27.07.2010

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Generation der Verdammten

Ich war etwa 17, als ich Janek in einem dieser Modeschuppen kennenlernte, in welche man geht um sehen und selbst gesehen zu werden. Meine Freundin und ich waren weder auf das Eine noch auf das Andere aus. Doch wir waren viel zu jung um zu wissen, worauf wir uns an jenem Nachmittag einließen, als wir seine Einladung auf einen Kaffee annahmen und uns an seinen Tisch setzten.

Janek war gute 16 Jahre älter als wir und obwohl uns damals sein Alter nahezu biblisch vor kam, waren wir nicht mutig genug seine Einladung auszuschlagen. Wir hatten es mit einem erwachsenen Menschen zu tun, dessen Alltag aus Arbeit und Verpflichtungen bestand, während sich unser Lebensmittelpunkt hauptsächlich um die große Liebe und den dazugehörigen Liebeskummer drehte. Zeitweise rückte auch das bevorstehende Abitur in den Vordergrund, insbesondere vor den Klassenarbeiten im letzten Halbjahr, so dass wir uns wieder auf das besannen, was vermeintlich wichtig war. Wie unwichtig vieles davon tatsächlich war, sollten wir erst Monate später erfahren, als der Krieg ausbrach.

Sie zogen erst die Berufssoldaten ein sowie jene, die sich freiwillig zur Verfügung stellten.

13.06.2010

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Der Tag an dem ich Gott umbrachte - Part IV

Kairo war eine Stadt, welche sich als eines der weltweit größten Zentren für Kriminalität herausstellte. Vom Hobbydieb bis hin zum professionellen Auftragskiller konnte man hier alles finden. Ich war nicht mal überrascht, dass man unter der Ladentheke Annoncenblätter kaufen konnte, welche sich ausschließlich dem kriminellen Markt widmeten. Mit Interesse erwarb ich eines dieser Exemplare, welches den Titel "Gangstas Paradise" trug, und kam mir dabei seltsam verrucht vor. Ich war angenehm überrascht, als ich im Hotelzimmer einen ersten Blick hinein warf und feststellte, dass es nicht nur auf Englisch war, sondern dass das Anzeigenangebot sehr vielfältig war. "10 kg C2-Sprengstoff wegen Inhaftierung in gute Hände abzugeben" stand genauso auf der

26.09.2006

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Das Abschiedsgeschenk

Es muss irgendwann im Juni 1987 gewesen sein, als ich Pjotr am Bahngleis 1, dem einzigen Gleis, was der Bahnhof von Žaclér (Tschechische Republik) vorzuweisen hatte, begegnete. Unser erster Kontakt war genauso unspektakulär wie die anschließende Freundschaft (um diesem seltsamen zwischenmenschlichen Konstrukt einen Namen zu geben), die wir nach unserer ersten Begegnung ein gutes Jahrzehnt lang pflegten.

Unweit vom Žaclér Bahnhof gab es eine kleine Absteige, in der Pjotr täglich zur Mittagszeit anzutreffen war. Mir wird heute noch ganz anders, wenn ich an diese Klitsche denke. Noch nie zuvor hatte ich solch eine lausige Kneipe gesehen, geschweige denn betreten. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass es in Žaclér weit und breit keine öffentliche Toilette gab, war der Schuppen das

11.08.2005

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Der Tag an dem ich Gott umbrachte - Part III

Nachdem ich mein Treffen mit Satan mehr oder weniger vergeigt hatte, war mir klar, dass ich das nächste Mal die Sache überlegter angehen musste - sofern es überhaupt ein nächstes Mal gab. Ich flog zurück nach Deutschland, erneuerte meine Mitgliedschaft in der Bibliothek und kaufte sämtliche Bücher auf, die von Satan und Gott handelten. Meine Recherchen begannen erst im Internet, wo ich mich bei einschlägigen Seiten, Wikipedia und Google schlau machte. Überall bekam ich das gleiche zu lesen, außer bei satan-ist-tot.de, wo mir die Unwissenden doch tatsächlich klar machen wollten, dass es gar keinen Satan gab! Ignoranten. Was konnte ich von einer Seite

08.07.2005

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Der Tag an dem ich Gott umbrachte - Part II

Es war nur ein schwacher Trost, dass das Wetter in Hell's Kitchen genauso schlecht war, wie in good old Germany. Andererseits passte der Regen hervorragend zur apokalyptischen Stimmung, die sich langsam aber sicher in mir ausbreitete. Möglicherweise hatte ich das Wetter Gott zu verdanken, der u. U. ahnte, was ich im Schilde führte und darauf hoffte, mir dadurch das Umsetzen des Plans zu erschweren.

Hell's Kitchen war kein Deut besser als ich es in den Filmen gesehen hatte. Eigentlich hatte ich gehofft, etwas Nobleres oder zumindest Sauberes vorzufinden und es ärgerte mich, dass das Böse

02.07.2005

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Der Tag an dem ich Gott umbrachte - Part I

- Ein Roman in vielen Teilen -

Ich war gerade dabei Brötchen zu holen. Vielleicht wurden sie mir auch gebracht, jedenfalls vernahm ich ihren verlockenden Duft und freute mich auf ein leckeres Frühstück. Gleichzeitig kam diese CD ins Spiel - ich weiß noch immer nicht, was mit ihr im Nachhinein passiert ist, ich schaffte es nicht mehr dies herauszufinden. Ich weiß nur, dass es eine Musik-Cd in einem gelben Cover war. Ich glaube, ich wollte sie gerade einlegen um reinzuhören, als Gott seine Boten in meine Straße und an meine Klingel schickte.

Sohn rannte voller Vorfreude zur Sprechanlage (er muss noch viel lernen) und fragte mit piepsiger

23.06.2005

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Selbstjustiz mal anders - Part II

... NACHHER
Wie sieht nun richtiges Lynchen aus? Ich gehe davon aus, dass sich der fleißige Leser in der Zwischenzeit überlegt hat, wen er eliminieren möchte und sich ggf. eine Liste erstellt hat. Ohne mindestens drei Personen lohnt der Einsatz gar nicht. Keine halben Sachen. An dieser Stelle sei gesagt, dass es verschiedene Methoden des Lynchens gibt. Ich werde nachfolgend eine kleine aber feine Auswahl vorstellen.


Borg-Methode:
Wieso sich etwas eigenes ausdenken, wenn sich irgendwo da draußen jemand schon hervorragende Lynchmethoden ausgedacht hat? Jeder treue und begeisterte Trekkie-Fan sollte ohnen wissen,

21.06.2005

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Selbstjustiz mal anders - Part I

PROLOG
Insiderwissen wird benötigt. Die coolsten Filme aller Zeiten sowie Star Trek sind ein Muss! Wer den Text nicht kapiert ist doof.


EINFÜHRUNG
In der heutigen Zeit ist es gar nicht mehr einfach ein anständiger Bürger zu sein. Man fühlt sich von allen Seiten belogen und betrogen. Die Politiker beschwören ein Gesetz nach dem anderen herauf und keines davon nimmt Rücksicht auf den Otto-Normal-Verbraucher. Die Spritkosten werden von Tag zu Tag höher, blasenfrei zapfen ist da nur ein schwacher Trost. An diversen Tankstellen ist man selbst als Linkshänder gearscht, weil die Zapfpistolen nicht für Linkshänder ausgelegt sind