier Augen verabredet. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sollte man den Anderen mal völlig beknackt finden, wäre der Abend nicht komplett für die Tonne. Regel Nr. 1 einer Singlefrau: Halte dir immer den Rücken frei!) Schlappe zwei Stunden später als vermutet tauchte er auf und ich ab. Ohne Hemmungen begannen wir zu kommunzieren, als ich mich irgendwann fragte, was ich da zum Teufel tue. Eigentlich war es völlig klar, was ich da tat: Ich versuchte ihn mit allen Mitteln zu bespringen. In Gedanken natürlich, nach außenhin war ich cooler denn je zuvor und nahm - demonstrativ - ihm gegenüber Platz. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieviele halbe oder ganze Dates laufen eigentlich nach diesem Schema ab? Hätte ich genauso reagiert, wenn ich bereits vor dem Date die Größe seines besten Stückes erfahren hätte und nicht erst im Nachhinein? Fragen ohne Antworten. Andererseits muss man ja auch positiv denken. Wären wir Singles liiert, gäbe es nichts mehr zu entdecken. Morgens im Bad würde uns nicht nur unser eigenes zerknautschtes Gesicht begegnen sondern auch das unseres Partners. Als Single kann man sich heimlich mitten in der Nacht aus dem Staub machen und diese fatale Situation vermeiden. Als Liierter hat man keine Ausweichmöglichkeit und muss dem Partner immer wieder auf's Neue begegnen - als Single wechselt man einfach die Ausgehlocation, bis man irgendwann alle in der Stadt durch hat - und das kann, je nach Größe der Stadt - eine verdammt lange Zeit dauern. Man kann als Singlefrau auf Ü30 oder Singleparties gehen, wo ein Loser nach dem anderen seinen Marktwert erforscht, man hat als Singlefrau freien Eintritt in Swingerclubs und kann wenn alle Stricke reißen den Chef anbaggern und einmal die böse Sekräterin sein. Wie heißt es so schön? Gute Mädchen kommen in den Himmel und böse überall hin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wer sich jetzt fragt, wie das bei den guten und bösen Kerlen aussieht: Die guten Kerle kommen beim Handbetrieb unter der Dusche und die Bösen im Bett mit einer rassigen Singlefrau.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-7631893658588218254?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/7631893658588218254/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/04/singles-eine-beneidenswerte-spezies.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/7631893658588218254'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/7631893658588218254'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/04/singles-eine-beneidenswerte-spezies.html' title='Singles - eine beneidenswerte Spezies'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-5232687529696333966</id><published>2005-01-13T17:52:00.008+01:00</published><updated>2010-07-25T14:54:52.228+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schweinskram'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Brainfuck'/><title type='text'>Alles im Arsch oder Beschissener geht nimmer!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Erst kürzlich traf ich einen alten Bekannten wieder, den ich jahrelang nicht mehr gesehen hatte. Früher, zu Zeiten als ich männlich und schwul war, pflegten wir ein enges Verhältnis miteinander, was natürlich u. a. auf das für zwei Personen beschränkte Chatseparée, unserem Liebesnest auf eurogay.de, zurück zu führen war. Eigentlich fing es recht harmlos an. Er warf mir einige virtuelle Handküsse zu, was schlagartig mein analritterisches Herz höher schlagen ließ. Recht schnell verkrümelten wir uns in eine dunkle Ecke, wo wir unseren verbalen Perversionen frönten. Auch wenn es zu Beginn recht harmlos war (wir erörterten die besten Wichsstrategien und tauschten im Anschluss Wichsvorlagen und polnische Fickfilme aus), so bemerkte ich doch recht schnell, dass hinter dieser ganzen Sache weitaus mehr steckte, als ich eigentlich vermutete. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es stellte sich nämlich heraus, dass mein Bekannter (damals noch als Hans_Werner1 in einschlägigen &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Kreisen bekannt), mehr Interesse an mir zeigte, als mir eigentlich lieb war. Ich kam nicht drumrum ihm einige sehr intime Fragen zu beantworten (Rechts- oder Linksträger, 3-Finger-Wichser oder Zwei-Hand-Lenker, Morgenständer oder Morgenlusche) was leider Gottes nur dazu führte, dass er gestern, als er mich in Erinnerungen schwelgend anrief um ein weiteres Treffen bat, welches ohnehin seiner Meinung nach schon längst fällig sei. Mir war klar, dass dies der Anfang aller Probleme sein würde, schließlich musste ich Hans_Werner1 noch irgendwie beibringen, dass ich nicht mehr xx-Usher-xx bin, sondern xx-Uschi-xx. Nun, ich hätte sicherlich irgendeine lapidare Ausrede dafür finden können, aber wie zum Teufel sollte ich ihm erklären, dass ich nun zwei halbrunde Kugeln an der Stelle besitze, an welcher er seine Vier-Jahrezeiten-Klammern und das eintätowierte Datum seines ersten erfolgreichen Abgangs trug? Ich beschloss relaxed zu bleiben und die Sache auf mich zukommen zu lassen. Hans_Werner1 war meiner Meinung nach nicht nur oral und anal eingestellt, sondern auch recht liberal. Ich betete, ihn nicht missverstanden zu haben und hoffte, diese Liberalität würde auch eine gehörige Portion von Toleranz beinhalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hans_Werner1 war vor unserem ersten Treffen darauf erpicht gewesen, einen "arschgeilen Camwichs" mit mir zu haben. Zu erst war ich mir nicht sicher, was er damit meinte, aber als er seine Cam anschmiss war mir recht schnell klar, was es damit auf sich hatte. Es war außerdem klar, dass ich hier und jetzt verlieren würde, wenn ich meine Cam ebenfalls einschalten würde, daher redete ich mich mit fehlenden Treibern und null USB-Kenntissen heraus. Außerdem gab ich an, dass Win 3.11 von Haus aus Netmeeting nicht unterstützte, was Hans_Werner1 komischerweise so hinnahm. Letztendlich glaube ich, dass es ihm gar nicht so wichtig war meinen prachtvollen Fickprügel zu sehen. Er war ohnehin mit seinen Butt Plug, seinen Klammern und der komischen Vorrichtung, die er unter dem Sack trug und welche diesen als eine rosarote Wasserbombe aussehen ließ, viel zu sehr beschäftigt. Er fand dennoch genügend Zeit um alles zu geben. Und mit alles, meine ich alles. Ich war gottfroh, dass uns einige Bits und Bytes, drei Bundesländer sowie eine verschmierte Bildschirmscheibe trennten, als Hans_Werner1 mit einem Urschrei kam, den nur noch ein Neandertalerweibchen bei der Geburt ihrer Sechslinge toppen konnte, während sie mit ihrer Rechten dem vom Alphamännchen frisch erlegten Mammut eins auf die Klöten gab. Immerhin wurde mir im Anschluss daran klar, warum ich seit Tagen das Gefühl hatte, vor einem mit Milchglas ausgestattetem Monitor zu sitzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich zuckte mit den Schultern, knickte meine Mordslatte weg und begab mich in die Wanne, um das Erlebte noch einmal zu verinnerlichen. Während ich genüsslich an meiner Zigarette zog, ging meine linke Hand auf Wanderschaft und erfreute sich dem noch immer anhaltendem Ständer. Zuversichtlich begutachtete ich seine Länge, Farbe und seinen Umfang und grunzte zufrieden, als ich feststellte, dass ich noch immer mehr zu bieten hatte, als die meisten anderen Männer, die ich Nachts auf diversen Raststättenklos nach meinen Parkplatzsextreffen sah. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tags drauf erwachte ich mit einer mittelmäßig schlechten Laune auf. Irrsinnierweise hatte ich von Hans_Werner1 geträumt und wie er diverse Natursektspielchen an mir vollzog. Nicht dass ich etwas gegen Natursekt hatte - ich mied das Klo schließlich seit einigen Tagen, um genug Vorrat für meine Pinkelorgie mit ihm zu haben - aber die Tatsache, dass ich im Anschluss um die Ecke pinkeln konnte beunruhigte mich zugegebenermaßen und bescherte mir einen Wadenkrampf der ersten Güte, welcher mich schließlich auch in die Realität zurück holte. Und in dieser klingelte es ununterbrochen an der Tür. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kramte unterm Bett meine Birkenstock hervor und schlappte zur Tür um herauszufinden, was da zum Teufel los war. Eigentlich war da gar nichts los, der Teufel erst recht nicht, denn einige Nachbarskinder waren wohl der Meinung Klingelputz mit mir spielen zu müssen. Ich sah sie gerade noch, wie sie ums Eck bogen und hinter dem denkmalgeschütztem Altbau verschwanden. Ich wusste, dass sie wieder kommen würden, denn seitdem sie bei mir "Wenn der Postmann zweimal klingelt" gesehen hatten, schellten sie grundsätzlich noch ein weiteres Mal. Doch dieses Mal würde ich vorbereitet sein. Ich stieg daher die Kellertreppe hinab, wo ich mein privates Dark Room eingerichtet hatte, mit allem, was das SM-Herz begehrt. Mit einigen Schwierigkeiten zwängte ich mich in mein Latexoutfit (ich hasse morgendliche Wassereinlagerungen in Beinen und Armen!), setzte meine Maske auf, legte die gute alte Platte von Engelbert auf und schminkte meinen Mund blutrot. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Weile klingelte es wie erwartet an der Tür. Ich setzte mein diabolischstes Grinsen auf und stiefelte hin. Auf dem Weg zur Tür dachte ich mir auf die Schnelle einige dreckige Sätze aus, die ich diesen Schlingeln vor den Latz knallen würde, doch diese blieben mir im Hals stecken, als ich Manfred und seine Freundin Helga entdeckte, die beide so aussahen, wie ich mich jetzt fühlte: Beschissen. Und komischerweise war dies auch das Motto der nächsten paar Stunden, die ich nicht mehr vollständig in Erinnerung habe, weil ich zwanghaft versuchte an die Flutkatastrophe in Asien zu denken, an Weltfrieden und an ein leckeres Schokoladeneis, was ich aber schnell wieder auf Grund seiner Farbe aus meinem Gedächtnis verbannte, nur um diese traumatischen Erlebnisse hinter mir zu lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erinnere mich noch, dass Manfred einige "arschgeile Filme" mitgebracht hat, die ich mir unbedingt reinziehen musste. Ich Ahnungsloser wusste ja nicht, was da auf mich zukommen wird, als ich bereitwillig zusagte und den DVD-Player anschmiss, samt dem Beamer an welchem er angeschlossen war. Meine anfängliche Begeisterung über die zwei netten Mädels, welche sich jetzt im 16:9 Format hingebungsvoll ihren Körpern widmeten, verschwand recht schnell, als mir klar wurde, dass ihre Begeisterung nicht nur oberflächlicher Art war, sondern viel mehr als das. Ich meinte mich an diverse Fachbegriffe erinnern zu können, die dieses Treiben als lebende Toilette definiert hätten. Verstohlen glotzte ich zu Manfred, welcher jappsend dabei war, seinen Willy aus dem Gefängnis in Form einer langen Unterhose zu befreien, während Helga wie wahnsinnig ihre Brustwarze zwirbelte, dass mir beinahe schwindelig wurde. Doch als sie dann auch noch anfing sich selbst zu fisten, hatte ich den ununterdrückbaren Wunsch meinen Ledergürtel aus dem Schrank zu holen, den Opa schon im zweiten Weltkrieg trug, und ihr damit kräftig was auf die rosa Backen zu geben, die jetzt langsam aber sicher auf meinen Glastisch sanken. Ich tat weder das noch was anderes. Im Grunde genommen beobachtete ich mit einem selten blöden Gesichtsausdruck, für welchen sich sicherlich sofort in die Klappse eingeliefert werden konnte, das Treiben meiner Nachbarn und wusste gar nicht, wie mir geschah. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manfred, nun schon sichtlich überfordert von den visuellen Eindrücken, die sich ihm in Bild und Ton - live, als auch vom Band - boten, jaulte nur noch wie ein getretener Hund. Ich war noch nicht mal großartig überrascht, als er keine Minute später mit einem irren Grinsen im Gesicht meinte, dass er geil wie Hund wäre. Eigentlich hätten da alle Alarmglocken läuten müssen, denn, wie Hunde nun mal so sind, plötzlich hatte er den Wunsch alles zu rammeln, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Ich ärgerte mich noch, dass ich meine Jucca Palme der netten Nachbarin geschenkt habe, die kürzlich dazu gezogen ist, denn sie hätte mich vielleicht in diesem Moment retten können. So aber musste ich zusehen, wie Manfred aus dem Nichts Gleitgel und Gummis hervorzauberte, während er sabbernd auf mich zukam und mit einem gekonnten Griff in meinem Arsch landete. Glücklicherweise nur mit dem Finger, wie ich bemerkte, so dass der Schock relativ schnell überwunden war. Doch das änderte sich schlagartig, als er irgendwo, einige Zentimeter in meinem Innersten, anfing leicht rumzudrücken und scheinbar meine Prostata stimulieren wollte. Sein bestes Stück jagte er derweil Helga in den Allerwertesten, die daraufhin mit Verlust der Muttersprache glänzte und nur noch wenige unartikulierte Laute von sich ließ. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erinnere mich noch, dass ich mich gefragt habe, wie es eigentlich dazu kam, dass ich am helllichten Morgen von Kopf bis Fuß in Latex eingekleidet, mit Birkenstock, rot geschminktem Mund und einem bezauberndem Engelbert auf allen Vieren in meinem Wohnzimmer kniete, während mir mein sabbernder Nachbar im Hintern rumbohrte und sich dabei irgendeine Scheiße (im wahrsten Sinne des Wortes) auf meinem DVD-Player anguckte. Unglücklicherweise kam ich zu keiner zufriedenstellenden Antwort, da Manfred, wie ich an dieser Stelle zugeben muss, schon wusste, was er da tat. Ich musste innerlich lachen, dachte ich doch für eine Sekunde an mein siffiges Bad und das ungeputzte Klo. Doch wie sehr stört jemanden ein ungeputztes Klo, wenn er sich an Klospielchen aufgeilen kann? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manfred legte jetzt zum Endspurt los. Sowohl bei mir als auch bei Helga, oder das was von Helga noch übrig war. Ich war nicht mehr in der Lage diesem Gefühl stand zu halten und spürte, wie meine Knie und Hände nachgaben und ich sachte einknickte. Ich hatte das Gefühl, dass er nicht nur einen Finger in meinem Hintern hatte, sondern seine komplette Hand, welche sich um meine Lunge gelegt hatte und mir die Luftzufuhr abschnitt. Dann wurde mir schwarz vor Augen und kurz darauf verlor ich das Bewusstsein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig später kam ich zu mir und sah Hans_Werner1 unverkennbare Fresse direkt vor meinen Augen. Ein schäbiges und irgendwie auch triumphierendes Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit und entblößte zwei seiner Goldkronen (Nummer 3 und 4 oben rechts). Ich musste wohl eingenickt sein, dachte ich benommen und freute mich, dass die Scheißerei mit der ich konfrontiert wurde in Wirklichkeit gar nicht passiert war. Hans_Werner1 starrte mich eine Zeitlang dumm an, bevor er mich grinsend fragte, ob ich sehen möchte, was er getan hat, als ich bewusstlos war. Ich wollte lieber wissen, warum ich seinen Sack eingepackt in schwarzen Lack-Hotpants direkt auf meinem Gesicht hatte und was seine Schenkel um meinen Hals zu suchen hatten. Irgendwie schaffte ich es, ihn von mir runterzuschubbsen und mich auf den Weg ins Bad zu begeben, da ich den Verdacht hatte, mir ansonsten in die Hose pinkeln zu müssen. Als ich die Badezimmertür hinter mir schloss, faselte er noch was von Facesitting und Würgen bis zu Bewusstlosigkeit, was mich aber völlig kalt ließ. Stattdessen verfolgte ich mit Entsetzen den goldgelben Strahl, der aus meiner Harnröhre schoss und statt im Klo 45° weiter links in der Badewanne sein Ziel fand.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a class="art-button" href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/07/oh-scheie-oder-beschissener-geht-doch.html"&gt;Nachspiel&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-5232687529696333966?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/5232687529696333966/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/01/alles-im-arsch-oder-beschissener-geht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5232687529696333966'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5232687529696333966'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2005/01/alles-im-arsch-oder-beschissener-geht.html' title='Alles im Arsch oder Beschissener geht nimmer!'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-641459968484359802</id><published>2004-12-15T17:07:00.004+01:00</published><updated>2010-07-11T01:44:55.873+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex and the City'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nonsens und Konsens'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prof. Dr. K.'/><title type='text'>Britta,36</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Es ist ein weitverbreitetes Phänomen, dass insbesondere im Herbst und Winter die Gemüter in einer schlechten Verfassung sind. Meistens trifft es dabei Frauen, was so manche männliche Spezies vermutlich mit dem weiblichen Hormonhaushalt erklären würde oder mit der Tatsache, dass vermehrt Frauen in Depressionen verfallen und gerne alles und jeden über einen Kamm scheren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe nicht die Absicht, diese Aussagen zu dementieren, zumal ich keinen Sinn darin sehe und zum anderen weil ich selber in einer ultrabeschissenen Stimmung bin, was natürlich auf meinen Hormonhaushalt, meine Depressionen und wahnsinnige Pauschalisierungen zurück zu führen ist. Es ist wirklich nicht einfach eine Frau zu sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wesentlich schwieriger ist es, einen Mann zu finden, der diesen Begriff nicht auf Grund &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;seiner Geschlechtsorgane trägt, sondern der sich tatsächlich als würdig genug erweist um so bezeichnet zu werden. Wenn man Frauen nach Männern befragen würde, würden die meisten sagen, dass sie Arschlöcher, Blender, Versager, Luschen, Weicheier, Egoschweine und Tiefflieger sind. Kurzum: Sie sind all das, was Frauen nicht haben wollen. Man könnte hergehen, sie fein säuberlich zu einem Paket verschnüren und in die Klappse einliefern oder alternativ in die Tonne kloppen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Zeiten, als es nur zwei Klassifizierungen der Männer gab (Arschloch und Weichei) schien immerhin die Welt um einiges einfacher zu sein. Die Auswahl war geringer, wollte man nicht a) konnte es nur noch b) sein oder umgekehrt. Diese zwei Arten sind recht leicht zu erkennen: Das Arschloch ist prinzipiell immer der Südländer, der komischerweise die schönsten Frauen an seiner Seite hat, welche er schlägt, belügt und betrügt. Das Weichei hingegen ist der beste Freund der Frau, die Schulter zum Ausheulen, der sternevomhimmelholende Ja-Sager mit treudoofem Dackelblick. Während das Arschloch überhaupt keine Probleme mit seiner Existenz hat, prangert das Weichei diese und die Frauen, die sich mit ihm einlassen an und stellt sich gleichzeitig die Frage, warum ihn keine Frau haben will. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was passiert aber, wenn der Natur ein Missgeschick passiert und die ein oder andere Mutation die Folge dessen ist? Ich behaupte, dass dies tatsächlich irgendwann mal der Fall war, stelle ich doch immer wieder fest, dass ich mit meinen Weichei-Arschloch-Katalog nicht weiter komme. Abgründe tun sich auf. Männer, die scheinbar das Arschloch ^ 10 sind, entpuppen sich als bemitleidenswerte, jämmerliche Kreaturen, die entweder mit einer Holzkeule zurück auf dem Baum geschickt werden sollten oder alternativ in Mutters Schoß Platz nehmen müssten. So oder so: Back to the roots - denn woanders finden diese Kreaturen definitiv keinen Platz. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch das Desaster geht weiter! Mit etwa 86%igem Anteil an der gesamten männlichen Bevölkerung stellt die Mutation "Ich wurde in der Vergangenheit enttäuscht und bin deswegen scheiße" den einsamen Spitzenreiter dar. Dieser Typ Mann kann in den seltensten Fällen sofort enttarnt werden. Meistens ist wahres Interesse an ihm notwendig. Sobald er dieses erkennt, beginnt der Alptraum. Bindungsängste, Enttäuschungen, Rückzieher, Missverständnisse und ähnliches gepaart mit mangelnder Kommunikationsfreude und Aufklärung bringen Frau dazu, sich intensiv mit Dr. Freud und Konsorten auseinander zu setzen. Irgendwann nach tagelangem Grübeln und Psychoanalyse hat Frau dann ein Grundgerüst des Mannes vor sich, welches nichts Gutes verspricht. Aufgrund der Tatsache, dass der männliche Part bei der Analyse nicht behilflich sein möchte, baut die komplette Diagnose auf Spekulationen auf, welche leider Gottes tödlich sein können. Tödlich für die Beziehung, versteht sich. Neben 1 - vielen Thesen, die das Verhalten des Mannes erklären könnten, erscheint irgendwann über dem Kopf der Frau ein imaginäres, aber wahnsinig großes Fragezeichen, welches ca. 12347 Vielleichts beinhaltet: Vielleicht bin ich ihm zu nahe getreten? Vielleicht geht ihm das Ganze zu schnell? Vielleicht habe ich etwas gesagt, was ihn verletzt hat? Vielleicht hatte er einfach keine Zeit und konnte deswegen nicht anrufen, obwohl er es versprochen hat? Vielleicht ist es gerade im Geschäft zu stressig und er ist deswegen so komisch drauf? Vielleicht ... ? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der gesunde Menschenverstand kann sich denken, was nach dem tausendsten Vielleicht passiert. Der anfängliche Frust und möglicherweise auch dieses komische Gefühl von Schuld macht erst der Depression, dann der Aggression und schließlich der Resignation Platz. Wenn erst einmal die dritte Stufe erreicht ist, bedeutet das auch gleichzeit das Ende vom Lied. Ein unheimlich befreiendes Gefühl von Gleichgültigkeit macht sich breit und die Dinge scheinen bereits in der Vergangenheit zu liegen, obwohl sie bis vor kurzem mehr als aktuell waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Falls diesen Blog zufällig ein Mann liest, der nicht mutig genug ist die Fakten auf den Tisch zu legen, der kann getrost nach dem eben genannten Schema vorgehen: Er wird die Frau an seiner Seite definitiv verlieren. Er wird für sie gestorben sein, noch bevor er es begriffen hat. Leider bedeutet das auch, dass sie ihn nicht in besonders guter Erinnerung behalten wird (außer vielleicht seinen Schwanz), denn er wird vermutlich irgendwo in der Kategorie Versager Platz finden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denken wir doch einfach mal zehn Jahre weiter. Was machen wohl unsere Protagonisten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Weichei ist mittlerweile verheiratet, mit dem nettem Mädchen von nebenan. Während er im Büro hockt, schmeißt sie den Haushalt und versorgt die Kinder. An alles andere wurde ebenfalls gedacht. Die Doppelhaushälfte ist in 20 Jahren abgezahlt, jedes zweite Wochenende werden die Schwiegereltern besucht, im Sommer geht's nach Tunesien und im Winter in den Schwarzwald. Das ganze fordert natürlich seinen Tribut, er - mittlerweile in einer leitenden Position - klotzt beruflich ordentlich rein, was auch bedeutet, dass nicht mehr arg viel Zeit für die Zweisamkeit bleibt. Sie, nach den zwei Schwangerschaften nicht mehr ganz so rank und schlank, ist eine gute Mutter, eine liebevolle Ehefrau und eine perfekte Haushälterin - das auf Stoß zusammengelegte Hemd, welches sie morgens für ihn rauslegt, ist Beweis genug. Abends wird dann mit den Kindern gespielt und wenn die im Bett sind, bügelt sie, während er die Zeitung liest oder die Sportschau guckt. Ab und an, wenn es nicht anders geht, haben die beiden Sex. Als Highlight könnte man das bisschen Akrobatik nicht bezeichnen. Sie hofft, dass es so schnell wie möglich rum ist, während er gottfroh ist, nach dem Druckabbau schlafen zu können. Der Tag war verdammt hart. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was macht das Arschloch? Das was es auch 10 Jahre davor gemacht hat: Durch die Weltgeschichte ficken und Frauenherzen brechen. Aufgrund seines Prädikats "Besonders beziehungsunfähig" bleibt ihm ja schließlich gar nichts anderes übrig, es sei denn er trifft eine Frau, die ihm den Kopf verdreht und anschließend ausbluten lässt. Doch statt alles zu tun, um diese Frau zurück zu erobern, wird er in Selbstmitleid zerfließen und seinem Kumpel erklären, dass er künftig keinen weiteren Versuch eine Beziehung zu führen starten wird. Im Übrigen war er noch nie ein großartig emotionaler Mensch, Emotionen beeinträchtigen nur das Denkvermögen und machen Probleme, was man insbesondere bei Frauen immer wieder feststellen kann. Also läuft alles so weiter, wie bisher auch, nur mit dem Unterschied, dass seine Zielgruppe reifer geworden ist und nicht mehr ganz so blauäugig durch die Gegend läuft. Im Gegenteil. Recht schnell erkennt sie, dass beim Arschloch nichts zu holen ist und dass er zu nichts anderem außer Ficken zu gebrauchen ist. Immerhin bedeutet das auch, dass er meistens großartigen Sex haben wird und wohl nichts ungetestet lassen wird, während sich sein Konkurrent, das Weichei, heimlich unter der Dusche einen runterholt und dabei dreckige Fantasien hat, die sich glücklicherweise der Kenntnis seiner Frau entziehen, da sie in diesen nicht die Hauptrolle spielt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und irgendwo, weit weg von unseren zwei Helden, laufen Frauen durch die Straßen, die noch von richtigen Kerlen träumen. Von Männern, die sich auch als solche benehmen, die stark, selbstbewusst, beschützerisch, intelligent und einfühlsam sind. Die keine Probleme damit haben, Schwäche und Emotionen zu zeigen, die Klartext reden und die auf den Tisch hauen können und deutlich zeigen, wer die Hosen an hat. Durch ihren Urtrieb und irgendwelche Instinkte, die auch sie nicht kontrollieren können, werden die Frauen geleitet. Wie Tiere in der Paarungszeit vernehmen sie den süßen Lockstoff, folgen ihm blind in der Hoffnung das begehrte Objekt zu finden. Der betörende Duft von echter Männlichkeit, der meilenweit in der Luft hängt, benebelt ihre Sinne welche auf Alarmstufe "Bedingungslos" schalten. Wenn sie Glück haben, finden sie die Quelle dieses maskulinen Geruchs. Es ist die Backstube am anderen Ende der Stadt, wo noch echte hausgemachte Qualität hergestellt wird.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-641459968484359802?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/641459968484359802/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/12/britta36-frustblog.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/641459968484359802'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/641459968484359802'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/12/britta36-frustblog.html' title='Britta,36'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-3525104518916517877</id><published>2004-11-22T18:10:00.003+01:00</published><updated>2010-07-11T01:46:01.474+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mutterkind'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alltag'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prof. Dr. K.'/><title type='text'>Logische Konsequenzen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Irgendwie hatte ich vorhin das Gefühl, dass ein neuer Blog fällig ist. Auf Grund dieser Tatsache, war ich auch nicht allzu überrascht, als mir mein inneres Stimmchen eine halbe Stunde später mitteilte, dass ein neuer Blog tatsächlich fällig sei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Wochen können eine wahnsinnig lange Zeit sein. Wer kennt es nicht: Zwei Wochen ohne Sex, zwei Wochen ohne Lappen, zwei Wochen ohne Gehirn oder eben zwei Wochen ohne Kind, wie es bei mir der Fall war. Die Veränderungen, die Mutter und Kind in diesem Zeitraum mitmachten sind bemerkenswert. Während ich mir üblicherweise einbildete nicht mehr grob geschätzt 28, sondern eher zwischen 19 und 21 zu sein, machte Sohn enorme Fortschritte, wie ich heute feststellen musste. Es ist ja allgemein bekannt, dass er Metallica recht cool findet, weil er sich im Auto über die zu leise Musik beschwert und ich dann notgedrungen lauter machen muss. An sich ist das kein Problem für mich. Problematisch wird es nur dann, wenn ich an einer Kreuzung stehe und alle &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;anderen Verkehrsgeräusche - so auch das meines Autos - nicht mehr hören kann, weil Met alles übertönt. Normalerweise weiß man ja gar nicht, wie laut Passanten die Musik aus einem geschlossenen Fahrzeug hören, bis man irgendwann nachts um 23 Uhr verbotenerweise heimlich Altglas entsorgen will und das ganze verdammte Viertel Mucke für Lau aus dem eigenen Auto bekommt. Als logische Konsequenz ließ ich mir ein Autotelefon einbauen, mit welchem nur Gespräche innerhalb meines Fahrzeugs möglich sind und welches rot leuchtet, wenn Sohn den Versuch startet, mir etwas während der Fahrt mitzuteilen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider ist es so, dass Mütter, die mit einem Grinsen am Steuer hocken, für welches man sie unverzüglich in die Gummizelle packen müsste, mit Kippe am Zahn und einem vierjährigen Kind hinten rechts welches das gleiche Grinsen im Kleinformat trägt und nebenbei noch laut Metallica mitsingt ("die, die, die...") irgendwie uncool, wenn nicht sogar besorgniserregend wirken. Natürlich ist mir völlig unklar, warum das so ist, schließlich haben diese Menschen nicht die geringste Ahnung wie wahnsinnig besorgniserregend es erst bei mir daheim abgeht. Ein kleiner Lichtpunkt ist allerdings die Tatsache, dass Sohn nicht nur bei Metallica mitsingt, sondern auch bei anderen Interpreten, so heute bei Oomph und "Augen auf". &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Witzig fand ich, dass er nicht nur mitsang, sondern auch headbangte und dabei ein leicht zerstörerisches Grinsen auf dem Gesicht hatte (ich musste spontan an Chucky denken), von dessen Ursprung ich keinen blassen Schimmer hatte. Ich fragte mich, wie ich dieses Grinsen 15 Jahre später interpretieren würde und beließ es dabei, als Zeige- und Mittelfinger meiner linken Hand plötzlich taub wurden, da das Blut in den Adern unter den Gefrierpunkt sank, was im Übrigen mal absolut gar nichts damit zu tun hat, dass ich Raucher und Linkshänder aus Leidenschaft und Überzeugung bin. Nachdem ich mir das Pseudoabsterben meiner Finger mit den wahnsinnigen Zukunftsvisionen über meinen Sohn erklärt hatte, gab ich mir den Minutentod in Form einer Lord 100 und freute mich des Lebens. Jedoch konnte ich es nicht dabei belassen. Ich musste herausfinden, inwiefern Sohn bereits assimiliert war. Daher wählte ich sorgfältig einige Titel aus, von denen ich vermutete, dass sie selbst ihn zum Ausflippen bringen würden. Ich drehte die Musik entsprechend lauf auf, gröhlte lauthals mit, sprang vom Stuhl und legte ein Gitarrensolo der ersten Güte hin, während mein Haar die Wohnzimmerluft in ca. 1,69 m lange Spaghetti schnitt. Ich warf gespannt einen Blick zu meinem Sohn um seine Reaktionen zu beobachten, als folgendes geschah: Nichts. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sohn starrte mich völlig entgeistert an und schwieg. Ich wiederholte das Prozedere, dieses Mal mit etwas mehr Nachdruck. Er schwieg weiterhin, wenn auch etwas lauter als zuvor. Enttäuscht über meine Niederlage, gab ich den Versuch Sohn aus Reserve zu locken auf und pflanzte mich wieder auf meinen Stuhl, um ein weiteres Mal für einige Minuten zu sterben. Es musste eine Art Vorführeffekt gewesen sein, dass Sohn ausgerechnet jetzt nicht mitmachen wollte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass er seit gestern an leichtem Fieber leidet, welches mir zugegeben etwas Kopfschmerzen bereitet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dem auch sei, ich tauchte anschließend in die Welt der Internetforen ein, um meinen Geist von Dummheit, Größenwahn und mangelnder Bildung umnachten zu lassen. Es funzte in der Tat sehr gut. Irgendwann belullen einen die wahnsinnigen und realitätsfremden Aussagen so sehr, dass man jegliches Gefühl für Zeit, Raum und vorallem Verstand verliert. Es ist wie eine Art Kollektiv, in welchem man sich pudelwohl fühlt und irgendwann tatsächlich glaubt, ein kläffender Pudel zu sein oder sich zumindest auf seinem Intelligenzniveau befindet, auch wenn kein Schwein weiß, wie hoch es eigentlich ist. Alternativ dazu startet man den Versuch aus dem Kollektiv auszubrechen, was aber an Wahnsinn grenzt und schier unmöglich ist, wenn man nicht wenigstens mit der Holzkeule in der Hand auf einen Baum zurück klettert, sich freiwillig in einen Einzeller verwandelt oder mit einer Wasserpistole Amok läuft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich entschied mich übrigens für ein selten dämliches Grinsen, welches ich ohnehin bis zur Perfektion beherrsche. Zur Stunde warte ich auf meine Einweisung.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-3525104518916517877?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/3525104518916517877/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/11/logische-konsequenzen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/3525104518916517877'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/3525104518916517877'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/11/logische-konsequenzen.html' title='Logische Konsequenzen'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-6301102767363516197</id><published>2004-11-08T19:46:00.004+01:00</published><updated>2010-07-11T01:48:15.068+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Brainfuck'/><title type='text'>Von Sport ist Mord oder wenn Tod in Rente geht</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Komische Dinge passieren, auch wenn ich nicht sicher sein kann, dass sie nur mir passieren. Wer weiß das schon. Ich hege den Verdacht, dass ich so langsam aber sicher in die Midlife-Krise rutsche (wer hat jetzt alte Schachtel gedacht? Ich sprach von langsam!) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischen Mund-zu-Schwanzbeatmungen, V for Vendetta, 93jährigen alten Knackern, die über Verhütung sprechen und masochistischen Tendenzen geht der Tod in Rente und ich in den Wahnsinn. Aber ich fange am Besten mal von vorne an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer kennt es nicht - ich gebe zu, dass dies eine rhetorische Frage war - man kommt sackemüde heim, gestresst von dem ach so beschwerlichen Joballtag und hat nur noch einen Gedanken im &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Kopf: Schlaf oder Tod. Auch wenn ich zugegebenermaßen Sympathien für den Tod entwickele (ich bemerkte es erst gestern Abend wieder und war für eine Sekunde wie gelähmt ob dieser Tatsache) entschied ich mich nicht für ihn. Allerdings auch nicht für das weiche Bettchen, was nebenan nach mir verzweifelt schrie. Nein, ich wusste, dass heute der Tag war, an dem ich meinen inneren Schweinehund besiegen würde. Es fing schon damit an, dass ich pappsatt nur mit Mühe einem frontalen Zusammenstoß mit meinem lilanen Window-Color-Kotze-Cola-Streichwurstbrot-Teppich gerade noch in letzter Sekunde vermeiden konnte. Natürlich hatte meine Müdigkeit überhaupt nichts damit zu tun, dass mich der Bodenbelag meines Wohnzimmers wie magisch anzog, sondern nur die, in der Zwischenzeit aus mir unerklärlichen Gründen gewachsene, Schwerkraft. Und diese war leider allgegenwärtig, wie ich Minuten später wieder einmal mit einem prüfenden Blick in meinem eingerahmten Matrix-Poster-Spiegel feststellte. Mir war klar, dass es so nicht mehr weiter gehen konnte, jedoch war mir genauso klar, dass ich heute mit meiner Müdigkeit keinen Blumentopf mehr gewinnen würde, obgleich ich sogar zwei davon für meine kürzlich gekauften Wohnzimmerpflanzen benötigte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie kam ich nach dem Teller Spaghetti und einem Sahnepudding ohne Sahne auf die Idee Musik zu hören. Komischerweise war es nicht wie so oft Metallica (daher gibt es heute keine Fortsetzung von &lt;a href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/10/der-ganz-normale-wahnsinn-oder-being_01.html"&gt;Being Lars Ulrich&lt;/a&gt;), sondern etwas weitaus frischeres und moderneres - worauf man natürlich auch Headbangen konnte, auch wenn das Zweckentfremdung vom Bösartigsten war. Zu allem Überfluss hatte ich dann auch noch den Drang mich zu bewegen, was mir wirklich Sorgen machte. Jedoch rechnete ich erst dann mit dem Schlimmsten, als ich hüpfend und tanzend in Unterwäsche durch meine Wohnung sprang und meinen Matrixspiegel ansexelte. Das Ganze hielt ungelogen mindestens eine Stunde an, und beinhaltete die Dauerschleife in Winamp und einen klatschnassen Rücken. Und nicht nur das. Ich tanzte, als wäre es mein letztes Mal. Zwischendrin fand sich die ein oder andere obligatorische Übung für meinen Allerwertesten, die ich seit Wochen unter Hasswahn und ausgefeilten Selbstmordplänen jeden Abend vollzog. Im Nachhinein gehe ich davon aus, dass ich eine stark erotisch angehauchte Version von Aerobic in meinem Wohnzimmer an diesem Montag Nachmittag vollzog, die sämtliche vorhandene und nicht vorhande Säfte meines Körpers in Wallung brachte und meine Lunge nach draußen zur Reparatur beförderte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dennoch fühlte ich mich einfach nur gigantisch. Ich redete mir ein, dass ich mir überhaupt keine Sorgen machen müsste - die nächste Badesaison kam bestimmt und mit ihr der unbekannte lilane Badehosenarsch und mein bis dahin zum jungen Schwan mutierter Körper, der alle offiziellen und inoffiziellen Freibadpreise gewinnen würde. Mit viel Glück würden auch zwei Blumentöpfe dabei sein, so dass sich die Sache doppelt lohnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kenne ja so einige Freaks. Einer davon ist z. B. ein jüngerer Geselle, der dazu verdammt ist, als eine der wenigen intelligenten Spezies unter Patienten zu verweilen und dort den Herr des Flures zu spielen. Mit Geschick und Diplomatie versucht er, dem Bösen ein Ende zu bereiten, ohne zu seinen ramboiden Methoden zu greifen, obgleich ich mir diese sehr gut bei ihm vorstellen kann. Eigentlich gefällt mir dieser Gedanke immer besser, je länger ich darüber nachdenke. Spontanerweise verziehen sich meine Lippen zu einem - ja - leicht dümmlichen Grinsen, während verschiedene Konstellationen irgendwo, in einem mir unbekannten Teil meines Gehirns, der nur für extradreckige Ideen ... verdammt, wie kommt das Tischbein zwischen meine Beine? Nun ja, wo war ich stehen geblieben? Ach ja. Dieser junge Geselle lebt nach dem Prinzip Mind over Matter, welches heute auch auf mich zutraf. Ich gab alles. Ich gab mehr als alles! Ich gab einfach verdammt viel. Es schien, als ob mein Körper nicht mehr mir gehörte, sondern irgendjemandem anderen. Mein Becken verselbstständigte sich und hatte permanent den Drang nach vorne zu schnellen und Ass-shaking zu betreiben. Es muss grauenhaft sein, seinen Körper nicht mehr vollständig beherrschen zu können oder nur unter Einsatz von Energien, die Jenseits von Gut und Böse waren und wegen dem dreckigen Grinsen im Gesicht entstanden oder vielleicht auch auf Grund der wehenden Mähne, die einst mal fein säuberlich gekämmtes Haar war, unter Kontrolle zu halten. Immerhin kann ich mir nun vorstellen, wie sich Windle Poons als Untoter gefühlt hat, auch wenn ich meilenweit davon entfernt bin, untot zu sein. Glaube ich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicherlich fragt sich der ein oder andere an dieser Stelle, wer Windle Poons ist. Nun, die Erklärung würde den Rahmen dieses Blogs sprengen. Und außerdem ist Tod eh interessanter als er. Denn Tod ist nicht ein kleiner dicker 130jähriger Zauberer, sondern ein 2m großes Skelett mit einer gigantischen Sense, welches in Rente geht, bevor es stirbt. Ich liebe große ... äh Männer. Jo. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir scheint, meine Gedanken geraten etwas durcheinander. Außerdem setzen wieder diese komischen Zuckungen meines rechten - nein, dieses Mal nicht Mundwinkels - sondern Pomuskels ein. Es muss ein Virus sein, eins von der bösartigsten Sorte, welches mich heimlich erwischt hat und nun zu Schandtaten treibt. Ich denke, dieses Mal werde ich wenigstens den Rolladen runter lassen. Aber vielleicht hat das Ganze auch mit überschüssiger Lebensenergie zu tun, weil Tod in Rente gegangen ist und nun niemand da ist, der die Toten mitnimmt und die Energie entsorgt? Sie muss sich in meinem Hintern verschanzt haben und treibt nun dumme Spielchen mit ihm. Jo. So muss es sein. Poltergeistaktivitäten vom Allerwertesten ... äh Allerfeinsten. Anders kann ich es mir nicht erklären. Verdammt. Alles Sense!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-6301102767363516197?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/6301102767363516197/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/11/von-sport-ist-mord-oder-wenn-tod-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6301102767363516197'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6301102767363516197'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/11/von-sport-ist-mord-oder-wenn-tod-in.html' title='Von Sport ist Mord oder wenn Tod in Rente geht'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-6809339645187448380</id><published>2004-10-20T21:19:00.002+02:00</published><updated>2010-07-11T01:52:03.167+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prof. Dr. K.'/><title type='text'>I'm awesome! Holy WTF Critics with Frau K.</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Nach jahrelangem Suchen habe ich endlich meine Berufung erkannt und akzeptiert. Ich weiß nun, dass ich geboren wurde, um Leute zu kritisieren und bloßzustellen. Denn: Ich bin einfach die Beste in diesem Bereich! Ab sofort werde ich in regelmäßig unregelmäßigen Abständen meine Kritiken zu den berühmtesten Kwickies abgeben und scheue dabei weder Tod noch Teufel. Lest hier die skandalösesten Details, die ihr noch nie wissen wolltet!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;HEUTE: Nero2912&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;WTF is Nero2912, werden sich mit Sicherheit viele Leser gefragt haben. Insider und Kenner der Musikszene werden sich vielleicht an ihn erinnern - damals war er allerdings unter seinem Decknamen Tarkan bekannt. Im Flug eroberte er mit seinem Ferrero-Küsschen-Lied Millionen von &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Frauenherzen. Leider verflog sein Ruhm so schnell wie er kam, so dass er einen neuen Wirkungskreis suchte. Den fand er bei Sat 1 und seiner Sendung "Was kochst du?" welche er fortan erfolglos moderierte. Auch wenn seine Rezepte nicht zum Nachkochen einluden, waren die Lacher auf seiner Seite. Mit Witz und Humor brachte der Osmane während seines kulinarischen Agressionsbewältigungsprogramms Butterfly und Säbel an den Mann und erklärte nicht nur, wie man Kartoffeln zu Matsch verarbeitet, sondern auch hinterher die Schweinerei aufräumt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Kind nahm der, von Freunden liebenvoll genannte, Fickschlitten an einigen türkisch-türkischen Schüleraustauschprogrammen teil und kam so in den Genuss der zivilisierten Welt. Doch seine Weste war nicht immer weiß. In jungen Jahren war Nero2911 Mitglied einer Anti-CocaCola-Terrorkampagne. Man munkelt sogar, dass er auch heute noch Gelder in Millionenhöhe für die Organisation wäscht, was undenkbar scheint, wenn man bedenkt, dass der 28jährige zuletzt vor Monaten im Ludwigsburger Stadtpark schlafend auf einer Parkbank gesichtet wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch scheint es, als ob Nero2912 seinen Spitznamen 'Fickschlitten' zurecht bekommen hat. Feinde behaupten, er sei als freiberuflicher Teilnehmer der Olympischen Winterspiele tätig und sei oft nachts dabei erwischt worden, wie er Skipisten präparierte. Er sei, so heißt es, völlig nackt und im Besitz einer Erektion bäuchlings die Skipisten runterrutscht und hätte die Stellen markiert an denen die Fähnchen am nächsten Tag angebracht werden sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch es geht weiter. Seine Kochsendung "Was guckst du?" dient schon lange nur als Tarnung. In Wirklichkeit arbeitet Nero2912 für das Ludwigsburger Freudenhaus 'Phimose', wo er den stellvertretenden Geschäftsführer repräsentiert. Interessant ist hierbei, dass sich seine Arbeit keineswegs nur auf den Chefsessel beschränkt, sondern auch auf die Betreuung der Kundschaft, um derer Wohlergehen er sich persönlich bemüht. Bisher konnte ich leider nicht herausfinden, in welchem Umfang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings hatte ich das Glück einige ehemalige Nachbarn von ihm zu finden und diese zu befragen. Ich fand heraus, dass es öfters gegen Nero2912 Beschwerden wegen Hausfriedensbruch gab. Ein Nachbar will ihn sogar nackt auf dem Dachboden gesehen haben, während er lauthals "Go down Moses" sang und ein lebensgroßes Poster von Winona Rider aus der Zeitschrift 'Bravo' zu begatten versuchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Leser, ich weiß wie ihr euch fühlt - denn mir geht es angesichts sovieler Skandale genauso. Fakt ist, dass Nero2912 gemeingefährlich und völlig wahnsinnig ist, und vielleicht gerade in diesem Moment, hilflose Profile vergewaltigt. Wir sollten ihm das Handwerk legen - gemeinsam sind wir stark.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zum nächsten Mal, wenn ich die dreckigen Details von jemandem anderen der Öffentlichkeit präsentieren werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Awesome Kisses&lt;br /&gt;Holy Frau K. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-6809339645187448380?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/6809339645187448380/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/10/i-awesome-holy-wtf-critics-with-kleo.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6809339645187448380'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/6809339645187448380'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/10/i-awesome-holy-wtf-critics-with-kleo.html' title='I&amp;#39;m awesome! Holy WTF Critics with Frau K.'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-1498392931935077300</id><published>2004-10-18T03:18:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T01:53:45.114+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Failed'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Helden'/><title type='text'>Einmal mit Profis arbeiten - Part II</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Der aufmerksame Leser meines Blogs wird wissen, dass ich mich nachfolgend mit einem Thema beschäftige, welches schon einmal für Aufsehen gesorgt hat. Damals ging es um meinen Blog &lt;a href="http://h3idiswelt.blogspot.com/2003/10/einmal-mit-profis-arbeiten.html" target="_blank"&gt;Einmal mit Profis arbeiten - Part I&lt;/a&gt;. Ich stelle fest, dass ich ein weiteres Mal mit Profis arbeiten darf - auf den Tag genau. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn auch heute beglückte mich der Postbote mit 6 Steuerkarten!! Eigentlich ist es genauso wie letztes Jahr auch: Fünf Steuerkarten sind falsch ausgestellt worden (Steuerklasse 6, kein Kinderfreibetrag) und die letzte glücklicherweise mit Steuerklasse 2 und 0,5 Kinderfreibetrag. &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So langsam wird mir das ganze allerdings suspekt. Wo ich letztes Jahr noch dachte, dass den Verantwortlichen ein peinlicher Fehler unterlaufen ist, denke ich heute, dass sie es schlicht und ergreifend nicht auf die Reihe bringen. Wie kann zweimal, auf den Tag genau, zur fast gleichen Uhrzeit das Gleiche passieren? Und wieso war wieder keine Karte mit Steuerklasse 3 dabei? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fragen über Fragen. Und wie immer bleibe ich auf ihnen sitzen und erhalte keine Antwort. Denn auch dieses Jahr werde ich mir nicht die Mühe machen, das Rathaus anzurufen und lauthals ins Telefon zu gröhlen. Und ich gebe mich nicht mehr der Illusion hin, meine überflüssigen Steuerkarten an den Mann zu bringen, wie ich das letztes Jahr noch versucht habe. Mein Gott, ich war zu allem bereit! Ich bot die Steuerkarten gegen Sex, gegen Geld, gegen eine neue Festplatte. Das einzige was ich bekam, war ein müdes Lächeln von irgendwelchen Blaffos und Raffos. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Jahr bin ich schlauer und werde mir besonders lukrative Angebote einfallen lassen, die niemand ausschlagen kann!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin mir sicher, dass der Erfolg voll und ganz auf meiner Seite sein wird und beende meinen Blog mit einem Lächeln auf dem Gesicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hardworking &lt;br /&gt;Geschäftsfrau K.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-1498392931935077300?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/1498392931935077300/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/10/einmal-mit-profis-arbeiten-part-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/1498392931935077300'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/1498392931935077300'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/10/einmal-mit-profis-arbeiten-part-ii.html' title='Einmal mit Profis arbeiten - Part II'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-8307531146207650156</id><published>2004-10-07T17:01:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T01:55:03.781+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nonsens und Konsens'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prof. Dr. K.'/><title type='text'>Mann Nr. 2 und die Konsequenzen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ich habe seit langem mal wieder einen Liebesroman gelesen. Eigentlich bin ich kein Freund solcher Lektüre. Wir wissen alle, wie es ist: Sie bildhübsch, er überirdisch attraktiv, ein Haufen Probleme und ein Happy End. Wobei es dieses Mal nur halb so happy war. Eigentlich war es so, dass sie die Wahl zwischen zwei Männern hatte (also hatte sie mehr zu wählen als jede halbwegs vernünftige Frau in der heutigen Zeit). Der eine war ihre eigentliche wahre Liebe, zärtlich, zuvorkommend, rücksichtsvoll - der andere versprühte eine animalische Anziehungskraft, war fast schon herrschsüchtig, verlor nie die Kontrolle und äußerte selten Emotionen. Sie entschied sich letzendlich für den ersten, auch wenn sie sich im Zwiespalt der Gefühle befand und auch den zweiten nicht missen wollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war klar, dass das Ende so aussehen würde. Die meisten Frauen hätten sich vermutlich für diesen &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Mann entschieden. Ich betete, sie möge sich für Nr. 2 entscheiden, weil er mir einfach trotz seiner Art symphathischer war. Davon mal abgesehen wurde Mann Nr. 1 in dem Roman kaum beschrieben, da er sich auf Grund von diversen Umständen nicht vor Ort befand. Zweifellos hätte ich mich für Mann Nr. 2 entschieden. Aber warum? Er hatte meiner Meinung nach etwas Diabolisches an sich. Möglicherweise fand ich genau das so reizvoll an ihm. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soll einer mal die Frauen verstehen. Was wollen wir und wonach suchen wir? Wieso lese ich einen Liebesroman, wenn ich doch eh weiß, dass alles Unsinn ist, was darin steht? Und wieso reagiert man als Frau dennoch darauf, auch wenn man es weiß? Es sind meistens starke Frauen, um die es sich dreht. Und fast immer treten genauso starke Männer in ihr Leben und erobern sie, obwohl sie dies gar nicht wollen. Der Zwiespalt der Gefühle ist bei beiden vorhanden. Sie wehren sich gegen die Anziehungskraft und Liebe und verlieren dennoch. Oftmals unterscheiden sie sich auf Grund ihrer gesellschaftlichen Position, sei es weil sie sich im Krieg befinden und Feinde sind, oder weil einer arm der andere reich ist, oder weil sie seine Gefangene ist. Es sind definitiv außergewöhnliche Umstände in denen sie sich begegnen. In Liebesromanen der neueren Zeit begegnet man sich auf der geschäftlichen Ebene: sie sucht Arbeit, er hat welche oder er sucht Arbeit, sie hat welche oder sie müssen nun plötzlich kooperieren, ein gemeinsames Projekt auf die Beine stellen usw. Das erste Treffen ist entweder fatal oder entzückend. Auf jeden Fall ist es ein Extrem, genau wie der Rest der Geschichte und der Beginn einer außergewöhnlichen und sehr leidenschaftlichen Liebe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist Leidenschaft? Das Wörterbuch meint hierzu: Leidenschaft - durch Vernunft nicht bezähmbarer Gefühlsdrang; heftige Zuneigung, starke Begierde, Begeisterung. Es hat also was mit Kopflosigkeit zu tun. Leidenschaft ist nicht kontrollierbar und unterliegt nicht dem Verstand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso hat sich dann die Heldin des Liebesromans nicht für Mann Nr. 2 entschieden, für den sie eine außerordentliche Leidenschaft entwickelt hat, trotz seiner vermeintlichen Makel? Neigen Frauen im Allgemeinen eher zur Leidenschaft als Männer? Neigen temperamentvolle Menschen eher dazu, sich kopflos in waghalsige Situationen zu katapultieren und Leidenschaft zu empfinden? Und wieso wird in solchen Romanen die Liebe als eine Art Kampf dargestellt? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweifelsohne hat jeder Mensch seine eigene Definition von Liebe. Aber meine hat wenig mit einer stillen, sich blind verstehenden, reibungslosen tiefen Zuneigung zu tun. Doch, natürlich, aber nicht ausschließlich. Vertrauen, gegenseitiger Respekt, Ehrlichkeit... all diese Dinge müssen unbedingt vorhanden sein, um lieben zu können. Aber genauso muss auch Leidenschaft vorhanden sein. Und vermutlich würde ich genau aus diesem Grund Mann Nr. 2 wählen. Idealerweise treffen Leidenschaft, Anziehungskraft mit tiefster Zuneigung, Respekt und Vertrauen zusammen. Man hätte ein loderndes Feuer, welches eine stabile Basis hat und somit auch die Voraussetzungen, ewig zu brennen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich schon vor einigen Wochen mit diesem Thema auseinander gesetzt. Damals ging es um einen äußerst attraktiven männlichen Star. Ich hatte mich gefragt, was ihn erfolgreich macht. Zweifelsohne ist es sein Können, welches dafür verantwortlich ist, dass er ein Star ist, aber es ist mehr. Männliche Stars werden größtenteils von Frauen verehrt, welche eine ausgezeichnete und nie schwächelnde Kaufkraft darstellen. Aber Frauen kaufen in diesem Fall nicht nur das Produkt, sondern auch den Hersteller ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Mann, der zum Star geworden ist, symbolisiert wohl Stärke, auch wenn das gar nicht der Fall sein muss. Aber zwischen all den männlichen potenziellen Kandidaten, hebt sich eben der ein oder andere ab. In diesem Fall der Star, der es ganz nach oben geschafft hat. Er ist also zäh, stark, ausdauernd, ehrgeizig, erfolgreich oder was auch immer. Möglicherweise hat das ganze auch biologische Hintergründe. Man schaue sich die Tierwelt an. In den meisten Fällen ist es nun mal so, dass die Weibchen entscheiden, wer sie begatten darf. Die Männchen buhlen um die weibliche Gunst, werben um sie, kämpfen um sie und der, der am Ende übrig bleibt, erweist sich als stark und würdig genug, das Weibchen zu begatten und sich um sie kümmern zu können. Bei den Menschen ist es sicherlich nicht arg viel anders. Letzendlich lassen sich Frauen von gewissen Männern imponieren. Klar kauft man ab und an mal die Katze im Sack, aber Frau findet das früher oder später heraus und schickt den falschen Fuffziger in die Wüste. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frauen wollen also doch Machos, würde jetzt wohl der ein oder andere Mann denken. Das ist so nicht ganz richtig. Ich denke, diverse Charakterzüge, die man mit einem Macho in Verbindung bringt (z. B. Selbstbewusstsein, Arroganz, Unbeständigkeit, Härte usw.) sind irgendwie ein Synonym für das klassiche maskuline Erscheinungsbild. Und Frauen wollen definitiv diese maskuline Note, denn letzendlich macht sie aus einem Mann einen "richtigen" Mann. Vermutlich ist es aber dennoch so, dass jede Frau Männlichkeit völlig anders definieren würde. Sie hat nicht zwingend etwas mit dem Äußeren zu tun, sondern eher mit dem Charakter und dem Auftreten. Aber genauso findet die eine Frau eine behaarte Brust äußerst männlich, während die andere lieber eine schwächere Körperbehaarung bevorzugt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsam ist aber, dass das Vorhandensein gewisser männlicher Attribute und solcher die es angeblich sind, die weiblichen Sensoren anspricht. Ein Mann, der sich männlich gibt, würde seltener mit Potenzproblemen in Verbindung gebracht werden, als einer der etwas feminin wirkt. Ein beruflich erfolgreicher Mann wirkt durch seinen Erfolg zwangsläufig attraktiver. Es ist nicht das Geld, das ihn sexy macht, sondern die Tatsache, dass er etwas leisten kann, dass er etwas auf die Beine bringt. Und klar: Er ist im Stande seine Familie zu ernähren. Und genau da kommt der biologische Aspekt wieder zum Einsatz. Vielleicht sind das alles Klischees und Hirngespinste. Aber diese Äußerlichkeiten und der gesellschaftliche Stand vervollständigen das Bild eines potenziellen Kandidaten, weswegen Stars eben so begehrenswert sind: Sie sehen gut aus, sie haben Erfolg - sie sind stark. Ergo sind sie vom finanziellen Aspekt her in der Lage für ihre Famlie zu sorgen, sie können die Führungsposition einnehmen und haben vermutlich auch gesunde Gene, schließlich soll der Nachwuchs tadellos sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche Frauen lassen sich weniger von diesem Leitbild beeinflussen und andere mehr. Ich denke, dass wir anhand dieses Bildes unsere Partner aussuchen - bewusst oder unbewusst. Und das ist wahrscheinlich auch der Grund warum ich Mann Nr. 2 aus dem Liebesroman wählen würde *g* Ich gebe zu, dass es nicht leicht ist, mit uns Frauen. Oftmals wissen wir nicht einmal selber, was wir wollen - glücklicherweise aber meistens, was wir _nicht_ wollen. Und möglicherweise sind wir alle miteinander Pseudoemanzen. Wir wollen selbstständig sein, wir lassen uns von niemandem was sagen, wir fordern Gleichberechtigung - aber alles bis zu einem gewissen Grad, wenn wir bereitwillig unsere traditionelle Rolle einnehmen und uns möglicherweise sogar auch beherrschen lassen würden. Ich weiß, dieses Wort klingt hart und trifft vielleicht auch nicht wirklich den Kern der Sache. Respekt, Akzeptanz, Ehrlichkeit, Vertrauen usw. sind die obersten Prinzipien, die nicht gebrochen werden dürfen. Erst dann tritt der Rest in Kraft. Sind diese Dinge gegeben, sind Emotionen (ja, auch Leidenschaft) im Spiel würde ich sogar behaupten, dass viele Frauen so einiges für ihren Mann tun würden. Die, die Kochen wie die Pest hasst, würde mit Freude für ihn Kochen. Die, die immer die große Klappe hat, die so auf ihre Stärke pocht, würde sich nur allzu gerne fallen lassen und ihm die Führungsrolle überlassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frauen gehen einen Schritt weiter als Männer. Frauen verfallen ihrem Objekt der Begierde besser als Männer, Frauen kennen weniger Grenzen, weniger Stolz, weniger Schmerzen. Für sie hat das Wort bedinungslos eine weitaus stärkere Bedeutung, als für Männer. Solange sie sich geliebt, respektiert und wohl behandelt fühlen, gibt es nichts, was sie nicht tun würden. Wichtig ist aber die Gewissheit, dass alles nur deshalb passiert, weil sie es so will und nicht weil es von ihr gefordert wird. Ich denke, bei den Männern ist es ähnlich. Überhaupt denke ich, dass sich Frauen gar nicht mal so sehr von den Männern unterscheiden, sie wählen lediglich einen anderen Weg zum Ziel und achten viel mehr auf Details. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum aber die eine den edlen Prinzen auf dem weißen Pferd will und die andere lieber den wilden und hühnenhaften Wikinger ist mir dennoch ein Rätsel. Das hängt vermutlich davon ab, als was Frau sich sieht bzw. wo sie sich eher einordnen kann. Zugegeben: Ich sah mich noch nie als Prinzessin. Mit der Rolle einer Amazone könnte ich mich allerdings sehr gut anfreunden. Und was das nun bedeutet, darf sich jeder selber zusammen reimen. :-)&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-8307531146207650156?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/8307531146207650156/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/10/mann-nr-2-und-die-konsequenzen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8307531146207650156'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/8307531146207650156'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/10/mann-nr-2-und-die-konsequenzen.html' title='Mann Nr. 2 und die Konsequenzen'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-5628616990857762584</id><published>2004-10-01T20:25:00.006+02:00</published><updated>2010-07-11T01:56:20.320+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Naturgeilheiten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Brainfuck'/><title type='text'>Der ganz normale Wahnsinn oder Being Lars Ulrich</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Alle paar Wochen kommt er über mich. Der ganz normale Wahnsinn. Oftmals beginnt er Freitag am späten Nachmittag. Meistens sitze ich zu dieser Zeit im Auto und bringe mein Kind zu seinem Erzeuger. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch verhältnismäßig ruhig, aber bereits auf der Rückfahrt kann ich für nichts garantieren. Es ist förmlich so, als ob man mich irgendwo eingesperrt hält und mir nun Ausgang gewährt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon auf der Hinfahrt erschlug das Burger King-Schild mein Auge. Ich wusste, dass ich verloren habe, noch bevor ich es wirklich tat. Denn einige Minuten später fuhr Schüstin wie von Geisteshand in den Drive in des eben gegannten Schnellimbisses. Ich bin nun wirklich kein Liebhaber von Burger &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;King, aber die Chilli Cheese Nuggets sind einfach göttlich. Doch dieses Mal wollte ich mehr. Jau, auch die Country Potatoes musste ich ebenfalls verhaften. Mit Sour Creme Dip. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach wenigen Minuten setzte ich meine Fahrt gen Mumienhausen fort, als auch schon die ersten Probleme anfingen: Wie dippt man während der Fahrt? Mir war klar, dass mein Fahrzeug einige Umbaumaßnahmen benötigt. Der Becherhalter im Handschuhfach hat sich bereits mehrmals bewährt, aber gegen einen Diphalter hätte ich nun wirklich nichts einzuwenden. In der Not frisst der Teufel Mücken, also klemmte ich den guten Dip zwischen meine Beine und hoffte, das Teil ohne hingucken treffen zu können. Schnell landet sonst mein Kopf auf dem Lenkrad und der Dip nicht auf meinen Kartoffeln und das wollte ich nun wirklich nicht riskieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Recht früh erkannte ich, dass ich ein ausgezeichneter Dreifingerschalter bin. Ich konnte nicht anders, als dumm zu grinsen, als mir einfiel, dass sich Frauen nicht ganz so krass von Männern unterscheiden - man muss nur in der Lage sein, Parallelen zu erkennen! (Ich empfehle allerdings _nicht_ den Rückwärtsgang. Also liebe Männer: Nicht zu Hause nachmachen, könnte in die Hose gehen *g*) Anschließend musste ich das seichte Gesülze vom Radio loswerden - Metallica war an dieser Stelle einfach besser für ein Mumienmahl im Auto geeignet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits bei den ersten Klängen meiner heissgeliebten Metalgötter erstrahlte ein selten dämliches Grinsen auf meinem Gesicht - der ganz normale Wahnsinn hatte begonnen. Und so raste ich also auf der B10 nach Hause. Met dröhnte volle Kanone aus den Lautsprechern, ich gröhlte mit vollem Mund mit und war nicht zu faul durch geeignete Gegenmaßnahmen (Arschwackeln, Headbangen und Fußtippen) eine Gewichtszunahme aufgrund von zahlreichen Kalorien im Keim zu ersticken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst heute registrierte ich die überaus ergonomischen Sitze meines Autos. Sie sind nicht nur äußerst bequem, sondern boten genügend Spiel- und Entfaltungsraum bei den Dreharbeiten zu "Being Lars Ulrich". Ich war mir lediglich nicht sicher, ob Passanten und andere Verkehrsteilnehmer das Wippen meines Automobils ebenso stark auffiel wie mir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dankbar war ich für das Safety Car - ein alter wackeliger blauer Polo, der mir durch sein Tempo von 84,3km/h half, meine Geschwindigkeit im Zaum zu halten, bevor mein Film in "Being in Leitplanke" aus gegebenen Anlässen umbenannt werden müsste. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte während meiner Henkersfahrt genügend Zeit, mir den heutigen Tag durch den Kopf gehen zu lassen. Ich wurde mit einem Namensschild konfrontiert. Eigentlich las ich es an einer Tür, was auch nicht weiter tragisch wäre, wenn mir der Name nicht bekannt vorgekommen wäre und ich nicht absolut überrascht war, ihn eben dort zu lesen. Es war der Name einer Frau, die ich schon seit vielen Jahren kenne und die eigentlich zusammen mit ihrem Mann sehr gute Bekannte von meinen Eltern waren. Irgendwann verlor man sich aus den Augen, die einen ziehten dorthin, die anderen woanders hin und prompt vergass man einander. Ich traf den Sohn dieser Frau vor einigen Monaten beim Marktkauf (nach Schlecker und Aldi der Ort, wo man nie jemanden nach über 10 Jahren an einem Samstag Morgen in ausgebeulten Joggingshosen, mit siffigen Haaren und geschwollenen Augen begegnen möchte) und war perplex. Der junge Mann (in meinem Alter, daher junger Mann) hatte sich in den letzten zehn Jahren kein Stück verändert, außer dass er eben nicht mehr ein sehr junger Mann ist, sondern nur noch jung, und absolut klasse aussieht. Wir tauschten einige Sätze aus, wussten beide nicht so recht, wo wir eigentlich anfangen sollen, denn es gab so viel zu erzählen, so vieles hatte sich in den letzten Jahren zugetragen, dass man das auf die Schnelle nicht erzählen konnte. Wir tauschten aber unsere Telefonnummern aus, mit dem Vorsatz den anderen anzurufen bzw. sich zu melden und den Kontakt aufzufrischen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Witzig fand ich die Tatsache, dass er in meiner unmittelbaren Nähe nun wohnt. Das schrie förmlich nach einem Wiedersehen, welches - natürlich - nicht stattfand. Keiner von uns meldete sich, auch wenn ich immer wieder daran dachte, dass ich doch eigentlich den Kontakt auffrischen wollte. Schließlich gab es eine Zeit, wo er nicht ganz unwichtig für mich war. Ich glaub, ich war 13 (es ist also nicht sehr lange her) und war bis über beide Ohren in ihn verliebt. Er war schon damals mit Abstand die beste Partie bei uns im Block, auch wenn sich manche über seine leicht tolpatschige Ader lustig machten. Letztendlich war er aber nicht tolpatschig, sondern einfach nur sehr lieb und süß. Er trug eine feste Spange, was ich natürlich unbedingt nachmachen musste, als mein Kieferorthopäde meinte, dass meine Zähne korrigiert werden müssten. Leider blieb bei mir der Erfolg aus, während seine Zähne, wie ich beim Marktkauf feststellte, als ich beinahe Genickstarre aufgrund seiner Größe bekam, wie gemeißelt waren. Sie waren strahlend weiß und mehr als gerade. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich heute das Namensschild seiner Mutter las, dachte ich wieder an ihn und beschloss mich zu melden. Witzigerweise erfuhr ich von einer anderen Person in dem Gebäude wo ich war, noch weitere Details zu seiner Person (er ist der totale Karateguru und hat es weit gebracht). Diverse Szenen spielten sich vor meinem inneren Auge ab, die mein ohnehin schon dämliches Grinsen (ich war gerade dabei, mir einzureden ich wäre Lars Ulrich) noch vergrößerten. Ich erinnerte mich, an eine blaue Jogginghose, die er öfters trug, wenn wir draußen spielten, ich erinnerte mich an seinen Hintern *g* (sein Hintern war der erste nackte Hintern eines Mannes, den ich je sah. Ich zog ihm aus Versehen die Hose runter) und an viele andere Details. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich endlich daheim war wollte ich im Telefonbuch nachgucken, ob ich seine aktuelle Nummer habe. Ich öffnete also die Onlineversion des Örtlichen und fand dort tatsächlich einen Eintrag unter seinem Namen, sowie eine Festnetz- und eine Handynummer. Fürs Telefonieren war ich noch nicht bereit, aber eine SMS wollte ich unbedingt verschicken. Ich klickte also seinen Namen an um die Details zu sehen. Das erste was ich allerdings sah, war oberhalb seines Namens der Link "Blumen verschicken" was mir spontan einen Lachkrampf bescherte. Vielleicht war das überhaupt nicht so komisch, aber nachdem ich kurz vorher mit den Dreharbeiten zu meinem Film fertig war, meine Dreischaltfinger an meiner schlabbrigen Joggingshose abwischte, während mein Gehirn Lars Ulrich vedrängte, um einem 13jährigen nackten Hintern Platz zu machen, war die Situation einfach urkomisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe eine SMS versendet und bin gespannt, ob er sich überhaupt meldet bzw. weiß, wer ihn da eigentlich angeschrieben hat. Vielleicht findet er es auch einfach unverschämt, dass ich mich nach so langer Zeit per SMS melde. Die Blumenvariante wäre möglicherweise gar nicht so schlecht gewesen. Vielleicht sollte ich aber auch öfters am Samstag Morgen beim Marktkauf einkaufen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls werde ich nun die Dreharbeiten zu "Being Lars Ulrich - Reloaded" angehen. Es gibt viel zu tun. Mein Double Bass sitzt noch nicht so richtig und die Fratzen lassen auch zu wünschen übrig.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-5628616990857762584?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/5628616990857762584/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/10/der-ganz-normale-wahnsinn-oder-being_01.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5628616990857762584'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5628616990857762584'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/10/der-ganz-normale-wahnsinn-oder-being_01.html' title='Der ganz normale Wahnsinn oder Being Lars Ulrich'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-1084989069188946346</id><published>2004-09-22T22:32:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T01:58:41.509+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schweinskram'/><title type='text'>The Best of ICQ 2002a</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Nach über zwei Jahren ist es soweit: das gute ICQ 2002a hat gestern Mother verlassen und wurde gegen die aktuelle Version ausgetauscht. Was übrig geblieben ist, sind über 30 MB Einträge in der History. Es wären sicherlich noch mehr gewesen, wenn mir viele Einträge auf Grund des ein oder anderen Plattencrashs nicht verloren gegangen wären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Logischerweise handelt es sich hierbei um einzigartiges Material, welches nicht in Vergessenheit geraten darf. Es sind Insider, es sind Sauereien, es sind Situationen in denen ich lachend vor dem Rechner saß. Und es sind viel zu viele, als dass ich sie alle in einem Blog niederschreiben könnte. Einige Ausschnitte (den Rest gibt es gegen Ende des Jahres in meinem ersten Buch "Die Memoiren der K." zu lesen) möchte ich hier in meinem Blog für immer festhalten. Aus Datenschutzgründen sind die Namen durchgeickst, sowie weitere persönliche Daten, wie ICQ-Nummmer entfernt worden. &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;FSK 6&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;A: hast du telefon? &lt;br /&gt;B: ja. die meisten menschen haben so etwas. &lt;br /&gt;A: dann geh ran. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: aber das neue live-album von gott is mal echt schweineteuer *hmpf* &lt;br /&gt;B: ich frage mich warum! vielleicht liegen die original gottletten bei jeder cd bei? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: ich muss aufs klo. überlegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;FSK 12&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;A: jo, sie hat mich noch etwas über die grillparty aufgeklärt, über dinge, die ich noch nicht wusste. gerade auch über Person XXXXXXX &lt;br /&gt;B: du hattest lücken in deinen unterlagen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: ich weiß vor lauter ops schon die usernamen nicht mehr... ich komm mir vor wie auf einem ärztekongress! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: ich frage mich, wozu das ganze führen wird. &lt;br /&gt;B: wir werden hervorragend ausgebildete ärzte in deutschland haben? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: XXXXXXXX war auf dem grillen wieder fleißig *g* &lt;br /&gt;B: oh ja. ein neuer star am ärztehimmel! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: jetzt stell dir das mal vor! der zieht mir den kompletten zahn und ich hab da ein loch! ich kann kein loch im mund haben! &lt;br /&gt;B: schnell kann man kippen rauchen, ohne den mund aufzumachen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A:... falls es die finanzen erlauben... wobei es im moment nicht so aussieht. ich sollte alles abmelden, anstatt rumzufeiern *hmpf* &lt;br /&gt;B: du solltest die only-sina gold-mitgliedschaft kündigen &lt;br /&gt;A: jo, sollt ich wohl. bisher hab ich es nicht übers herz gebracht! &lt;br /&gt;B: ich kenn das problem. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: lol ruft der flaschner an. er wolle vorbei kommen. ich: klar. morgen? er: ne in 10 min! ich: ARGH! bad wie sau. klo wie sau. waschbecken wie sau. alles wie sau! du glaubst gar nicht, wie gut man bäder in 10 min putzen kann! *muaaha* &lt;br /&gt;B: LOOOL oh mann &lt;br /&gt;A: ich war turboschnell! *LOL* ich habs klo und das waschbecken gleichzeitig geputzt! *BRÜLL* und nebenher noch dem kind instruktionen für seine spielsachen gegeben! noch nicht mal den schwamm aus der hand gelegt, da klingelts schon an der tür und der knackige flaschner steht unten *g* &lt;br /&gt;B: *TOTLACH* &lt;br /&gt;B: waren deine haare gewaschen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;FSK 18&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;A: haste mich gelöscht? &lt;br /&gt;B: ja &lt;br /&gt;A: ok. &lt;br /&gt;A: was treibst du? außer mich löschen? &lt;br /&gt;B: ich spiel mir grad an der nudel rum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: wenn ich jetzt mit XXXXXXX in die kiste springen würde, würde sich das bett in flammen auslösen! *lol* &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: BOAH! ihr habt es getan! *g* &lt;br /&gt;B: allerdings! *grunz* &lt;br /&gt;A: (gut, jemand musste es tun) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: wie war treffen mit XXXXXX? &lt;br /&gt;B: *dreckiggrins* :-D &lt;br /&gt;A: hrhr... hats gebrannt? *g* &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;(Anm. d. Red.: Das Gespräch handelt von einem PC-Spiel-Charakter namens Cauri. Es handelt sich um eine Magierin, die einen Stab als Waffe trägt)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;A: ich hab voll den geilen stab für cauri *frins* &lt;br /&gt;B: sehr schön... :)... und ich hab voll den geilen stab für dich *breitgrins* ;) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: ein mann weiß sowas. sonst wäre er keiner &lt;br /&gt;B: aso? erzähl mir mehr darüber! &lt;br /&gt;A: ach darüber auch? ;) &lt;br /&gt;A: scheint als würdest du heute alles aus mir aussaugen wollen?! ^^ &lt;br /&gt;B: jaaaa *g* &lt;br /&gt;A: danke! :))) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: musst es dir so besorgen, dass die blümchenwiese länger anhält und nicht nur 3 minuten! &lt;br /&gt;B: mowl! &lt;br /&gt;A: ich seh schon meinen monitor nicht mehr... ständig ist der ständer im sichtfeld... *wegknick* &lt;br /&gt;B: MUAHAHA &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: wir bewegen uns auf glatteis &lt;br /&gt;B: ach was... ich wichs mir vorher 5x einen und schieb mir 2 dosen haarspray in den arsch... danach passiert garantiert nix mehr zwischen uns ;) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: so. und jetzt können wir in team traumpartner schreiben was du willst. ich bin bereit! hab mir jetzt noch den blog gegeben und das schwanzbild von XXXXXX als hintergrund eingerichtet. bin somit schwanzklar. &lt;br /&gt;A: worüber möchtest du schreiben?&amp;nbsp; &lt;br /&gt;B: *BLÖÖÖÖÖÖÖÖÖK* &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: also dein schwanz sieht noch immer gut aus! *sfg* *muahaha* &lt;br /&gt;B: schade nur dass du ihn nicht auch anfassen kannst, gell? :p &lt;br /&gt;A: schade nur dass du ihn nirgends reinschieben kannst, gell? :p &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: ich denk grad nur an schwänze *g* aber mehr analytisch und wissenschaftlich. &lt;br /&gt;B: da bin ich momentan nicht wirklich adäquater gesprächspartner. wenn ich an schwänze denke, denk ich ans ficken, wichsen und blasen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: es gibt dinge, die ich anderen nie sagen würde. die sag ich nur dir &lt;br /&gt;B: *frins* &lt;br /&gt;A: wie z.b. dass ich mal eben XXXXXXXXX benützt habe &lt;br /&gt;B: LOOL&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A: wir sind SCHEISSE &lt;br /&gt;B: jo. total! LOOOOOL &lt;br /&gt;A: meine fresse &lt;br /&gt;B: es is der tod &lt;br /&gt;A: XXXXXX weiss ja gar nicht, was der sich heute durch die lappen gehen lässt *pffffff* ich würde den in den olymp ficken *nick* &lt;br /&gt;B: HRHRHRHR &lt;br /&gt;ich kann sowas von XXXXXX leider nicht behaupten! ich hätte vielleicht für 5 min die oberhand, aber dann wäre es auch schon rum &lt;br /&gt;A: mir würden auf anhieb viele oberdreckige dinge einfallen *nick* &lt;br /&gt;B: hm... ich glaub, mir würde es schon reichen, wenn er sich einfach mal nackig macht und ich spielen darf. ^^ &lt;br /&gt;A: *hrhrhr* &lt;br /&gt;B: aber danach würde mir was blühen. &lt;br /&gt;A: *grunz* und es würde geil sein! *denk* &lt;br /&gt;B: von oben, von unten, von links, von rechts, von hinten, von vorne ... ich könnte hinterher zwei tage nicht mehr laufen, damit ich mich auch gut dran erinnere, wer dafür verantwortlich war.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-1084989069188946346?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/1084989069188946346/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/09/best-of-icq-2002a.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/1084989069188946346'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/1084989069188946346'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/09/best-of-icq-2002a.html' title='The Best of ICQ 2002a'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-5347072661080967840</id><published>2004-09-08T23:45:00.002+02:00</published><updated>2010-07-11T01:59:16.892+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Couching'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Menstruationslyrik'/><title type='text'>Der Baum in meinem Garten</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Nichtsahnend. Unschuldig. Sachlich.  &lt;br /&gt;Heimlich begann alles, fast schon unmerklich.  &lt;br /&gt;Doch es lief bestens &lt;br /&gt;Die Dinge sind geregelt. Alles ist so, wie es sein muss.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erinnere mich daran. An diese kleine Pflanze, die ich in der Hand hielt. &lt;br /&gt;Sie war so zart. Ich wusste nicht, ob ich sie einpflanzen soll, ob ich Hoffnungen in sie stecken soll. &lt;br /&gt;Es war die Sache wert. Ich weiß es.  &lt;br /&gt;Ich habe sie gehegt und gepflegt.  &lt;br /&gt;Sie gedieh.&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tage vergingen.  &lt;br /&gt;Ehe ich mich versah wurde die Pflanze sehr wichtig für mich.  &lt;br /&gt;Mittlerweile konnte ich sie nicht mehr verheimlichen, sie beschützen.  &lt;br /&gt;Sie nahm einfach zu viel Platz weg. Sie verdrängte die anderen Pflanzen in meinem Garten.  &lt;br /&gt;Denn aus ihr war ein stattliches Bäumchen geworden.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dunkle Wolken. Regen in Strömen. Heftige Unwetter. &lt;br /&gt;Das Bäumchen drohte zu brechen. Wir sind stark.  &lt;br /&gt;Manchmal vernachlässige ich es. Manchmal habe ich keine Zeit. &lt;br /&gt;Ich will mich kümmern. Die Umstände lassen es nicht zu. Ich vergesse beinahe den Baum in meinem Garten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch manchmal sehne ich mich nach nichts anderen. Außer nach dieser Ruhe. &lt;br /&gt;Der Ruhe vor dem Sturm. Ich lege mich in den Schatten meines Baumes.  &lt;br /&gt;Es ist jetzt kräftiger Baum. Nichts hat ihm schaden können.  &lt;br /&gt;Ich lasse mich fallen. Geborgenheit. Sicherheit. &lt;br /&gt;Und tiefe Zuneigung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann liege ich da. Schaue in die prachtvolle Krone. Berühre zärtlich den kräftigen Stamm mit meinen Fingern.  &lt;br /&gt;Bewundere jedes einzelne Blatt. Liebe jedes einzelne Blatt. Es ist ein ganz besonderer Baum. &lt;br /&gt;Es ist mein liebster Baum.  &lt;br /&gt;Die Stille umgibt mich wie ein sanfter Schleier. Ich fühle mich verstanden. &lt;br /&gt;Aber es ist nur die Ruhe vor dem Sturm. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich spüre die Hitze des Feuers unter mir. Der Boden glüht. Geballte Energie macht sich breit.  &lt;br /&gt;Funken sprühen. Der Himmel verfärbt sich blutrot.  &lt;br /&gt;Der Baum brennt.  &lt;br /&gt;Er wird nicht verbrennen. Ich weiß es. Und doch macht mir dieses Feuer Angst. &lt;br /&gt;Es ist stark. Es bricht jeden Widerstand. Es ist besitzergreifend.  &lt;br /&gt;Und es treibt mich noch mehr in die Nähe meines Lieblingsbaumes.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er erwacht zum Leben und greift nach mir. Jeder einzelne Ast verwandelt sich in einen greifenden Arm. Er wird mich verschlingen. &lt;br /&gt;Aber nicht aus Boshaftigkeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sollte mich wehren. Ich will mich nicht wehren.  &lt;br /&gt;Ich genieße diese Hitze, die mir gefährlich werden könnte. Ich lasse mich von dem Baum in Besitz nehmen. Ich lasse mich von dem lodernden Feuer in Besitz nehmen. &lt;br /&gt;Wir sind eins und doch sind wir es nicht.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hört so plötzlich auf, wie es begonnen hat. Als ich meine Augen öffne sehe ich keine Spur von dem Feuer. Alles ist ruhig. Der Baumt steht weiterhin unbeschadet in meinem Garten. &lt;br /&gt;Ich schaue ihn an. Bewunderung. Allertiefster Respekt. Verbundenheit. &lt;br /&gt;Liebe? &lt;br /&gt;Es gibt viele Bäume. Einige davon stehen ebenfalls in meinem Garten, aber keiner ist mir so ans Herz gewachsen wie dieser hier. &lt;br /&gt;Keiner gibt mir soviel Kraft. Und keiner macht mich so glücklich.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist schon lange nicht mehr so, wie es sein muss, begreife ich.  &lt;br /&gt;Und doch ist es gut so, wie es ist. Auch wenn es schwierig ist.  &lt;br /&gt;Mein Baum ist berühmt geworden. &lt;br /&gt;Jeder kennt ihn, weil er der schönste Baum weit und breit ist. Alle bewundern ihn.  &lt;br /&gt;Alle wollen wissen, warum er so wertvoll ist. &lt;br /&gt;Ich lächele.  &lt;br /&gt;Ich weine.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich teile. Mit anderen.  &lt;br /&gt;Mittlerweile habe ich selten die Gelegenheit alleine meinen Baum zu genießen.  &lt;br /&gt;Aber wenn ich es tue, dann tue ich es mit Haut und Haaren.  &lt;br /&gt;Denn ich weiß, dass es wieder kommen wird. Das Feuer. Welches uns auf eine seltsame Weise verbindet.  &lt;br /&gt;Es ist ein Geheimnis. Und manchmal eine Last.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-5347072661080967840?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/5347072661080967840/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/09/der-baum-in-meinem-garten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5347072661080967840'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/5347072661080967840'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/09/der-baum-in-meinem-garten.html' title='Der Baum in meinem Garten'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-1146296592937826093</id><published>2004-08-23T03:40:00.004+02:00</published><updated>2010-07-11T02:01:01.592+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schweinskram'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Brainfuck'/><title type='text'>Die unglaubliche Geschichte</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Es gibt Situationen, die fast Unmögliches abverlangen. Für manche Menschen ist das z. B. das Einfangen einer Spinne, die sich im oberen rechten Eck im Bad verschanzt hat und bedrohlich auf einen herabschaut, während man auf der Toilette sitzt. Unnötig zu erwähnen, dass man weder normal duschen noch normal sein Geschäft verrichten kann, während dieses Monstrum dort oben lauert und den nackten Hintern im Blickfeld behält. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für andere Menschen sind Spinnen bei weitem nicht so sehr von Bedeutung, als dass sie nichts mehr im Haushalt verrichten könnten, ohne den Blick von der selbigen zu lösen. Sie können sich vielleicht nicht dazu überwinden, die Wohnung aufzuräumen, mit der Diät anzufangen oder endlich das wohldurchdachte Fitnessprogramm anzutreten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Komischerweise treffen auf mich fast alle genannten Beispiele zu (was für ein Zufall aber auch), &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;jedoch gibt es noch weitere Dinge, die schier unüberwindbar sind oder enorme Schwierigkeiten bereiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich wissen wir alle, wie Kinder zur Welt kommen und wie sie entstehen. Aber viele von uns glauben tatsächlich auch heute noch, dass die eigenen Eltern zum Kind wie die Jungfrau Maria zu ihrem kamen: nämlich völlig ohne Sex. Zugegeben: Nichts ist abtörnender als der Gedanke, die eigenen Eltern könnten Sex haben. Ich denke, hätte ich meine Eltern jemals dabei erwischt, z. b. in der Zeit meiner Pubertät, hätte ich irreparable Schäden davon getragen und würde heute in einem Kloster wohnen, anstatt versaute Blogs schreiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Glück ist dies nicht passiert, so dass ich mich in Ruhe entfalten und zur richtigen Zeit den dreckigen Pfad Satans begehen konnte. Ich bin nun wirklich aufgeschlossen und kann auch über fast alles reden, aber wenn mein Gegenüber weder meine Freundin noch ein Schwanzträger ist, den es zu bespringen gilt und auch nicht der gute Kumpel, der supi nett aber einfach nicht mein Typ ist, sondern das Aussehen meiner Mutter hat, hört es auch mit meiner großen und obszönen Klappe auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer kennt es nicht: Durch puren Zufall findet sich diese komische Zeitschrift auf dem Wohnzimmertisch. Gelangweilt nimmt man sie in die Hand und blättert etwas lustlos darin rum. Da diese Zeitschrift einen überaus gesunden Inhalt hat (es handelt sich um ein Gesundheitsmagazin) ahnt man an dieser Stelle auch nichts Böses, bis einem dann in der Mitte des Heftes gezeichnete, aber nackte Menschen in komischen Stellungen begegnen. Man widersteht dem Drang, die Zeitschrift auf den Kopf zu drehen um besser erkennen zu können, worum es sich denn genau handelt, stattdessen neigt sich der Kopf um 45° nach links oder rechts um den Überblick zu behalten. Verwirrt beschließt man, erst noch eben die fettgedruckte Überschrift zu lesen, die ja sicherlich aufklären wird, worum es sich denn hier eigentlich handelt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fand gestern eine solche Zeitschrift mit diesen Bildern in ihr. Allerdings im elternlichen Haus. Rechts von mir saß meine Mutter und im Zimmer nebenan wurschtelte mein jüngerer Bruder rum. Mein Blick fiel unauffällig auf die schwarz-fette Überschrift weil ich wissen wollte, was das Ganze da eigentlich soll. "Die 50 besten Stellungen" las ich da. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich kann ich nicht leugnen, dass ich nicht wissen wollte, um welche Stellungen es sich im Detail handelt. Vorher zündete ich mir aber gelassen eine weitere Zigarette an und warf einen verstohlenen Blick zu meiner Mutter, welche mein Treiben noch nicht bemerkt hatte. Auf den nachfolgenden sechs Seiten bekam ich es mit dreckigem Sex zu tun. Jede einzelne Stellung war kurz beschrieben und wurde sowohl von "ihr" wie von "ihm" bewertet. Anschließend folgte ein kurzes Fazit seitens der Redaktion, sowie der Schwierigkeitsgrad der jeweiligen Stellung in Noten von 1-10. Nicht nur, dass die Namen der Stellungen stellenweise lustig waren, nein, auch die erste Benotung bezüglich des Schwierigkeitsgrades die mir ins Auge sprang - es handelte sich um die 11, folglich unausführbar - brachte mich zum Lachen und erregte somit die mütterliche Aufmerksamkeit. Unsere Blicke begegneten sich kurz, ich tat so, als ob mich das Ganze nicht wirklich interessierte, aber an dem Ausdruck in ihren Augen erkannte ich, dass sie wusste, dass ihre 28jährige Tochter irgendetwas mit Sex am Hut hat. Gut, möglicherweise ahnte sie das bereits auch bei der Geburt meines Sohnes. Wer weiß das schon. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Komischerweise war sie diejenige, die das Eis durchbrach und mit dem Reden began. Und natürlich drehte es sich hierbei um Sex. Ich betete, sie würde nicht mit Details aus ihrem Eheleben ankommen, doch sie verlagerte glücklicherweise die Thematik auf eine Sendung, die sie kürzlich gesehen hatte und die sich mit Sex beschäftigte. Ach ne, doch nicht. Oh, sie handelte von Intimrasur? Ist ja interessant Mama! Nein, da haben sie Frauen gezeigt, wie sie sich die Intimzone rasieren? Um Gotteswillen! Ach was? Die haben sich da auch Muster einrasieren lassen? Ist ja der Knüller! Ich lachte dumm und hoffte, ihre telepathischen Kräfte würden wenigstens einmal versagen. Den ansonsten würde ihr ganz schnell klar sein, dass ihre Tochter nicht das erste Mal mit diesem Thema konfrontiert wurde. Um keine weiteren Falten auf der Stirn, von dem ach so überraschten sowie angeblich entsetztem Gesichtsausdruck, den ich diesem Moment aus taktischen Gründen aufgesetzt hatte, zu bekommen, beschloss ich mitzureden. Ich erzählte davon gehört zu haben, dass Männer darauf stehen sollen, wenn Frauen rasiert seien und mir aber völlig schleierhaft sei, warum das so ist. Ach so? Wegen den Haaren im Mund! Ich nickte. Wie konnte ich nur so dumm sein! Ich grübelte noch kurz, überlegte ob ich nachfragen soll, wie denn ausgerechnet diese Haare in den männlichen Mund gelangen sollte, unterließ das aber dann. Mama wollte das allerdings auch nicht näher erleutern, vermutlich weil Stellung 69 als erstes zu sehen war, als ich desinteressiert die nächste Seite der Zeitschrift umblätterte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas langsam führten wir unsere Konversation fort. Das Thema Intimrasur war nun nicht mehr von Bedeutung. Stattdesssen fand Mama es interessanter über diverse Bezeichnungen von männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen zu erzählen. Nur mit Mühe unterdrückte ich meinen Wunsch, ihren Wortschatz um die Worte Fickprügel und Futt zu erweitern. Glücklicherweise kam recht bald mein Bruder ins Zimmer, so dass unser Gespräch ein jähes Ende fand. Mit seinen 20 Jahren war mein Bruder sicherlich noch Jahre (wenn nicht Jahrzehnte!) davon entfernt, seine ersten sexuellen Erfahrungen zu sammeln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später fuhr ich nach Hause und vergaß unser Gespräch, welches doch tatsächlich recht unangenehm für mich war. Ich sprang in die Badewanne und vollzog die üblichen Schönheits- und Pflegerituale. Für einen kurzen Augenblick ärgerte ich mich, dass ich Mama nicht den Tipp mit dem Duschgel anstatt des Rasierschaums gegeben hatte, jedoch vergaß ich auch dies schnell, weil die Zeit drängte. Ich wollte ausgehen und hatte kein Lust mehr, mich mit diesen Gedanken zu beschäftigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-- &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle bin ich mit meinem Blog fertig. Allerdings ist mir bewusst, dass die Spannung und Dramatik fehlt, so dass ich unmöglich nun Schluss machen kann. Ich habe mir daher drei Enden einfallen lassen, so dass dieser Blog zumindest etwas Sinn macht und mein dummes Mitteilungsbedürfnis kaschiert. Da wir in einer Demokratie leben, darf sich jeder Leser sein Lieblingsende aussuchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;Ende Nr. 1:&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt; Nachdem ich ausgehfertig bin, stürze ich mich ins Nachtleben. Ich treffe mich mit einigen Freunden in einer Kneipe, wo wir uns genüsslich die Kante geben, bis wir schließlich so blau sind, dass wir uns wildem und hemmunglosen Sex auf der Theke hingeben. Dabei sind wir nicht zu faul, die 50 besten Stellungen aus dem gesunden Magazin zu testen. Leider wird unser Treiben dem Kneipeninhaber zu bunt weil er nicht mitmachen durfte, sondern nur die Sauereien wegwischen musste, so dass er um halb vier die Bullen anruft, wir alle abeführt und in die Ernüchterungszelle geworfen werden. Wir lassen uns allerdings den Spaß nicht versauen und versuchen stattdessen die Bullen zu bestechen, drohen mit weiterem Gruppensex und obszönen Arsch-Dildo-Arschspielchen, wenn wir nicht sofort freigelassen werden. Doch die Bullen sind schlauer. Sie rufen unsere Eltern an, die auf den Videobändern der Überwachungskameras ihre Kinder identifizieren und geschockt unser Treiben mitbekommen. Prompt werden wir alle enterbt. Scheiß was auf die Jachten und den Fuhrpark, ficken macht eh mehr Spaß, allerdings tuts uns doch wegen der Schweizer Konten leid. Also ziehen wir uns wieder an und fahren mit unseren Mamas und Papas nach Hause, wo uns Standpauken und Hausarrest bis zum letzten Tag blühen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;Ende Nr. 2:&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt; Nach dem aufklärenden Gespräch mit meiner Mutter habe ich Nachholbedarf. Ich fahre zu einem Mann, wo ich den Rest des Abends mit Saufen und exzessivem Sex verbringe. Ich ernte ein Paar Ohs und Ahs, als ich meinen Schambereich mit dem kunstvoll einrasiertem Violinschlüssel präsentiere und studiere stundenlang Stellung Nr. 43 ein, welche laut Gesundheitsmagazin einen Schwierigkeitsgrad von 11 aufweist. Kurz nach dem Wadenkrampf und bevor auch das rechte Bein für immer hinter meinem Kopf verschwindet, entschließe ich mich zu Oralsex. Während ich genüsslich an dem Prachtschwanz lutsche, denke ich an meine Mutter und die Spinne in oberen rechten Eck im Bad, welche noch immer blutrünstig auf meinen nackten Hintern wartet. Geschockt und in Panik ob dieser Gedanken, verheddern sich meine Zähne in dem Prachtschwanz, welcher nun keiner mehr ist. Das Fiasko endet im Krankenhaus, wo wir behandelt werden. Er bekommt einen Kunstständer und ich werde entknotet, was leider Konsequenzen mit sich bringt, da ich künftig eine Ferse an meinem linken Bein haben werde, wo einst meine Zehen anzutreffen waren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;u&gt;Ende Nr. 3:&lt;/u&gt; &lt;/strong&gt;Ich überlege es mir anders und gehe doch nicht fort. Stattdessen besuche ich ein weiteres Mal meine Mutter um mit ihr gemeinsam die Wohnung zu putzen und dabei wieder über Sex zu reden. Ich nutze die Gunst der Stunde und beichte, dass ich nicht normal bin und auch kein normales Leben führe, sowie keine normalen Freunde habe. Ich erzähle von meinen sexuellen Eskapaden und dass ich vier verschiedene Umschnalldildos habe, die ich alle gleichzeitig einsetze. Unverblümt teile ich ihr mit, dass ich die dreckigste Billigkeit bin und heimlich in den Fotostories von Praline mitgewirkt habe. Als Entschuldigung bringe ich zahlreiche andere Personen, die mich versaut und zu dem gemacht haben, was ich heute bin. Ich erzähle von Männern, die meine Beine in überfüllten Räumen lecken während mir dabei fast einer abgeht, ich erzähle dass ich nur deswegen ins Freibad gehe um den einen geilen Knackarsch zu sehen, der sich immer wieder provokant meinen und den Augen meines Traumpartner präsentiert, während wir glotzend dabei sind uns den Sabber gegenseitig wegzuwischen. Ich erzähle von Männern, die gerne in einer Ecke ihrer Küche abspritzen und sich einen Teufel darum kümmern, sowie von meinen zahlreichen Orgien in diversen SM-Lokalitäten. Meine Mutter lacht sich schlapp und freut sich über die blühende Phantasie ihrer Tochter. Anschließend steckt sie mich mit einer Tasse warmer Milch mit Honig ins Bett, misst mein Fieber und verlässt das Zimmer. Unglücklicherweise verschließt sie die Tür des Zimmers, in dem ich liege und spült aus Versehen den Schlüssel im Klo runter. Jahre später findet ein Bauunternehmen beim Abriss des Hauses mich und meine Memoiren. Statt des geplanten Edelbordells, welches es bauen wollte, beschließt das Bauunternehmen die Branche zu wechseln und veröffentlicht mein Tagebuch, welches recht schnell ein Bestseller wird und auf dem Index landet. Der Erlös wird in den Bau neuer geschlossener Anstalten investiert.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-1146296592937826093?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/1146296592937826093/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/08/die-unglaubliche-geschichte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/1146296592937826093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/1146296592937826093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/08/die-unglaubliche-geschichte.html' title='Die unglaubliche Geschichte'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-4881229855632547627</id><published>2004-06-17T11:55:00.004+02:00</published><updated>2010-07-11T02:02:12.626+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alltag'/><title type='text'>Wir räumen unsere Wohnung auf</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Jeder, der mich etwas besser kennt, weiß, dass ich ein fauler Strick bin. Es gibt einige Aufgaben im Haushalt, welche mich mal zu Tode anöden. Dazu gehört an erster Stelle das Schrubben meines Herdes, dicht gefolgt vom Badputzen. Das nächste ist dann das Abtauen des Kühlschranks. Der Abschluss meiner Hate-Liste ist Putzen im Allgemeinen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, viele meiner Freunde würden behaupten, ich wohne in einer sauberen Wohnung. Das ist so nicht ganz richtig. Ich wohne in einer leeren Wohnung, damit es sauberer und aufgeräumter aussieht! Naja, eigentlich wohne ich in einer Wohung, die seit dem Tag meines Einzugs so aussieht, wie sie heute noch aussieht. Vorübergehend natürlich nur. Der Sessel, der mal völlig deplatziert im Eck steht, kommt nämlich noch raus! Zumindest habe ich das schon seit 1,5 Jahren vor. Und es &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;stimmt tatsächlich: Wenn man etwas nicht sofort macht, macht man es nie. Ich hab auch heute noch keine verfluchte Lampe im Flur. Und ich werde eines Tages aus dieser Wohnung ausziehen, ohne bis dato je eine Flurlampe besessen zu haben! Und auch dieser Sessel - ich brauche mir nichts vormachen - wird bis zum Tag meines Auszugs im Eck stehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich koche auf einem Gasherd, der ca 234 v. Ch. gebaut worden ist. Solche Herde gibts heute gar nicht mehr zu kaufen. Eigentlich bin ich dankbar, dass er mir noch immer nicht um die Ohren geflogen ist. Samt dem ekligen Gitter, welches man nie wieder sauber kriegt. Schon alleine deswegen nicht, weil man dafür ein halbes Schwimmbad braucht. Das Ding passt ja nirgends rein. Ich habs mal mit der Badewanne versucht, gab aber dann auf, als ich sah, dass ich dadurch nur dieselbige zerkratze, mir auf Grund der gebückten Haltung einen Hexenschuss hole und das Gitter aber genauso siffig bleibt. Seitdem beschränke ich mich nur noch auf das weiße Email. Email ist die dümmste Erfingung aller Zeiten. Absolut unpraktisch und sehr schlecht zu reinigen. Vermutlich liegt es daran, dass ich diesen Herd nur alle drei Monate reinige. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reinigung eines Herdes, sowie das Aufräumen einer Wohnung, muss in einigen Phasen durchgeführt werden, weil man sich sonst überarbeitet und der Hass, den man eh schon nicht unterdrücken kann, noch größer wird. Deswegen reinige ich meinen Herd bereits seit zwei Tagen. Eigentlich hab ich ihn bisher nur eingeweicht. Fett Scheuermilch und Co. drauf. Und den Deckel hab ich sauber gemacht! Sowie drumherum geputzt. Gut, dass ich einen Deckel für diesen Herd habe. Wie oft war ich schon dankbar deswegen. So muss ich nicht meine Augen vor dem Herd verschließen, sondern schließe einfach den Deckel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere Sache: Altpapier. Ich HASSE Altpapier. Ich wohne in einem Viertel, wo jeder Rotz gedruckt bzw. veröffentlicht und an die Haushalte verteilt wird. Wenn ich zwei Tage meinen Briefkasten nicht leere, bekomme ich meine normale Post nicht mehr, weil nichts mehr reinpasst. Zwar habe ich ein Körbchen unter der Spüle, welches für Altpapier dient, aber mir wird immer öfters klar, dass ich eigentlich einen Container anmieten sollte, den ich dann im Kinderzimmer anstatt meines Kindes und seinem Bett deponiere. Am ersten Samstag eines Monats, fahren komische Leute durch unsere Straßen und sammeln Altpapier ein. Entweder hab ich vergessen, dass es der erste Samstag ist oder ich war zu faul das Zeug unter der Spüle hervorzuholen, weil das nämlich nicht ohne Weiteres gehen würde. Es sei den ich baue den Spülschrank auseinander oder montier den Syphon ab. Jaha... ich habe monatelange Erfahrung im Altpapier-unter-die-Spüle-einquetschen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letzthin habe ich mir die Mühe gemacht und den ganzen Schotter rausgeholt. Gut, dass ich einmal im Monat beim Marktkauf einkaufen gehe und diese netten Papiertüten habe. Sie sind perfekt fürs Altpapier. Voller Arbeitswut hab ich also das Papier in den Tüten verstaut und sie vor die Wohnungstür gestellt. Schließlich war es nur eine Frage der Zeit bis ich die Tüten weiter transportiere, z. b. am ersten Samstag im Monat auf die Straße. Was soll ich sagen? Ich glaube, es vergingen zwei erste Samstage im Monat. Mittlerweile hatte sich ein neuer Papierberg unter der Spüle gebildet. Mir war klar, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor zwei Tagen ergriff mich erneut die Aufräumwut und ich verstaute abermals das ganze Papier in weitere Marktkauftüten. Auch beschloss ich an dieser Stelle einige Kataloge zu entsorgen, die mein Sohn zum spielen nutze und sie daher auch entsprechend aussahen. Diese verstaute ich in meiner praktischen Klappbox. Ich war nun gezwungen, das Papier zu entsorgen, da ich sonst nicht mehr einkaufen gehen konnte. Es sei denn ich gehe zum Marktkauf, was aber gleichzeit eine weitere Papiertüte bzw. Altpapier bedeuten würde. Innerhalb dieser zwei Tage brachte ich scheibchenweise den Kram zum Auto. Natürlich nur dann, wenn ich eh meine Wohnung verlassen musste. Man macht sich ja die Mühe nicht umsonst. Und dann war es endlich so weit! Gestern mittag konnte ich endlich meine Wohnung wieder normal betreten, denn der Platz vor meiner Wohnungstür war wieder frei zugänglich und mein Kofferraum voll. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Voller Elan stieg ich heute mit nur 20 Minuten Verspätung aus dem Bett und wusste: Gleich wirst du zum Müllheizkraftwerk fahren um das Papier zu entsorgen. Ich brachte also Sohn in den Kindergarten und fuhr direkt weiter. Leider war ich zu früh dran, so dass ich ein paar Minuten warten musste. Ich wunderte mich noch über die zahlreichen Autos, die rechts parkten und ärgerte mich darüber, weil man kaum noch gescheit da herfahren konnte. Bis ich begriff: ich war nicht alleine! Da hatte sich doch tatsächlich eine Schlange an diesem Donnerstag Vormittag vor dem Müllheizkraftwerk gebildet! Glücklicherweise hatte ich nichts weiter vor, als meinen Vormittag vor dem Müllheizkraftwerk zu verbringen. Gemeinsam mit einigen Rentnern, die vermutlich schon seit Stunden vor dem Gebäude in ihren PKWs saßen - wenn nicht sogar seit gestern Abend in Sorge, sie können das Öffnen der Tore verpassen. Ich frage mich noch kurz, ob man heute vielleicht zwei Kofferräume Bauschutt zum Preis von einem entsorgen konnte oder ob es eventuell etwas umsonst heute gab, doch leider war dem nicht so. Völlig gelassen saß ich also in meinem Auto, öffnete das Fenster, drehte Metallica bis zur Vergasung auf und lachte über die empörten Gesichter der Rentner, während ich mit Kippe am Zahn freundlich zuwinkte und das "Bitte nicht Rauchen"-Schild ignorierte. Irgendwann kam ich dann auch endlich rein und somit dran. Ich leerte meinen Kofferraum und beschloss nun endlich das verfluchte "Bitte keine Werbung"-Schild für meinen Briefkasten zu kaufen. Ich konnte schließlich unmöglich in vier Wochen wieder mit denselben Leuten Schlange vor dem Müllheizkraftwerk stehen. Und außerdem würden sie mich sicherlich wieder erkennen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich ging anschließend noch etwas einkaufen und sitze nun endlich in meinem Rechenzentrum und schreibe diesem Müllblog. Mein Herd wird im übrigen noch immer eingeweicht. Ich denke morgen, nach drei Tagen Scheuermilch-Essig-Prilkur dürfte er sich von selbst reinigen lassen. Leider bedeutet das dann auch, dass ich die nächsten zwei Wochen lang nichts Gekochtes mehr essen kann, weil ich ja sonst meinen Herd verunstalten würde. Nun, irgendwas ist immer. Gut, dass es TK-Pizzen gibt. Ich glaube, ich werde mir doch den Container bestellen müssen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4689577751617702845-4881229855632547627?l=h3idiswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/feeds/4881229855632547627/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/06/wir-raumen-unsere-wohnung-auf-part-1.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4881229855632547627'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4689577751617702845/posts/default/4881229855632547627'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://h3idiswelt.blogspot.com/2004/06/wir-raumen-unsere-wohnung-auf-part-1.html' title='Wir räumen unsere Wohnung auf'/><author><name>Heidis Welt</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08566446068158032294</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_si6aymkJbrE/TDYyROPVEfI/AAAAAAAAAAM/bVPNWglPwPU/S220/sandra_003.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4689577751617702845.post-6336465206283375641</id><published>2004-05-03T11:57:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T02:03:26.071+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alltag'/><title type='text'>Montag Vormittag</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Das Leben ist geil. Die Erkenntnis des heutigen Tages - zumindest bis jetzt. Zwischen großen Schamlippen und Brüsten, die die Aidsgefahr erhöhen und 45 % aller Frauen, die noch nie einen Orgasmus gehabt haben, dröhnt Linkin Park aus meinen Lautsprechern, während ich die obligatorischen drei Morgenzigaretten in Rekordgeschwindigkeit inhaliere. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin konnte ich heute ohne Parkschein parken und das obwohl ich satte 50 Cent in den blöden Parkscheinautomaten beim Landratsamt eingeschmissen habe und er mir partout keinen Freibrief zu parken ausdrucken wollte. Schnell bildete sich eine Menschentraube um mich herum, die mich mit wertvollen Tipps wie "Haben Sie auf 'Parkschein drucken' geklickt?" oder "Probieren Sie doch mal &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;'Abbrechen'" zu schüttete. Doch schnell wurde allen klar: Der Parkscheinautomat wird definitiv nichts drucken. So entstand kurzerhand eine spontane Bürgerbewegung an diesem Montag Vormittag, deren Spitze ich bildete und die entschlossen zur Information marschierte, um den Fehler zu melden und darauf hinzuweisen, dass man sicherlich keine Gebühren fürs Parken ohne Parkschein zahlen würde, falls man heute ein Knöllchen bekommen würde. An meiner Seite ein rüstiger Rentner mit Witz und Humor, mit dem ich noch etwas Smalltalk betrieb um den Gang zur Info so interessant wie möglich zu gestalten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich alle Behördengänge, die ich die letzten Wochen auf "Morgen" verschoben habe, heute endlich erledigt hatte, fühlte ich mich auf Anhieb wie Gott. Ich liebe dieses Gefühl, etwas erledigt zu haben, auch wenn es nur das Holen eines Antragsformulars bzw. das Abgeben einiger Unterlagen ist. Frohen Mutes beschloss ich noch, ein paar wichtige Dinge wie Zigaretten einzukaufen. Ich erledigte dies beim Edeka um die Ecke, weil man nur dort die Herausforderung hatte, die Zigaretten rechtzeitig aufzufangen, bevor sie aus dem Apparat auf den Boden schießen, weil aus irgendwelchen Gründen an dem Gerät eine Auffangklappe fehlt. Es macht wirklich Spaß! Besonderer Kick: Keinen Einkaufswagen nehmen, sondern mit vollen Händen am Automat stehen und Zigaretten fangen. Ich finde, dass man für jede gefangene Schachtel, einen Lolli bekommen sollte und teilte dies natürlich auch der Kassiererin mit, die daraufhin etwas seltsam lächelte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich meinen Eink
